Bund erhöht Mittelaufnahmen am Geld- und Kapitalmarkt

Schweizer Franken

Schweizer Franken

Symbolbild Pixabay

Die Eidgenössische Finanzverwaltung (EFV) wird das ausstehende Volumen an kurzfristigen Geldmarktpapieren im laufenden Jahr von rund 6 auf 12 Milliarden Franken erhöhen. Ergänzend verkauft die EFV wieder vermehrt Eidgenössische Anleihen im Eigenbestand.

Die EFV hat die geplante Mittelaufnahme am Geld- und Kapitalmarkt revidiert. Die Massnahmen des Bundesrates zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus erhöhen den kurzfristigen Finanzierungsbedarf des Bundes. Die zusätzlichen Ausgaben werden einerseits über die bestehende hohe Liquidität finanziert, andererseits sollen mehr Mittel aufgenommen werden. Damit wird auch der höheren Unsicherheit bezüglich der kurzfristigen Einnahmenentwicklung Rechnung getragen.

Neu soll das ausstehende Volumen an Geldmarkt-Buchforderungen von bisher rund 6 Milliarden auf 12 Milliarden erhöht werden. Der Emissionskalender Eidgenössischer Anleihen bleibt mit einem geplanten Emissionsvolumen von 2,5 Milliarden unverändert. Die EFV verkauft aber wieder vermehrt noch nicht platzierte Eigentranchen, auch um die Liquidität im Handel mit Eidgenössischen Anleihen zu unterstützen.

Der Bundesrat hat am 20. März 2020 zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ein umfassendes Massnahmenpaket in der Höhe von 32 Milliarden Franken beschlossen. Mit den bereits am 13. März beschlossenen Massnahmen sollen über 40 Milliarden Franken zur Verfügung stehen, davon 20 Milliarden in Form von Bürgschaften.

Quelle: Eidg. Finanzverwaltung

31.3.2020