Sweet Thursday

Donnerstag, 30. März 2017

Vincent van Gogh, niederländischer Maler, der heute als Begründer der modernen Malerei gilt und in seinen letzten zehn Lebensjahren über 2000 Gemälde und Zeichnungen schuf, von denen heute viele zu den bedeutendsten und teuersten Kunstwerken der Welt zählen, würde heute den 164. Geburtstag feiern, wenn er nicht mit 37 Jahren am 29. Juli 1890 gestorben wäre.

Unser heutiges Geburtstagskind

Vincent van Gogh war ein niederländischer Maler und Zeichner; er gilt als einer der Begründer der modernen Malerei. Nach gegenwärtigem Wissensstand hinterliess er 864 Gemälde und über 1000 Zeichnungen, die allesamt in den letzten zehn Jahren seines Lebens entstanden sind. Vincent van Gogh führte einen umfangreichen Briefwechsel, der eine Fülle von Hinweisen auf sein malerisches Werk enthält und selbst von literarischem Rang ist.

Sein Hauptwerk, das stilistisch dem Post-Impressionismus zugeordnet wird, übte starken Einfluss auf nachfolgende Künstler aus, vor allem die Fauves und Expressionisten. Während er zu Lebzeiten nur wenige Bilder verkaufen konnte, erzielen seine Werke seit den 1980er Jahren bei Auktionen Rekordpreise.

Vincent van Gogh kam am 30. März 1853 in Groot-Zundert, einem Landstädtchen in Nordbrabant, als Sohn des Pfarrers Theodorus van Gogh und seiner Frau Anna Cornelia, der Tochter eines Buchbinders, zur Welt. Genau ein Jahr zuvor war ein nicht lebensfähiger Bruder geboren worden, der ebenfalls den Namen Vincent erhalten hatte. Einige Autoren vertreten die Meinung, dass van Gogh sich als ungeliebten Ersatz für den Erstgeborenen empfunden und dadurch seelischen Schaden genommen habe. Nie sollte er die frühen Eindrücke seiner ländlichen Heimat vergessen; viele seiner Bilder zeugen von seiner Liebe zur Natur. Nach Vincent wurden noch fünf jüngere Geschwister geboren. Der Vater war Pfarrer der Niederländisch-Reformierten Kirche; christliche Werte spielten in der Familie eine wichtige Rolle. Aber es gab auch Verbindungen zum Kunsthandel, wo drei von Vincents Onkeln tätig waren.

Das später als eigenbrötlerisch beschriebene Kind besuchte zunächst die Dorfschule in Zundert. Mit elfeinhalb Jahren wurde er in ein Internat in Zevenbergen gegeben. Ab 1866 besuchte Vincent die Mittelschule in Tilburg, wo er wiederum fern der Familie wohnte. Dort lernte er Französisch, Englisch und Deutsch (später las er französische und englische Bücher in der Originalsprache und korrespondierte mit seinen Geschwistern auf Französisch), auch waren wöchentlich vier Stunden Zeichnen vorgesehen. Trotz guter Noten verliess er diese Schule bereits im März 1868 aus unbekanntem Grund. Die folgenden 15 Monate verbrachte er bei seinen Eltern; womit er sich dort beschäftigte, ist nicht belegt. Im Juli 1869 begann er nach einem Beschluss des Familienrats eine Ausbildung in der Den Haager Filiale der Kunsthandlung Goupil & Cie, der sein Onkel Cent als Teilhaber angehörte.

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30.3.2017

Video zum Geburtstag: Vincent Van Gogh – Zwischen Genie und Wahnsinn

Video zum Donnerstag: Europas Feinde

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Thursday-News

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Doktor Ralf Senner

Doktor Ralf Senner

Patienten erzählen, wie der Übergewichtschirurg Ralf Senner in München falsch operierte, bevor er in die Schweiz kam. Der Arzt bestreitet die Vorwürfe.

Der Übergewichtschirurg Ralf Senner hatte bereits einen zweifelhaften Ruf, bevor er ab 2010 in der Schweiz operierte. In München war er viele Jahre in einer eigenen kleinen Privatklinik tätig. Für Übergewichtschirurgen in Deutschland ist er ein rotes Tuch. Es kursieren zahlreiche Geschichten von Patienten, die wegen Komplikationen nachoperiert werden mussten, und von unvollständigen oder fehlerhaften Eingriffen.

In der Schweiz will man von dieser problematischen Vorgeschichte nichts gewusst haben. Das Spital Männedorf trennte sich erst vergangenen Freitag von Senner, der dort seit 2014 als Belegarzt operierte. Dies aufgrund von einer erneuten «gravierenden Unkorrektheit». Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat offenbar auch damit begonnen, eine Untersuchung einzuleiten.

Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat in Deutschland mit insgesamt fünf Chirurgen gesprochen, darunter drei Chefärzte. Zitiert werden wollen die meisten jedoch nicht. Eine Ausnahme ist Thomas Hüttl, Chefarzt an der Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen, wo die Ärzte immer wieder Betroffene behandelten. «Bei der Mehrzahl der Patienten, die nach einer Operation bei Ralf Senner zu uns kamen, haben wir gesehen, dass der Eingriff nicht vollständig gemacht wurde», sagt er. «Inwieweit dabei gegen die Sorgfaltspflicht und Gesetze verstossen wurde, können allerdings nur die Gerichte im Einzelfall klären – vorausgesetzt, die Patienten klagen.»

Zu Klagen ist es tatsächlich gekommen. Ein besonders schwerwiegender Fall wurde am Landgericht München I verhandelt. Gemäss dem rechtskräftigen Urteil vom Mai 2014 musste Senner der Klägerin 65'000 Euro Schmerzensgeld bezahlen und die Kosten künftiger Schäden ersetzen. Die junge Frau war gerade mal 23 Jahre alt, als sie im Februar 2011 bei Senner war. Er riet ihr sofort zu einer Magenverkleinerung, obwohl sie mit 1,63 Meter Körpergrösse und einem Gewicht von gut 75 Kilogramm zu wenig schwer für eine solche Operation war. Das Gericht befand, dass Senner seine Patientin zu wenig aufgeklärt habe. Mehr noch: Er hätte «womöglich gar gegen die Operation raten müssen».

«Keine Gurken verkaufen»

Zu den Risiken sagte Ralf Senner laut Urteilsbegründung offenbar nur, dass «er Scheichs operiert habe und es sich nicht leisten könne, Gurken zu verkaufen». Weiter stellte das Gericht fest, dass Senner der jungen Frau keine ausreichende Bedenkzeit gegeben habe. Bei der ersten Konsultation bot er ihr einen Operationstermin drei Tage später an und verlangte eine sofortige Entscheidung. Besonders gravierend waren dann die Komplikationen: Zehn Tage nach der Operation musste die Patientin wegen undichter Nähte am Magen notfallmässig in eine Universitätsklinik eingewiesen werden, wo ihr die Ärzte nach mehreren Operationen schliesslich den Magen komplett entfernten.

Schon beim ersten Gespräch bot er einen OP-Termin drei Tage später an.

Senners Stellungnahme zu dem Fall: «Keine Chirurgie ist letztlich über alles gesehen komplikationsfrei. Ich bedaure die erwähnte Komplikation sehr.» Es gab weitere juristische Verfahren gegen Senner, zu denen er direkt keine Stellung nimmt. Am Landgericht München I sind elf davon mit Vergleichen beendet worden. Gemäss Auskunft der Medienstelle ging das Gericht in den meisten Fällen aufgrund von Gutachten von einer Haftung Senners aus. Bei einem Rechtsstreit am Landgericht München II 2013 wurde der Chirurg zu einer Schmerzensgeldzahlung in der Höhe von 35'000 Euro verurteilt. Aus welchem Grund, teilt das Gericht nicht mit.

Konkreter sind die Schilderungen von Betroffenen, mit denenTagesanzeiger.ch/Newsnet gesprochen hat. Senner hat sich zu diesen Vorwürfen nicht geäussert.

Klaus B.* hatte alle möglichen Abnehmprogramme und Diäten ausprobiert, bevor er 2008 zu Senner kam. «Vereinbart war, dass er einen Schlauchmagen macht», sagt er. Nach der Operation nahm Klaus B. vorübergehend deutlich ab, doch schon bald wog er mit 156 Kilogramm die Hälfte mehr als vor dem Eingriff. 2015 liess er sich an einer anderen Klinik in München nochmals operieren. «Es stellte sich heraus, dass mir Senner keinen Schlauchmagen gemacht, sondern nur einen kleinen Teil des Magens weggeschnitten hat.» Klaus B. geht nun rechtlich gegen den Arzt vor.

Sandra R.* war 2011 bei Senner. «Er war sehr nett, wirkte professionell», erzählt sie. Sie hatte einen hohen Body-Mass-Index (BMI) von über 40, und man einigte sich auf eine Magenverkleinerung für 13'500 Euro. Den Operationstermin hatte sie bereits drei Wochen später, allerdings nicht in München, sondern in der Schweiz, an der Klinik Seeschau in Kreuzlingen. Dorthin wurde sie zusammen mit zwei anderen Patienten von einem Senner-Mitarbeiter im Privatauto gefahren. Nach der Operation verlor Sandra R. allerdings kaum Gewicht.

2015 liess sie sich bei einem anderen Arzt nochmals operieren. Dabei stellte sich heraus, dass sie gar keinen Schlauchmagen bekommen hatte. «Senner hatte den Magen einfach in der Mitte stark ­eingeschnürt, sodass nur noch wenig durchging», sagt sie. «Dadurch war ich beim Essen schnell satt, hatte aber auch bald wieder Hunger, sobald die Mahlzeit in die untere Magenhälfte gerutscht war.» Zudem gab es bei Senner keinerlei Nachbetreuung, auch keine der üblichen Tabletten gegen Sodbrennen. «Ich war auf mich allein gestellt», erzählt Sandra R. Sie überlegt sich rechtliche Schritte.

Pflegefachfrau Rahel S.* war 23 Jahre jung, als sie sich vor gut zehn Jahren von Senner operieren liess. «Seine Privatklinik war merkwürdig. Es hatte ganz alte Krankenbetten, die zu klein für Hoch­gewichtige waren. Überall waren Teppiche, auch in den Krankenzimmern, was aus hygienischen Gründen gar nicht geht. Erinnern kann ich mich auch noch an den Schrank im Zimmer – das gleiche billige Ikea-Möbel für 55 Euro, das ich auch zu Hause hatte», erzählt sie. Die Operation kostete 10'000 Euro, die auch sie vorab bezahlen musste. Doch Senner hätte offenbar gerne noch etwas mehr verdient. Noch im Aufwachraum war das Erste, was er nach der Operation zu Rahel S. gesagt haben soll: Sie habe einen «ausgelatschten Riesenmagen» gehabt, und er müsse ihr deshalb zusätzlich 3000 Euro verrechnen. «Ich hatte das Geld nicht und weigerte mich zum Glück. Senner wurde aber sauer.»

«Senner spielt stark damit, dass Adipositas-Patienten oft ein sehr tiefes Selbstwertgefühl haben und dankbar sind, wenn ihnen geholfen wird.»

Rahel S. erhielt ebenfalls keine Nachsorge. «Ich habe schnell abgenommen, hatte nach dem Essen aber oft Kreislaufzusammenbrüche und kippte einfach um», erzählt sie. «Ich habe mir gedacht, das sei normal.» Erst später suchte sie einen Arzt auf, der eine Infektion feststellte. Dank Antibiotika ging es ihr schnell besser. Doch sie nahm nicht mehr ab und blieb auf ihren 110 Kilogramm. «Ich dachte, dass ich selber schuld sei, und fühlte mich als Versagerin», sagt Rahel S. Sie ist überzeugt: «Senner spielt stark damit, dass Adipositas-Patienten oft ein sehr tiefes Selbstwertgefühl haben und dankbar sind, wenn ihnen geholfen wird.» 2016 liess sich Rahel S. nochmals operieren. «Dabei stellte sich heraus, dass ich gar keinen richtigen Schlauchmagen, sondern nur so eine Art Trichtermagen erhalten hatte», erzählt sie. «Am Mageneingang hat es viele Gefässe, was die Operation nicht ungefährlich macht – offenbar war es Senner zu riskant, weshalb er nur im unteren Teil operiert hat.»

Isabelle K.* wollte auf keinen Fall ein Magenband, sondern einen Schlauchmagen, als sie sich 2007 von Senner operieren liess. So stand es auch im Vertrag, den sie unterschrieb. Und auf dem Weg in den Operationssaal sagte sie nochmals: «Ich will kein Magenband.» Nach dem Eingriff hatte sie dennoch ein Magenband. Sie sei zu dick gewesen für einen Schlauchmagen, habe Senner gesagt. K. ist sich jedoch sicher: «Er hat von Anfang an gewusst, dass er mir ein Magenband machen würde.» Sie wirft Senner auch vor, viel zu viel für das Magenband verlangt zu haben: 8000 Euro statt 3000 Euro wie andere Kliniken. «Ich bin erst nach einem Jahr darauf ­gekommen, dass Senner ein Geschäft macht und die Patienten ausnutzt», sagt Isabelle K. «Die Münchner Adipositas-Ärzte kennen Senner alle; die kriegen seine Patienten und sagen dann jeweils ‹Oje›, mehr passiert nicht.»

«So einen Schwachsinn»

Rudolf Weiner, Professor für Chirurgie an der Universität Frankfurt am Main, langjähriger Chefarzt am Krankenhaus Sachsenhausen und heute Chefarzt am Sana Klinikum Offenbach, kennt verschiedene ähnliche Geschichten. Er sagt: «Senner ist für mich eines der drei grössten schwarzen Schafe auf dem Gebiet der Adipositas-Chirurgie in Deutschland.» Zudem sei er nicht besonders geschickt. «Einmal führte Senner mir an einem Symposium vor, wie er am Ende einer Operation die Beatmung des Patienten aussetzte, damit er ohne Atembewegung überhaupt eine Naht zustande brachte», erzählt Weiner. «So einen Schwachsinn habe ich noch nie gehört.» Senner bezeichnet diese Darstellung als «nicht zutreffend».

Chefarzt Hüttl von der Klinik München-Bogenhausen will sich nicht weiter zu Senner äussern. Was jedoch grundsätzlich nicht gehe, sei eine fehlende Nachsorge. «Das ist in den Leitlinien der Fachverbände festgeschrieben und verpflichtend», sagt er. Standard seien vier bis fünf Konsultationen mit Ernährungstests im ersten Jahr, danach ein bis zwei pro Jahr, je nach Verlauf. Nicht zulässig sei auch, Pauschalbeträge für eine Operation zu verlangen: «Es gibt eine Gebührenordnung, an die man sich als Arzt auch bei Selbstzahlern halten muss.»

Von offizieller Stelle ist hingegen in Deutschland nicht viel über Senner zu erfahren. Beim Ärztlichen Kreis- und Bezirksverband München, zu dessen Aufgabe es gehört, dafür Sorge zu tragen, «dass Ärztinnen und Ärzte ihre Berufspflichten erfüllen» (Website), heisst es auf Anfrage: «Da darf ich Ihnen gar nichts dazu sagen.» Und bei der Bayerischen Landesärztekammer BAEK ist lediglich zu erfahren, dass Senner 1994 in Bayern eine normale Approbation erhalten hat und im Juni 2013 seinen Abgang in die Schweiz meldete.

*Namen geändert

Zürcher Gesundheitsdirektion – Fachgesellschaft will Klärung

Die Schweizerische Fachgesellschaft für die Behandlung der Adipositas Smob war immer wieder in Konflikt mit Ralf Senner. Im Jahr 2014 ermahnte sie ihn, weil er eine Anerkennung durch die Smob als bariatrisches Zentrum vorspiegelte. Zudem soll er den nicht existenten FMH-Titel «Bariatrische Chirurgie» für sich in Anspruch genommen haben. Im gleichen Jahr lehnte die Smob auch Senners Antrag auf Mitgliedschaft ab. Nun schreibt Smob-Präsident Renward Hauser der Gesundheitsdirektion (GD) des Kantons Zürich: «Die Smob erkennt in Herrn Senners Gebaren eine relevante Gefährdung des Rufs der bariatrischen Chirurgie in der ganzen Schweiz und insbesondere der verlangten ärztlichen Sorgfaltspflicht.» Hauser fordert die GD dazu auf, die Vorwürfe gegen Senner zu klären. Insbesondere folgende Punkte:

• Zweifel, ob Senner in Rumänien tatsächlich ein Medizinstudium abgeschlossen und habilitiert hat.

• Wiederholte Falschinformation seiner Patienten zu seinem eigenen Vorteil.

• Provisionszahlungen an Patienten.

• Mangelnde Qualität und Sorgfalt bei der Voruntersuchung und Nachsorge seiner Übergewichtspatienten.

• Ein mögliches Strafverfahren des Freistaates Bayern und ein Berufsverbot.

Quelle: Tages-Anzeiger

30.3.2017

Schlauchmagen

Die Sleeve-Resection, auch Schlauchmagen genannt, ist eine gängige Methode. Dabei wird der Magen als Schlauch verkleinert. Danach ist das Essen nur noch in kleinen Portionen möglich (ca. 100 ml).

Magenbypass

Beim Magenbypass wird der Magen am Eingang verkleinert, eine lange Dünndarmschlinge wird angeschlossen. Dadurch kann man nur noch kleine Portionen zu sich nehmen (ca. 10-15 ml).

Ein Übergewichtsarzt leistete sich schon in Deutschland Fehler. Trotzdem operiert er in der Schweiz weiter.

Beatrice M.* ist nicht wohl bei der Sache. Eigentlich hatte sie versprochen, aus der Geschichte keine grosse Affäre zu machen. Doch der Arzt, dem sie das Versprechen abgegeben hat, hält sich selbst nicht an Abmachungen. Die Rede ist vom Übergewichtschirurgen Ralf Senner, der ihren Ehemann Erich M.* vor anderthalb Jahren operiert hat. Nicht nur, dass der Eingriff damals nicht gelungen ist. Senner hatte das Ehepaar vor dem Eingriff falsch informiert und die beiden so um 40'000 Franken gebracht.

Es handelt sich dabei keineswegs um einen Einzelfall. Recherchen zeigen: Senner hat eine lange Vorgeschichte mit Vorwürfen von geschädigten Patienten. Die gravierendsten betreffen die Zeit bis 2010, als er noch in München eine kleine Privatklinik betrieb. Es geht um unvollständige Magenoperationen, nicht existente Nachbetreuung, ungenügende Vorabklärungen. Gemäss einem Gerichtsurteil hat eine Patientin, die eigentlich gar nicht genug übergewichtig für eine entsprechende Operation war, wegen Senner heute keinen Magen mehr. Der «Tages-Anzeiger» wird morgen über die Fälle in München berichten. Ralf Senner bestreitet praktisch sämtliche Vorwürfe.

Ähnlich gravierende Fälle sind in der Schweiz bisher nicht bekannt. Doch auch hierzulande häufen sich die Probleme. «Wir haben in den letzten drei Jahren von rund einem Dutzend Fällen erfahren, die im Zusammenhang mit Ralf Senner stehen», sagt Heinrich von Grünigen, Präsident des Stiftungsrates der Schweizerischen Adipositas-Stiftung (Saps). «Das ist ein klares Indiz, dass etwas schlecht läuft.» Mit Folgen: Das Spital Männedorf, wo Ralf Senner seit 2014 als Belegarzt operierte, hat sich am vergangenen Freitag von ihm getrennt.

Die Geschichte von ErichM. ist die bislang schwerwiegendste, auf die der «Tages-Anzeiger» in der Schweiz gestossen ist. Im Januar 2015 war das Ehepaar zum ersten Mal bei Senner. Der damals 71-jährige, 1,85 Meter grosse Erich M. wog 155 Kilogramm und hatte Diabetes. Man einigte sich auf eine Magenope­ration. Laut seiner Frau BeatriceM. behauptete Ralf Senner, dass der Eingriff 40'000 Franken koste und die Krankenkassen nicht bezahlen würden. Für den halben Preis könne er die Operation jedoch in St.Petersburg vornehmen. Das Ehepaar M. wollte dies aber nicht. Der Eingriff erfolgte schliesslich im Septem­ber 2015 am Spital Männedorf. Der für Selbstzahler übliche Tarif von 25'000 Franken musste im Voraus ans Spital überwiesen werden, zusätzlich 15'000 Franken direkt an Senner.

Gravierende Unkorrektheit

«Nach der Operation rief Senner mich an und sagte, dass alles gut gegangen sei», erzählt BeatriceM. Erst zwei Tage später suchte er seinen Patienten auf. «Nachdem er meinen Mann nach seinem Befinden gefragt hatte, bat er mich auf den Korridor hinaus», so die Ehefrau weiter. Er habe wortwörtlich gesagt: «Ich habe es nicht geschafft! Ich konnte nicht bis zum Magen Ihres Mannes vordringen. Ich habe lediglich eine grau verfärbte Leber gesehen. Alles war wie Beton.» Dem Patienten ErnstM. habe Senner dies nicht selbst mitteilen wollen. Dies habe er erst getan, als die Ehefrau insistierte. «Er hatte den Mut nicht, von Anfang an klaren Wein ein­zuschenken. Er befürchtete, dass mein Mann depressiv würde, behauptete er», sagt BeatriceM. Das EhepaarM. fand schliesslich einen Übergewichtschirurgen, der die Operation in einer anderen Klinik durchführte.

Den Patienten orientierte er erst, als dessen Frau insistierte.

Bald stellte sich heraus, dass Senner falsch informiert hatte: Die Krankenkasse hätte den Eingriff problemlos bezahlt. Allerdings nicht zu dem Preis. «Eine Magenoperation kostet üblicherweise 20'000 bis 25'000 Franken inklusive Voruntersuchungen und Nachbetreuung», sagt Saps-Präsident Heinrich von Grünigen. Damit der Eingriff vergütet worden wäre, hätte er zudem nicht am Spital Männedorf durchgeführt werden dürfen. Der Grund: ErichM. hatte bei einer Magenbandoperation vor 20 Jahren schwere Komplikationen erlitten. In solchen schweren Fällen und bei Patienten über 65 übernimmt die Grundversicherung die Kosten nur, wenn gemäss bindenden Richtlinien der Fachorganisation Smob (Swiss Society for the Study of Morbid Obesity and Metabolic Disorders) an sogenannten bariatrischen Referenzzentren operiert wird. Im Raum Zürich sind dies beispielsweise das Unispital oder die Klinik Hirslanden.

Ursprünglich stammt Senner aus Rumänien, wo er zur deutschsprachigen Minderheit gehörte. Dort absolvierte er bis 1982 seine Medizinerausbildung. Später zog er nach Deutschland, wo er die deutsche Staatsbürgerschaft annahm und 1998 den Facharzt in Chirurgie erhielt. Gemäss seiner Website wurde Senner 2003 an der Medizinischen Universität Cluj-Napoca (deutscher Name: Klausenburg) in Rumänien habilitiert. Seither führt er den Titel Professor. Bereits in München und auch in der Schweiz gelang es Senner immer wieder, in die Medien zu kommen. Beispielsweise in einen Fernsehbeitrag der ARD oder prominent in der Münchner «Abendzeitung» (Titel: «OP soll helfen: XXL-Frau will ran an den Speck»). In der Schweiz hat unter anderem die «Schweizer Illustrierte» über Senner als kompetenten Adipositaschirurgen berichtet. In der Gesundheitssendung von TeleTop bekam er einen gut 30-minütigen Auftritt, den er auch werbewirksam auf seiner Website platziert hat.

Seit zwei bis drei Jahren hat Senner im Stadtzürcher Seefeld eine Praxis mit dem Namen European Special Management Centre of Obesity Surgery, kurz Escos 360. Am Spital Männedorf operierte er bis vor kurzem rund 100Adipositas-Patienten pro Jahr. Das sind deutlich mehr Eingriffe als die anderen drei Spezialärzte zusammengenommen an der Klinik vornehmen. Senner gilt als sehr gut im Rekrutieren von Patienten übers Internet. Vor Männedorf war er gut ein Jahr Belegarzt an der Privatklinik Lindberg (Winterthur) und davor an der Klinik Seeschau am Bodensee (Kreuzlingen TG). An den beiden Kliniken geben sich die Direktoren wortkarg: Es seien persönliche beziehungsweise zwischenmenschliche Gründe, weshalb Senner nicht mehr dort arbeite.

Stefan Metzker, Direktor des Spitals Männedorf, sagt: «Aufgrund unserer Vorabklärungen wussten wir von wirtschaftlichen Problemen Senners in München. Von Kunstfehlern hatten wir jedoch keine Kenntnis. Im Gegenteil, uns wurde gesagt, dass Senner an einem früheren Ort ausgesprochen komplikationslos operiert habe.» Auch am Spital Männedorf seien keine medizinisch-fachlichen Fehler aufgetaucht, betont Metzker. Der Grund, wieso sich das Spital jetzt von Senner getrennt habe, sei nicht Erich M., sondern eine andere gravierende Unkorrektheit. Das Spital habe den Fall Erich M. bereits letztes Jahr mit Senner besprochen und entschieden, dem Ehepaar M. die 25'000 Franken für die Operation zurückzuzahlen.

Umstrittener DNA-Test

Neben ErichM. kennt die Patientenorganisation Saps weitere Fälle: Ein Patient meldete sich, weil Senner ihm gesagt habe, dass er zu schwer sei und 40 Kilogramm abnehmen müsse, damit die Krankenkasse die Operation bezahle. «Eine krasse Fehlinformation», sagt Heinrich von Grünigen.

Immer wieder scheint Senner den Patienten zudem einen umstrittenen DNA-Test für 1400 bis über 1600 Franken verschreiben zu wollen. Der «Tages-Anzeiger» hat dazu Aussagen von drei Betroffenen. Auch die Saps hat von mehreren Fällen gehört. In Deutschland, wo Ralf Senner den Test offenbar machen lässt, kostet er laut Website inklusive Auswertung gerade mal 330Euro. Die Grundversicherung bezahlt den Test nicht.

Sinnlose Essrestriktionen

Der Anbieter gibt an, der Gentest stelle Stoffwechseltypus und optimale Ernährung fest. Senner behauptet zudem gegenüber Patienten, dass er die Resultate benötige, um zu entscheiden, wie er operieren solle. Ein Betroffener, der einen Schlauchmagen erhalten hat, erzählt, dass der Test ihm beim Essen Restriktionen auferlege, die nach der Operation keinen Sinn mehr ergeben würden: «Zum Beispiel soll ich keinen Käse essen, meine Ernährungsberaterin sagt jedoch, dass dies mit dem kleineren ­Magen wichtig sei, damit ich überhaupt genügend Proteine zu mir nehme.» Für Saps-Präsident von Grünigen ist klar: «Dieser DNA-Test ist äusserst fraglich und zudem irrelevant für die Wahl des Operationsverfahrens.» Gemäss Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ist es zudem nicht zulässig, im Rahmen einer Behandlung zulasten der Grundversicherung zusätzliche Kosten in Rechnung zu stellen.

Ein anderer Kritikpunkt der Stiftung: Senner dränge immer wieder zu rasch auf einen Operationstermin. «Gemäss Smob-Richtlinien sollten mindestens drei, in der Praxis meist sechs Monate, dazwischenliegen», sagt von Grünigen. Diese Zeit brauche es für seriöse Voruntersuchungen und -behandlungen. Und nicht zuletzt sind viele der Patienten in einer psychisch schwierigen Situation. «Damit muss man behutsam umgehen», so von Grünigen.

Schliesslich soll Senner laut Aussagen von ehemaligen Patienten und auch der Saps mindestens bei einem Patienten Prämien von 300 Franken bezahlt haben, wenn dieser ihm neue Kundschaft vermittelt hatte. Ob dies gegen die Standesordnung des Ärzteverbands FMH oder auch gegen die Berufspflichten verstösst, ist unklar. «Solche Provisionen sind zumindest unethisch», sagt dazu Saps-Präsident von Grünigen.

Die Zürcher Gesundheitsdirektion gibt an, bis jetzt keinerlei Hinweise auf eine problematische Vorgeschichte von Ralf Senner erhalten zu haben. Sie erteilte ihm 2011 die Berufsausübungsbe­willigung. Dies aufgrund üblicher Unterlagen wie Arbeitszeugnisse und Strafregisterauszüge. Zudem lag ein «Certificate of Good Standing» der Regierung von Oberbayern vor. Auch die FMH hat offenbar keine Kenntnis von Vorwürfen zu Ralf Senner.

Vorgeschichte in München

In München, wo der aus Rumänien stammende Arzt früher operierte, ist er unter Übergewichts-Chirurgen schon lange ein rotes Tuch. «Bei der Mehrzahl der Patienten, die nach einer Operation bei Ralf Senner zu uns kamen, haben wir gesehen, dass der Eingriff nicht vollständig gemacht wurde», sagt Thomas Hüttl, Chefarzt an der Chirurgischen Klinik München-Bogenhausen, wo immer wieder Patienten nachoperiert worden sind. Rudolf Weiner, Professor für Chirurgie an der Universität Frankfurt am Main und Chefarzt am Sana Klinikum Offenbach, sagt: «Senner ist für mich eines der drei grössten schwarzen Schafe auf dem Gebiet der Adipositas-Chirurgie in Deutschland.»

Der «Tages-Anzeiger» kennt mehrere Fälle aus München, bei denen Senner fehlerhafte Operationen vorgenommen hat. Drei Patienten sagen, dass er nicht wie versprochen einen Schlauchmagen operiert habe. Herausgestellt hat sich das jeweils erst Jahre später. Eine 23-jährige Frau hatte nach der Operation schwerste Komplikationen und lebt jetzt ohne Magen. Laut einem Urteil des Landgerichts München I musste Senner ihr 65'000 Euro Schmerzensgeld bezahlen und die Kosten künftiger Schäden ersetzen. Das Gericht befand unter anderem, dass die Patientin unzureichend aufgeklärt wurde. Sie war deutlich zu wenig schwer für eine Übergewichtsoperation. Auch musste sie sich sofort für einen Termin für den Eingriff drei Tage später entscheiden.

1,5 Millionen Franken Umsatz

Der «Tages-Anzeiger» hat Ralf Senner mit den Vorwürfen an ihn konfrontiert. Zum Fall Erich M.* sagt er, dass er gemäss Vereinbarung mit dem Spital Männedorf seinen Anteil von 15?000 Franken zurückzahlen werde. Senner besteht jedoch darauf, dass er den Patienten korrekt abgeklärt und informiert habe. Nach dem Eingriff habe er den Patienten erst zwei Tage später über das Nichtgelingen in Kenntnis gesetzt, weil er fassungslos gewesen sei und Zeit gebraucht habe, «um die Sache zu verdauen». Auch die anderen Kritikpunkte seien «nicht zutreffend», schreibt Senner. Bei den Gentests würden die Patienten darüber aufgeklärt, dass die Kassen nicht bezahlten, und könnten selber entscheiden. Er dränge auch nicht auf OP-Termine und zahle keine Provisionen an Patienten. Zu seiner Verurteilung in München wegen unzureichender Aufklärung schreibt er: «Keine Chirurgie ist letztlich über alles gesehen komplikationsfrei. Ich bedaure die erwähnte Komplikation sehr.» Zu Vorwürfen anderer Patienten äussert er sich nicht. Senner betont, dass er stolz auf seine Tätigkeit in Männedorf sei. Unter anderem wegen seiner tiefen Komplikationsrate und des Umsatzes von rund 1,5 Millionen Franken, den er allein 2016 für das Spital generiert habe.

Quelle: Tages-Anzeiger

29.3.2017

Breaking News

Breaking News

Das Umsetzungsgesetz zur Zuwanderungsinitiative könnte bald in Kraft treten. Zeit, die Rasa-Initiative zurückzuziehen?

Am 7. April läuft die Frist zur Einreichung des Referendums gegen die Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative ab. In mehreren Zeitungen hat der Tessiner Politologe Nenad Stojanovic, der das Referendum Ende Dezember lanciert hatte, das Resultat bereits vorweggenommen: Die nötigen 50 000 Unterschriften werden auch in einer Woche nicht beisammen sein, das Vorhaben dürfte klar scheitern.

Sobald die Frist abgelaufen ist, kann der Bundesrat das Gesetz, das einen Vorrang für Arbeitslose bei der Stellensuche vorsieht, in Kraft setzen. Formell gälte die Initiative damit als umgesetzt, obschon materiell deutliche Differenzen verblieben zum Wortlaut des Zuwanderungsartikels, der unter anderem Kontingente und Höchstzahlen zur Steuerung der Zuwanderung vorschreibt. Mit dem Verzicht auf diese Instrumente hat sich das Parlament zugunsten der Personenfreizügigkeit mit der EU und damit für die Bilateralen ausgesprochen – womit auch eine zentrale Forderung der Rasa-Initianten erfüllt ist. Mit ihrer Initiative «Raus aus der Sackgasse!» (Rasa) soll der Zuwanderungsartikel wieder aus der Verfassung gestrichen werden, um die Bilateralen zu sichern. Einen Rückzug schliessen die Initianten nicht a priori aus. Der Ablauf der Referendumsfrist sei «sicher ein Moment, wo wir uns das überlegen müssen», sagt Beat Ringger. Das sieht auch sein Mitstreiter Andreas Auer so. Er fügt indes an, dass dies kaum der Fall sein werde. Beide anerkennen zwar, dass mit dem Gesetz die Bilateralen vorerst respektiert wären. Weil der Verfassungsauftrag aber bestehen bleibe, werde die zweite zentrale Forderung, jene nach dauerhafter Rechtssicherheit, mit der Inkraftsetzung des Gesetzes allein nicht erfüllt.

Die Initiative bringt die Politik in eine Zwickmühle. FDP, CVP und der Bundesrat hatten die Zuwanderungsinitiative zwar abgelehnt, finden Rasa unter demokratiepolitischen Gesichtspunkten aber äusserst problematisch und lehnen sie ab. Vielen Politikern wäre es daher am liebsten, die Initianten zögen ihr Begehren zurück, womit auch ein Gegenentwurf hinfällig würde.

Der CVP-Chef Gerhard Pfister sagt: «Das Inkrafttreten des Gesetzes würde eine schickliche Beerdigung der Initiative erlauben.» Immerhin seien die Unterschriften vor drei Jahren noch in einem anderen Kontext gesammelt worden: Damals habe sich nicht abgezeichnet, was das Parlament nun entschieden habe, und auch nicht, dass die SVP mit einem direkten Angriff auf die Personenfreizügigkeit drohen würde. «Die Initianten spielen ein heisses Spiel, wenn sie das Volksbegehren nicht zurückziehen», sagt der Aargauer FDP-Ständerat Philipp Müller. Die Initiative sei nicht zu gewinnen, womit es implizit zu einer Bestätigung der Masseneinwanderungsinitiative käme; das wäre eine Steilvorlage für die SVP. Ziehen die Initianten nicht zurück, schliessen aber weder Müller noch Pfister aus, dass sich in den vorberatenden Kommissionen des Parlaments vielleicht doch noch ein sinnvoller und zugleich mehrheitsfähiger Gegenentwurf zur Initiative finden lässt. Darauf dürften auch die Rasa-Initianten hoffen. Wie ein solcher Gegenentwurf aussähe, ist eine andere Frage. Die beiden Varianten, die der Bundesrat vorgeschlagen hat, wurden in der Vernehmlassung zerzaust.

Bis am 27. April muss der Bundesrat die Botschaft zur Initiative verabschieden. Er könnte mit Verweis auf die Vernehmlassung auf einen Gegenentwurf verzichten und die heisse Kartoffel einmal mehr dem Parlament weiterreichen. Dieses müsste dann entscheiden, ob es selber einen Gegenentwurf zimmert oder es auf einen Urnengang allein über die Rasa-Initiative ankommen lässt.

Quelle: NZZ

30.3.2017

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Der Vizechef des Staatssekretariats für Migration und Diplomaten aus EU-Staaten machen in Eritrea wegen Rückführungen von Asylbewerbern Druck. Bisher kehren nur wenige freiwillig in ihre Heimat zurück.

Anfang Jahr reisten ranghohe Diplomaten der Schweiz, Deutschlands, Norwegens und Schwedens für Gespräche mit der eritreischen Regierung nach Asmara. Die vier Staaten, die zu den wichtigsten Zielländern eritreischer Flüchtlinge zählen, hoffen, dass sie zusammen mehr erreichen. Letzte Woche weilte nun erneut eine gemeinsame Delegation am Horn von Afrika. Sie traf Präsidentenberater Yemane Gebreab und Aussenminister Osman Saleh. Für die Schweiz nahmen die Leiterin der Abteilung Subsahara-Afrika des Aussendepartements und Vincenzo Mascioli, Vizedirektor des Staatssekretariats für Migration (SEM), teil; dies bestätigt ein Sprecher auf Anfrage.

Der frühere persönliche Mitarbeiter von Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) leitet seit Anfang Jahr den Bereich internationale Zusammenarbeit, der für Rückkehr abgewiesener Asylbewerber zuständig ist. Das Bundesverwaltungsgericht stützte jüngst in einem Grundsatzentscheid zwar den Bund, der 2016 die Praxis für Eritreer verschärfte. Dies bewirkte aber wenig, da Rückführungen nur freiwillig möglich sind. Laut dem SEM kehrten im letzten Jahr elf Eritreer in ihre Heimat zurück. Zum Vergleich: Allein 2015 beantragten aus dem Land gegen 10'000 Personen in der Schweiz Asyl.

Erste positive Signale, tiefe Erwartungen

Die Migration war eines der vier Themen der Gespräche, die Mascioli und die Delegation in Asmara mit Regierungsvertretern führten. Dabei sei auch die Frage der Rückkehr angesprochen worden, sagt SEM-Sprecher Lukas Rieder. Eritrea lässt heute bei keinem europäischen Staat Zwangsrückführungen von Flüchtlingen zu. Norwegen versuchte erfolglos ein Abkommen auszuhandeln. Dies ist zurzeit kein Thema. Doch es gibt zumindest kleine positive Signale. So vereinbarten die beteiligten Parteien, dass die Gespräche im Bereich der Migration und der Menschenrechte vertieft werden. Zudem haben die eritreischen Behörden in einzelnen Fällen Identitätsanfragen zu abgewiesenen Asylbewerbern beantwortet, wie das SEM bestätigt. Die Identifikation ist oft schwierig, da Flüchtlinge aus Staaten wie dem Sudan eine falsche Herkunft angeben, um ihre Chancen auf Asyl zu erhöhen.

Urs von Arb, der Vorgänger von SEM-Vizedirektor Mascioli, war 2015 nach einer Eritrea-Mission zum Schluss gekommen, dass das Land kein Nordkorea ist. Bürgerliche Politiker fordern seit längerem, dass Bern mit Asmara über ein Rückführungsabkommen verhandelt, während Linke skeptisch sind. Ob es Bewegung gibt, hängt vor allem vom eritreischen Regime ab. Beobachter warnen deshalb vor zu hohen Erwartungen. Der Einfluss der westlichen Staaten ist beschränkt, selbst mit einem Ausbau der Entwicklungshilfe. China etwa hat dem isolierten Land zinslose Darlehen gewährt.

Unterdessen sind die Asylgesuche von Eritreern zu Beginn dieses Jahres im Vergleich zu 2016 leicht zurückgegangen. Diese stellen in der Schweiz aber immer noch mit Abstand die grösste Flüchtlingsgruppe. Als wichtigste Ursachen für die massive Migration gelten die Perspektivlosigkeit und der Nationaldienst. Die Delegation der vier gleichgesinnten Staaten verlangte von Asmara auch Erklärungen über dessen Funktionsweise.

Quelle: Tagblatt

30.3.2017

Hair Force One

Yellow News – The Yellow Danger
The Beauty and The Beast

The Beauty and The Beast

Swiss Economy. So sad! – Eidgenossen schaden sich mehr, als Trump es tut

Die protektionistische Wirtschaftspolitik des amerikanischen Präsidenten Trump könnte auch die Schweiz treffen. Martin Naville, Chef der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer, sieht für die Schweiz derzeit aber andere Probleme.

Eigentlich ist die Schweizer Wirtschaft in einer komfortablen Lage: Der Franken-Schock scheint vorerst überwunden. Auch befindet sich die Weltkonjunktur im Aufwärtstrend, die US-Wirtschaft ist robust, die Lage in China scheint stabil, und selbst in der EU hat sich das Konjunkturbild endlich aufgehellt. Und dennoch ist die Unsicherheit sowohl für die Weltwirtschaft als auch für die Schweiz erheblich. Dazu trägt nicht zuletzt die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung bei. Nicht nur droht der protektionistische Kurs von Präsident Trump die vom Welthandel abhängige Schweiz besonders hart zu treffen. Zu allem Übel befindet sie sich auch auf einer vom US-Finanzministerium halbjährlich aktualisierten Liste potenzieller Währungssünder.

Ausgeglichene Handelsbilanz

Droht der Schweiz deshalb Ungemach? Laut Martin Naville, dem Chef der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer, besteht vorerst kein Grund zur Sorge. Die Schweiz nehme auf der Negativliste der USA mit Blick auf den Handelsbilanzüberschuss gerade einmal den 13. Platz ein, erklärte er im Gespräch im Vorfeld des Wirtschaftsforums der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich. Wenn man Güter und Dienstleistungen zusammenrechne, sei die Bilanz ausserdem etwa ausgeglichen – während die USA Waren und Dienstleistungen im Wert von 51 Mrd. $ in die Schweiz exportierten, betrage die Handelsbilanz in die umgekehrte Richtung 52 Mrd. $. Hinzu komme, dass die Marktinterventionen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) auf den Euro und nicht auf den Dollar zielten. Es ist im Urteil von Naville allerdings unerlässlich, dass die Schweiz den USA gut erkläre, weshalb die SNB dermassen stark eingegriffen habe.

Gleichzeitig räumt er aber ein, dass der protektionistische Kurs Trumps Gefahren birgt. Sollte es beispielsweise zwischen den USA und China zu grösseren Spannungen kommen, würde dies den gesamten Welthandel beeinträchtigen, gibt Naville zu bedenken. Die Schweiz wäre als weltoffene Volkswirtschaft überproportional davon betroffen. Allfällige Importhürden der USA wären laut dem Experten vor allem für die Schweizer Pharmabranche desaströs.

Für internationale Verstimmung würde seiner Ansicht nach die von Trump ins Auge gefasste Border-Adjustment-Tax von 20% sorgen, die die fiskalische Belastung von US-Importen vorsieht. In einem solchen Falle würde China wohl ebenfalls hohe Zölle erheben oder Käufe von Boeing-Flugzeugen unterbinden. Gleichzeitig ist Naville aber überzeugt, dass Steuerpläne, wie sie derzeit vorliegen, vom Kongress nicht bewilligt würden. Grössere Chancen räumt er einer weniger umfassenden Steuerreform sowie einer Steueramnestie ein. Dass es hierbei zu einer Repatriierung von amerikanischen Geldern kommen werde, sei wahrscheinlich.

Die Schweiz ist gut positioniert

Im Gegenzug ist er überzeugt, dass Schweizer Unternehmen in den USA gut positioniert seien, um vom derzeitigen Aufschwung zu profitieren – auch mit Blick auf allfällige Infrastrukturprojekte. Sie sind laut Naville die siebentgrössten Direktinvestoren in den USA, wobei beinahe die Hälfte der Investitionen in die amerikanische Industrie fliesst. Mittelfristig glaubt Naville zwar nicht, dass die Trump-Administration der US-Wirtschaft stark helfen werde. «Aber sie wird sie auch nicht einfach stoppen können», fügt er an.

Die hausgemachten Probleme der Schweiz sind seiner Ansicht nach schlimmer als «das, was in Amerika geschehen könnte». Dazu zählt im Urteil Navilles die abgelehnte Unternehmenssteuerreform. Denn während die USA und Grossbritannien Steuersenkungen ins Auge fassten, schiebe die Schweiz die nötige fiskalische Reform vor sich her. Darin liege das grösste Risiko.

Quelle: The NZZ Fake News

30.3.2017

The Donald macht seine Tochter Ivanka offiziell zur Mitarbeiterin

Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten, bekommt nun auch offiziell eine Position im Weissen Haus. Sie beteuert, dass sie nichts an dem Job verdienen werde.

Erstmals in der Geschichte der USA wird die Tochter eines US-Präsidenten Mitarbeiterin im Weissen Haus. Donald Trumps Tochter Ivanka wird künftig als "Assistentin des Präsidenten" fungieren. Sie werde allerdings kein Gehalt bekommen, kündigte die so genannte "First Daughter" an. Sie habe die Bedenken von Kritikern zur Kenntnis genommen. Zuvor hatte Ivanka Trump bekannt gegeben, ein Büro im Westflügel des Regierungssitzes zu beziehen und Sicherheitsüberprüfungen zu durchlaufen, ohne jedoch Teil der US-Regierung zu sein. Dies hatten Ethikexperten kritisiert.

Ivanka Trump wird nach Angaben ihrer Anwältin Jamie Gorelick ihre finanzielle Lage offenlegen, so wie es für Mitarbeiter des Bundes vorgesehen ist. Zudem werde sie ethischen Richtlinien unterliegen. In einer Erklärung begrüsste das Weisse Haus Trumps Schritt. Die New York Times hatte zuerst über die Personalie berichtet.

Trumps Entscheidung zeige, dass sie sich der Einhaltung von Regeln verpflichtet fühle, sagte ihre Anwältin Gorelick weiter. Sie sei zudem offen gegenüber den Ansichten von Kritikern. Ivanka Trump habe sich bereits um Distanz zu ihren Geschäftsinteressen bemüht. Sie ist zwar weiterhin Besitzerin ihres Markennamens. Das Alltagsgeschäft in ihrem Unternehmen gab sie jedoch bereits an den Vorsitzenden ab. Zudem hatte sie veranlasst, dass der Konzern keine Verträge im Ausland abschliessen darf; bei neuen Vertragsabschlüssen hat sie ein Veto-Recht. Eine Führungsposition in der Trump Organization hatte Trump ebenfalls abgegeben; sie erhält dort künftig ein festes Gehalt und keine Gewinnanteile mehr.

In der vergangenen Woche hatten mehrere Anwälte und Regierungsbeobachter in einem Brief an den Berater des Weissen Hauses, Don McGahn, ihre Bedenken geäussert. Sie forderten ihn auf, Ivanka Trumps Dienste für ihren Vater - ohne dass sie eine offizielle Regierungsmitarbeiterin war - zu überprüfen. Grund sind Vorschriften zu Transparenz und Ethik, ein US-Gesetz verbietet beispielsweise Interessenskonflikte. Norman Eisen, Ethikberater von Ex-Präsident Barack Obama sagte, es sei gut, dass sich das Weisse Haus nun besonnen habe. "Lasst uns hoffen, dass es kein isolierter Moment der Vernunft war", sagte Eisen. Er hatte den Brief an das Weisse Haus mit unterzeichnet. 

Quelle: The Zeit Fake News

30.3.2017

So will die Deutsche Bank ihr The Donald-Problem loswerden

Die Deutsche Bank ist grösste Gläubigerin von Donald Trump - eine Rolle, die keine US-amerikanische Bank übernehmen wollte, lange bevor etwaige Interessenkonflikte wegen der Position des US-Präsidenten aufkamen. Diese Ausnahmestellung ist dem Konzern aus verschiedenen Gründen unangenehm. Laut mehreren Medienberichten versucht er derzeit, seine Trump-Kredite zu restrukturieren.

Offiziell will die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen nichts zu ihren Trump-Deals sagen. Aber die Verbindlichkeiten von gut 300 Millionen Dollar - etwa die Hälfte von Trumps Gesamtschulden - musste der Kandidat im Wahlkampf offenlegen. Und ein "Bloomberg"-Bericht auf Grundlage von Insidergesprächen erklärt die Probleme der Bank.

Drei Trump-Immobilien wurden mit Hilfe der Deutschen Bank finanziert:

• das Golf-Resort Doral bei Miami, wo Trump früher Schönheitswettbewerbe und eine Siegesfeier zur Wahl abhielt, für rund 125 Millionen Dollar

• ein Hotel- und Büroturm in Chicago, der dem Geldhaus in der Finanzkrise bereits Probleme bereitete, für zwischen 25 und 50 Millionen Dollar

• und die Renovierung des vom Staat gemieteten Alten Postamts in Washington, wo erst im Oktober 2016 - kurz vor der Wahl - ein neues Trump-Hotel eröffnete; der 170-Millionen-Dollar-Kredit wurde 2015 gewährt

Restrukturierung ist in Zusammenhang mit Krediten ein böses Wort. Meist wird damit eine Umschuldung beschönigt, die nötig wird, weil der Schuldner seine Zahlungspflicht nicht erfüllen kann oder will - man könnte auch Pleite dazu sagen.

Doch während der Schuldner Trump und die Gläubigerin Deutsche Bank sich in der Vergangenheit schon vor Gericht über Zahlungsmoral stritten, gilt diesmal nicht das Kreditrisiko als Problem. Die laufenden Darlehen würden regelmässig bedient, heisst es.

The Deutsche Bank könnte den US-Präsidenten pfänden

Was den Bankern Sorge bereitet, ist eher das Risiko für ihren Ruf - und für ihre juristische Integrität. Sie würden die Trump-Kredite gerne als reine Immobilienfinanzierung behandeln, mit inzwischen gut ausgelasteten Gewerbeimmobilien in Toplagen als Sicherheit. Zins und Tilgung zahlt die Trump Organization, die nun von Trumps Söhnen Eric und Donald Jr. geführt wird.

Doch Donald Trump Senior, der eigentlich gar nichts mehr mit dem Geschäftlichen zu tun haben soll, hat die Kredite der Deutschen Bank persönlich garantiert. Falls doch einmal einer davon faul würde, könnte - oder müsste - die Bank also den Besitz des amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten pfänden, oder es zumindest versuchen.

Dem Vernehmen nach wurden die Kredite auch von der Sparte Vermögensverwaltung für superreiche Privatkunden vergeben - im Fall Chicago, um die Kollegen von der Unternehmenskundensparte, der Trump einst als Türöffner ins Amerika-Geschäft diente, aus dem Problemkredit herauszulösen.

Laut "Bloomberg" zielt die Deutsche Bank nun darauf, das Verhältnis zu professionalisieren, die persönliche Garantie aus den Verträgen zu nehmen und durch die Immobilien als Sicherheit zu ersetzen. Ein Trump-Anwalt hatte im Dezember erklärt, das Darlehen für den Turm in Chicago sei bereits entsprechend geändert worden.

Für Miami und Washington stockt das Vorhaben aber offenbar. Die Bank, die noch eine US-Strafe wegen Geldwäsche in Russland erwartet, will weder Kritikern eine Vorlage liefern, indem sie Trump billig aus seiner Vertragspflicht entlässt; noch mag sie ein schlechtes Verhältnis mit der Trump Organization riskieren, wenn sie als Preis für den Verzicht die Zinsen anhebt.

So oder so, den Interessenkonflikt mit Trump hat die Deutsche Bank am Hals.

Quelle: The Manager Magazin Fake News

30.3.2017

Ein Jahr nach Boykott-Aufruf: The Donald twittert mit iPhone

Apple hatte Software zum Knacken der Verschlüsselung des Smartphones eines Attentäters verweigert.

Ein Jahr nachdem er zum Boykott von Apple-Geräten aufgerufen hat, setzt US-Präsident Donald Trump nun selbst seine Tweets auch mit einem iPhone ab. Trumps Social-Media-Manager Dan Scavino Jr. bestätigte am Mittwoch per Twitter-Nachricht, dass der Präsident seit rund zwei Wochen mit seinem neuen Apple-Smartphone bei dem Kurznachrichtendienst unterwegs sei.

Zuvor mit älterem Samsung-Gerät getweetet

Trump nutzte zuvor ein älteres Samsung-Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android für seine Tweets. Vor einem Jahr hatte er inmitten der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen dem iPhone-Konzern und US-Ermittler ein Boykott von Apple-Geräten ins Gespräch gebracht. Apple weigerte sich damals, eine Software zum Knacken der Verschlüsselung beim iPhone eines getöteten Attentäters zu schreiben. Das Unternehmen argumentierte, man würde potenziell die Geräte für alle Nutzer unsicherer machen, wenn ein solches Werkzeug erst einmal entwickelt worden sei. Das FBI kam in das iPhone 5S am Ende mit Hilfe eines externen Dienstleisters herein, auf welchem Wege, ist bisher nicht bekannt.

Quelle: The Standard Fake News

30.3.2017

Hair Force One – «The Very Best Of» From The Yellow Submarine

    • «Gute Menschen rauchen kein Marihuana»

    • Was? Not more? Soooooooooooo sad!

    • The Donald hat zum ersten Mal die Hair Force One benutzt – From Waschington-Saloon to the Hair Stylist

    • The Doanald and The FBI

    • The Queen is not amused. So sad.

    • The Daily White House Soap. Sooooooooooo great!

    • What I say is what I say

Bad News

Bad News

Unübliches Auswahlverfahren: Vincenzo Mascioli (links aussen) mit Justizministerin Sommaruga und SEM-Direktor Mario Gattiker bei der Besichtigung einer Schule des Camps für eritreische Flüchtlinge in Äthiopien im Jahr 2015

Fähig oder nur loyal? Die Qualifikation von Sommarugas neuem Vizedirektor gibt zu reden.

Auch fünf Monate nach seiner Ernennung zum Vizedirektor mit Botschaftertitel des Staatssekretariats für Migration (SEM) gibt die Personalie Vincenzo Mascioli in Bundesbern zu reden. Der unerklärlich schnelle Aufstieg des persönlichen Mitarbeiters von SP-Justiz­ministerin Simonetta Sommaruga sorgt für anhaltende Irritationen. Die Kritik richtet sich gegen die Qualifikationen der neuen Nummer zwei im Asyldossier. Kritiker monieren, die Departementschefin habe nicht den fachlich besten Bewerber ernannt, sondern ihren persönlichen Berater für seine langjährige Loyalität belohnt.

Für diese Version spricht unter anderem das aussergewöhnlich kurze Auswahlverfahren. So vergingen vom Bewerbungsschluss am 27. Oktober bis zu Masciolis Ernennung am 8. November des letzten Jahres nur wenige Tage. In dieser kurzen Zeit können unmöglich alle eingegangenen 23 Bewerbungen eingehend geprüft worden sein.

Stelle nur pro forma ausgeschrieben

«Es haben Bewerbungsgespräche mit verschiedenen Personen stattgefunden», heisst es beim SEM. Wie üblich mache man keine weiteren Angaben zum Bewerbungsprozess. «Die Stelle wurde nur pro forma ausgeschrieben», sagt hingegen eine Insiderin. «Es war von Anfang an klar, dass Mascioli den Job bekommen sollte.» Dafür spricht auch, dass sich zwei ausgewiesene Migrationsfachleute gar nicht erst bewarben, weil man sie wissen liess, die Stelle sei bereits intern vergeben.

Unüblich kurz war das Auswahlverfahren auch vor dem Hintergrund, dass es 2016 ebenfalls im Top-Kader des SEM zwei Stellenbesetzungen gab, bei denen das Auswahlverfahren laut einem Insider mehrere Wochen gedauert hatte. Dies betraf zum einen den neuen Chef des Stabsbereichs Information und Kommunikation, Gieri Cavelty, und zum anderen die neue Vizedirektorin für den Bereich Zuwanderung und Integration, Cornelia Lüthy.

Versetzung wegen Eritrea-Bericht

In beiden Fällen sei die Anstellung erst nach ausführlichen Gesprächen, Assessments und einem Hearing in der Geschäftsleitung erfolgt. Dies, obwohl eine Neubesetzung der Stelle in beiden Fällen dringender war: Cavelty löste Gaby Szöllösy ab, die das SEM Ende letzten Februar verliess. Und Lüthy trat die Nachfolge von Kurt Rohner an, der Ende März 2016 in Pension ging.

Masciolis Vorgänger, Urs von Arb, hingegen wurde Ende letzten September intern auf die neu geschaffene Stabs­stelle eines Beauftragten für den Mittleren Osten verschoben. Dies, so sagen gut informierte Kreise in der Verwaltung, um Platz für Mascioli zu schaffen. Diese Stelle sei eine unnötige Alibistelle, sagt ein Mitarbeiter des EDA: «Mit der Abteilung für menschliche Sicherheit, der politischen Abteilung Mittlerer Osten und Nordafrika, der Sektion mit Schwerpunktthema Nordafrika und Nahost im Globalprogramm Migration der Deza und mit dem Sonderbotschafter Eduard Gnesa gibt es im EDA bereits vier Stellen, die sich um die Migration in diesem Gebiet kümmern.»

Im SEM heisst es, von Arb sei bereits seit Längerem umstritten und schliesslich wegen seines Eritrea-Berichts bei Sommaruga in Ungnade gefallen. Er habe im Bericht zu seiner Sondierungsreise 2015 ein positiveres Bild des Landes gezeichnet als Sommaruga in ihren offiziellen Stellungnahmen. Wie die Berner Zeitung damals mit Berufung auf den Bericht schrieb, zitierte von Arb unter anderem ausländische Diplomaten, die sagten, viele der ausländischen Berichte würden nicht den Tatsachen entsprechen. «Dieses Land ist nicht Nordkorea», heisst es im Bericht. Oder mit anderen Worten: Abgelehnte eritreische Asylbewerber können in ihre Heimat ausgeschafft werden.

Bericht landete im Giftschrank

In Schweizer Diplomatenkreisen erntete von Arb dafür Lob. Nicht so bei Justizministerin Sommaruga: Der Bericht landete im Giftschrank und von Arb mit nur mehr einer Assistentin in der neu geschaffenen Stabsstelle. Auf Anfrage will von Arb nichts von einem Zerwürfnis wissen. Er sei im Sommer 2016 angefragt worden, ob ihn die Stelle des Beauftragten für den Mittleren Osten interessieren würde, und er habe zugesagt. Diplomatische Quellen sprechen im Fall von Arb indessen von einer klassischen Wegbeförderung. Zumindest war mit seinem Abgang der Weg frei für die Installation von Mascioli auf dem Botschafterposten.

Laut Inserat suchte das SEM für die mit einem Basisjahressalär von rund 237 000 Franken dotierte Stelle des Vizedirektors für den Bereich internationale Zusammenarbeit eine «führungsstarke Persönlichkeit» mit «langjähriger Erfahrung in der nationalen und europäischen Migrationspolitik». Der ideale Kandidat sollte zudem mit ­Verhandlungsgeschick gesegnet und in der Lage sein, die Schweizer Interessen in der Asyl- und Migrationspolitik durchzu­setzen.

Denn im Bereich internationale Zusammenarbeit geht es nicht nur darum, 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu führen. Hier werden auch die Bedingungen ausgehandelt, unter denen die Herkunftsstaaten abgelehnte Asylbewerber zurücknehmen. Diese können in der Regel nicht gegen ihren Willen ausgeschafft werden, weil die Mehrheit von ihnen keine Papiere hat und weil Länder wie Eritrea nur freiwillige Rückkehrer akzeptieren. Der stockende Vollzug der Wegweisungen ist derzeit eines der grössten und drängendsten Probleme im Schweizer Asylwesen.

Fehlende Führungserfahrung

Mascioli allerdings war in den letzten 14 Jahren ausschliesslich in Stabsstellen tätig: Der ausgebildete Sekundarlehrer arbeitete einst kurz als Lektor und war danach während acht Jahren als Redenschreiber im Stab von SP-Bundesrat Moritz Leuenberger. Seit dem Amtsantritt von SP-Justizministerin Simonetta Sommaruga im Jahr 2010 ist er ihr persönlicher Mitarbeiter.

Dies machte den 46-Jährigen für das SEM offenbar zum besten Kandidaten: «Herr Vincenzo Mascioli ist durch seine bisherige Funktion und Tätigkeit mit sämtlichen Migrationsdossiers vertraut und insbesondere aufgrund seiner Erfahrung an der Schnittstelle zwischen Migrationsinnen- und Migrationsaussenpolitik hervorragend für seine neue Aufgabe qualifiziert», teilt dessen Informationsdienst mit. Mascioli selber wollte dazu keine Stellung nehmen.

Sommarugas Entscheid

Andere sind da nicht so zurückhaltend. «Diese Ernennung hat mich sehr erstaunt», spricht der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister aus, was viele Bundespolitiker denken. «Ich frage mich, was Vincenzo Mascioli für diesen Posten qualifiziert.» Ähnlich äussert sich SVP-Nationalrat Heinz Brand (GR): «Ich war überrascht, dass jemand ohne Führungserfahrung eine derart wichtige Position erhält.» Kritik kommt auch aus Diplomatenkreisen. Mascioli habe weder die entsprechende Ausbildung noch den Concours diplomatique absolviert, heisst es dort. «Wir haben seine Beförderung mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.»

Laut einer Weisung des Bundesrates ist für die Wahl der obersten Kader jeweils eine Findungskommission einzusetzen. Diese prüft die Kandidaten und schlägt den Departementsvorstehern die besten vor. Dies gilt jedoch nicht für die Neubesetzung einer Vizedirektoren-Stelle. Damit entschied Justizministerin Sommaruga in Eigenregie über die Ernennung ihres persönlichen Mitarbeiters zum Vizedirektor.

Quelle: Basler Zeitung

30.3.2017

Ni Hao News

Ni-Hao News

Der chinesische Internet-Gigant Tencent hat für 1,8 Milliarden Dollar 8,2 Millionen Tesla-Aktien erworben, und hält damit nun 5% der Firmenanteile. Da könnte man glatt denken, dass dies eine tolle Nachricht ist. Man denkt gleich an „zusätzliches frisches Geld“ fürs Eigenkapital. Entscheidend ist aber die Frage, ob dieser Investor im Rahmen eine gesonderten Kapitalerhöhung zusätzlich (!) Eigenkapital bereitstellt, oder ob er die Aktien einfach über die Börse kauft. Bei der zweiten Variante hätte Tesla davon überhaupt nichts ausser einen etwas gestützten Börsenkurs. Das hilft im Sinne einer tatsächlich steigenden Liquidität des Unternehmens aber überhaupt nicht weiter.

In diesem aktuellen Fall verhält es sich so: Laut offizieller Mitteilung gegenüber der Börsenaufsicht SEC hat Tencent diese Aktien teilweise über den freien Börsenmarkt gekauft, und teilweise im Rahmen der eh von Tesla durchgeführten Kapitalerhöhung am 17. März. Tencent ist eine Art passiver Investor, da man keinen Sitz im Aufsichtsrat beansprucht. Also hat dieser Kauf durch Tencent keinen zusätzlichen (!) Effekt für Tesla's Cash-Bestand, da die eh schon geplante Kapitalerhöhung wohl so oder so durchgegangen wäre.

Man wird mit diesem Kauf der fünftgrösster Aktionär bei Tesla. Von Tencent kommen blumige Worte zu dem Kauf. So sei Tesla ein globaler Pionier bei neuen Technologien. Der Erfolg von Tencent beruhe auch auf bisher erfolgreich vergebenem Kapital für Firmengründer. Und Musk sei der Prototyp eines Gründers, mit Visionen, Ambitionen, und auch mit der Fähigkeit diese umzusetzen.

Noch in 2017 soll die Produktion des Tesla-Modells 3 beginnen, mit dem man endlich den grossen Durchbruch im Massenmarkt schaffen will. Aber in China ist der Verkauf noch relativ schwach, weshalb Elon Musk seine dortige Verkaufstruppe wegen schwacher Zahlen an den Pranger stellte. Der Umsatz in China stieg letztes Jahr zwar kräftig an, aber immer noch viel zu wenig für Musk – er liegt immer noch bei 1/4 vom Volumen der US-Verkäufe.

Jetzt könnte man automatisch denken, dass dieser Einstieg von Tencent ein strategischer Kauf ist, und dass Tencent nicht nur Investor, sondern auch eine Art strategischer Vertriebspartner ist, der vor Ort das Marketing von Tesla extrem pusht. Dazu gibt es aber keinerlei Aussage von beiden Seiten, obwohl genau solche Aussagen doch angebracht wären bei so einer Kooperation. Aber bei Analysten kursiert aktuell die vage Vorstellung, dass Tesla´s Position in China durch diese „Kooperation“ gestärkt werden könnte.

Noch gibt es für das neue Modell 3 sehr wenige Aufträge aus China. Und wie gesagt, es gibt keine Aussagen dazu, dass Tencent beim Vertrieb oder ähnlichem helfen will. Es soll ja auch vorkommen, dass so ein Investor diesen Kauf einfach nur als reines Investment betrachtet!? Letztlich auf Sicht von heute und den nächsten Wochen kann der teilweise Aufkauf der Aktien über die Börse für eine Angebotsverknappung sorgen, da Tencent die gekauften Aktien ja sicher nicht ständig traden möchte, sondern vermutlich erstmal auf Sicht mehrerer Jahre behalten will. Angebotsverknappung sorgt tendenziell für stabilere Aktienkurse. So könnte dieser Deal mit Tencent, wenn er auch nicht Tesla selbst hilft, dem Aktienkurs der Firma erst einmal für eine gewisse Zeit mehr Stabilität verleihen. Aber solche Effekte müssen nicht ewig anhalten…

Quelle: Finanzmarktwelt

30.3.2017

Tencent: Wie der heimliche Internet-Riese zum profitabelsten Techkonzern Asiens wurde

China könnte ein Blick in die Zukunft der App-Nutzung sein: Das Land ist mit 1,3 Milliarden Menschen das bevölkerungsreichste der Welt und allein aufgrund seiner Grösse in vielen Dingen anders. In China gibt es eine sogenannte „Super-App“, die das Leben der Smartphone-Nutzer bestimmt: Wechat.

800 Millionen Smartphone-Besitzer verwenden Wechat. Hauptsächlich wird die App in China genutzt, aber auch von Chinesen im Ausland.  Sie vereint alle oben genannten Dienste auf einer Plattform: Egal, ob es darum geht, eine Jeans im Laden zu bezahlen, Geld zu transferieren, mit Freunden zu chatten oder ein Taxi zu bestellen: „Alles, was du dir denken kannst“, sagt Lucy, eine 29-Jährige aus Shanghai. „Einfach alles. Ich benutze kein Bargeld mehr. Würde mir mein Portemonnaie gestohlen, wäre das für mich wenig schmerzvoll. Wenn mein Smartphone weg ist, wäre das eine Tragödie: Da steckt mein Leben drin!“

Tencent – der in Europa fast unbekannte Riese

Wechat heisst auf chinesisch Weixin – die milliardenschwere Firma dahinter heisst Tencent, hat ihren Hauptsitz in Peking und gerade fünf Prozent von Tesla erworben. Tencent, in Europa als Firmenname noch immer nur wenigen bekannt, gehört neben Amazon, Google und Facebook zum Club der grössten Internetunternehmen der Welt und ist der profitabelste Techkonzern Asiens.

„Würde mir mein Portemonnaie gestohlen, wäre das für mich wenig schmerzvoll. Wenn mein Smartphone weg ist, wäre das eine Tragödie“

Tencent zeigt, dass technische Innovationen nicht nur aus dem Silicon Valley kommen: 2011 begann Tencent damit, seine Messenger-App um mehr und mehr Services zu erweitern. Heute gibt es kaum einen Kiosk in China, der nicht an den Wechat-Bezahldienst angeschlossen ist. Wenn also US-Schwergewichte wie Uber und Facebook stolz auf Partnerschaften verweisen, die es Kunden erlauben, per Facebook-Messenger eine Uber-Fahrt zu bezahlen, dürften viele Chinesen  müde lächeln. Die USA versuchen hier nur mit China gleichzuziehen.

Vor einigen Tagen hat Tencent-Chef Ma Huateng, der die Firma 1998 gründete, die Unternehmenszahlen von 2016 bekanntgegeben: Tencent erwirtschaftete umgerechnet unglaubliche 20,42 Milliarden Euro Umsatz – ein Plus von 48 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wachstum gab es dabei in allen Bereichen: 25 Prozent beim Online-Gaming, 45 Prozent bei Online-Werbung und bei den „restlichen Bereichen“ wie Cloud-Dienste oder Zahlungssysteme um sagenhafte 289 Prozent auf rund 1,11 Milliarden Euro. Der Netto-Gewinn machte damit einen Satz um 42 Prozent auf 5,57 Milliarden Euro.

Auch Wechat unterliegt der Zensur

Eines der wichtigsten Ziele hinter der Software-Universallösung ist es natürlich, so viele Nutzerdaten wie möglich zu sammeln, um den Kunden noch persönlicher mit Werbung ansprechen zu können. Hier unterscheidet sich Wechat nicht von den US-Riesen Facebook und Google. Heute dürfte Wechat dabei schon mehr Nutzerdaten besitzen als jede andere Firma.

Wie alle Firmen muss Wechat sich allerdings auch mit der Zensur in China fügen: Laut einer Untersuchung der Universität Toronto in Zusammenarbeit mit der Organisation Citizen Lab wird bei Wechat tief ins System eingegriffen: So werden beispielsweise Chats nach anstössigen Begriffen durchsucht und gelöscht. Die meisten Chinesen scheint das nicht zu stören – ihr digitales Leben wird von der App dominiert.

Wechat im Dauereinsatz – selbst auf dem Laufband

Gerade in den Grossstädten wie Shanghai oder Peking ist das Smartphone bei den meisten Bewohnern immer im Einsatz: Egal wo die Chinesen gehen, stehen oder warten – selbst während der Fitnessübungen im Sportstudio – das Smartphone wird so gut wie nie aus der Hand gelegt. Häufig sitzen Menschen zusammen, schauen aber auf ihre Smartphone-Bildschirme – Paare besuchen gemeinsam ein Café aber kommunizieren nicht mündlich miteinander, sondern über ihre Smartphones.

Laut einer Erhebung von 2016 verfügen nur knapp 50 Prozent der chinesischen Bevölkerung über einen Internetzugang – 94 Prozent davon setzen ein Smartphone ein, ein Grossteil besitzt weder Laptop noch Tablet. In den USA setzen 74 Prozent der Internetuser ein Smartphone ein. Die Chinesen nutzen ihr Handy im Schnitt 49 Stunden pro Monat – in den USA sind es nur 45 Stunden.

Früher als viele Unternehmen in den USA setzte Tencent voll auf den mobilen Trend. Das hat sich ausgezahlt: Heute ist der chinesische Internet-Riese mit einem geschätzten Marktwert von 100 Milliarden Dollar noch grösser als sein berühmterer Konkurrent Alibaba.

Quelle: T3n

30.3.2017

Chinesen auf Europa-Tour - sechs Länder in 10 Tagen

DAS ENDE DER USA – CHINA ÜBERNIMMT (Dokumentation 2014)

Konfuzius sagt: «So geht Weltmacht»

Nature News

Nature News

Sie näherte sich unbemerkt: Eine vier Meter lange Schlange hat in Indonesien einen Mann komplett mit seiner Kleidung und seinen Gummistiefeln verschlungen. Experten ahnen, wie das möglich war.

Auf einer indonesischen Insel hat eine riesige Schlange einen Erntehelfer verschlungen. Der 25 Jahre alte Mann, nach dem schon gesucht worden war, konnte nach Angaben eines Polizeisprechers vom Mittwoch nur noch tot aus der Python herausgeschnitten werden.

Der Mann war noch bekleidet und hatte sogar seine Gummistiefel noch an. Vermutet wird, dass er von hinten von der Schlange überrascht wurde. Das Tier war nach indonesischen Medienberichten mehr als vier Meter lang.

Der Arbeiter war laut der Zeitung „Kompas“ auf der Insel Sulawesi auf einer Palmöl-Plantage beschäftigt. Von der Arbeit kam er jedoch nicht mehr nach Hause. Die Suche der Polizei brachte zunächst keinerlei Erfolg. Am Montag wurden Dorfbewohner dann jedoch in der Nähe der Plantage auf eine Python mit sehr ungewöhnlichen Ausbuchtungen aufmerksam, die träge auf dem Boden lag.

Die Schlange wurde getötet und aufgeschnitten. In ihrem Inneren fand sich der vermisste Arbeiter. Die Szene wurde mit Handy-Kameras auch gefilmt.

Pythons töten ihre Opfer nicht mit Gift, sondern erwürgen sie. Dass sie Menschen verschlingen, ist äusserst selten. Möglich ist es nach Angaben von Experten aber, denn sie haben zwei flexible Unterkiefer, die sich aus dem Oberkiefer aushängen können. Auf diese Weise können sie auch grössere Lebewesen verschlingen.

Bei der Schlange handelt es sich um eine sogenannte Netzpython (Malayopython reticulatus), die in den tropischen Gebieten Südostasiens zu Hause ist und mehr als sechs Meter lang werden kann.

Damit gehört die Netzpython zu den grössten Schlangen der Welt. Normalerweise ernährt sie sich von Vögeln und Säugetieren wie Ratten. Sie frisst aber auch Affen und Wildschweine.

Quelle: dpa

30.3.2017

Tragis! Video Seorang Petani di Sulawesi Ditelan Hidup-hidup oleh Ular Piton saat Memanen Sawit

Good News

Good News

Ein 53 Jahre alter Mann, der seit einem Fahrradunfall von der Schulter abwärts gelähmt ist, kann dank einer Neuroprothese und mit Unterstützung eines Schwenkarms wieder einfache Tätigkeiten mit der rechten Hand verrichten. Der Bericht im Lancet (2017; doi: 10.1016/S0140-6736(17)30601-3) zeigt, dass die Entwicklung von intrakraniellen Brain-Computer-Interfaces (iBCI) langsam Fortschritte macht.

Das iBCI musste bei dem tetraplegischen Patienten eine Läsion des Rückenmarks auf Höhe von C4 überbrücken. Dies gelang Neurochirurgen am „Cleveland Functional Electrical Stimulation Center“ durch die Implantation von zwei Mikroelektroden mit jeweils 96 Kanälen. Sie wurden in zwei operativen Eingriffen auf die motorische Rinde (Gyrus praecentralis) dort platziert, wo eine vorherige Ableitung die Repräsentanz der Handbewegungen lokalisiert hatte.

Die aufgefangenen EEG-Signale werden von einem Computer in elektrische Impulse für 36 perkutane Elektroden umgesetzt, darunter vier Elektroden für die Bewegung von Fingern und Daumen: 15 Elektroden sollten Muskeln zur Öffnung oder Schliessung der Hand bewegen, 25 Elektroden sollten Beugung und Streckung im Ellenbogengelenk ermöglichen, über 25 Elektroden soll das Handgelenk gebeugt oder gestreckt werden, und 27 Elektroden sollten eine Abduktion und Adduktion im Schultergelenk veranlassen.

Der Patient absolvierte ein 18-wöchiges Trainingsprogramm, in dem er lernte, kraft seiner Gedanken einzelne Bewegungen durchzuführen. Der Arm lag dabei auf einem Schwenkarm, der den gelähmten Arm abstützt und die durch die Elektroden veranlassten Handbewegungen unterstützt.

Wie das Team um Bolu Ajiboye berichtet, gelingen dem Patienten inzwischen einige Bewegungen des Alltags. Dazu gehört das Trinken aus einem Kaffeebecher und der Verzehr von Kartoffelbrei mit einem Löffel. Die Bewegungen sind allerdings schwerfällig und nicht immer fehlerfrei. Die Neuroprothese ist noch nicht so ausgereift, dass sie dem Patienten zu mehr Unabhängigkeit im Alltag verhelfen könnte.

Die Ergebnisse sind jedoch ein Fortschritt gegenüber früheren Versuchen anderer Arbeitsgruppen. Dort waren die Patienten nur in der Lage, die Hand zu öffnen oder zu schiessen oder die Bewegungen wurden von Robotern ausgeführt. Eine weitere Option war dort die Steuerung von Exoskeletten. Der jetzige Patient ist laut Ajiboye der erste, der mit der Neuroprothese wieder seine eigene Hand benutzen kann, um Dinge zu greifen, und dem es mit dem eigenen Arm gelingt (wenn auch unter Zuhilfenahme einer Armstütze), Gegenstände zum Mund zu führen.

Der Patient ist einer von geplanten 15 Patienten der „BrainGate2“-Studie, die die Voraussetzungen für einen späteren Einsatz von Neuroprothesen ausserhalb des Labors schaffen soll.

Quelle: Ärzteblatt

30.3.2017

Man with quadriplegia employs injury bridging technologies to move again - just by thinking​

News vom Bosporus

News vom Bosporus
Abstimmungslokal in der türkischen Botschaft in Bern

Abstimmungslokal in der türkischen Botschaft in Bern

Fast vierzig Prozent mehr Abstimmende als bei den Parlamentswahlen: Das Referendum zur neuen türkischen Verfassung lockt die Auslandtürken in Scharen an die Urnen.

Die Zukunft ihrer Heimat bewegt die Türken in Europa. Seit Montag und noch bis 9. April stimmen weltweit 2,8 Millionen Auslandtürken über die umstrittene Reform ihrer Verfassung ab.

Nach den ersten Tagen zeichnet sich eine hohe Stimmbeteiligung ab. Allein am Montag gingen in den grossen europäischen Ländern 37 Prozent mehr Türken an die Urnen als noch im Herbst 2015 am ersten Tag der türkischen Parlamentswahlen.

BLICK liegen Zahlen vor: 37’502 Türken stimmten am ersten Tag in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Österreich und Dänemark ab. Das sind rund 10’000 mehr als 2015.

Starke Zunahme

In der Schweiz können Türken in Bern, Genf und Zürich ihre Stimme abgeben. Im Konsulat in Zürich gingen am Montag 1201 Türken an die Urne – im Vergleich zu rund 900 bei den Parlamentswahlen 2015. Am Dienstag waren es in Zürich 1624, «fast doppelt so viele wie vor zwei Jahren», sagt ein türkischer Wahlbeobachter, der anonym bleiben möchte, zu BLICK. «Wir verzeichnen eine starke Zunahme gegenüber den Parlamentswahlen. Noch lässt sich nicht sagen, ob die Stimmbeteiligung am Schluss tatsächlich höher liegen wird.»

Bei der Verfassungsreform sind die Urnen 14 Tage offen, bei den Parlamentswahlen waren es 18 Tage. Dafür sind die Abstimmungslokale in der Schweiz bis 21 Uhr statt bis 19 Uhr geöffnet. Um den grossen Andrang zu bewältigen, werden am Wochenende in Zürich fünf statt vier Wahlkabinen in Betrieb sein.

«Solche Unterstützung fehlt uns»

Zumindest in den ersten Tagen waren die Anhänger von Präsident Recep Tayyip Erdogan (63) besser organisiert. «Es ist offensichtlich, dass die Befürworter des Referendums finanzielle und personelle Unterstützung der AKP erhalten», sagt der schweizerisch-türkische Wahlbeobachter und Gegner der neuen Verfassung, Hakan Parlak (42). «Solche Unterstützung fehlt uns.»

Die AKP-Vertreter rufen registrierte Wähler an und fragen, wie sie abstimmen wollen. Sagt einer Nein, hängen sie sofort auf. Bei einem Ja für die neue Verfassung bieten sie einen Fahrdienst an – und transportieren die Stimmenden mit Bussen und Taxis kostenlos zur Urne.

Quelle: Bligg

30.3.2017

Die Macht des Erdogan

Exzellent News

Exzellent News

Der offizielle Brexit-Antrag wurde gerade erst gestellt, in der Flüchtlingsfrage hat sich Grossbritannien jedoch längst von der EU entfernt - mit einem Mix aus Härte und Hilfe.

Das Gefühl, handeln zu müssen, beschlich die britischen Politiker erst, als die Flüchtlingskrise die eigene Küste zu erreichen drohte - sei es durch eine angeblich drohende "Invasion" aus dem Lager in Calais oder durch die erschütternden Bilder ertrinkender Menschen im Mittelmeer.

In der Asyl- und Flüchtlingskrise hat Grossbritannien Europa schon lange verlassen: Während Angela Merkel in einer humanitären Geste 2015 die Grenzen für Tausende Asylbewerber öffnete, argumentierte Theresa May, damals noch Innenministerin, dass die Entsendung von Such- und Rettungsbooten ins Mittelmeer als "nicht beabsichtigter 'Pull-Faktor'" wirke. Dadurch würden immer mehr Migranten ermutigt, die gefährliche Überfahrt zu wagen, eine häufig tragische und unnötige Reise in den Tod.

Vor zwei Jahren beschrieb May in ihrer Rede auf dem Parteitag der Konservativen das Asyl in Europa als ein Verfahren, in dem "die Reichsten, Glücklichsten und Stärksten" mit der Anerkennung als Flüchtling belohnt würden, während das System bei den Schwächsten versage.

Ihre Idee war ein Zwei-Klassen-Verfahren, mit dem die Flüchtenden davon abgehalten werden sollten, sich auf den gefährlichen Weg nach Europa zu machen: Flüchtlinge, die über Drittländer kämen, sollten nur temporären Schutz geniessen, während Personen, die im Rahmen von Umsiedlungsprogrammen direkt nach Grossbritannien einreisten, langfristiger Schutz gewährt würde. Mit einem Appell, die internationale Rechtsdefinition des Asyl- und Flüchtlingsstatus zu reformieren, wandte sich die damalige Ministerin sogar an die Vereinten Nationen. Das Flüchtlingshilfswerk der Uno sah für Mays Initiative einer "differenzierten Behandlung" jedoch keine rechtliche Grundlage.

Den Weg über das Mittelmeer schliessen

Politisch hat die britische Regierung ihren Vorstoss bislang nicht weiter verfolgt. Praktisch verfolgte May ihren Weg aber weiter. Die Briten bestehen darauf, dass Flüchtlinge im ersten sicheren Land, das sie erreichen, einen Asylantrag stellen müssen. Zugleich unterstützt Grossbritannien als eines der grössten Geberländer bei der humanitären Hilfe genau die Nationen, die ausserhalb von Europa die grösste Zahl syrischer Flüchtlinge aufnehmen: Libanon, Jordanien und die Türkei.

Und paradoxerweise repräsentiert das Land, das sich noch vor zwei Jahren grundsätzlich weigerte, zu einer europäischen Lösung der Krise beizutragen, mit dieser Position mittlerweile eine Mehrheit in Europa: Die EU bemüht sich heute intensiver darum, den Weg über das Mittelmeer und die Ägäis zu schliessen, als darum, Flüchtlinge, die bereits auf dem Kontinent sind, zu verteilen und unterzubringen.

Premierministerin May ist eine vehemente Befürworterin des Abkommens zwischen der EU und der Türkei, was dazu führen soll, dass weniger Flüchtlinge über die Ägäis kommen. Sie entsandte eine grosse Zahl von Beamten nach Italien und Griechenland, die dort bei der Bearbeitung von Asylanträgen und der Organisation einer schnellen Rückkehr abgelehnter Bewerber helfen.

Gemeinsam mit Innenministerin Amber Rudd bemühte sie sich im eigenen Land, alles zu tun, um Asylbewerbern, die es bis ins Flüchtlingslager von Calais geschafft hatten, den Rechtsweg zu versperren. Nach den öffentlichen Protesten angesichts der humanitären Bedingungen im Camp willigte sie schliesslich dennoch ein, 750 alleinreisende Kinder aufzunehmen. Das war aber vor allem der Preis, den die Regierung zu zahlen bereit war, damit das Lager geschlossen und geräumt würde.

Europa beeilt sich, den Anschluss nicht zu verpassen

Das alles heisst nicht, dass die grösste Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg keine humanitäre Reaktion in der britischen Öffentlichkeit ausgelöst hätte. In dieser Hinsicht verhielten sich die Briten nicht anders als die übrigen Europäer - und als sie nicht mehr weghören konnten, musste auch die Politik reagieren.

Zunächst verpflichtete sich David Cameron, 20.000 der schwächsten und verletzlichsten syrischen Geflüchteten im Rahmen eines Niederlassungsprogramms nach England zu holen. Anhaltender Druck brachte ihn dazu, 3000 aus dem Nahen Osten geflohene Kinder aufzunehmen. Gegen den Widerspruch seiner Innenministerin Theresa May plante er, den Zuzug weiterer 3000 allein reisender Kinder aus Europa nach England zu genehmigen. Nach Mays Einzug in die Downing Street reduzierte sich diese Zahl im vergangenen Februar jedoch auf 350.

In ihrer Parteitagsrede von 2015 sagte May, dass sie sich "niemals" für eine neue, gemeinsame Einwanderungs- und Asylpolitik der EU engagieren würde. Während die deutsche Hoffnung auf eine EU-weit geteilte Verantwortung für die Flüchtlingskrise schwindet, wird ihr Ansatz zur gemeinsamen europäischen Antwort.

Und so bleibt der Anschluss an die europäische Flüchtlingspolitik für Grossbritannien zwar ausgeschlossen. Doch umgekehrt beeilt sich Europa, den Anschluss an die britische Flüchtlingspolitik nicht zu verlieren.

Quelle: DER SPIEGEL

30.3.2017

Maischberger 29.03.2017 | Brexit stärkt Europa! Nationalisten am Ende?

IT News

IT News

Samsung hat am Mittwoch in New York sein neues Smartphone Galaxy S8 vorgestellt. Ein halbes Jahr nach dem Debakel mit Akku-Bränden probt der südkoreanische Hersteller damit wieder mit einem Flaggschiff die Offensive im Smartphone-Markt. Das Galaxy S8 tritt unter anderem gegen Apples iPhone 7 an. Neben einem neuen Display-Design gehört der digitale Assistent "Bixby" zu den Highlights des Geräts.

Bixby lässt sich per Knopfdruck an der Seite des Geräts auslösen. Sprachbefehle verstehe die Funktion auch kontextabhängig, betonte Samsung-Manager Sriram Thodla. Das System erkenne, was gerade auf dem Bildschirm zu sehen sei. So bemerke Bixby, wenn man etwa in Google Maps sucht, und schneidet auf Befehl zum Beispiel den Kartenausschnitt aus, der sich anschliessend etwa in eine SMS einfügen lässt.

Vorerst wird Bixby jedoch in seiner ganzen Funktionalität nur in den USA und Südkorea zur Verfügung stehen. Wann das für Deutschland gelte, stehe bislang noch nicht fest, erklärte Samsung am Mittwoch in Berlin. Einzelne Funktionen wie etwa bei der Shopphing-Suche seien aber schon verfügbar.

Sichtbares Markenzeichen des Galaxy S8 ist der deutlich grössere Bildschirm, der fast die gesamte Frontseite des Geräts bis auf schmale Ränder oben und unten ausfüllt. Das erlaubt es auch, das Display grösser zu machen, ohne dafür auch das Gehäuse vergrössern zu müssen.

So bekam das Galaxy S8 in der Standard-Ausführung ein Display mit einer Diagonale von 5,8 Zoll (14,7 cm) - und mit 6,2 Zoll in der grösseren "Plus"-Variante. Dennoch ist das S8 von der Geräte-Abmessung her etwas schmaler als sein Vorgänger S. Das iPhone 7 kommt jeweils auf 4,7 und 5,5 Zoll. Es wird erwartet, dass auch Apple beim nächsten iPhone im Herbst die Ränder drastisch verkleinert. Unter anderem der chinesische Smartphone-Aufsteiger Xiaomi machte das den grösseren Rivalen bereits im vergangenen Jahr vor.

Das S8 versteht Samsung wie bereits schon das S7 als zentrale Schaltstelle für ein umfangreiches digitales Ökosystem. Zusätzlich zum neuen Smartphone gibt es die von Grund auf erneuerte Rundum-Kamera "Gear 360", und eine neue Version von Samsungs VR-Brille mit einem zusätzliche Controller. Mit der Docking-Station DeX kann das Telefon als PC-Ersatz an einem Monitor genutzt werden. Das S8 soll auch als Zentrale für alle Arten von vernetzten Haushaltsgeräten fungieren. Samsungs Mobilfunk-Chef DJ Koh sprach von einer ganzen Galaxie aus Geräten für das vernetzte Leben.

Für Samsung geht es diesmal auch darum, das Fiasko mit den Akku-Bränden seines Galaxy Note 7 im vergangenen Herbst hinter sich zu lassen. Das Galaxy S8 wird ungefähr einen Monat später als sonst üblich vorgestellt, weil sich Samsung mehr Zeit liess, nachdem das Note 7 vom Markt genommen wurde.

Der doppelte Rückruf des Note 7 und die branchenweit erste Einstellung eines Smartphone-Modells aus Sicherheitsgründen hatten eine beträchtliche finanzielle Belastung von umgerechnet fünf Milliarden Euro zur Folge. Noch ist nicht abzusehen, wie hoch der langfristige Image-Schaden ausfällt. Samsung dürfte auf einen geschmeidigen Launch setzen, um beim Kunden das Vertrauen in die Marke wiederherzustellen, sagte Jake Saunders von der Marktforschungsfirma ABI Research. "Aber es könnte ein langer, heisser Sommer für Samsung werden."

Der Anteil von Samsung am Smartphone-Markt war nach Berechnungen von Analysten im Weihnachtsgeschäft von fast einem Viertel auf knapp 20 Prozent gefallen, Apple dürfte sich im Weihnachtsquartal knapp an die Spitze geschoben haben. Auf Jahressicht kann Samsung aber vor allem dank der günstigeren Modelle die Krone des weltgrössten Smartphone-Herstellers halten.

"Wir müssen abwarten und sehen, wie das Smartphone angenommen wird", sagt Saunders. Samsung habe schliesslich nicht nur rund um die Uhr an der Entwicklung gearbeitet, sondern auch in den vergangenen zwei Monaten mit einer globalen Anzeigenkampagne um das Vertrauen der Kunden geworben.

Quelle: sda

30.3.2017

Sommerloch-News – Mitten im Sprühling

Sommerloch-News – Mitten im Sprühling

Zuerst gefürchtet, jetzt gefeiert: Frauen zelebrieren den Cameltoe, den Schnitt im Schritt. Nun gibt es sogar spezielle Unterwäsche dafür.

Bis anhin war der Cameltoe ein eigentlich peinlicher Mode-Fauxpas. Eine Kamelzehe, so die deutsche Übersetzung, beschreibt die deutliche Abzeichnung der Schamlippen unter der Hose oder dem Slip, falls dieser extrem eng anliegt.

Miley Cyrus machte den Cameltoe im November 2013 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt – als sie bei den MTV Europe Music Awards in Amsterdam in einem weissen Body vor die Linsen der Fotografen trat. Als Fashion-Entgleisung wurde der Auftritt damals bezeichnet.

Cameltoe mit Silikon

Und jetzt? Ist alles anders. Der Schnitt im Schritt hat sich zum Trend entwickelt. In Japan wird sogar Unterwäsche produziert, die einen künstlichen Cameltoe enthält. Ein Imitat also – inklusive aufgenähtem Silikon. Handelt es sich um Scherzartikel? Mag sein. Doch die Stücke existieren.

Der Push-up für untenrum, ursprünglich als Party-Pant gedacht, erobert das Internet. Bei Ebay oder Aliexpress können diverse verschiedene Modelle bestellt werden.

Modell auch für die Herren

Und damit in Zeiten der Gleichberechtigung alles seine Richtigkeit hat, gibt es den falschen Cameltoe mittlerweile auch für Männer.

Gleichzeitig hat sich die Firma Cuchini darauf spezialisiert, Einlagen zu produzieren, die die Kamelzehe verdecken. Immerhin: So ist für alle etwas dabei.

Quelle: 20Minüten

30.3.2017

Die Tyrannei des Kindischen – TIPP vom Doktor

Zu diesem typischen Sommerlochthema mitten im Altweibersommer empfehle ich Ihnen folgendes Buch:

«Die kindliche Gesellschaft» von Robert Bly

Ihr Dr. Luzart

Der smarte Sebastian Kurz und die Burka

Reif für die Psychoanalyse

Österreichs Integrations- und Aussenminister Sebastian Kurz (30) hat klare Regeln aufgestellt, wie sich Flüchtlinge integrieren müssen. Wer dagegen verstösst, erhält weniger Geld.

BLICK: Herr Minister, wollen Sie mit dem neuen Gesetz Flüchtlinge abschrecken, damit sie gar nicht erst nach Österreich kommen?

Sebastian Kurz: Wir haben das Ziel, den Zustrom von Flüchtlingen zu reduzieren. Das erfolgt aber nicht mit dem neuen Gesetz, sondern mit der Schliessung der Westbalkanroute. Dadurch gelangen 98 Prozent weniger Menschen über diesen Weg zu uns als zuvor. Das Ziel des neuen Gesetzes dagegen besteht in der Integration derjenigen, die hierbleiben dürfen.

Welche Überlegung steckt hinter dem neuen Integrationsgesetz?

Es sollen sehr klare Spielregeln für die Integration von Flüchtlingen gelten. In den vergangenen Jahren wurden in Österreich weit über 150'000 Asylanträge gestellt – das sind mehr Anträge als Bern Einwohner hat. Wir können davon ausgehen, dass 40 bis 50 Prozent dieser Asylbewerber dauerhaft in unserem Land bleiben werden. Damit müssen wir umgehen. Ich habe lange gekämpft für dieses Gesetz. Nun bin ich froh, dass es durchgekommen ist.

Ist es ein Modell für ganz Europa und auch für die Schweiz?

Jedes Land muss für sich entscheiden, welche Regeln gut sind. Es gibt in Europa bestimmte Spielregeln, und die sind uneingeschränkt zu respektieren. Mit unserem Gesetz wird eine Pflicht zur Integration festgeschrieben. Damit stellen wir klar, dass es in Österreich und Europa eine ganz bestimmte Werte- und Gesellschaftsordnung gibt. Und diese ist von allen, die dauerhaft in unserem Land leben wollen, uneingeschränkt zu respektieren. Zudem verbieten wir Symbole einer Gegengesellschaft.

Wie zum Beispiel die Burka. Aber ist sie wirklich ein Problem?

Die Burka ist im Alltag in Österreich kein Problem, der Nikab schon. Die Anzahl Frauen, die einen Nikab tragen, ist deutlich gestiegen. Vor fünf Jahren war das noch kein Thema. Heute wird es mehr und mehr zu einem. Ich halte es für richtig, diese Symbole einer Gegengesellschaft zu verbieten. Eine komplette Verschleierung steht nicht im Einklang mit unseren Grundwerten. Sie untergräbt die Gleichstellung zwischen Mann und Frau.

Ist es nicht ein Eingriff in die Religionsfreiheit?

Die Burka ist kein religiöses Symbol, sondern das Symbol des politischen Islamismus und gehört daher verboten. Die Vollverschleierung hat bei uns definitiv keinen Platz. Sie ist ein klarer Angriff auf die Gleichstellung zwischen Mann und Frau. Das passt nicht in unser Wertesystem.

Sie verbieten auch das Verteilen des Korans. Zielen Sie damit auf Radikalisierungsnetzwerke, die Jugendliche für den Dschihad begeistern wollen?

Die Radikalisierungstendenzen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wir haben in Österreich rund 300 Menschen, die sich in den Irak und nach Syrien aufgemacht haben und dort mit dem IS morden und vergewaltigen. Salafisten haben in Österreich immer wieder auf öffentlichen Plätzen radikale Schriften verteilt. Mit dem Gesetz wird genau das in Zukunft verboten.

Aber reicht da das Verbot von Koran-Verteilung? Gehen diese Leute nicht einfach in den Untergrund?

Die Rekrutierung findet auf allen Ebenen statt. Auch im Untergrund, in Moscheen und im Internet. Wir kämpfen überall und auf allen Ebenen dagegen an. Wir sind auch mit der islamischen Gemeinschaft im Kontakt und arbeiten mit ihr zusammen. Gläubige Muslime, die sich klar gegen Terrorismus aussprechen, leisten einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den politischen Islam.

Integrationskurse werden obligatorisch. Ab wann soll man Flüchtlinge integrieren?

Menschen, die im Land bleiben dürfen, müssen möglichst schnell integriert werden. Wenn hingegen jemand keine Chance hat, in Österreich zu bleiben, geht es nicht um Integration. Sondern um die schnelle Rückschaffung.

Welche Werte werden vermittelt?

Unsere Verfassung, unsere Gesetze und Grundwerte, die uns verbinden. Natürlich der Zugang zum Rechtsstaat, die Demokratie und die Gleichstellung von Mann und Frau. Wir zeigen in Werte- und Orientierungskursen unsere Spielregeln auf: Wie man sich begrüsst zum Beispiel, dass Mädchen frei sind in ihrer Partnerwahl und ob sie heiraten wollen. Es sind keine abstrakten Kurse, sondern sehr praxisbezogene.

Wer die Kurse nicht besucht, dem wird die Sozialhilfe gestrichen. Funktioniert Zwang?

Wer bei uns leben möchte – in Sicherheit, geschützt vor Verfolgung –, wer hier um Asyl bittet, der muss sich an unsere Regeln halten. Deshalb müssen diese Menschen unsere Sprache lernen und diesen Kurs besuchen. Und wer auf dem regulären Arbeitsmarkt keinen Job findet, der muss gemeinnützige Arbeit leisten und damit einen Beitrag für das Land. Wer sich verweigert, dem werden die Sozialleistungen gestrichen. Ich finde: Integration muss durch Fördern und Fordern erfolgen.

Nehmen Flüchtlinge nicht Österreichern den Job weg?

Viele Asylberechtigte finden keinen Job und beziehen Sozialleistungen. Diese sind in Österreich durchaus attraktiv. Da setzen wir mit unserem Integrationsgesetz an: Wer nicht arbeitet, erhält weniger. So werden auch Jobs im niedrig qualifizierten Bereich attraktiv. Und alle, die trotzdem keinen Job finden, leisten gemeinnützige Arbeit. Das fördert die Integration, die Menschen werden beschäftigt. Sie kommen nicht auf falsche Gedanken.

Wenn jeder eine Beschäftigung hat: Macht das Österreich nicht noch attraktiver als Asylland?

Wenn es uns nicht gelingt, die Menschen besser zu integrieren, werden die Spannungen zunehmen. Entscheidend ist aber auch, dass wir gleichzeitig den Zustrom nach Europa und nach Österreich reduzieren. Dafür kämpfe ich weiter.

So stehts geschrieben in unser aller Bligg

30.3.2017

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Sebastian, mach mir den Wilders! Und Sebastian Kurz tut wie ihm geheissen. Der österreichische Aussenminister treibt beinahe täglich eine neue Sau durchs Dorf. Eigenartigerweise kauft man dem Sunnyboy und Mediendarling bedingungslos ab, wofür sein Kontrahent HC Strache von der FPÖ, der seit Monaten die österreichischen Umfragen anführt, als Rechtspopulist gescholten wird. Was er in Tat und Wahrheit auch ist.

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte dient derzeit den sogenannten «bürgerlichen» Parteien als Blaupause. Mit radikalsten Verbalentgleisungen («Liebe Asylanten, wenn es Euch in Holland nicht passt, haut ab!» – kann sogar auf Youtube nachgeprüft werden) und einem obskuren Medienscoop rund um Erdogans Ministerin, der er kurz vor der niederländischen Parlamentswahl medienwirksam einen Auftritt in Rotterdam untersagte, schaffte es Rutte doch noch, mit seiner Partei knapp vor dem Rechtspopulisten Gert Wilders zu landen. Die europäische Presse jubelte über einen Sieg «für Europa», vergass jedoch zu erwähnen, dass Rutte zwar mit grösster Wahrscheinlichkeit holländischer Ministerpräsident bleiben wird, jedoch eine beträchtliche Anzahl Sitze im Parlament verloren hatte, während Wilders immerhin knapp dazu gewann.

Man spürt es bei allen Wahlkämpfen. Die altherkömmlichen Volksparteien werden von den «Populisten» vor sich her getrieben und übernehmen KURZerhand deren Parolen. Dazu gehören auch die unseligen Diskussionen über Burkaverbote, die schlicht und einfach lächerlich und verlogen sind. Wer die reiche Burkaträgerin aus den Golfstaaten hofiert, die als Touristin höchst willkommen ist, sollte auch der Burkatragenden Somalierin Respekt entgegenbringen, die als Asylantin weniger Sympathien geniesst.

Kein staatliches Verbot wird je eine Burkaträgerin überzeugen, sich von ihrer Verschleierung aus innerer Überzeugung zu lösen. Im Gegenteil! Ein solches Verbot schafft zusätzliche Märtyrerinnen. Es ist nicht Sache der hiesigen Politiker, den muslimischen Glauben für den persönlichen Stimmengewinn zu reformieren. Diese Reform obliegt einzig und allein der muslimischen Bevölkerung, auch wenn das vermutlich noch einige Generationen dauern wird, bis die Aufklärung die Musliminnen und Muslime flächendeckend erreicht. Das «christliche Abendland» brauchte schliesslich auch Jahrhunderte, um sich von religiösen Hardcore-Regeln zu verabschieden.

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

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