Mama, s'LUZART komposchtiert

Advent Advent, zwei Kerzen brennen

Advent (lateinisch adventus «Ankunft»), eigentlich Adventus Domini (lat. für «Ankunft des Herrn»), bezeichnet die Jahreszeit, in der die Christenheit sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereitet. Die Christen gedenken der Geburt Jesu und feiern sie als Menschwerdung Gottes. Zugleich erinnert der Advent daran, dass Christen das zweite Kommen Jesu Christi erwarten sollen. Mit dem ersten Adventssonntag beginnt nach katholischer wie evangelischer Tradition auch das neue Kirchenjahr.

Zwischen der Konfession der Adventisten und der geprägten Zeit des Advents besteht eine mittelbare Verbindung, da sich beide Bezeichnungen auf die Ankunft Christi beziehen.

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Wir sagen Euch an den lieben Advent

Sunday News

Sunday News
Das Leiden der Bevölkerung: In Taizz kämpfen jemenitische Soldaten gegen Rebellen

Das Leiden der Bevölkerung: In Taizz kämpfen jemenitische Soldaten gegen Rebellen

Der Rüstungskonzern des Bundes baut eine Tochterfirma am Golf auf, um Kriegssimulatoren zu entwickeln.

Der Bürgerkrieg hat den Jemen ins Elend gestürzt. Mehrere Tausend Bewohner des ärmsten arabischen Landes sind bereits gestorben. Millionen, darunter viele Kinder, Frauen und Alte, haben nicht genug zu essen. An vorderster Front am Krieg beteiligt sind die Vereinigten Arabischen Emirate. Sie schickten Bodentruppen ins Gefecht und bildeten auch jemenitische Regierungssoldaten aus.

Ausgerechnet jetzt baut die staatliche Schweizer Waffenschmiede Ruag in den Arabischen Emiraten eine Tochterfirma auf: die Ruag Simulation Company LLC, registriert an einer Adresse mitten in der Hauptstadt Abu Dhabi. Ein heikles Unterfangen: Die Emirate sind nicht nur Kriegspartei im Jemen, sie verschenkten auch schon illegal Ruag-Handgranaten und sorgten so dafür, dass Schweizer Waffentechnik im Syrien-Krieg zum Einsatz kam, wo das Kriegsvölkerrecht seit Jahren aufs Gröbste verletzt wird.

Anfrage an die Ruag-Medien-stelle: Wozu dient diese Firma? Antwort: «Der Zweck ist der Abbau von vertraglich bestehenden Offsetverpflichtungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, welche die Ruag aus früheren Verträgen hat.» Offsetverpflichtungen sind in der Rüstungsbranche üblich und bezeichnen eine Art Gegengeschäft. Immer wenn die Ruag Rüstungsgüter in die Emirate exportiert, verpflichtet sie sich, einen Teil des Auftragswerts vor Ort zu kompensieren. Mit eigenen Einkäufen oder Investitionen. Häufig werden Offsetgeschäfte im zivilen Sektor abgewickelt.

Das tönt harmlos. Man könnte fast meinen, die Firma sei eine blosse administrative Notwendigkeit. Doch es ist nur die halbe Wahrheit. Die Ruag verfolgt mit ihrer Tochter in Abu Dhabi weit grössere Ziele als von der Medienstelle dargestellt. Es geht ihr auch darum, im ebenso lukrativen wie risikoreichen arabischen Raum zu wachsen.

In Fachzeitschriften einer der weltweit grössten Waffenmessen, der Idex in Abu Dhabi, schaltete die Ruag 2015 halbseitige Inserate. In grosser Schrift steht da: «Unseren geschätzten Kunden im Nahen Osten verpflichtet. Es ist uns eine Ehre, hier zu sein.» Weiter schreibt die Ruag in der Anzeige, man wolle mit der Ruag Simulation Company LLC die Präsenz im Nahen Osten ausdehnen und die Kundenbetreuung intensivieren. Es ist wohl kein Zufall, dass die Ruag ihre Niederlassung in Abu Dhabi nur drei Monate vor der Idex 2015 gegründet hatte. Denn an der Messe präsentierte die Ruag mit viel Pomp ihre neuste Entwicklung als Weltpremiere: die Cobra – ein Hightech-Mörsersystem, das damit beworben wird, in Sekundenschnelle schussbereit zu sein. In den Hochglanzprospekten für die Cobra und weitere Rüstungsgüter ist die Ruag Simulation Company LLC als direkter Ansprechpartner verzeichnet – als vierter Standort neben jenen in der Schweiz, Deutschland und Frankreich.

Offensichtlich werden an der Niederlassung in Abu Dhabi auch militärische Güter entwickelt. So lassen sich nämlich im Internet mehrere Stelleninserate finden, mit welchen die Ruag in Abu Dhabi Personal sucht, aktuell einen Projektmanager und einen Software-Entwickler.

Werden Truppen an Ruag-Geräten ausgebildet?

Konfrontiert mit der Recherche, krebst der Ruag-Sprecher zurück. «Dass die Ruag diese Plattform (Anm.: gemeint ist Ruag Simulation Company LLC) für weitere Geschäfte in den Vereinigten Arabischen Emiraten nutzen wollte und will, dürfte klar sein», heisst es plötzlich in seinen schriftlichen Antworten. Auf Nachfrage gibt er auch bekannt, dass im Moment vier Personen für die Ruag in Abu Dhabi arbeiten.

Die kritischen Fragen zur Tochterfirma in der Wüste werden beim Rüstungskonzern schliesslich zur Chefsache. Konzernchef Urs Breitmeier empfängt zum Gespräch. Er erklärt, dass die Ruag im Rahmen des Offsetprogramms verpflichtet sei, in den Emiraten mehrere Dutzend Millionen Dollar Wertschöpfung zu generieren. Es sei geplant, den Personalbestand im Laufe des nächsten Jahres auf 10 bis 15 Personen zu steigern.

Die Ruag-Mitarbeiter sollen vor Ort militärische Simulatoren entwickeln. Maschinen also, mit welchen die Soldaten lernen, zu schiessen oder Panzer auf dem Kampffeld richtig zu bedienen. Möglicherweise werden sogar jemenitische Regierungstruppen an den Ruag-Simulatoren ausgebildet. Gemäss der lokalen Zeitung «The National» erhielten diese von den Emiraten Kampf-, Waffen- und Erste-Hilfe-Training.

Den Arabischen Emiraten geht es mit dem Offsetprogramm nicht nur um die Schaffung von Arbeitsplätzen. Sie wollen sich auch Wissen des Schweizer Rüstungskonzerns aneignen. Ruag-Chef Breitmeier betont: «Wir machen in Abu Dhabi nur, was wir auch nach Schweizer Gesetzgebung exportieren dürften. Die Ruag Simulation Company wird unter keinen Umständen dazu genutzt, die strengen Exportbestimmungen zu umgehen.»

Die Ruag hat gemäss Breit­meier zwar die volle Kontrolle über die Firma. Doch sie gehört zu 51 Prozent lokalen Geschäfts­leuten. So verlangen es die Offsetregeln der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Namen der lokalen Partner hält die Ruag unter Verschluss. Nur so viel: Es seien keine staatlichen Stellen beteiligt.

Emirate erwiesen sich als unzuverlässige Partner

Weshalb die ganze Geheimnistuerei? Grund Nummer eins ist der Krieg im Jemen. Ein Jahr lang blockierte der Bundesrat deswegen sämtliche Waffenexporte in die Region, bevor er letzten Frühling wieder einige Geschäfte erlaubte. Wenn der staatseigene Rüstungskonzern gleichzeitig in einem der Krieg führenden Länder eine Niederlassung aufbaut, ist das kein gutes Timing. Und es stellt die Neutralität der Schweiz infrage. Grund Nummer zwei ist die belastete Vorgeschichte. Gleich zweimal erwiesen sich die Vereinigten Emirate nämlich schon als unzuverlässiger Partner. Sie verletzten die Verträge, indem sie Ruag-Waffen an andere Länder weitergaben. So verschenkten sie Zehntausende Ruag-Handgranaten nach Jordanien, wovon dann 2012 prompt ein Teil bei den Rebellen der Freien Syrischen Armee im Syrien-Krieg auftauchte. Und ein paar Jahre zuvor verkaufte die Ruag 40 ausgediente Panzerhaubitzen an die Emirate. Diese gaben sie dann weiter nach Marokko – ein Land, das die Schweiz wegen des Westsahara-Konflikts nicht mit Kriegsmaterial beliefern darf.

Die Nervosität der Ruag hat aber noch einen dritten Grund, und der ist innenpolitischer Natur. Derzeit laufen beim Bund Überlegungen, ob die Ruag oder Teile davon privatisiert werden sollen. Ein Schritt, den sich der Konzern schon lange wünscht. Er erhofft sich davon grössere unternehmerische Freiheiten – gerade für Engagements im Ausland. Doch es ist Sand im Getriebe. Nach der Sommerpause legte der Leiter der zuständigen Projektgruppe des Bundes sein Mandat nieder. Eine Unverträglichkeit zwischen Personen habe zum Eklat geführt, berichten Insider.

Klar ist: Wird nun das aktuelle Auslandengagement der Ruag kritisch diskutiert, ist das einer raschen Lösung der Privatisierungsfrage nicht zuträglich. Im kommenden Februar findet in Abu Dhabi die nächste Ausgabe der Waffenmesse Idex statt. Wieder mit eigenem Stand dabei: die Ruag.

Quelle: SonntagsZeitung

4.12.2016

Breaking News

Breaking News

Der Streit um die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative zeigt: Die Beziehung zwischen SVP und FDP ist auf einem historischen Tiefpunkt angelangt.

Die Wahlen vor einem Jahr liessen sich mit einem Wort zusammenfassen: Rechtsrutsch. Im Nationalrat verfügen SVP und FDP seither über eine Mehrheit rechts der Mitte.

Heute aber ist die Atmosphäre zwischen den beiden Parteien vergiftet: Das wichtigste Geschäft der Legislatur – die Umsetzung der Masseneinwanderungs-Initiative – treibt einen Keil in die bürgerliche Phalanx. Die SVP wirft den Freisinnigen vor, sie hintertreibe den Volkswillen, weder die Vorschläge von FDP-Na­tionalrat Kurt Fluri (61, SO) noch jene von Ständerat Philipp Müller (64, AG) kämen dem Verfassungsauftrag nach.

«Die FDP verhält sich undemokratisch»

Seit dieser Woche ist die Beziehung SVP–FDP auf dem absoluten Tiefpunkt. SVP-Nationalrat Lukas Reimann (34, SG) würde die Bande zur FDP am liebsten endgültig kappen. «Die FDP verhält sich undemokratisch», ätzte Reimann. «Mit undemokratischen Parteien darf es keine Zusammenarbeit geben.» Damit spielt der Präsident der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) auf die Diskussion in der Staatspolitischen Kommission (SPK) des Nationalrats an, die am Donnerstag bis in die Nacht hinter verschlossenen Türen das Geschäft verhandelte.

Die SPK wird erst morgen Montag informieren – doch beide Kammern, National- und Ständerat, werden der SVP nicht entgegenkommen. Stattdessen ist der Freisinn eine denkwürdige Allianz mit der Linken eingegangen. Die SP unterstützt mit grossem Jubel die freisinnigen Pläne für einen Inländervorrang, die Meldepflicht gegenüber den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) bei offenen Stellen und die Pflicht für Firmen, arbeitslose Inländer zu einem Bewerbungsgespräch einzuladen.

«Der Freisinn wird zum Schwachsinn», giftelt SVP-Rechtsaussen Andreas Glarner (54, AG). Glarners Aversion geht so weit, dass er bei künftigen Wahlkämpfen in Solothurn «jeden Kandidaten unterstützen werde, ausser Kurt Fluri». Er würde, sagt Nationalrat Glarner, «sogar einem Sozi eine private Wahlkampfspende zukommen lassen».

Privater Rachefeldzug gegen die SVP

«Weltwoche»-Chef und Nationalrat Roger Köppel (51) griff zum publizistischen Holzhammer und hievte Philipp Müller als dümmlichen Mad Max auf das Cover seines Blattes. Hier liegt für viele Freisinnige der tiefere Grund der Fehde: verletzte Egos auf beiden Seiten.

In Bern heisst es, Philipp Müller führe einen privaten Rachefeldzug gegen die SVP. Zu schmerzhaft seien manche Schlagzeilen von Köppels «Weltwoche» gewesen.

Auf der anderen Seite sind die linksliberalen FDPler um Kurt Fluri, die gar nie ein Zusammengehen mit der SVP suchten und denen der Bruch herzlich egal ist. Daran können auch jene Stimmen in beiden Lagern nichts ändern, die in den neu gewählten Parteispitzen die Verkörperung eines rechten Aufbruchs vermuteten: Albert Rösti (49) und Petra Gössi (40) stehen sich nicht nur auf dem Papier politisch nahe, zwischen ihnen gibt es auch keine Verletzungen aus der Zeit der Verwerfungen um alt Bundesrat Christoph Blocher (76).

Doch auch die Präsidenten können das Verhältnis der beiden Parteien derzeit nicht entspannen. Das Wort haben die Scharfmacher. Es regiert der Hass.

Quelle: SonntagsBligg

4.12.2016

Präsident des Baumeisterverbandes – «GAV ist mitverantwortlich für die Zuwanderung»

«Das System wird zum Jobkiller»: Baumeister-Präsident Gian-Luca Lardi

«Das System wird zum Jobkiller»: Baumeister-Präsident Gian-Luca Lardi

Für den Präsidenten des Baumeisterverbandes generiert der Gesamtarbeitsvertrag in seiner Branche unerwünschte Nebeneffekte. Die Kritik geht an die Gewerkschaften.

Der Präsident des Baumeisterverbandes, Gian-Luca Lardi, kritisiert angesichts der Diskussion um den Inländervorrang, der ein Teilaspekt der Masseneinwanderungsinitiative ist, die Gewerkschaften. Aus seiner Sicht hängt die relative hohe Zuwanderung bei der Bauwirtschaft auch mit dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zusammen.

Neue Studie über Zuwanderung

Vergangene Woche wurde eine Studie publik, nach der vier von fünf zugewanderten Arbeitnehmern keine gesuchten Fachkräfte sind. Dazu gehören unter anderem auch zugewanderte Bauarbeiter. Im Interview mit der «NZZ am Sonntag» räumt Lardi ein, dass die «Baubranche von der Einwanderungsproblematik betroffen» sei.

Es treffe aber nicht zu, dass inländische Arbeitnehmer gezielt durch ausländische ersetzt würden, sagte der Tessiner Bauunternehmer. Dazu müssten gleichzeitig der Ausländeranteil im Bauhauptgewerbe und die Arbeitslosigkeit ansteigen. «Beides trifft nicht zu.»

Bauleute schwer vermittelbar

Dass es dennoch viele stellenlose Bauarbeiter gibt, hängt laut Lardi einerseits mit einer Reihe von Sonderfaktoren zusammen. Beispielsweise liessen sich Temporärangestellte wegen der hohen Mindestlöhne gerne als Bauleute registrieren, auch wenn sie dort nur wenige Monate gearbeitet hätten. Vielen arbeitslosen Bauleuten werde zudem mangels Vermittelbarkeit ein Branchenwechsel empfohlen.

Andererseits trügen aber auch die Rahmenbedingungen zu dieser «Einwandererproblematik» bei. Der GAV-Standard sei mittlerweile so hoch, «dass unerwünschte Nebeneffekte die Folge» seien, sagte er.

«Das System wird so zum Jobkiller»

Er nennt ein Beispiel: Wenn heute jemand seine Stelle verliere auf dem Bau und sich auf Jobsuche begebe, so sehe der GAV vor, dass ein potenzieller Arbeitgeber ihn in derselben Lohnklasse anstellen müsse, «unabhängig von seinem Potenzial». Mit 55 habe man auf dem Bau aber meist nicht mehr dieselbe Leistungsfähigkeit wie mit 30.

Lardi zeigt sich überzeugt: «Viele arbeitslose Arbeiter wären deshalb durchaus bereit, beim Lohn auch Abstriche in Kauf zu nehmen.» Arbeitgeber dürften sie aber in tieferen Klassen gar nicht einstellen. «Das System wird so zum Jobkiller.»

Höhere Saläre gegenüber Europa

Lardi betont mehrmals, dass er weder gegen GAV noch Mindestlöhne sei. Mit Regulierungen könne man aber nicht unbegrenzt in den Markt eingreifen. Die deutlich höheren Saläre im Vergleich zu Europa liessen sich nur «bis zu einem gewissen Grad mit Erfolg verteidigen.»

Quelle: sda

4.12.2016

Es spricht Jesus Christophorus Blocher

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Das Pilotprojekt «Flüchtlinge in der Landwirtschaft» im Kanton Jura ist abgeschlossen. 80 Migranten haben während des Sommers 17 Bauernbetriebe unterstützt. Die Bilanz fällt bei allen Beteiligten positiv aus.

Die jurassische Gesellschaft zur Begleitung von Flüchtlingen (AJAM) und die jurassische Landwirtschaftskammer (CJA) haben im Rahmen eines Pilotprojekts zur Beschäftigung von Flüchtlingen zusammengespannt.

Von Juni bis Oktober wurden von 80 Migranten insgesamt 760 Einsatztage geleistet. 15 Bio- und 2 ÖLN-Betriebe aus dem Kanton Jura kamen so in den Genuss von je 45 Arbeitstagen.

Um den Wettbewerb nicht zu verzerren, wurden Arbeiten verrichtet, die üblicherweise nicht an Lohnarbeiter übertragen werden. Die Teilnehmer haben sich so vor allem dem Kampf gegen Unkraut auf Biobetrieben verschrieben.

Michel Darbellay, Direktor der CJA, spricht von einem «sehr konstruktiven Projekt, das äusserst positiv ausgefallen ist». Eine Fortsetzung ist sehr wahrscheinlich.

Win-win-Situation

Flüchtlinge sind vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen und warten oft lange untätig auf ihren Asylentscheid. Für sie ist es oft schwierig, ihrem Leben einen Sinn zu geben und einen Anschluss an die Gemeinschaft zu finden.

Das Projekt zielte genau darauf ab und ermöglichte den Flüchtlingen auf freiwilliger Basis eine sinnvolle Tätigkeit. Andererseits profitierten die Bauern von dieser Unterstützung. Gilles Froidevaux, stellvertretender Direktor der AJAM, betonte dabei, dass die Flüchtlinge nicht in Konkurrenz mit Arbeitssuchenden standen.

Der Arbeitsbereich war deshalb auch klar umrissen und bestand hauptsächlich im Jäten von Ampfer und Disteln. «Ich hatte Lust zu arbeiten, und ich wollte diese Gelegenheit nutzen» beschreibt der 26-jährige Khalid Cabdi Dahir aus Somalia seine Erfahrung.

Für die täglich sechs Arbeitsstunden gab es denn auch eine symbolische Entschädigung. Er wolle beim nächsten Projekt sicher wieder mitmachen, fügt Dahir in gebrochenem Englisch hinzu.

Sprache als Barriere

Als Herausforderung stellte sich neben den Essgewohnheiten beispielsweise muslimischer Teilnehmenden während des Ramadan auch die Sprache heraus. «Die Sprache war schon eine Barriere, und es kam so auch zu Missverständnissen» erklärte Bauer Michel Roy aus Porrentruy. Diese Sprachbarriere ist aber nur einer der Punkte, welche die Verantwortlichen bei einer Fortsetzung optimieren wollen.

Eine wichtige Stütze des Projektes waren die zwei Zivildienstleistenden. Auf diese Unterstützung wird das Projekt wieder angewiesen sein. Bislang hat nur ein Bruchteil der Betriebe und Migranten an diesem Pilotprojekt teilgenommen. Das Angebot an freiwilligen Arbeitskräften war aber grösser als die Nachfrage.

Integration fördern

Philippe Faivre aus Montignez JU hatte mit der Kommunikation weniger Probleme. An diesem Projekt hat er teilgenommen, weil ihm sein Biobetrieb natürlich viel Arbeit gibt. Neben der tatkräftigen Unterstützung ging es ihm aber auch um den sozialen Aspekt. Er ist sehr zufrieden und würde nächstes Jahr wieder daran teilnehmen.

Was die Projektverantwortlichen hervorheben, war die offene Art, mit der die Flüchtlinge empfangen wurden. Eigentlich hätten diese ihr Essen selber mitnehmen sollen, das sie dann an einem zugewiesenen Picknick-Platz hätten einnehmen können. Die Bauern bestanden jedoch darauf, sie an ihren Mittagstisch einzuladen und die Integration also weiter als verlangt zu fördern.

Quelle: Schweizer Bauer

4.12.2016

Bund nimmt Bleiberecht von Tausenden Personen unter die Lupe

Flüchtlinge aus dem Balkan

Flüchtlinge aus dem Balkan

Ihr Heimatland ist sicher. Dennoch leben viele abgewiesene Asylbewerber aus Serbien, Kosovo, Bosnien und anderen Balkanstaaten in der Schweiz – als vorläufig Aufgenommene. Jetzt ergreift der Bund eine Massnahme.

Für mehr als 3000 Personen aus Balkanstaaten steht das Bleiberecht in der Schweiz auf dem Spiel. Im nächsten Jahr will das Staatssekretariat für Migration (SEM) gezielt überprüfen, ob die Menschen aus Ex-Jugoslawien weiterhin als vorläufig Aufgenommene in der Schweiz leben dürfen. Dies geht aus einer Antwort des Bundesrats auf einen Vorstoss der Zürcher SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann hervor.

In der Schweiz vorläufig aufgenommen werden Personen, die einen negativen Asylentscheid erhalten, wegen Unzumutbarkeit aber nicht weggeschickt werden können. Unzumutbar ist eine Rückkehr ins Heimatland, wenn dortzum Beispiel Krieg, Bürgerkrieg, allgemeine Gewalt oder eine medizinische Notlage herrscht. Derzeit gewährt die Schweiz gut 36 000 Personen die vorläufige Aufnahme (siehe Grafik).

Der Bund führt eine Liste mit Ländern, in denen Personen keine Verfolgung befürchten müssen. Zu diesen sogenannten «safe countries» zählen auch sämtliche Staaten auf dem Balkan. Dennoch befanden sich Ende Oktober mehr als 3000 Personen aus dieser Region als vorläufig Aufgenommene in der Schweiz, die meisten davon aus Serbien (1450), Kosovo (866) und Bosnien-Herzegowina (509). Sogar 13 Kroaten und 9 Bulgaren, also 22 EU-Bürger, profitieren von diesem Status.

Barbara Steinemann kann das nicht verstehen. «In diesen Ländern herrscht Frieden. Ich erwarte, dass der Bund einen grossen Teil der vorläufig Aufgenommenen dorthin zurückschickt», sagt sie. Steinemann führt auch finanzielle Argumente ins Feld. Die Erwerbsquote bei vorläufig Aufgenommenen ist tief, derzeit liegt sie bei 30,8 Prozent. Als Mitglied der Sozialbehörde der Gemeinde Regensdorf habe sie die Erfahrung gemacht, dass praktisch alle vorläufig aufgenommenen Serben und Kosovaren von der Sozialhilfe lebten, erzählt Stei­ne­mann. «Andere Gemeinden berichten dasselbe», sagt sie. «Wenn der Bund nicht handelt, laufen die Kosten für die Fürsorge bei den Gemeinden noch stärker aus dem Ruder.»

Nur wenige reisen freiwillig heim

Vorläufig aufgenommene Personen müssten die Schweiz eigentlich verlassen. Sie dürfen nur im Land bleiben, weil die Wegweisung nicht vollzogen werden kann. Pro Jahr überprüft das SEM 1000 bis 1500 vorläufige Aufnahmen. Nur selten aberkennt es diesen Status. 2015 etwa hob es in 21 Fällen das Bleiberecht auf, in diesem Jahr bis jetzt in 14 Fällen. Gleichwohl fallen rund 3000 bis 4000 Personen aus der Statistik der vorläufig Aufgenommenen. Die meisten von ihnen bleiben im Land, weil sich ihr Status verbessert. 2015 erhielten 1766 Personen eine Aufenthaltsbewilligung. Sie profitierten von einer Härtefallregelung: Wer seit fünf Jahren in der Schweiz lebt, kann eine Aufenthaltsbewilligung beantragen. Andere vorläufig Aufgenommene bekamen durch Einbürgerung, Heirat oder Asylgewährung ein Aufenthaltsrecht. Nur die wenigsten vorläufig Aufgenommenen verlassen die Schweiz freiwillig. Im letzten Jahr waren es 150 Personen. Kurzum: In der Praxis bedeutet die vorläufige Aufnahme ein definitives Aufenthaltsrecht.

In seinem aktuellen Bericht weist der Bundesrat darauf hin, dass die Wegweisung wegen Hindernissen oft lange nicht vollzogen werden kann. Fallen die Hindernisse weg, seien die Personen oft schon so lange in der Schweiz, dass eine Rückkehr in den Herkunftsstaat nicht mehr zumutbar sei.

Zurück zu den vorläufig Aufgenommenen aus den Balkanstaaten. Ein Bürgerkrieg wie bei Flüchtlingen aus Syrien kann nicht der Grund für das Bleiberecht sein. Die Region ist seit längerer Zeit befriedet. Weshalb bietet der Bund dennoch so vielen Personen aus Ex-Jugoslawien Schutz? Detailliert aufschlüsseln kann der Bundesrat die Gründe nicht. Er schätzt, dass die Rückführung bei 90 Prozent aller Serben und Kosovaren unzumutbar ist. Unzumutbar könne die Wegweisung etwa für besonders verletzliche Personen wie alte Menschen oder alleinerziehende Mütter sein. Zudem werde das Kindswohl berücksichtigt, vor allem bei Familien, die schon mehrere Jahre in der Schweiz lebten, schreibt der Bundesrat in der Antwort auf Steine­manns Vorstoss. Auch eine Krankheit respektive eine medizinische Notlage kann eine Rückführung verhindern. Ob es sich bei den vorläufig aufgenommenen Personen aus dem Balkan in vielen Fällen um Angehörige der Minderheit der Roma handelt, die in ihrer Heimat unter Diskriminierung leiden, weiss das SEM nicht. Es führt nur eine Statistik nach Ethnien.

Offen bleibt, wie vorläufig Aufgenommene das SEM nach der gezielten Überprüfung der Balkandossiers zurückschicken wird. Die Massnahme als solche bedeute keine Verschärfung der Praxis, sagt SEM-Sprecherin Léa Wertheimer. Die vorläufigen Aufnahmen würden laufend überprüft. Barbara Steinemann wird sich derweil im nächsten Jahr erkundigen, wie viele vorläufig Aufgenommene aus Ex-Jugoslawien zurückgeschickt worden sind. Die SVP-Politikerin kritisiert, dass sich darunter Personen befinden, «die sich seit den Zeiten des Jugoslawienkriegs ununterbrochen hier befinden, ohne je gearbeitet zu haben».

Quelle: St. Galler Tagblatt

4.12.2016

So verstecken sich Flüchtlinge bei der Einreise

Innert 4 Stunden wollen 26 Migranten in die Schweiz

Eritreer kommt im Handgepäck

Bad News

Bad News

Am ehesten nehmen Wähler laut einer Umfrage die SVP als Verteidigerin der Mittelstandsinteressen wahr. Den aktuellen Linkskurs der SP sehen sie kritisch.

Der Mittelstand fühlt sich politisch allein gelassen. Das zeigt eine Umfrage der Sonntagszeitung, die im Rahmen der tamedia Nachbefragung zur letzten Abstimmung durchgeführt wurde. 23 Prozent der Befragten konnten keine Partei nennen, welche die Interessen des Mittelstandes vertreten würde.

Am ehesten nehmen die Wähler die SVP als Verteidigerin der Mittelstandsinteressen war. 23 Prozent sehen die Volkspartei als Mittelstandspartei. Im Vergleich mit deren Wähleranteil von fast 30 Prozent ist das allerdings bescheiden.

Kritik am Linkskurs der SP

Überraschend gut ist dagegen das Renommee der SP im Mittelstand. 19 Prozent sehen sie als Vertreterin des Mittelstandes. Das entspricht ziemlich genau ihrem Wähleranteil. Der aktuelle Linkskurs verbunden mit klassenkämpferischer Rhetorik kam bei den Befragten weniger gut an.

In der gleichen Umfrage begrüssten nur gerade 16 Prozent die Ausrichtung nach links und zeigten sich damit einverstanden, denn es sei immer noch Aufgabe der SP gegen die Macht des Kapitals zu kämpfen.

37 Prozent meinten: «Das sind alte Parolen, bedeuten aber nichts. Wichtig sind die Vorschläge, die die Partei macht.» Für 29 Prozent sind es alte Zöpfe, «das interessiert heute niemanden mehr». 18 Prozent meinten gar, das sei ein Skandal, es zeige, dass die SP «unser System umstürzen will».

Quelle: 20Minüten

4.12.2016

SP-Delegierte erteilen rechtem Flügel eine Abfuhr

Christian Levrat

Christian Levrat

Eine Gruppe um Pascale Bruderer und Daniel Jositsch ist mit einem Rückweisungsantrag des umstrittenen Positionspapiers, das die «Überwindung des Kapitalismus» fordert, gescheitert.

Die Delegierten haben heute am Parteitag der SP Schweiz in Thun das umstrittene Positionspapier zur «Wirtschaftsdemokratie» diskutiert. Der Rückweisungsantrag des rechten Parteiflügels scheiterte.

Bereits im Vorfeld warf das Papier hohe Wellen. Mehrere Vertreter des rechten Flügels der Partei übten in Medien Kritik an der Stossrichtung des Papiers. Es fordert etwa, die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Arbeitnehmenden in den Unternehmen zu erhöhen.

Papier soll Breite der Partei aufzeigen

Der Rückweisungsantrag stammte von einer Gruppe um die Aargauer Ständerätin Pascale Bruderer und den Zürcher Ständerat Daniel Jositsch. Das Papier solle so überarbeitet werden, «dass es mit dem Konzept der sozialen Marktwirtschaft übereinstimmt», heisst es im Antrag.

Vor mehreren Hundert Delegierten sagte Bruderer, dass es ihr nicht darum gehe, die Partei zu spalten. «Es geht mir darum, die Breite unserer Partei aufzuzeigen.» Sie forderte eine Überarbeitung des Papiers, damit dieses in der Partei besser abgestützt und in der Lebensrealität der Menschen besser verankert sei.

Die Berner Nationalrätin Evi Allemann kritisierte, dass die Herausforderungen der Digitalisierung nicht im Papier erwähnt sind. «Die Digitalisierung gehört zuoberst auf unsere Agenda», sagte sie. Zudem sei das Papier in einem «verstaubten Politslang» verfasst. «Das können wir besser, liebe Genossinnen und Genossen.»

«Mutig und zukunftsweisend»

Zahlreiche Redner stellten sich aber auch hinter das Papier. So argumentierte die Zürcher Nationalrätin Mattea Meyer, dass die bisherige «Pflästerlipolitik» nicht genüge. «Es reicht nicht, wenn der Staat dort eingreift, wo die Wirtschaft versagt», sagte sie.

Für Meyer steht das Positionspapier für eine Politik, die «am Kern» ansetze, «an der ungleichen Verteilung von Macht». Das laut zu sagen, sei «nicht realitätsfremd», sondern «mutig und zukunftsweisend».

Mit 375:59 Stimmen abgelehnt

Auch Parteichef Christian Levrat warb für das Papier: Die Parteileitung suche damit Wege, um etwas mehr Demokratie in die Wirtschaft zu bringen, sagte er. «Nicht mehr und nicht weniger.»

Levrat äusserte sich schliesslich zum Vorwurf, dass die SP mit diesem Papier den Klassenkampf wiederbeleben wolle. Der gegenwärtige Klassenkampf, sagte er, werde nicht von entfesselten Arbeitern geführt, sondern «von den feudalen Büros der Multis und der Hochfinanz in New York, Dubai und Genf».

Trotz langer und kontroverser Diskussion war das Resultat schliesslich deutlich. Die Delegierten folgten der Geschäftsleitung und lehnten den Rückweisungsantrag mit 375 zu 59 Stimmen ab. Nun geht es um den Feinschliff: Über 32 Änderungsanträge ein, welche noch diskutiert werden.

Überwindung des Kapitalismus konkretisieren

Mit dem Positionspapier will die SP den Rahmen für ihre künftige Wirtschaftspolitik abstecken. «Die Wirtschaft müsse sozialer, demokratischer und ökologischer gestaltet werden», heisst es in der Einleitung.

Nach den Worten von Parteipräsident Levrat solle das Papier die im Parteiprogramm enthaltene Forderung nach einer «Überwindung des Kapitalismus» konkretisieren.

Konkret werden 20 Forderungen aufgelistet, darunter mehr Mitbestimmungsrechte für die Mitarbeitenden von Unternehmen. So fordert das Papier, dass ab einer bestimmten Unternehmensgrösse eine Mitarbeitendenvertretung in den Leitungsgremien obligatorisch wird. Bei gewissen Entscheiden solle dieser ein Vetorecht eingeräumt werden.

Falls das Papier die Schlussabstimmung übersteht, will die SP 2017 ein Aktionsplan zur Umsetzung des Positionspapier ausarbeiten.

Berset warnt vor Selbstgerechtigkeit

Am Parteitag anwesend waren auch die beiden SP-Bundesräte Simonetta Sommaruga und Alain Berset. In einer Rede widmete sich Berset dem Aufstieg der Rechtspopulisten in Europa und der Schweiz.

Rechtspopulisten würden alle, die sie kritisieren, als Elite bezeichnen, sagte er. «Das ist nicht nur postfaktisch, das ist schlicht Nonsens.» Und weiter: «Sie geben vor, im Namen des Volkes zu sprechen - und spalten so das Volk.»

Gerade die Schweiz tauge nicht für den Nationalismus. Es sei schliesslich die kulturelle und sprachliche Vielfalt, welche die Schweiz zu einem solch «interessanten und lebenswerten Land» mache.

Für solidarische Flüchtlingspolitik

Bundesrätin Sommaruga forderte in ihrer Rede eine solidarische Flüchtlingspolitik. «Das reicht aber nicht aus, denn sie greift die Ursachen von Flucht nicht an», sagte sie.

An der Armut in den Entwicklungsländern hätten auch die reichen Länder mit ihrer widersprüchlichen Politik eine Mitschuld, fuhr sie fort. Fast 70 Prozent der Menschen, die von extremer Armut betroffen seien, lebten heute in rohstoffreichen Staaten. «Und viele Rohstofffirmen haben ihren Sitz in der Schweiz.»

Die Schweiz solle deshalb bei den Geschäften dieser Firmen genauer hinschauen. «Wir müssen - und wir wollen - Teil der Lösung sein, nicht Teil des Problems.»

Bankengeld für SP?

Der Parteitag wird am Sonntag fortgesetzt. Zur Debatte steht unter anderem ein letzter Teil der im Frühling verabschiedeten «Roadmap Europa», welche die Beziehungen der Partei zur EU regelt. Die Geschäftsleitung hält am Beitrittsziel der Partei fest. Die Diskussion war ursprünglich auf Samstag angesetzt und dann aus Zeitgründen verschoben worden.

Daneben entscheiden die Genossen, ob sie ausnahmsweise Spenden von Banken und anderen Grossfirmen akzeptieren wollen. Die Geschäftsleitung schlägt vor, diese zum Abstimmungskampf gegen die Unternehmenssteuerreform III (USR III) zu verwenden.

Schliesslich befindet die SP über die Parolen für die Abstimmungen zur erleichterten Einbürgerung von Personen der 3. Generation, zum Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds und zur USR III.

Quelle: sda

4.12.2016

Ein Spesenantrag sorgt für Verwirrung

Thomas Aeschi – Wasser predigen und Zuger Kirsch trinken

Thomas Aeschi – Wasser predigen und Zuger Kirsch trinken

Im Namen von SVP-Nationalrat Thomas Aeschi wurden beim Bund ungerechtfertigte Gelder für eine Auslandsreise beantragt – er bestreitet, das Gesuch gestellt zu haben.

Wenn Parlamentarier des Bundes offiziell und auf eigene Rechnung ins Ausland fahren, stehen ihnen pro Tag 395 Franken Vergütung zu. Sie müssen dazu einzig ein Formular mit der Überschrift «Abrechnung für Auslandsreisen» ausfüllen und dieses unterschreiben. Den Rest übernimmt die Verwaltung. Doch vergangene Woche ist ein solcher blauer Zettel bei den Parlamentsdiensten eingetroffen, der so nicht hätte dort landen dürfen. Der ­Absender war bei seinem Auslandsbesuch vom Gastland eingeladen worden – und trotzdem wurde versucht, vom Staat dafür das Spesengeld für drei Tage, also knapp 1200 Franken, zu ergattern. Den Antrag haben die Beamten allerdings wieder gestrichen.

Beim Antragsteller handelt es sich um den Zuger SVP-Nationalrat Thomas Aeschi. Es geht um eine Reise, die er im September an der Seite der damals amtierenden Nationalratspräsidentin Christa Markwalder (FDP) nach Georgien getätigt hatte. Aeschi beteuert auf Anfrage, dass nicht er es sei, der das Formular ausgefüllt habe. Ihm sei am Donnerstag, 1. Dezember, in Bern das Papier zur Unterzeichnung vorgelegt worden, das er dann zum ersten Mal vor Augen gehabt habe. Als er seine Signatur anfügte, sei auf dem Zettel die genannte Summe bereits durchgestrichen gewesen. «Jemand scheint das Dokument ausgefüllt zu haben», teilt er mit, «und dort einerseits als ­Sitzungsort Georgien/Moldau angegeben und andererseits die 1185 Franken beantragt zu haben.»

Der Parlamentsdienst will den Fall untersuchen

Wer für ihn die unberechtigten Geldanforderungen eingefüllt hat, weiss Aeschi nicht. Er habe beim Parlamentsdienst entsprechende Abklärungen angestossen. Phi­lippe Schwab, Generalsekretär der Abteilung, sagt gegenüber der SonntagsZeitung, sein Amt untersuche grundsätzlich bei jeder Unstimmigkeit die Umstände dahinter. «Im vorliegenden Fall werden wir das ebenso tun.»

Die Parlamentarierentschädigung empfinde er als «viel zu hoch», sagte Aeschi im Oktober 2015.

Für den 37-jährigen Finanzpolitiker kommt die Angelegenheit äusserst ungelegen: Aeschi hat sich in der Vergangenheit immer wieder mit seinem konsequenten Sparkurs profiliert – auch und gerade, was die öffentlichen Ausgaben für Volksvertreter betrifft. Die Parlamentarierentschädigung empfinde er als «viel zu hoch», sagte er im Oktober 2015. Es gebe in Bern viel zu viele Sitzungen, die den Steuerzahler Geld kosteten, meinte er im Mai 2014. Und das System der pauschalen Mahlzeitentschädigung für National- und Ständeräte sei eine «Katastrophe», fand er im Februar 2014. Gegen eine Erhöhung der Politikerzulagen sprach er sich 2012 aus.

Nach und nach die Aussenpolitik entdeckt

Seit seiner Wahl in die grosse Kammer 2011 galt der HSG-Ökonom in der SVP als Christoph ­Blochers linientreuer Ziehsohn. Im Dezember 2015 erreichte ­Aeschis Parteikarriere mit der Bundesratskandidatur ihren Höhepunkt. Nach und nach hatte der Innerschweizer auch die Aussenpolitik und den Reiz der internationalen Kontaktpflege entdeckt. Heute ist er Präsident der parlamentarischen Efta/EU-Delegation.

Die Liste seiner Stationen seit diesem Herbst kann sich sehen lassen: Vietnam, Philippinen, Georgien, Strassburg und London. Grossbritanniens Hauptstadt hat er im November mit Christa Markwalder besucht. Seine Reisen würden dem Land dienen, betont er: «Als Präsident der Efta/EU-Delegation setze ich mich dafür ein, dass die Schweiz im Rahmen der Efta ihr Netz von Freihandelsabkommen erweitern kann, um die Bedingungen für die Schweizer Exportwirtschaft im Nicht-Euroraum weiter zu verbessern.»

Wie oft Ungereimtheiten bei Spesenanträgen vorkommen, teilte der Parlamentsdienst nicht mit.

Quelle: SonntagsZeitung

4.12.2016

Ni Hao News

Ni-Hao News

Ein Drittel aller Zigaretten weltweit wird in China geraucht: Jetzt soll das Qualmen ein Ende haben. Die Regierung will ein Rauchverbot auf allen öffentlichen Plätzen durchsetzen.

Es ist ein ehrgeiziges Unterfangen, und seine Durchsetzung wird einiges an Geduld erfordern: Bis Ende des Jahres will die chinesische Regierung landesweit ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen durchsetzen. Dies meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Die Volksrepublik hat ein veritables Problem mit dem Nikotinabusus - ein Drittel aller Zigaretten weltweit werden dort geraucht. Vor allem junge Männer sind betroffen, die meisten fangen schon vor dem zwanzigsten Lebensjahr an zu qualmen. Die Folgen sind gravierend: Einer Studie zufolge wird sich die Zahl der Todesfälle durch Zigarettenkonsum in China von einer Million im Jahr 2010 auf zwei Millionen in 2030 verdoppeln.

Jetzt will die Regierung gegensteuern, um die Volksgesundheit wieder auf Kurs zu bringen. Tabakkonsum in der Öffentlichkeit rechtlich zu verbieten, sei ein entscheidender Schritt, sagte eine Vertreterin der Kommission für Nationale Gesundheit und Familienplanung am Rande der Globalen Konferenz zur Gesundheitsförderung in Shanghai.

Bis Ende des Jahres solle das Verbot umgesetzt werden. Als flankierende Massnahmen hat Peking Preis- und Steuererhöhungen für Tabakprodukte sowie eine verstärkte öffentliche Aufklärung ins Auge gefasst.

Die Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Margaret Chan, lobte die Verschärfung der Richtlinien. China müsse aber noch mehr unternehmen, um den Tabakkonsum einzuschränken, so Chan. Bisher gelten laut Xinhua landesweit in 20 Städten Beschränkungen für das Rauchen.

Quelle: dpa

4.12.2016

Eingeschränkter Finanzverkehr – Chinas Kapitalkontrollen treffen deutsche Wirtschaft

Peking könnte Dividenden-Überweisungen und Darlehenszahlungen von China nach Deutschland aufhalten, um seine Währung zu stärken. Die Aufregung ist gross.

Weil die chinesische Regierung mit scharfen Kapitalkontrollen den Verfall ihrer Währung aufhalten will, könnten in China tätige deutsche Unternehmen in den kommenden Monaten Probleme bekommen, Geld in ihre Heimatländer zu überweisen. Wie dieser Zeitung bestätigt wurde, hat das staatliche chinesische Devisenamt (SAFE) zu Wochenbeginn in Schanghai und anderen Städten hochrangige Vertreter nationaler und internationaler Banken einbestellt, um eine schärfere Prüfung von Auslandsüberweisungen ab einer Höhe von 5 Millionen Dollar anzukündigen.

Dies könnte Zahlungen aus China auf unbestimmte Zeit verzögern oder auch ganz verhindern. Betroffen könnten davon auch die Dividenden-Ausschüttungen deutscher Firmen an ihre Muttergesellschaften sein. Ebenso könnten Rückzahlungen von Darlehen blockiert werden, die von der Muttergesellschaft in Deutschland gewährt wurden. Weil sie in China von lokalen Banken kaum Kredit erhalten, finanzieren sich Niederlassungen deutscher Konzerne meist über unternehmensinterne Darlehen.

Chinesische Währung im Acht-Jahres-Tief

Der Wert der chinesischen Währung Yuan, die auch Renminbi genannt wird, ist seit Jahresbeginn gegenüber dem Dollar um 5,6 Prozent gefallen. Zwischenzeitlich hat sie ein Acht-Jahres-Tief erreicht. Deshalb hat China in den vergangenen Monaten abermals hohe Abflüsse an Kapital erlebt.

Da die Regierung in Peking trotz der Währungsreserven von 3,12 Billionen Dollar den Kurs des Yuans nicht für sehr lange Zeit stützen kann und will, beschränkt sie seit Wochenbeginn massiv die Ausfuhr und Umwandlung von Yuan in Fremdwährung von Privatpersonen. Ab sofort will sie wohl auch Auslandsinvestitionen chinesischer Unternehmen deutlich erschweren und teils verbieten, um Kapital im Land zu halten.

Dürfte nun tatsächlich ein ausländisches Unternehmen hohe Summen nicht oder nur zeitverzögert über die chinesische Grenze transferieren, wäre dies der erste bekannte Fall seit der Jahrtausendwende. Dass Auslandsinvestoren in China verdientes Geld ausser Landes bringen dürfen, war das Versprechen, mit dem die Kommunistische Partei eine der Grundlagen für Chinas schnellen wirtschaftlichen Aufstieg zur zweitgrössten Wirtschaft geschaffen hat.

Grosse Unklarheit über Kapitalkontrollen

Die Schanghaier Zeitung „China Business News“ hatte bereits am Dienstag mit Verweis auf anonyme Bankmanager berichtet, dass die chinesischen Devisenkontrolleure der Behörde SAFE zu Wochenbeginn Bankmanager einbestellt habe. Diese hätten die Devisenkontrolleure auch über eine „striktere Prüfung von Gewinnrücküberweisungen“ von in China tätigen ausländischen Unternehmen in ihre jeweiligen Heimatländer unterrichtet. Der Bericht ist mittlerweile von der Website gelöscht.

Ähnliche Berichte anderer chinesischer Medien sind ebenfalls zensiert. Weder ist ein Schriftstück über neue Kapitalkontrollen bekannt, noch ist klar, wie lange diese gelten. In der deutschen Wirtschaft in China hofft man, dass die Prüfungen spätestens zu Jahresbeginn wieder aufgehoben werden, wenn sich der Kurs des Yuan stabilisiert hat.

Vor allem Grosskonzerne betroffen

Viele deutsche Mittelständler in China dürften von den Kontrollen nicht betroffen sein. Bei grossen Unternehmen und der Industrie sieht es anders aus. Autobauer Volkswagen, der in China in früheren Jahren nach Analystenschätzung bis zu zwei Drittel des gesamten Konzerngewinns erzielt hat, teilt auf Anfrage dieser Zeitung mit, dass sämtliche Auslandsüberweisungen aus China bisher problemlos durchgegangen seien. Dies habe man auch besorgten Anlegern mitgeteilt.

Das negative Signal, was von der erratisch anmutenden Politik Pekings ausgehe, sei jedoch nicht zu unterschätzen, heisst es in China. „Was Investoren am meisten hassen, ist Unsicherheit“, sagte Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in China, dieser Zeitung. „Legal in China erwirtschaftete Gewinne an die Muttergesellschaft in Europa zurückzuführen ist legitim. Falls die chinesischen Behörden Zahlungen aufhalten, müssen wir klar wissen, nach welchen Kriterien hier vorgegangen wird. Stattdessen aber herrscht Intransparenz.“

Quelle: FAZ

4.12.2016

Konfuzius sagt: «So geht Weltmacht»

Nature News

Nature News

Die Alpen heben sich - aber warum? Vor allem eine Fernwirkung der Vergangenheit treibt das Gebirge in die Höhe.

Südöstlich von Innsbruck erkennen Wanderer auf spektakuläre Weise, wie die Alpen sich bewegen. Dort erstreckt sich ein 170 Kilometer langer Gebirgszug, aus dem der 3800 Meter hohe Grossglockner hervorragt: das Tauernfenster.

Es lag einst tief unter der Erde. Das Gestein zeigt deutliche Spuren aus der Zeit im Untergrund: Seine Minerale wurden unter hohem Druck zusammengepresst.

Vor 20 Millionen Jahren durchbrach es die Oberfläche und steigt seither in die Höhe. Jetzt ragt das in der Tiefe veränderte Gestein des Tauernfensters zwischen Brennerpass und Mauterndorf in den Himmel.

Westlich, in der Schweiz und in Frankreich, heben sich die Alpen mit etwa zwei Millimeter pro Jahr. Östlich von Klagenfurt und Salzburg hingegen schrumpft das Gebirge, es rutscht nach Osten Richtung Balkan; Klagenfurt und Bozen wurden bereits 160 Kilometer voneinander weggeschoben.

Was geht vor?

Zahlreiche Kräfte zerren an den Alpen. Eine Berechnung enthüllt die Hauptursache der Hebung: Es sind verschwundene Gletscher, die die Alpen wachsen lassen.

Geologischer Crash

Dabei scheint sich die monströseste Kraft unter der Erde zu entfalten: Seit 55 Millionen Jahren schiebt sich von Süden her die Adriatische Erdplatte, auf der Italien liegt, wie ein Sporn in die Europäische Platte. In der Knautschzone türmen sich die Alpen.

Versteinerte Korallenriffe auf Alpengipfeln zeugen von dem geologischen Auffahrunfall - ehemaliger Meeresboden auf der Adriatischen Platte wurden in die Höhe gefaltet.

Die Plattenkollision knautschte das Gebiet auf ein Drittel seiner ursprünglichen Fläche, dabei schoben sich riesige Felspakete tief in den Untergrund. Leichtes Gestein wirkt dort wie ein Ballon, der unter Wasser gedrückt wurde - per Balloneffekt drückt das Gestein nach oben.

Wie ein entladenes Schiff

Auch Erosion lässt die Alpen wachsen. Regen nagt am Gebirge, spült kontinuierlich kleine Partikel zu Tal, sammelt sich zu Flüssen, die Kerben in den Fels schleifen.

Je mehr Material fortgespült wird, desto leichter wird das Gebirge. Wie ein entladenes Schiff heben sich die Alpen aus dem Untergrund.

Quelle: DER SPIEGEL

4.12.2016

Die Gipfelregionen der Alpen - Leben am Limit

Good News

Good News

Noch nie waren auf den Schweizer Skipisten so viele Wintersportler unterwegs, de sich mit Helmen schützen. Rund 92 Prozent aller Ski- und Snowboardfahrer tragen heute einen Kopfschutz.

92 Prozent aller Wintersportler tragen heute einen Helm. Das schreibt die «Schweiz am Sonntag» heute und beruft sich dabei auf neuste Zahlen. Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) gehe davon aus, dass sich die Quote derjenigen der Jugendlichen angleiche. Diese belaufe sich bei den bis 17-Jährigen auf 99 Prozent.

Noch vor 25 Jahren hätten erst vereinzelt Kinder einen Kopfschutz getragen. Heute gehöre der Helm zur Standard-Ausrüstung dazu. Unzählige Anbieter offerieren Modelle in verschiedenen Farben und Formen. Und auch die Preise sind gesunken.

Wintersportler, die sich nur sporadisch in die Höhe wagen, können einen Helm auch tageweise mieten. Dies habe zur Folge, dass die Tragquote von Jahr zu Jahr ansteige, schreibt die «Schweiz am Sonntag».

In der Saison 2002/2003 trugen gemäss bfu-Daten nur 16 Prozent der Ski- und Snowboardfahrer einen Helm. Heute sticht ein Sportler, der nur mit einer Wollkappe unterwegs ist, gleich ins Auge. «Kluge Köpfe schützen sich»: Dieses Motto setzte sich bei den 2,5 Millionen Wintersportlern durch – und zwar ohne Gesetze, Vorschriften oder Regeln.

Quelle: SonntagsBligg

4.12.2016

Ziegen News

Ziegen News

Erdoğan begrüsst in Trump einen Gleichgesinnten. Doch er täuscht sich: Die neue US-Regierung geht auf Distanz zur Türkei.

"Unsere Jungs haben es geschafft." Dieser Satz hat sich in das politische Gedächtnis der Türkei eingebrannt. Gesagt hat ihn Paul Henze, damals Chef des CIA-Büros in der Türkei, als er US-Präsident Carter über den Putsch des türkischen Militärs 1980 unterrichtete.

Am vergangenen 15. Juli erlebte die Türkei erneut einen Putschversuch. In jenen Nachtstunden, da noch unklar war, ob die Regierung gestürzt war, sprach US-Generalleutnant Mike Flynn, ehemaliger Direktor des Militärgeheimdienstes DIA, vor einer Versammlung in Cleveland. Er sagte: "Zurzeit gibt es in der Türkei einen Putschversuch. Ich stehe in ständigem Austausch mit einem bei uns ausgebildeten Freund in der türkischen Armee. Unter der Erdoğan-Regierung entwickelte sich die laizistische Türkei zunehmend in einen islamischen Staat. Die Armee erklärte: 'Wir wollen ein laizistisches Land sein.' Ich bin gespannt, wie sich die Dinge heute Nacht entwickeln."

Auch Flynn hätte gern gesagt: "Unsere Jungs haben es geschafft." Doch die "Jungs" schafften es diesmal nicht. Flynn jedoch ist nun als Trumps Sicherheitsberater designiert. Für Erdoğan vermutlich ein weiterer Beweis dafür, dass die USA hinter dem Putschversuch stehen. Die Rede in Cleveland reicht aber nicht, um Flynn zum "Gülenisten" zu stempeln. Denn dieser spitzzüngige US-Offizier hatte in einem am Tag der US-Wahlen erschienenen Artikel Gülen als "finsteren islamistischen Mullah in Pennsylvania" bezeichnet und ausgeführt: "Gülens globales Netzwerk hat alle Merkmale eines gefährlichen terroristischen Schläfernetzwerks." Flynn meint, die USA sollten Gülen keinen "sicheren Hafen" mehr bieten.

Gülen, den die türkische Regierung des Putschversuchs bezichtigt, lebt seit 1999 in Amerika. Seine Beantragung der Greencard hatte der ehemalige US-Botschafter in Ankara und frühere CIA-Chef unterstützt. Zuletzt hiess es in der Presse, er habe sich als Lobbyist für Clintons Kampagnenteam betätigt. Nun erwartet Ankara von der neuen Administration, dass sie Gülen an die Türkei ausliefert. Doch die Worte aus der Putschnacht zeigen, dass die Antipathien des Weissen Hauses sich nicht auf Gülen beschränken.

Die Trump-Administration ist von "Islamismus"-Antipathie geprägt. Wiederum war es Flynn, der in einer Rede im vergangenen Sommer davon sprach, dass sich der radikale Islam wie ein Krebsgeschwür in der islamischen Welt verbreite.

Die Obama-Administration hingegen vermied den Ausdruck "radikaler Islam", weil er einer Religion den Stempel des Terrorismus aufdrückt, nun wird er wohl wieder häufiger aus Washington zu hören sein. In seinem im Sommer erschienenen Buch The Field of Fight kritisiert Flynn die politische Korrektheit der Demokraten: "Obama hinderte uns daran, den Gegner genau zu definieren." Der Gegner, von dem er spricht, ist "der radikale Islam". Ginge es nach Flynn, sollten die USA jene Regime, die den radikalen Islam unterstützen, schwächen oder sogar stürzen. Doch damit nicht genug.

Mike Pompeo, von Trump als CIA-Chef designiert, bezeichnete in einem Tweet in der Putschnacht vom 15. Juli das Erdoğan-Regime als "islamistische, totalitäre Diktatur wie der Iran". Zuvor hatte Jeff Sessions, der für Trumps Justizressort vorgesehen ist, bereits in einem Fernsehinterview gesagt: "Die Türkei scheint in eine islamistische Ideologie abzugleiten." Das sind alarmierende Worte in Bezug auf die kommende Periode der türkisch-amerikanischen Beziehungen.

Erdoğan hingegen schien sich nach den Wahlen gefreut zu haben, im Weissen Haus zukünftig einen Gleichgesinnten vorzufinden: angefangen bei den autoritären Tendenzen bis hin zur Elitenfeindlichkeit und der Antipathie den Medien gegenüber scheinen sich Trump und Erdoğan zu gleichen.

Allerdings ist bislang nicht zu erkennen, dass die US-Seite diese Sicht der Dinge teilt. Soweit ich in den letzen Tagen in Washington in Gesprächen mit US-Funktionären beobachten konnte, gehen die Meinungen in beiden Hauptstädten nicht allein hinsichtlich Ankaras antilaizistischer Haltung auseinander. Es gibt zahllose weitere kritische Punkte. Zu nennen wären vor allem: die Unterstützung Trumps für Assad in Syrien, den Erdoğan zu stürzen versucht. Trumps Eintreten für die Kurden, deren Vorankommen Erdoğan zu verhindern sucht. Die unterschiedliche Beurteilung der Dschihadisten, zu denen Erdoğan keinen Abstand hält. Die Sorge, mit der das Pentagon beobachtet, wie Ankara weiter auf syrisches Territorium vordringt. Die Sympathien Trumps für den ägyptischen Staatschef Al-Sissi, den Erdoğan auf Kundgebungen ausbuhen liess. Und der vor US-Gerichten ausgetragene Prozess gegen den iranischen Geschäftsmann Zarrab, der um schmutzige Geschäftsgeheimnisse Ankaras weiss.

Ankara ist sich all dessen bewusst, vertraut aber auf das türkische Sprichwort: "Wird ein Haupt gekrönt, kommt es zur Vernunft." Es setzt darauf, dass die Realitäten, die Trump bei Amtsantritt vorfinden wird, seine Haltung ändern werden. Vielleicht wird Ankaras Politik der Repressionen dann nicht mehr für so grosse Beunruhigung im Weissen Haus sorgen wie früher, doch jetzt bereits steht fest, dass islamistische Politik, die die Türkei vom Laizismus loslöst, dort keinesfalls auf Sympathien stossen wird.

Quelle: DIE ZEIT

4.12.2016

Noch Fragen, Kienzle?

Noch Fragen, Kienzle?

Exzellent News

Exzellent News

Der Druck auf abgelehnte Asylbewerber, in ihre Heimatstaaten zurückzukehren, soll erhöht werden. Die Unternehmensberatung McKinsey hat im Auftrag des BAMF nun einen Massnahmenkatalog vorgelegt. Ein Punkt darin: Die Abschiebungshaft soll so gestaltet sein, "dass sie in der Praxis konsequent anwendbar" sei. Der Bericht stellt fest, dass die Zahl der Ausreisepflichtigen in Deutschland bis Ende 2017 auf „mindestens 485.000“ steigen wird.

Die Bundesregierung soll den Druck auf abgelehnte Asylbewerber erhöhen, damit mehr Menschen in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Das geht aus dem Entwurf des Abschlussberichts der Unternehmensberatung McKinsey hervor, der 14 Massnahmen für eine „konsequentere Rückführung“ ausreisepflichtiger Ausländer vorschlägt. Das vertrauliche Papier, das im Auftrag des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) erstellt wurde, liegt der „Welt am Sonntag“ vor und soll Lösungen für ein Problem aufzeigen, über das seit Monaten debattiert wird.

Die Durchsetzung der Ausreise von kriminell gewordenen Ausländern gehört zu den Punkten, die die Regierung auf der Basis des McKinsey-Berichts angehen will. Die Berater plädieren für ein mit den Bundesländern koordiniertes „Rückkehrmanagement 2017“, um „zeitnah“ Erfolge zu erzielen. Dazu gehören mehr Abschiebungen sowie mehr freiwillige Rückreisen. „Abschiebungshaft und Ausreisegewahrsam sollten so gestaltet werden, dass sie in der Praxis konsequent anwendbar sind. Dazu sind entsprechende Abschiebungshaft- und Gewahrsamsanstalten einzurichten“, heisst es in dem Papier.

Zudem regt McKinsey die Schaffung eines finanziellen Anreizsystems etwa mit höheren Fördersätzen an, womit „die Anzahl freiwilliger Rückkehrer deutlich erhöht werden“ soll. Ausserdem seien eine „konsequente digitale Erfassung im Ausländerzentralregister“, mehr Personal in den Ausländerbehörden und eine Zentralisierung der Verantwortlichkeiten für die Rückkehr in den Bundesländern nötig.

Ende 2017 mindestens 485.000 Ausreisepflichtige

Der Bericht stellt fest, dass die Zahl der ausreisepflichtigen Personen bis Ende 2017 auf „mindestens 485.000“ steigen werde. Hingegen liegt die Prognose zu den tatsächlichen Ausreisen für dieses und das kommende Jahr bei jeweils nur 85.000. Die Kosten für einen Ausreisepflichtigen betrügen 670 Euro im Monat. „Im Jahr 2017 werden die direkten Gesamtkosten damit bei rund drei Milliarden Euro liegen“, so die Berater.

Angesichts dieser Kosten sei es ratsam, in die Rückführung und besonders die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen „zu investieren, um die Dauer ihres Aufenthaltes in Deutschland zu verkürzen“. Die Kosten einer Rückführung durch die Polizei betragen demnach durchschnittlich 1500 Euro, bei einer freiwilligen Rückreise seien es 700 Euro. Laut Bericht reichen die bisherigen Bemühungen nicht aus, um dem „erwarteten erheblichen Anstieg der Gesamtzahl der Ausreisepflichtigen in 2017 nachhaltig entgegenzuwirken“.

Ausserdem schlägt McKinsey schärfere Regeln für geduldete Ausländer vor. Sind diese krank oder legen keine Passpapiere vor, sollen sie für Essen oder Kleidung statt Geld nur noch Sachleistungen erhalten. Die „finanzielle Flexibilität“ könne so „verringert“ werden. McKinsey empfiehlt auch, Leistungen bei denjenigen zu kürzen, die zur Klärung der Identität oder zur Beschaffung von Passersatz-Dokumenten nicht beitrügen.

Die momentanen Resultate bei Rückführungen in die Heimatländer sind dem Bericht zufolge „unzureichend“. Zwischen Ausreisepflicht und tatsächlicher Ausreise liegen demnach bisher „bei vollzogenen Rückführungen durchschnittlich zwölf Monate, in manchen Fällen sogar rund 4,5 Jahre“. Nach Verurteilungen wegen einer Straftat benötige man im Schnitt 20 Monate für eine Ausweisung.

Analyse kostete 1,8 Millionen Euro

Einiges von dem, was die Berater aufgeschrieben haben, findet man auch in Berichten der Bund-Länder-Arbeitsgruppe „AG Rück“. Solche Papiere liegen schon lange auf dem Tisch, doch kaum eine Empfehlung wurde umgesetzt. Das soll sich jetzt offenbar ändern, weil die Rückkehrpolitik zum Top-Thema der Regierung wird. Allerdings sind für die Umsetzung der meisten Vorschläge die 16 Länder verantwortlich. Nicht alle haben bisher zentrale Ausländerbehörden geschaffen, wie es McKinsey verlangt.

Aber aller Druck der Bundesländer auf abgelehnte Asylbewerber nutzt wenig, wenn die Herkunftsstaaten die Menschen nicht nehmen. Bei der Kooperation mit diesen Staaten ist der Bund gefordert, kommt aber kaum voran. Man hätte deshalb erwartet, dass die Autoren der Studie in dieser Frage mit dem Finger auf die Regierung zeigen, aber genau das tun sie nicht. Etwas anderes haben sie demgegenüber ungewöhnlich deutlich formuliert: dass der Staat abgelehnten Asylbewerbern noch mehr Finanzhilfen anbieten soll, damit sie freiwillig ausreisen. Die Zahlen sprechen für solche Angebote, doch der politische Gegenwind dürfte gross sein.

Unterdessen wird Kritik an den hohen Kosten (1,8 Millionen Euro) für die McKinsey-Studie laut. Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach sagte der „Welt am Sonntag“: „Allerdings stellt sich die Frage, warum man für so viel Geld externen Sachverstand einkauft, der auch in Bundesbehörden und Ministerien zweifellos vorhanden ist.“

Und der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagt: „Den Bericht hätten Bundes- und Landesbehörden genauso gut erarbeiten können. Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beamten.“

Quelle: DIE WELT

4.12.2016

US-Präsidentenwahl – Stein zieht Antrag auf Nachzählung in Pennsylvania zurück

Die amerikanische Präsidentschaftskandidatin der Grünen, Jill Stein, hat ihren Antrag auf eine Neuauszählung der Stimmen im amerikanischen Gliedstaat Pennsylvania zurückgezogen. Die Politikerin begründet den Schritt mit den aus ihrer Sicht zu hohen Kosten.

Stein kann das nötige Geld nicht aufbringen

Die Überprüfung des Wahlergebnisses sei zu teuer, schrieb Stein am Samstag auf Twitter. Ursprünglich hatte Stein sowohl in Pennsylvania als auch in Michigan und Wisconsin eine Neuauszählung beantragt. In diesen drei Bundesstaaten hatte der künftige Präsident Donald Trump knapp und überraschend gegen Hillary Clinton gewonnen.

Stein verwies darauf, dass die Unterstützer ihres Anliegens «normale Bürger mit normalen finanziellen Mitteln» seien. «Sie können die vom Gericht geforderte Summe von einer Million Dollar nicht aufbringen», hiess es in einem beim zuständigen Gericht eingereichten Schriftstück der Grünen-Politikerin.

Auswirkungen auf Trumps Sieg unwahrscheinlich

Auf Twitter schrieb sie später: «Die Neuauszählung 2016 ist so teuer, weil die gewählten Vertreter es immer abgelehnt haben, in ein dem 21. Jahrhundert angemessenes Wahlsystem zu investieren.»

Bei der amerikanischen Präsidentenwahl waren die drei Schlüsselstaaten Pennsylvania, Michigan und Wisconsin ein Ausschlag gebender Faktor für den Gesamtsieg von Trump. Dass Neuauszählungen etwas am Wahlsieg des Republikaners ändern würden, gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich.

Seine demokratische Konkurrentin Clinton unterstützte die Initiative Steins, ihr Team sowie sie selbst hielten sich dabei aber im Hintergrund.

Quelle: SDA

4.12.2016

IT News

IT News
Saty Nadella

Saty Nadella

Microsoft - gibt‘s die noch? In den letzten Jahren lief das US-Unternehmen nur noch krampfhaft Apple & Co. hinterher. Doch die Strategie des aktuellen Chefs Nadella geht langsam auf.

Keiner von uns ist an diesem Unternehmen vorbeigekommen. Egal, ob dein erster Rechner mit Windows 95 lief oder du im Büro Excel-Tabellen ausfüllen musstest. Du kennst Microsoft - auch wenn es dir lieber sein mag, ihr wärt euch nie begegnet.

Denn es haben sich genug Gründe angehäuft, auf das Unternehmen sauer zu sein. Seien es all die Dokumente, die du nicht rechtzeitig abspeichern konntest, bevor Windows mal wieder abstürzte. Oder, dass Gründer Bill Gates die Ideen von Apple geklaut hat.

Oder, und das vor allem: Karl Klammer, die nervige Büroklammer, die immer wieder aus dem Nichts auftauchte und dir helfen wollte, es aber nie tat.

Und zuletzt? Der Versuch, auf den Smartphone-Markt vorzudringen, scheiterte mit dem Windows-Phone krachend. Das letzte vernünftige Desktop-Betriebssystem? Windows 7 - das war 2009. Und davor? Windows Vista - urgh. Soweit die Klischees des ewig uncoolen Software-Giganten. Doch die Realität sieht anders aus.

Weltweit hat Microsoft mit Windows 7, 8 und 10 immer noch den mit Abstand grössten Marktanteil. Und unter Satya Nadella, der seit 2014 Chef des Konzerns ist, wagt Microsoft sich in Bereiche, in die sich zum Beispiel Apple nicht wirklich traut.

Cloudbasierte Supercomputer mit künstlicher Intelligenz sind solche Bereiche. Das klingt vielleicht erstmal nicht sexy, dein Macbook sieht dagegen aber trotzdem alt aus. Als Beispiel für das, was Microsoft mit dieser Technik kann, liess Nadella sie letztens alle fünf Millionen Wikipedia-Artikel von Englisch in eine andere Sprache übersetzen. In weniger als einer Zehntelsekunde.

In einem Interview mit der „Australia Financial Review“ gab sich Nadella dementsprechend selbstbewusst:

SIEHT MAN SICH DIE FÄHIGKEITEN IN DER SPRACHERKENNUNG AN, WER IST DA STATE OF THE ART? MICROSOFT. UND BILDERERKENNUNG? WIEDER MICROSOFT, UND DAS NICHT NACH SUBJEKTIVEN, SONDERN OBJEKTIVEN KRITERIEN.

SATYA NADELLA, Microsoft-CEO

Laut Nadella liegt die neue Stärke von Microsoft an einer neuen Firmen-Mentalität: Fehler würden im Unternehmen nicht mehr als Karriere-Killer angesehen. Das ermögliche es den Microsoft-Mitarbeitern, sich mutig in neuen IT-Bereichen auszuprobieren, ohne dass sofort ein Erfolg folgen muss, so Nadella in dem Interview.

Ausserdem hat Microsoft unter Nadella aufgehört, der Konkurrenz hinterherzulaufen. So werde sich das Unternehmen zwar nicht komplett aus dem Smartphone-Markt zurückziehen. Aber in Zukunft werde es darum gehen, nicht das zu kopieren, was die Konkurrenz macht, sondern eigene Stärken einbringen und ausbauen.

WIR WOLLEN NICHT UNS NICHT VON DEM NEID AUF DAS, WAS DIE ANDEREN HABEN, STEUERN LASSEN. DIE FRAGE IST STATTDESSEN: WAS KÖNNEN WIR BIETEN?

SATYA NADELLA

Man kann also gespannt sein. Hauptsache, Microsoft lässt Karl Klammer nicht wiederauferstehen.

Quelle: DIE WELT

4.12.2016

Sommerloch-News – Mitten im Advent

Sommerloch-News – Mitten im Advent

Nur kein Härchen zu viel! Vor allem für jüngere Leute sind Haare am Körper und besonders im Intimbereich «igitt». Mädchen beugen sich so nicht selten dem Gruppendruck und wollen den jungen Männern gefallen, die Haare im Schambereich, auch bei sich selber, hässlich finden. Und es wird alles unternommen, um wirklich glatt und haarlos zu sein.

Vom Rasieren übers Waxen bis zum Einsatz von Enthaarungsmitteln, Lasern und Elektrolyse wird alles gegen den haarigen Feind unternommen, der als unhygienisch und unattraktiv gilt. Nackte Tatsachen sind nicht nur in der Pornoindustrie beliebt, sondern auch bei den Stars und Sternchen: So erregte das Model Chrissie Teigen vor kurzem grosse mediale Aufmerksamkeit, als es sich auf dem roten Teppich untenrum entblösste. Ob Zufall oder Absicht, darüber kann gerätselt werden.

Ist die Totalrasur also nur Geschmackssache? Nein, nicht nur. In letzter Zeit äussern sich immer mehr Ärzte kritisch zur Haarlosigkeit. So fordert die amerikanische Ärztin Emily Gibson, Direktorin des Studenten-Gesundheitszentrums an der Western Washington University: «Unsere Obsession mit haarlosen Genitalien muss aufhören!» Auf Alternet.org schreibt sie: «Schamhaar hat eine Funktion. Es ist ein Schutzkissen gegen Reibung, bietet Schutz vor Erregern – und ist nichts, wofür man sich schämen muss.»

Auch die Zürcher Frauenärztin Ivrea Florio hat das Gefühl, dass der Druck, haarlos zu sein, zunimmt: «Schon lange kann man hier nicht mehr von einem Trend reden, sondern von einem Muss.» Ähnlich wie ihre amerikanische Kollegin sieht sie Gefahren, die mit der Intimrasur verbunden sind und gewisse Vorteile der Schamhaare:

• Schamhaar schützt gegen mechanische Reibung, die diesen empfindlichen Teil des Körpers irritieren kann. Es sorgt auch dafür, dass weniger Bakterien und andere Erreger in die Scheide eindringen. Zudem dämmt es den Wärmeverlust der Haut.

• Je grösser die Kontaktfläche der Haut ist, desto einfacher können sich sexuell übertragbare Krankheiten übertragen, zum Beispiel Herpes. Zudem ist die Haut im Schambereich oft durch das häufige Rasieren, Epilieren und Waxen mechanisch gereizt und irritiert. Dazu kommt dann noch die mechanische Reibung beim Sex: Auf einer so beanspruchten Haut können Bakterien und Pilze leichter anhaften. Wenn die Reizungen dann noch im feuchten und warmen Milieu entstehen, freuen sich Keime, Pickel und Genitalwarzen.

• Durch das Rasieren können kleinste Verletzungen entstehen, die sich zu Haarbalgentzündungen oder kleinen Abszessen entwickeln. • Ausserdem häufen sich Phlegmone, eine sich diffus ausbreitende Infektionskrankheit der Weichteile, an Schamlippen, Hoden und Penissen. • Durch die Verwendung von Lasern kann es auch zu Verbrennungen kommen.

• Die Theorie, dass Schamhaare unhygienisch sind, stimmt nicht. Bei normaler Körperhygiene sind Schamhaare nicht schmutziger als Kopfhaare.

• Schamhaar kann durchaus die sexuelle Attraktivität steigern. Neben dem Schutz vor Keimen hat die Behaarung die Funktion, Pheromone zu verteilen, die die sexuelle Anziehungskraft auf den Sexualpartner fördert.

Wer trotzdem auf haarlos setzt, sollte unbedingt eine konsequente Hautpflege betreiben. «Dies mit rückfettenden und unparfümierten Produkten», sagt Ivrea Florio.

Quelle: Nein, es steht nicht im BLIGG geschrieben sondern im Tagi

4.12.2016

INTIMRASUR? AALGLATT im URWALD

Die Tyrannei des Kindischen – TIPP vom Doktor

Zu diesem typischen Sommerlochthema mitten im Altweibersommer empfehle ich Ihnen folgendes Buch:

«Die kindliche Gesellschaft» von Robert Bly

Ihr Dr. Luzart

Doktor, Donald «The Trump» will mit Johann Snyder telefonieren

Ein Gespräch von Tramp zu Tramp

Ein Gespräch von Tramp zu Tramp

Reif für die Psychoanalyse

Der US-Präsident in spe wünscht sich ein Gespräch mit Johann Schneider-Ammann, «von Unternehmer zu Unternehmer».

Donald Trump will in den kommenden Tagen etwa eine Viertelstunde lang mit Bundespräsident Johann Schneider-Ammann telefonieren. Ein Gespräch «von Unternehmer zu Unternehmer und von Politiker zu Politiker» wünsche sich der designierte US-Präsident, sagte Schneider-Ammann dem Westschweizer Radio RTS.

Er habe vor, sich mit Trump «über eine offene und liberale Schweiz» zu unterhalten. «Wir Schweizer kämpfen für offene Märkte. Wir hoffen, dass er die Philosophie der Welthandelsorganisation WTO teilt», heisst es in dem Interview mit Schneider-Ammann, das heute auf der Webseite von RTS erschien.

Trumps Aussagen sind zu relativieren

Der Bundespräsident hatte Trump am 9. November zu dessen Wahlsieg in den US-Präsidentschaftswahlen gratuliert. Gegenüber der Sonntagspresse hatte Bundesrat Didier Burkhalter am vergangenen Wochenende gesagt, dass die Schweiz seit über einem Jahr Kontakte mit Trump pflege. Er habe die Siegeschancen des New Yorkers immer für intakt gehalten, sagte der Aussenminister im Interview mit der «Schweiz am Sonntag».

«Wir glauben, dass es für die Amerikaner und die Welt nicht gut ist, was in Sachen Wirtschaftsöffnung im Programm von Donald Trumps Team steht. Das sagen wir offen - und auch öffentlich.» Doch es gelte abzuwarten, wie die Realität aussehen werde, so Burkhalter weiter und sprach damit an, dass die teils drastischen Aussagen Trumps relativiert werden könnten. Das Übergangsteam des Republikaners habe stets betont, «man werde die Positionen präzisieren».

So stehts geschrieben in unser aller Tages-Anzeiger

4.12.2016

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Wer unseren Bundesrat Johannes Schneider-Ammann kennt, freut sich schon jetzt auf dieses Telefonat, das alle Voraussetzungen in sich birgt, zum globalen Running Gag zu mutieren. «Hi John Snyder, it's Donnie here. John, you can say you to me.»

Und unser aller Johannes hat sicher ein paar gute Steuerspartricks für Donnie.

Bauernregel zum 4. Dezember – Tag der Barbara

«Geht Barbara im Klee, kommt das Christkind im Schnee.»

Fu Ban und Fu Feng – die Wiener Pandazwillinge sind getauft

Video zum Tag

Am 23. November 2016 wurden den Panda-Zwillingen, die am 7. August 2016 im Tiergarten Schönbrunn geboren wurden, im Rahmen einer chinesisch-österreichischen Feier offiziell ihre Namen verliehen. Den Namen «Fu Feng» (Glückliche Phönix) für das Weibchen hat sich der Tiergarten überlegt. Der Name «Fu Ban» («Glückliche Hälfte», «Glücklicher Gefährte») für das Männchen wurde im Zuge einer Abstimmung auf der Internetseite des Zoos gewählt. «Die Namen sind glücksbringend und es ist ein besonderes Zeichen, dass die Zwillinge genau im 45. Jahr der diplomatischen Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Österreich geboren wurden», sagt der chinesische Botschafter Li Xiaosi.

Die Grossen Pandas sind ein Ausdruck der Freundschaft zwischen China und Österreich. Und auch ein Anziehungspunkt für Touristen, wie Vizekanzler und Tourismusminister Reinhold Mitterlehner in seiner Rede unterstreicht: «Heuer hatten wir bereits rund 800.000 Touristen aus China in Österreich, im nächsten Jahr werden wir dann die 1 Million-Grenze überschreiten.» Die Panda-Zwillinge sorgen für grosses Interesse weltweit und auch die Zahl der Ehrengäste bei der heutigen Feier war gross. Die Zwillinge selbst sind der Feier natürlich fern geblieben. «Auf den Kameraaufnahmen habe ich gerade gesehen, dass sie miteinander spielen», verrät Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Die häufigste Frage aller Pandafans lautet natürlich, wann man die Zwillinge live sehen kann. «Die Jungtiere sind in einer Baumhöhle in der Innenanlage, die nicht einsehbar ist. Sobald die beiden gross genug sind, werden sie in der Anlage unterwegs und zu sehen sein», erklärt Schratter. Ende des Jahres könnte es so weit sein. Die Jungtiere entwickeln sich prächtig. Vorgestern wurden sie wieder abgewogen. «Das Weibchen hat bereits 6,02 kg, das Männchen ist 5,28 kg schwer. Das ist eine beachtliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass sie mit etwa 100 g zur Welt gekommen sind», erklärt Zoologin Eveline Dungl.

Quelle: Tiergarten Schönbrunn Wien

4.12.2016

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

Weihnachsstimmung an der Reuss

Weihnachsstimmung an der Reuss

Mehr Geld für die grossen Luzerner Kulturhäuser

Unser täglich Unterwäschebild für die Randgruppe der Heterosexuellen

LUZART stellt die Heten unter Artenschutz

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Unser täglich Unterwäschebild

Es geht nichts über Eishockey

Dem Morgenlande zu wir beben (aus «Lohengrin»)

Schweizer Butter hilft dem Bauer auf die Mutter

Vom Doktor – frisch auf den Tisch

Das sind die sogenannten Advens-Strapse

Das absolute Dampfhammersolo für die Adventstage

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Das absolute Dampfhammersolo für Burkaträgerinnen

Gesundheit

Wintersport

Wintersport

Zermatt ist das beliebteste Skigebiet

49.000 Ski- und Snowboardfahrer haben entschieden: Zermatt ist das beliebteste Skigebiet der Alpen. Das ist das Ergebnis der Umfrage zum "Best Ski Resort", die alle zwei Jahre in 54 ausgewählten Skigebieten durchgeführt wird.

Bereits 2014 erreichte Zermatt die besten Umfragewerte. Auf Platz zwei landete Livigno in der Lombardei in Norditalien. Auf Rang drei kam Serfaus-Fiss-Ladis in Tirol. Danach folgen Kronplatz, Saas-Fee, Gröden/Val Gardena, Adelboden-Lenk, Alta Badia, Aletsch Arena und Obergurgl-Hochgurgl, teilt das Beratungsunternehmen Mountain Management mit, das Herausgeber der Studie ist.

Grösse des Skigebiets nicht mehr ganz so wichtig

Die Bedeutung der Skigebietgrösse und des Pistenangebots sind im Vergleich zur vorherigen Befragung leicht gesunken - gleichwohl ist es weiter das wichtigste Kriterium für Wintersportler. Gröden/Val Gardena liegt hier auf Platz eins. Der Faktor Schneesicherheit ist Wintersportlern wichtiger geworden: Saas-Fee punktet hier am meisten. Ischgl liegt in Sachen Après-Ski ganz vorne.

Die jetzt veröffentlichte Untersuchung wurde von der Universität Innsbruck und Mountain Management in der Skisaison 2015/16 durchgeführt. Die Skigebiete konnten in 20 Kategorien in Bezug auf Relevanz und Zufriedenheit bewertet werden. Aus den Werten wurde für jedes Skigebiet ein Zufriedenheits-Index erstellt.

Weitere Informationen:

Mehr Ergebnisse der Studie finden sich auf http://best-skiresorts.com/

Quelle: t-online

12.11.2016

Die besten zehn Skigebiete der Gesamtbewertung

Rang

Skigebiet

Land

1.

Zermatt

Schweiz

2.

Livigno

Italien

3.

Serfauss-Fiss-Ladis

Österreich

4.

Kronplatz

Italien

5.

Saas-Fee

Schweiz

6.

Gröden/Val Gardena

Italien

7.

Adelboden-Lenk

Schweiz

8.

Alta Badia

Italien

9.

Aletsch Arena

Schweiz

10.

Obergurgl-Hochgurgl

Österreich

Lauchernalp: Hier finden sie Schnee & Unterkunft

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Der Winter kam schneller als erwartet: Dank Schneefall und der kräftigen Unterstützung von Schneekanonen sind einige Gebiete schon früher offen.

Der November macht schneehungrigen Wintersportlern Freude: In den Bergen schneit es, in höheren Lagen liegt bereits eine Schneedecke. Zusammen mit den Beschneiungsanlagen schaffen es einige Skigebiete, bereits am kommenden Wochenende zu öffnen.

Und wer die Ski schon aus dem Keller geholt hat, sollte am Samstag auf die Piste. Pünktlich aufs Wochenende beruhigt sich das Wetter und in den Bergen zeigt sich laut Roger Perret von Meteonews die Sonne.

Bis zu 50 Zentimeter Schnee

Am Donnerstag und Freitag fällt in den Bergen laut Meteorologe Roger Perret noch ziemlich viel Schnee. «Zwischen 20 und 50 Zentimetern Schnee sollte es in den Voralpen geben.» Die Schneefallgrenze sinkt am Freitag bis auf 600 Meter.

Warm anziehen müssen sich die Wintersportler trotzdem: Die Null-Grad-Grenze liegt auf 1200 Metern, am Sonntag steigt sie leicht auf 1800 Meter. Und gute Nachrichten für die Skigebiete: In der neuen Woche gibt es zwar ein Hoch mit viel Sonne, aber: «Dem Schnee in den Bergen dürfte dies nichts anhaben.»

Diverse Saisoneröffnungen

In Saas-Fee und Zermatt kann das ganze Jahr auf dem Gletscher gefahren werden. In Zermatt sollen kommendes Wochenende aber bereits 38 Kilometer für Wintersportler bereit sein. Derzeit seien 21 Kilometer offen, sagt Valérie Perren von den Zermatt-Bergbahnen.

Doch die Vorbereitungen laufen «auf Hochtouren», wie Perren sagt. 600 Beschneiungsanlagen seien im Einsatz. Am 26. November sollen alle drei Skigebiete mit allen Pisten offen sein. Und dem Zufall will man diesen Termin nicht überlassen. Eben erst ist das Skigebiet als das beste von Europa ausgezeichnet worden.

Bolgen Plaza mit Auswirkungen?

In Davos hat man sich wegen der Wetteraussichten des kommenden Wochenendes gegen eine Eröffnung entschieden, wie der CFO der Bergbahnen Davos, Yves Bugmann, sagt: «Wir konzentrieren uns am kommenden Wochenende auf die Beschneiung von mehreren Pisten und werden dafür dann ab dem 18. November mit bereits mehreren Anlagen und Pisten auf Parsenn durchgehend eröffnen.»

Vor wenigen Wochen machte der Bundesgerichtsentscheid zum bekannten Aprés-Ski-Tempel Bolgen Plaza Schlagzeilen. Da das Restaurant in einer Landwirtschaftszone steht, muss es neu um 19 Uhr am Abend schliessen. Kommen deswegen weniger jüngere Wintersportler nach Davos? Bugmann sagt: «Das ist sehr schwierig zu sagen. Wir werden sicherlich einige Gäste verlieren, vor allem im Bereich Nachtessen.»

In den oberen Lagen geöffnet

Frühstarter sind in diesem Jahr zum Beispiel auch Arosa, die Flumserberge und Laax. Alle starten am Wochenende mit reduziertem Angebot. «Im Moment haben wir 30 Zentimeter Schnee am Crap Sogn Gion», sagt Nadine Schöb von der Weissen Arena Gruppe in Laax.

Zurzeit seien rund die Hälfte aller Beschneiungsanlagen im Skigebiet im Einsatz. Im unteren Bereich werde zurzeit nicht beschneit, da die Bedingungen dafür nicht ideal seien. In den Flumserbergen sind zwei Anlagen geöffnet, in Arosa ist es das Gebiet Hörnli, das am Wochenende diverse Pisten bereithält.

Quelle: 20Minüten

11.11.2016

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