Mama, s'LUZART komposchtiert

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36 Grad und es wird noch heisser

Tuesday, 23.. August 2016

Toni Brunner, Schweizer Politiker (SVP), SVP-Parteipräsident (2008 - 2016), Nationalrat und Landwirt, feiert heute seinen 42. Geburtstag.

Unser heutiges Geburtstagskind

Toni Brunner ist das jüngste von fünf Kindern einer Bauernfamilie. Sein Vater gehörte der Freisinnig-Demokratischen Partei an. Brunner ist Landwirt in Ebnat-Kappel. Von November 2005 bis Januar 2010 war er zusammen mit Peter Weigelt Gesellschafter der heutigen ipmedia services GmbH, Betreiberin des Internetradios buureradio.ch (Bauernradio), das seit dem 28. Dezember 2005 ein auf Landwirte zugeschnittenes Programm sendet.

Toni Brunner war 1992 Gründungsmitglied der SVP des Kantons St. Gallen. Von 1993 bis 1998 war er Präsident der SVP Obertoggenburg. Er wurde bei den Schweizer Parlamentswahlen 1995 im Alter von 21 Jahren in den Nationalrat gewählt und bei den Wahlen 1999, 2003, 2007, 2011 und 2015 wiedergewählt. Von 1998 bis 2008 präsidierte er die SVP des Kantons St. Gallen und von 2000 bis 2008 war er Vizepräsident der SVP Schweiz. Am 1. März 2008 wurde Brunner als Nachfolger des abtretenden Ueli Maurer zum neuen Parteipräsidenten der SVP Schweiz gewählt. Im Januar 2016 gab er seinen Rücktritt von diesem Amt zum 23. April 2016 bekannt.

Seine Kandidatur für den Ständerat im Jahr 2007 scheiterte: Mit 68'667 Stimmen erreichte er im zweiten Wahldurchgang – hinter den Bisherigen, Erika Forster (FDP) und Eugen David (CVP), – abgeschlagen den dritten Platz, nachdem er im ersten Wahlgang noch vor ihnen gelegen hatte. Im August 2011 schickte die SVP Brunner erneut ins Rennen um einen Sitz im Ständerat. Im zweiten Wahlgang am 27. November 2011 erreichte er mit 53'308 Stimmen hinter SP-Nationalrat Paul Rechsteiner (54'616 Stimmen) jedoch nur den zweiten Platz.

Brunner ist Mitglied in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie sowie in der Delegation für die Beziehungen zum Landtag des Fürstentums Liechtenstein.

Mehr über Toni Brunner erfahren Sie hier ...

23.8.2016

Video zum Geburtstag: Toni Brunner bei Roger Schawinski

Tuesday News

Tuesday News

Immer mehr Bürger in den USA wollen dem Konzern den Wasserhahn zudrehen. In Oregon treibt ein Projekt für eine kommerzielle Abfüllanlage deshalb einen tiefen Keil in die Bevölkerung.

Wasser ist für Nestlé in den USA ist ein grosses Geschäft. Der Schweizer Konzern hat sich vor Coca-Cola und Pepsi als klarer Marktführer für Trinkwasser etabliert und will diese Position ausbauen. Doch Nestlé ist nicht überall willkommen. In einer der niederschlagreichsten Regionen des Landes, am Columbia River in Oregon, haben die Bürger nun einen demokratischen Präzedenzfall geschaffen. Sie sagten Nein zur Nutzung einer Frischwasserquelle. Damit wird Nestlé gezwungen, abgefülltes Wasser in Flaschen per Lastwagen aus dem von der Trockenheit bedrohten Kalifornien anzuliefern.

Das Verbot geht weiter als alle bisherigen Oppositionsbewegungen und Entscheide in den USA gegen den Konzern. In einer Urabstimmung im Mai lehnte eine klare Mehrheit von 58 Prozent der Bürger im Hood River County eine Abfüllanlage in Cascade Locks ab und überstimmte damit die Bewohner der direkt betroffenen Kleinstadt. Obwohl widersprüchlich und in seinen praktischen Auswirkungen verwirrend, ist der Entscheid demokratisch zustande gekommen. Zwar könnte er vor Gericht angefochten werden, doch das Risiko einer weiteren und vernichtenden Niederlage ist gross.

Der Schweizer Konzern hält sich deshalb mit weiteren Schritten zurück. «Wir sind enttäuscht. Aber wir akzeptieren den demokratischen Entscheid voll und ganz», sagt Dave Palais, Regionalchef von Nestlé Waters North America. Ganz ans Aufgeben denkt er aber nicht. Er hält trotz dem Nein ein kleines Informationslokal in Cascade Locks einmal im Monat für eine Woche offen. «Wir wollen gute Nachbarn sein und bleiben. Wasser kann eine emotionale Sache sein, deshalb pflegen wir den offenen Dialog mit den Bürgern.» Nestlé glaubt, dass der Abstimmungszettel verwirrend war und deshalb viele Bürger im falschen Glauben, sie stimmten für das Projekt, ein Ja zur Referendumsfrage einlegten.

Schlechtes Image

Allerdings kämpft der Schweizer Multi mit tiefer sitzenden Vorurteilen und der Grundsatzfrage nach dem Stellenwert von Wasser als öffentlichem Gut. «Nestlé ist eine ungeheuerliche Firma», meint Julia DeGraw von der Umweltschutzschutzorganisation Food and Water Watch, deren Anfänge auf den Konsumentenschützer Ralph Nader zurückgehen. Sie vergleicht den Konzern mit einem Jäger. «Nestlé hat es in den USA auf verarmte, wirtschaftlich schwache Orte wie Cascade Locks abgesehen. Diesen werden Arbeitsstellen und Steuereinnahmen versprochen, um an ihr kostbares Trinkwasser heranzukommen. In Tat und Wahrheit aber ist Nestlé eine Bedrohung für unsere Wasservorkommen.» Food and Water Watch bekämpft deshalb ähnliche Wasserprojekte im ganzen Land mit dem Ziel, Wasser als öffentliches Gut zu behandeln und es kommerzieller Nutzung durch Multis wie Nestlé zu entziehen.

«Nestlé hat es auf verarmte Orte abgesehen und verspricht ihnen Arbeitsstellen und Steuereinnahmen.»

Julia DeGraw, Food and Water Watch

In Cascade Locks könnte der Konzern das Wasser zum gleich tiefen Preis wie die Bürger kaufen, also fast kostenlos, und mit einem «immensen Gewinn» verkaufen, bestätigt Stadtverwalter Gordon Zimmerman. Doch räumt er ein, vom Abstimmungsergebnis nicht überrascht worden zu sein. «Viele Leute sehen Nestlé in einem schlechten Licht. Mit den neuen Formen von Social Media ist es den Gegnern gelungen, sogar wieder den Boykott gegen das Milchpulver von 1977 zum Thema zu machen und damit gegen Nestlé Stimmung zu machen.»

Mit offenen Armen empfangen

Julia DeGraw bestätigt, dass die Kampagne gegen eine ausländischen Konzern leichter zu führen ist als gegen ein US-Unternehmen. «Nestlé spaltet die Bürger mehr, als Pepsi und Coca-Cola dies tun». Der Schweizer Konzern sei einer der «ausfälligsten Unternehmen der Welt». Dem widerspricht Nestlé heftig. «Wir nehmen das Anliegen der nachhaltigen Wassernutzung sehr ernst», sagt Konzernsprecher Chris Rieck. «Wir haben eine jahrzehntelange Erfahrung im Wassergeschäft und immer Hand zu konstruktiven Lösungen geboten.»

2008 wurde Nestlé denn auch noch mit offenen Armen empfangen. Die Stadtbehörden sahen das Projekt als einmalige Chance, Arbeitsstellen zu schaffen und die Steuereinnahmen zu erhöhen. «Wir sind nicht reich», sagt Gordon Zimmerman. «Wir haben dreimal mehr Arbeitslose als das übrige Oregon. Wir brauchen einen guten, verlässlichen Arbeitgeber wie Nestlé.» Er legte eine Dokumentation mit vielen Statistiken und Prognosen auf 50 Jahre hinaus vor. Das Projekt sieht vor, 118 Millionen Gallonen an Quellwasser anzuzapfen, das derzeit für eine Fischzuchtanstalt genutzt wird, bevor es in den Columbia River fliesst. Dies entspricht rund zehn Prozent des städtischen Wasserhaushalts oder der Wassermenge, die der Fluss in einer Minute mit sich führt. Also vernachlässigbar wenig. Die Abfüllanlage soll 50 Stellen schaffen, und dies zu Jahresgehältern von etwa 40 000 Dollar – ein Einkommen, das knapp ausreicht für eine Familie. Dieser Vergleich von Wassermengen, Arbeitsstellen und Löhnen ist aufschlussreich, findet Zimmerman. Google betreibt weiter flussaufwärts eines der grössten Datenzentren in den USA und beschäftigt 200 Angestellte. Für die Kühlung der Datenserver aber entnimmt Google dem Fluss 1,5 Milliarden Gallonen Wasser; fast dreizehnmal mehr als Nestlé.

Wasser für Kalifornien

Solche Details spielen für die Gegner keine gewichtige Rolle. Für sie geht es nicht um die Menge des Wassers, sondern um eine Grundsatzfrage. «Wasser darf kein Privateigentum sein. Wasser ist ein öffentliches Gut», erläutert Aurora del Val, eine Wortführerin der lokalen Opposition. «Dies hier ist ein Präzedenzfall auch für unsere Demokratie.» Das Projekt habe den Bürgern klargemacht, dass sie sich gegen starke Wirtschaftsinteressen wehren können. «Es war sehr ermutigend zu sehen, wie viele Leute aktiv geworden sind, die zuvor immer geschwiegen haben.» Dabei verweist sie auf ein Argument, das im Wahlkampf stark gezogen habe. Die Opponenten vermuten, dass Nestlé die reichen Wasserserven der Region auf lange Frist sichern will, um sich gegen die drohende Wasserknappheit in Kalifornien zu wappnen. Zurzeit transportiert der Konzern noch Wasser aus einer Abfüllanlage in Sacramento über 1000 Kilometer in die Region. In Zukunft aber, so der Verdacht, wird es umgekehrt sein. Oregon liefert Wasser ins trockene Kalifornien; ein Verdacht, den ein Unternehmenssprecher als «spekulativ» zurückweist.

Wie es weitergeht, ist ungewiss. Sicher ist aber, dass Nestlé mit wachsenden Widerständen in den USA konfrontiert ist. Anfang Juni zog der Konzern in Pennsylvania ein Projekt für eine Abfüllanlage angesichts des Widerstands der Bevölkerung zurück. Im März leitete der US Forest Service eine Überprüfung der Anlage in San Bernardino in Südkalifornien ein, nachdem Aktivisten protestiert hatten. Auch in Montana, Maine und Michigan sind Wassernutzungsvorhaben bedroht.

Stadt will im Gespräch bleiben

Noch ist Nestlé nicht geschlagen. Noch kann die Abstimmung vor Gericht angefochten werden, und noch verhandeln die Stadtbehörden um einen Wasseraustausch mit dem Staat Oregon, ohne den das Vorhaben nicht bewilligt werden könnte. Doch schliesslich wiegt die politische Frage schwer. Nestlé hat die Bevölkerung gespalten, hat die Bürger der Kleinstadt gegen die Bürger des umliegenden Bezirks aufgebracht. Dies hat einen historischen Konflikt geschaffen: Haben die Bürger des Hood River County mehr zu sagen als die Bürger von Cascade Locks, die direkt betroffen sind und von den Arbeitsstellen und Steuereinnahmen profitieren würden? Die Meinungen gehen weit auseinander. «Viele andere Orte im ganze Land beobachten uns», sagt Aurora del Val. «Wir werden nicht nachgeben. Hier setzen wir den Markstein, wie Wasser in den USA genutzt werden kann.»

Hart bleiben, lautet dagegen auch die Devise der Stadt. «Das Abstimmungsresultat ist nicht rechtens», erklärt Gemeindeverwalter Gordon Zimmerman. Er blickt aus dem Fenster und zeigt auf den Columbia River, den mächtigsten Strom im amerikanischen Westen. «Die Gegner sind kurzsichtig. Wir haben mehr als genug Wasser. Unser Wasser wird immer mehr gesucht sein. Deshalb bleiben wir mit Nestlé im Gespräch.»

Quelle: Tages-Anzeiger

23.8.2016

Breaking News

Breaking News

Donald Trump umgarnt Afroamerikaner, sein Team deutete eine Kehrtwende bei der Einwanderungspolitik an - es sah nach einem echten Strategiewechsel aus. Doch mit seinem jüngsten Auftritt zeigt der Kandidat: Er ist noch ganz der alte.

Es waren turbulente Wochen für Donald Trump: Der Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner hatte viel Kritik einstecken müssen, seine Umfragewerte sackten ab, als Konsequenz krempelte er sein Team um. Und seine neue Wahlkampfmanagerin Kellyanne Conway sorgte rasch für Schlagzeilen.

Dem Sender CNN sagte Conway, Trump plane einen "fairen und menschlichen" Ansatz im Umgang mit den Millionen von Menschen ohne Bleiberecht in den USA. Auf die Frage, ob Trump an seinem Vorschlag für eine Art Deportationspolizei festhalte, sagte sie, dies werde noch geprüft.

Nun hat sich Trump selbst zum Thema geäussert: Bei ihm hiess es nicht "fair und menschlich", stattdessen kündigte er in einem TV-Interview an, gegenüber den elf Millionen illegalen Einwanderern in den USA "fair, aber hart" zu sein. "Es muss sehr hart sein." Es werde bei diesem "strittigen Thema" kein Hin und Her seinerseits geben.

"Falls und wenn ich gewinne, werden wir als allererstes die Bösen loswerden", sagte er dem Sender Fox News. "Wir haben Gangmitglieder, wir haben Mörder, wir haben jede Menge Leute, die das Land verlassen sollten. Und wir werden dafür sorgen, dass sie das Land verlassen."

Schon in der Vergangenheit hatte Trump Mexikaner pauschal als Kriminelle und Vergewaltiger beleidigt. Er wiederholte am Montag seine Ankündigung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu lassen. "Die wird so schnell in die Höhe schiessen, dass euch ganz schwindlig wird."

"Was zur Hölle habt ihr zu verlieren?"

Dabei hatte es zuletzt nach einem Strategiewechsel ausgesehen: Einflussreiche Hispanics aus Wirtschaft und Religion hatten von privaten Treffen mit Trump berichtet, in denen er angedeutet haben soll, seine rigide Einwanderungspolitik abzuschwächen.

Bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Ohio zeigten sich Trumps Anhänger laut einem Medienbericht verwirrt über die widersprüchlichen Berichte. Sollte Trump seine Position gegenüber illegalen Einwanderern tatsächlich ändern, "wäre das eine riesige Enttäuschung", zitierte die Nachrichtenagentur AP eine Besucherin der Veranstaltung, die 52-jährige Robin Luich. "Das ist nicht, wofür er stehen sollte."

Im Kampf gegen die schlechten Umfragewerte konzentrierte sich Trump in den vergangenen Tagen verstärkt um Minderheiten in den USA. Mit einer Charmeoffensive buhlte er am vergangenen Wochenende um afroamerikanische Wähler. Und auch am Montag sagte er an Schwarze und Hispanics gewandt, er werde Amerika für sie sicherer machen. "Was zur Hölle habt ihr zu verlieren? Gebt mir eine Chance."

Neuer Ärger für Clinton

Trump kritisierte in Ohio die Einwanderungspolitik seiner demokratischen Rivalin Hillary Clinton. Ihre Pläne würden zu "offenen Grenzen" führen.

Clinton liegt in den Umfragen derzeit vorne. Ihr droht aber in der Affäre um die Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos neuer Ärger. Das FBI ist auf 14.900 weitere Nachrichten gestossen und hat sie an das Aussenministerium zur Überprüfung übergeben. Bei den meisten dürfte es sich um Nachrichten handeln, die Clinton in ihrer Zeit als US-Aussenministerin verschickte oder empfing.

Einige davon stammen offenbar von der engen Clinton-Vertrauten Huma Abedin und sollen den Verdacht nahelegen, dass Spender für die Clinton-Stiftung von Hillarys Ehemann Bill leichter Zugang zur Aussenministerin bekommen hatten. Die Auswertung der E-Mails soll bis Ende September abgeschlossen sein - und könnten damit vor der Wahl am 8. November öffentlich werden. Trump forderte in einer Mitteilung nun erneut, die Stiftung müsse geschlossen werden.

Quelle: DER SPIEGEL

23.8.2016

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Statt bei den Grenzkontrollen Klarheit zu schaffen, lässt sich Ueli Maurer von seiner Partei feiern.

Europaweit haben Staaten Grenzkontrollen eingeführt, um Flüchtlinge bei ihrer Reise in den Norden aufzuhalten. Deutschland kontrolliert die Grenze zu Österreich, Österreich jene zu Ungarn, Frankreich jene zu Italien. Vor diesen Innengrenzen des Schengen-Raums wie auch vor den Aussengrenzen bilden sich oft Flüchtlingslager: Calais, Indomeni, Horgos, Ventimiglia. Auch die Schweiz hat ihre Südgrenze für durchreisende Flüchtlinge geschlossen, dies anders als andere Länder aber nicht angekündigt. Erst das Flüchtlingslager von Como machte das neue Grenz­regime publik.

Wer mehr über die Kontrollen an der Grenze vom Tessin zu Italien wissen will, muss sich aus bruchstückhaften Aussagen von Betroffenen, Politikern und Behörden selber ein Bild zusammenbasteln. Das Grenzwachtkorps hat bestätigt, Beamte aus anderen Regionen ins Tessin verschoben zu haben, schweigt sich aber über das Ausmass der Kontrollen aus. Weder der verantwortliche Bundesrat Ueli Maurer noch Grenzwachtchef Jürg Noth stehen hin und erklären ihre Pläne.

Statt der Behörden sprechen deshalb Insider, statt Maurer die Parteipräsidenten, und statt an einer Medienkonferenz tritt Maurer an einer Delegiertenversammlung seiner Partei auf. Dabei hätte er einiges zu erklären. Steht der Gesamt­bundesrat hinter dem neuen Grenzregime? Können nur «berechtigte» oder alle Asylgesuche gestellt werden? Maurers Kommunikationspolitik dient zwar der SVP, die ihn am Samstag in Wettingen als Verfolger einer harten Linie feierte. Das Vertrauen der Bevölkerung in die Behörden stärkt sie aber nicht – und für die in der Kritik stehenden Grenzwächter ist sie eine Zumutung. Geradezu kurios wird sie zudem, wenn Maurer wie an der Delegiertenversammlung davon spricht, Deutschland setze an der Grenze zur Schweiz «rund 90 zusätzliche Grenzwächter und 40 Bundespolizisten» ein. Und Deutschland nur von den 40 Letzteren weiss.

Asylverschärfung: Maurer schweigt, Sommaruga schweigt

Das Grenzwachtkorps kontrolliert die Grenze zu Italien strenger. Politiker profilieren sich, die Verantwortlichen sagen nichts.

In den vergangenen Wochen hat das Grenzwachtkorps seine Kontrollen an der Grenze zu Italien verschärft. Vor allem die von Como nach Chiasso die Grenze überquerenden Züge werden häufiger kontrolliert. In der gleichen Zeit stieg die Zahl der Flüchtlinge, die in Como und im eine Stunde entfernten Mailand auf die Weiterreise warten, stark an. Die Rede ist von rund 500 Personen in Como und rund 3000 im Raum Mailand. Gleichzeitig berichten Flüchtlinge, Vertreter von Hilfswerken und Politiker von einer verschärften Praxis des Grenzwachtkorps. So würden Asylsuchende nach Italien zurückgeschickt, obwohl sie Asyl verlangten und deshalb nach den geltenden Vorschriften dem Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration (SEM) übergeben werden müssten.

Verlässliche Angaben zum Vorgehen des Grenzwachtkorps im Tessin sind nur schwer zu erhalten. Die Eidgenössische Zollverwaltung, dem das Grenzwachtkorps angegliedert ist, lehnt seit Wochen jede Anfrage für ein Interview mit Kommandant Jürg Noth ab - mit der Begründung, zu viele Anfragen zu erhalten. Der politisch Verantwortliche, SVP-Bundesrat Ueli Maurer, und sein Finanzdepartement verweisen an die Zollverwaltung. Das Staatssekretariat für Migration (SEM) und Justizministerin Simonetta Sommaruga (SP) schweigen.

Dafür sprechen jene, die sich in Asylfragen gerne profilieren. Der Tessiner Justiz- und Polizeidirektor Norman Gobbi (Lega dei Ticinesi) sagte der «SonntagsZeitung», nur noch «glaubwürdige Gesuchsteller» würden ins Land gelassen. «Wenn ein Flüchtling mehrfach von den Schweizer Grenzwächtern aufgehalten wurde, er aber nach Deutschland reisen will, wird er vom Grenzwachtkorps auch dann nach Italien zurückgeschickt, wenn er plötzlich vorgibt, Asyl zu wollen.»

Auf Nachfrage hin stellte Gobbi am Dienstag in Abrede, dass das Grenzwachtkorps Flüchtlingen den Zugang zum Asylverfahren versperre (siehe Interview). Wer «klar und deutlich» Asyl verlange, werde vom Grenzwachtkorps ans Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration (SEM) übergeben. Stelle sich hingegen heraus, dass der Betroffene in Wahrheit weiterreisen wolle, werde er zurückgeschafft.

Informationen nur aus zweiter Hand

Glaubt man SVP-Präsident Albert Rösti, hat das Grenzwachtkorps unter Ueli Maurer sehr wohl eine Praxisänderung vorgenommen. Früher, so Rösti zur «Schweiz am Sonntag», hätte «die kleinste Andeutung» genügt, um ein Asylgesuch stellen zu können. Heute hingegen müsse ein Migrant «klar deklarieren», dass er Asyl wolle. Keine klare Deklaration sieht das Grenzwachtkorps offenbar in den von Helfern verfassten Botschaften, die manche Flüchtlinge mit sich tragen, um ihren Asylwunsch mitzuteilen. «Ein Asylgesuch darf nicht von Dritten, sondern muss direkt von der Betroffenen Person gestellt werden», sagt Gobbi.

Die Zollverwaltung bestreitet, eine Praxisänderung vorgenommen zu haben. Sie schreibt auf Anfrage, alle Personen, die Asyl oder Schutz im Sinne des Asylgesetzes suchten, würden dem zuständigen Empfangs- und Verfahrenszentrum übergeben. Zu den Kontrollen und deren Folgen äussert sie sich aus «einsatztaktischen Gründen» nicht. Somit bleibt es dabei, dass Informationen über das verschärfte Vorgehen der Grenzwache nur aus zweiter Hand zu haben sind – während die Verantwortlichen schweigen.

Quelle: Tages-Anzeiger

23.8.2016

So verstecken sich Flüchtlinge bei der Einreise

Innert 4 Stunden wollen 26 Migranten in die Schweiz

Eritreer kommt im Handgepäck

Bad News

Bad News

Edelweiss-Artikel sind bei Schweizern hoch im Kurs. Vor allem die Hemden. Das brachte Trittbrettfahrer auf den Plan. Zum Eidgenössischen Schwingfest machen sie Kasse mit ausländischen Edelweiss-Hemden.

Nie lässt sich mit dem Edelweiss derart Kasse machen wie vor dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest. Tausende Schwingfans werden am 27. August ein Edelweisshemd tragen. Gut möglich, dass es in Südamerika oder Fernost genäht wurde.

Der Swissness-Boom lockt Edelweiss-Trittbrettfahrer an. Während ein hochwertiges Hemd mit der weissen Alpenblume bei einem Schweizer Hersteller zwischen 80 und 90 Franken kostet, bezahlt man etwa bei Aldi nur 34.90 Franken. Wo es hergestellt wird, will der Discounter nicht sagen. Hoch im Kurs sind Edelweiss-Motive auch bei der Landi, einer Tochter der Bauerngenossenschaft Fenaco. Im Ladenregal ziert das Edelweiss Badelatschen, Schuhe, Bauchtaschen oder Sonnenschirme – alles Billigware made in Asien.

Der Verkaufsschlager ist aber auch hier das Hemd: Die Landi lässt es in Kolumbien produzieren. Und verkauft es hier für 22.90 Franken. Seit der Aufnahme ins Sortiment 2012 haben sich die Hemdenverkäufe verdreifacht. Allein 2015 waren es 40'000 Exemplare.

«Wenn die Schweiz näher zusammenrücken muss, ist das Edelweiss ein starkes Zeichen. Die Edelweisshemden haben deshalb in den letzten zwei Jahren einen grossen Aufschwung bekommen», erklärt PR-Experte Fidel Stöhlker (46) den Trend.

Davon profitiert zum Beispiel auch Märithüsli aus Meiringen BE, Schweizer Hersteller von Edelweisshemden. Zwar verkauft der Betrieb nur halb so viele Hemden wie die Landi. Angst vor dem Asien-Ramsch zum Eidgenössischen hat Inhaber Alfred Jenni (63) aber nicht. «Ich nehme es keinem Bauern übel, der sich ein Hemd für 20 Franken kauft», sagt er. «Die meisten kommen schnell wieder zu uns zurück. Unsere Hemden sind zwar teurer, dafür halten sie länger.»

Kein Verständnis haben die Jennis dafür, dass ausgerechnet die Landi Billighemden aus Kolumbien verkauft. «Das ist schon schräg. Die Landi gehört ja den Bauern. Wir können nicht für ­20 Franken produzieren, sonst wären wir sofort weg vom Fenster», sagt Geschäftsführerin Therese Jenni (60) zu BLICK.

Die Landi begründet die ausländischen Hemden im Regal mit dem Preis: «Produkte wie Edelweisshemden oder Blusen könnten grundsätzlich in der Schweiz genäht werden. Dies ist natürlich eine Kapazitäts- und Preisfrage», sagt Sprecherin Sonja Schild.

Während die Landi noch mit dem Edelweiss wirbt, reitet Aldi schon die Oktoberfestwelle: Dirndl und Lederhosen zu Schnäppchenpreisen. Wo die wohl produziert werden?

Quelle: Bligg

23.8.2016

Ni Hao News

Ni-Hao News

Der Smartphone-Markt in den USA ist besonders hart umkämpft. Beherrscht wird er momentan von Apple und Marktführer Samsung. Jetzt will ein Senkrechtstarter aus China die Platzhirsche herausfordern.

Der chinesische Smartphone-Anbieter Xiaomi will demnächst in den hart umkämpften US-Markt vorstossen. Das werde „in nächster Zukunft“ passieren, sagte der für internationale Expansion zuständige Manager Hugo Barra am Montag im Fernsehsender Bloomberg TV. Einen konkreten Termin nannte er nicht.

Xiaomi habe sich vor einem US-Start auf das Geschäft in China sowie in Ländern wie Indien und Indonesien fokussieren wollen. In den USA sind Apple mit seinem iPhone sowie der weltweite Smartphone-Marktführer Samsung besonders stark.

Xiaomi, gegründet 2010, wurde in China zum Senkrechtstarter mit dem Geschäftsmodell, technisch hochgerüstete Smartphones günstig über das Internet zu verkaufen. Zuletzt wurde die Firma aber im Heimatmarkt von Konkurrenten wie Vivo und Oppo überholt. In den USA wolle Xiaomi ebenfalls auf den Vertrieb mit Hilfe sozialer Medien setzen, sagte der frühere Google-Manager Barra. Die Firma plane nicht, mehr Geld bei Investoren für künftiges Wachstum zu heben, fügte er hinzu.

Quelle: Handelsblatt

23.8.2016

Nature News

Nature News

Beim Eiger drohen 20'000 Kubikmeter Eis abzubrechen. Die Jungfraubahn lässt den Hängegletscher nun Tag und Nacht überwachen und hat einen Notfallplan.

Der namenlose Hängegletscher an der Eigerwestflanke rutscht pro Tag ungefähr 15 Zentimeter. Grund ist eine Spaltenbildung, die letzten Herbst eine 200 Meter breite Eislamelle abtrennte. Eine Masse von rund 80'000 Kubikmeter Eis ist labil – nun drohen 20'000 davon in den nächsten Tagen abzubrechen, schreibt die «Berner Zeitung». Besonders prekär: Unterhalb des Hängegletschers liegt die Zwischenstation Eigergletscher der Jungfraubahn, welche die Touristen aufs Jungfraujoch bringt.

Der Bereich oberhalb der Bahnstation sowie der Zu- und Abstieg vom Rotstock über die Südflanke wurde am Sonntagmorgen aus Sicherheitsgründen gesperrt. Tatsächlich sind bereits Stücke des Hängegletschers abgebrochen: Im April stürzten 2000 Kubikmeter Eis neben dem Rotstock vorbei in den Bereich hinter der Bahnstation. Wegen des vielen mitgerissenen Schnees gab es dabei eine Staubwolke, die bis zum Schilthorn hinüber zu sehen war. Zu Schaden kamen aber weder Lebewesen noch Infrastruktur.

«Intensive, kontinuierliche Überwachung ist unerlässlich»

Bei zukünftigen Gletscherabbrüchen könnte sich dies aber ändern: Ein Gutachten vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos zeigt die möglichen Auswirkungen einer Eislawine auf. «Mit den darin definierten Szenarien wurde uns sofort klar, dass eine intensive, kon­tinuierliche Überwachung unerlässlich ist», sagt Daniel Tobler, Geologe und Geschäftsleiter der Geotest AG gegenüber der «Berner Zeitung». Deren Spin-off Geopraevent installierte im Auftrag der Jungfraubahnen ein Frühwarn- und Alarmsystem.

Das System besteht aus zwei Radargeräten, Webcams und einem interferometischen Radar, der das Rutschverhalten genaustens messen kann. Damit wird der Hängegletscher rund um die Uhr überwacht – und im Notfall ein Alarm ausgelöst. «Im allerschlimmsten Fall müssten wir den Aussenbereich des Bahnhofs Eigergletscher vorübergehend räumen lassen und die Züge stoppen», sagt der Leiter Fachbereich Infrastruktur der Jungfraubahnen, Jürg Lauper, zur Tageszeitung. Die grösste Gefahr sei aber nicht die Eislawine, sondern die dabei entstehende Druckwelle. Diese reicht deutlich weiter als die Lawine selbst und kann Zerstörungen verursachen.

«Gletscherabbrüche sind schwer vorauszusagen»

«Gletscherabbrüche können sehr gefährlich sein, da sie kaum vorauszusagen sind», sagt Matthias Huss, Glaziologe an der Universität Freiburg, auf Anfrage von 20 Minuten. Im Winter seien solche Abbrüche sogar noch gefährlicher, da sie zusätzlich noch Schnee mitreissen könnten. «Die moderne Überwachung am Eigergletscher hilft aber, dass das Risiko stark minimiert wird», so Huss weiter.

Bei den 20'000 absturzgefährdeten Kubikmetern beim Eiger handle es sich wohl um ein Abbruchstück mittlerer Grösse – «aber die Vergleichbarkeit ist schwierig, da es immer sehr auf die Situation ankommt – das heisst, wie lang die Sturzbahn und damit die Energie der Eislawine ist», sagt Huss. Ausserdem lägen die Einzelereignisse oft Jahre auseinander. Im Ernstfall bestehe eine Gefahr für die Wanderwege und den Klettersteig beim Rotstock und Umgebung. «Die Station Eigergletscher, sowie die Jungfraubahn dürfte bei dieser Masse nur am Rande tangiert werden.»

Quelle: 20Minüten

23.8.2016

Good News

Good News

Care-Migrantinnen aus Osteuropa arbeiten 24 Stunden pro Tag in Schweizer Haushalten – oft für einen Hungerlohn. Jetzt wehren sie sich.

Arbeitsort: Schweiz. Lohn: Umgerechnet rund 1500 Franken pro Monat, bei «sehr guten Deutschkenntnissen». Aufgabe: Betreuung einer 43-jährigen Frau mit multipler Sklerose, die im Rollstuhl sitzt und an Blasenschwäche leidet. «Die Patientin braucht Hilfe beim Baden, Anziehen und bei der Hausarbeit. Das heisst Putzen, Bügeln, Kochen.» Diese Angaben stammen aus einem Stelleninserat auf einem polnischen Job-Portal.

Immer mehr Migrantinnen, vor allem aus Osteuropa, folgen solchen Angeboten. Sie ziehen ins Haus ihrer Auftraggeber, um sie rund um die Uhr zu umsorgen. Schon vor vier Jahren stellte der Bund in einem Bericht fest, dass in der Schweiz immer mehr 24-Stunden-Kräfte aus der EU arbeiten. Die zuständige Arbeitsgruppe warnte vor mangelndem Schutz der Betreuerinnen, da das Arbeitsgesetz in privaten Haushalten nicht gelte. Der Bundesrat arbeitet derzeit an einem Lösungsvorschlag.

Sieben Tage pro Woche im Einsatz

Wie Recherchen von 20 Minuten zeigen, wehren sich die betroffenen Frauen aber auch immer öfter auf eigene Faust. So sind etwa in Solothurn drei Klagen von Polinnen hängig, die gegen ihre ehemaligen Arbeitgeber vorgehen. Sie verlangen Lohnnachzahlungen von mehreren zehntausend Franken. Unterstützt werden sie dabei vom Netzwerk Respekt der Gewerkschaft VPOD. Gewerkschaftssekretärin Marianne Meyer bestätigt, sie habe allein im Moment rund 20 Dossiers von Migrantinnen auf dem Pult, die um Lohnnachzahlungen kämpften.

«Diese Frauen arbeiten oft sieben Tage pro Woche, sie haben praktisch keine Freizeit», so Meyer. Auch wenn im Vertrag stehe, dass die Arbeitszeit bis 19 Uhr dauere, müssten die Frauen den ganzen Abend und die ganze Nacht einsatzbereit sein, falls die Hausherrin etwa auf die Toilette muss. Die Arbeit sei physisch und psychisch sehr belastend. Als «Pflegesklavinnen» bezeichnet die «Zeit» solche Frauen, von denen es auch in Deutschland unzählige gibt. Genaue Zahlen sind für beide Länder nicht verfügbar.

Dubiose Firmen

Der Bund schreibt für ungelernte Pflegerinnen in Privathaushalten einen Mindeststundenlohn von 18.55 Franken vor. Die Firmen, die Care-Migrantinnen vermitteln, brauchen neben einer kantonalen auch eine eidgenössische Bewilligung. Beim Staatssekretariat für Wirtschaft heisst es, die Zahl der Firmen mit Bewilligung belaufe sich schätzungsweise auf 70 bis 130.

Laut Meyer gibt es aber auch viele dubiose Vermittlungsfirmen, die ohne Bewilligung arbeiten und den Frauen Hungerlöhne zwischen 1500 und 3000 Franken zahlen. «Und dann gibt es auch viele Frauen, die schwarzarbeiten und sich folglich gar nicht auf einen Vertrag stützen können.» Eine Firma, die in der Schweiz mit einer 24-Stunden-Betreuung ab 1990 Franken im Monat wirbt, ist beispielsweise Get Care. Die Verantwortlichen wollten auf Anfrage keine Stellung nehmen.

«10'000 Franken wären angemessen»

Doch selbst legale Firmen zahlten den Stundenlohn oft nur für die Zeit, in der die Frauen laut Arbeitsvertrag im Einsatz stehen, sagt Meyer. Vor knapp zwei Jahren beurteilte das Basler Zivilgericht zum ersten Mal einen solchen Fall einer 24-Stunden-Kraft. In einem Präzedenzurteil kam es zum Schluss, dass die Polin auch für ihre reine Präsenzzeit zu einem reduzierten Stundenlohn hätte entschädigt werden müssen. «Für eine Betreuung rund um die Uhr durch eine oder mehrere Personen belaufen sich die geschuldeten Monatslöhne auf zwischen 8000 und 10'000 Franken», so Meyer.

Kurt Omlin, Geschäftsführer der Firma Pflegehilfe Schweiz, sagt: «Diese Forderungen sind eine Frechheit – bei solch exorbitanten Löhnen wäre eine Pflegerin ja teurer als ein Pflegeheim.» Zwar stimme es, dass illegale Pflegerinnen in der Schweiz regelrecht ausgebeutet würden und meist über die gesetzlichen Arbeitszeiten arbeiten. Er habe in Eigenregie eine Inserate-Kampagne gestartet, um auf die «schwarzen Schafe in der Branche» aufmerksam zu machen. «Hier müssen Gewerkschaften und Politik ansetzen – und nicht bei sauber und legal arbeitenden Schweizer Unternehmen.»

Den Grund, warum sich Care-Migrantinnen immer grösserer Beliebtheit erfreuen, sehen Experten im Wandel der Gesellschaft. So hätten Familienmitglieder immer weniger Zeit, ihre alten und kranken Angehörigen zu pflegen. Die Eltern in einem Pflegeheim zu platzieren komme jedoch für viele Leute nicht mehr infrage.

Quelle: 20Minüten

23.8.2016

Ziegen News

Ziegen News

Diese Geste könnte man auch für eine Art Winken halten: Vier erhobene Finger und ein eingeknickter Daumen. Aber es handelt sich hierbei um ein eindeutiges politisches Zeichen: Die Unterstützung der islamistischen Muslimbrüder — und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sorgt genau damit für Aufsehen.

Die Muslimbrüder sind eine sunnitisch-islamistische Bewegung, die in Ägypten nach der Revolution im Jahr 2011 die Macht im Land übernahm. Diese wurde jedoch durch einen Militär-Putsch 2013 wieder aufgehoben. Die Muslimbrüder wurden in Ägypten im Auftrag der neuen Regierung verfolgt, misshandelt und getötet. Das Handzeichen mit den vier Fingern und dem eingeknickten Daumen wurde damals zu ihrem Erkennungszeichen mit dem Namen „R4bia“ (gesprochen Rabia). Der Name stammt laut der „Süddeutschen Zeitung“ von dem Namen für die arabische Zahl vier ab, die wiederum so ähnlich klingt wie der Rabaa-Platz in Ägypten. Dort starben im Jahr 2013 mehr als 600 Anhänger dieser Bewegung. In Ägypten gelten Anhänger der Muslimbrüder inzwischen als Terroristen und die gesamte Bewegung wurde verboten.

Laut „Focus“ begrüsste Erdoğan selbst am Tag nach dem versuchten Putsch im eigenen Land vor gut einem Monat, sein Volk genau mit dieser „R4bia“-Geste. Auch in der Vergangenheit — sogar nur wenige Tage nach dem Putsch in Ägypten im Jahr 2013 — hat Erdoğan dieses Handzeichen benutzt und zeigt damit recht eindeutig seine Verbundenheit zu den Muslimbrüdern. Auch der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) sieht Erdoğan deshalb Unterstützer islamistischer und terroristischer Gruppen im Nahen Osten, wie es in der vergangenen Woche mitteilte.

Quelle: Business Insider

23.8.2016

Exzellent News

Exzellent News

Täglich flimmern neue, erschütternde Bilder aus Syrien über die Bildschirme. Und keiner tut etwas. Je länger der Krieg dauert, desto ratloser wirkt der Westen. Dafür gibt es Gründe.

Warum hilft der Westen nicht? Das ist die Frage, die Millionen Menschen beschäftigt, seit sie die Bilder des fünfjährigen Omran in Aleppo gesehen haben. Seit fünf Jahren tobt der Krieg in Syrien. Die Lage der Menschen wird immer verzweifelter. Am Freitag verkündete nun das russische Aussenministerium, dass künftig zumindest einmal wöchentlich eine 48-stündige Waffenruhe in Aleppo gelten soll, damit Hilfslieferungen die Stadt erreichen können. Wie die Feuerpause durchgesetzt werden soll, ist jedoch unklar.

Entsprechend vorsichtig lobte Bundesaussenminister Frank-Walter Steinmeier das Einverständnis Russlands als "wichtigen Schritt". Jetzt müsse "alles getan werden, dass aus der Ankündigung Gewissheit wird, damit wir rasch humanitäre Hilfsgüter in die Stadt bringen und die Menschen in Aleppo mit dem Lebensnotwendigsten versorgen können", sagte Steinmeier dieser Zeitung. Gross ist die Hoffnung dennoch nicht. Denn je länger die Kämpfe in Syrien dauern, desto ratloser wirkt der Westen. Und dafür gibt es Gründe.

1. Es gibt keinen Hebel

Der Westen hat in Syrien keinen direkten Einfluss auf die Konfliktparteien. Es existieren auch keine Druckmittel, mit denen er das ändern könnte. Das Assad-Regime pfeift ebenso auf den Westen wie seine Gegner – überwiegend islamistisch orientierte Rebellengruppen. Verhandlungen mit deren Unterstützern im Ausland können kurzfristig ebenfalls kaum etwas bewirken. Nicht einmal einen Waffenstillstand können die Vereinigten Staaten und Europa erzwingen. Derzeit, so heisst es aus diplomatischen Kreisen, liefen russisch-amerikanische Gespräche zu einer engeren militärischen Koordinierung in Syrien "auf Hochtouren" weiter. Das Auswärtige Amt unterstütze beide Seiten und die Vereinten Nationen bei ihren Bemühungen, eine "Lageberuhigung" herbeizuführen.

2. Militärintervention ist keine Option

Wäre in dieser Lage eine Militärintervention nicht zwingend geboten, um das menschliche Elend in Syrien ein für alle Mal zu beenden? Der Westen wäre dazu zwar in der Lage – und das trotz der russischen Militärpräsenz aufseiten der syrischen Armee. Allerdings wären die Folgen nicht kalkulierbar. Niemand weiss, ob ein Sieg der Opposition, in der die Islamisten die Oberhand haben, die Lage verbessern würde. Denn die Rebellen massakrieren ihre Gegner mit ähnlich brutaler Verve wie die Regime-Milizen. Die Zivilbevölkerung wird nicht geschont. Alle, die als "Ungläubige" gelten, werden getötet.

Der Westen müsste während und nach einer Intervention schon beide Konfliktparteien dauerhaft in Schach halten. Deshalb bleibt vorerst nichts anderes übrig, als auf den mühevollen Wegen der Diplomatie Einfluss zu nehmen. Immerhin: Daran wird offenbar gearbeitet. Aus diplomatischen Kreisen heisst es, Aussenminister Steinmeier und das Auswärtige Amt standen nach dem Gespräch mit dem russischen Aussenminister Lawrow am Montag "in engstem Kontakt" mit dem Syriengesandten der Vereinten Nationen, Staffan de Mistura, um die Voraussetzungen für eine Waffenruhe zu klären." Inzwischen ist man offenbar einen kleinen Schritt weiter.

3. Es fehlt die Alternative zu Assad

Als der Arabische Frühling im März 2011 in Syrien begann, forderten die Demonstranten, die damals durch Syriens Strassen zogen, "Freiheit und Demokratie". Sie wurden von bezahlten Provokateuren niedergeknüppelt, später von Polizei und Armee beschossen. Kurz darauf traten die Islamisten auf den Plan und wandelten die Revolution zügig in ihren "Heiligen Krieg" um. Für den Westen begann ein Albtraum. Syrien drohte, in die Hand der Dschihadisten zu fallen. Ausgerechnet der Staat, der über Jahrzehnte im explosiven Nahen Osten ein brutaler Garant für Stabilität war. Diese scheinbar stabilen Verhältnisse hatten einen hohen Preis.

Syrien war eine Diktatur – zuerst unter Präsident Hafiz al-Assad, nach dessen Tod im Juni 2000 unter seinem Sohn und Nachfolger Baschar al-Assad. Doch der Westen nahm das in Kauf. Denn die Diktatur sorgte für Ruhe. Vergeblich suchte der Westen unter den Rebellengruppen nach einer ausreichenden Zahl verlässlicher Demokratiefreunde. Aber leider war in Syrien keine Opposition zu finden, die den Islamisten auf Dauer hätte Paroli bieten können. Heute, nach über fünf Jahren Bürgerkrieg, steht der Westen vor einem Dilemma, das kaum grösser sein könnte. Einerseits will man den Sturz von Präsident Assad und seiner Herrscherclique. Andererseits gibt es keine akzeptable Alternative zu ihm und seinem Regime.

4. Obama zaudert

Nach dem Desaster der amerikanischen Invasion im Irak 2003 versteifte Barack Obama sich auf eine neue, sanfte aussenpolitische Doktrin, der "Nichteinmischung" im Nahen Osten. Statt mit massiver Militärgewalt loszuschlagen, erlaubte er nur punktuelle, chirurgische Eingriffe. Selbst als das Assad-Regime im August 2013 die "rote Linie" Obamas überschritt, wurde es, zur Überraschung aller politischen Beobachter, nicht bombardiert. Damals waren mehrere Hundert Menschen in Damaskus bei einem Chemie-Angriff getötet worden. In dieser Phase des Bürgerkriegs hätten amerikanische Luftangriffe sehr wahrscheinlich den Sieg der Rebellen provoziert. Doch genau das will die Obama-Doktrin vermeiden.

Sieger, die den Konflikt in eine unvorhersehbare Konstellation treiben könnten, sind nicht erwünscht. Deshalb beklagten sich Kommandeure der vom Pentagon unterstützten Rebellenmilizen seit Jahren über viel zu geringe Waffenlieferungen: "Was man uns schickt, reicht zum langsamen Sterben, aber nicht für einen raschen Sieg über das Assad-Regime." Nicht einmal die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die am erfolgreichsten von allen den IS bekämpfen, werden von den USA effizient beliefert. Mit einer besseren Ausrüstung hätten sie den IS vermutlich längst aus Rakka vertrieben. Aber so entscheidend wollten die USA in den Syrien-Krieg nie eingreifen.

5. Der Anti-Terrorkampf stockt

Am 22. September 2014 griffen die USA zum ersten Mal direkt in den Bürgerkrieg in Syrien ein. Amerikanische Kampfflieger bombardierten Stellungen des IS und der al-Qaida. Der Druck der internationalen Öffentlichkeit war nach der Expansion des IS so gross geworden, dass Washington zum Einsatz quasi gezwungen war. Nach der brutalen Jagd des IS auf Jesiden im Nordirak drohte auch im syrischen Grenzort Kobani ein Gemetzel. Durch die US-Luftunterstützung konnte Kobani schliesslich gerettet werden. Dieser Erfolg leitete den Rückzug des IS in Nordsyrien ein. Diese amerikanische Intervention ist im Grunde genommen ein Bruch mit der Obama-Doktrin. Doch der IS wurde lange Zeit nur verhalten bombardiert. Dabei hätte die US-Luftwaffe viel mehr tun können. Einige der Gräueltaten des IS hätten verhindert werden können.

Das Pentagon gab als Grund seiner Zurückhaltung an, "Kollateralschäden unter der Zivilbevölkerung" vermeiden zu wollen. Das Beispiel der IS-Offensive auf Palmyra zeigt jedoch ein anderes Bild. Im Mai 2015 eroberten die Extremisten die legendäre Ruinenstadt. Hunderte ihrer Wagen hatten vorher offenes Wüstengelände durchquert. Die lange IS-Karawane war einige Stunden unterwegs und dürfte den US-Aufklärung nicht entgangen sein. Trotzdem wurde der Konvoi nicht rechtzeitig ausser Gefecht gesetzt. Ohne diese Politik der "Nichteinmischung" wäre die Zerstörung welthistorischer Baudenkmäler in Palmyra verhindert worden. Die USA wollten nicht als Helfer der syrischen Armee gelten, die damals den Ort verteidigte.

6. Russland schafft Fakten

Am 30. September 2015 begann die russische Intervention in Syrien. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten wurde das Assad-Regime vor dem Untergang bewahrt und stabilisiert. Russland hat damit möglicherweise dem Westen sogar einen Gefallen getan. Es hat den Albtraum eines Sieges der islamistischen Rebellen verhindert. Durch sein Eingreifen ist Wladimir Putin zur Schlüsselfigur des Syrienkonfliktes geworden. Mit Washington scheint er sich geeinigt zu haben. Es gibt eine stille Kooperation im Kampf gegen den Terrorismus. Mit der Türkei hat er sich arrangiert. Erdogan schlägt seitdem völlig neue, versöhnliche Töne in der Syrienpolitik an. Früher war Ankara ein erbitterter Feind des Assad-Regimes.

Auf Anregung Russlands verhandelt die Türkei nun sogar mit dem Iran, dem treuesten Verbündeten Assads. Russland, die Türkei und der Iran entwerfen gerade gemeinsam die Zukunft Syriens. Vor sechs Monaten wäre das noch undenkbar gewesen. Der Westen hält still. Deutsche Diplomaten klagen derweil, "die russische Entscheidung, Stützpunkte im Iran für den Einsatz von Langstreckenbombern zu nutzen", stelle einen Beitrag zu einer weiteren militärischen Eskalation dar. "Sie trägt nicht zur Entschärfung bei und ist kontraproduktiv." Aber sie zeigt Wirkung.

Die Initiative Russlands scheint eine reale Perspektive zu haben. Der Iran und die Türkei sind sich einig, dass die nationale Integrität eines zukünftigen Syriens nicht angetastet werden soll. Föderale Alleingänge, wie es die Kurden im Norden anstreben, soll es nicht geben. Ob Assad vom Volk abgewählt werden oder selbst zurücktreten soll, wird noch besprochen. Und die Rebellen? Haben nichts zu sagen und werden sich fügen müssen.

Im Auswärtigen Amt hofft man derweil trotz allem weiter tapfer auf eine "politische Lösung". Voraussetzung dafür bleibe jedoch "eine schnelle Beruhigung der Lage am Boden, vor allem in Aleppo." Im Falle einer Waffenruhe sei man in der Lage "die UN und die lokalen Behörden beim Wiederaufbau von Infrastruktur auch sofort zu unterstützen." Es klingt wie diplomatisches Wunschdenken.

Quelle: DIE WELT

23.8.2016

Obama zaudert

Vier Bücher, die man gelesen haben sollte

«Kampf der Kulturen» ist ein politikwissenschaftliches Buch von Samuel Huntington, das den Untertitel «Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert» hat. Das amerikanische Original erschien 1996 als «The Clash of Civilizations» und war die Erweiterung eines gleichnamigen Artikels (der aber mit einem Fragezeichen versehen war), den Huntington 1993 in der Zeitschrift «Foreign Affairs» veröffentlicht hatte. Das Buch enthält die Hypothese, dass es im 21. Jahrhundert zu Konflikten zwischen verschiedenen Kulturräumen, insbesondere der westlichen Zivilisation mit dem chinesischen und dem islamischen Kulturraum, kommen könnte. Das Buch wurde vielfach aufgelegt und übersetzt, führte zu kontroversen Diskussionen und wurde von Politikwissenschaftlern von Beginn an heftig kritisiert.

«Die Rückkehr der Religionen»

Die Religionen sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie werden - auch im Westen - zunehmend zu einem politischen und moralischen Machtfaktor. Der religiöse Fundamentalismus, ob er nun christlich ist oder islamisch, spielt dabei eine herausragende Rolle. Martin Riesebrodt entwirft hier eine Religionstheorie, die den Zusammenhang von Religion und Moderne erklärt, und geht den kulturellen, sozialen und ökonomischen Entstehungsbedingungen und Auswirkungen des Fundamentalismus nach. Besonderes Augenmerk gilt dem patriarchalischen Grundzug fundamentalistischer Bewegungen und der Frage, warum sich trotzdem gerade Frauen in diesen Bewegungen engagieren. Aus diesen Untersuchungen ergibt sich ein überzeugendes Gegenszenario zu Huntingtons "Kampf der Kulturen". («Die Rückkehr der Religionen» – C. H. Beck Verlag – ISBN 9783406459283)

«Söhne und Weltmacht» – Terror im Aufstieg und Fall der Nationen

"Koffer packen" laute Gunnar Heinsohns Empfehlung für alle Europäer unter 40, verrät Rezensent Mohssen Massarrat, denn nur so könne man den mit Sicherheit kommenden Krieg gegen 350 Millionen jungen Islamisten überleben. Kriege entstünden heutzutage, so die steile These Heinsohns, durch einen Bevölkerungsüberschuss an jungen Männern ohne Zukunftsperspektive. Als "zynisch" bezeichnet der Rezensent Gunnar Heinsohns Folgerung, generell Hilfsleistungen in Krisengebiete der so genannten Dritten Welt zu stoppen und damit die Kinderproduktion zu beschränken. («Söhne und Weltmacht» – Gunnar Heinsohn, Orell Füssli Verlag, Zürich 2003, ISBN 9783280060087). Das Buch ist vergriffen; steht aber als PDF-Download zur Verfügung. Ebenso als Hörbuch.

«Wer den Wind sät» – Was westliche Politik im Orient anrichtet

Michael Lüders beschreibt die westlichen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten seit der Kolonialzeit und erklärt, was sie mit der aktuellen politischen Situation zu tun haben. Sein neues Buch liest sich wie ein Polit-Thriller – nur leider beschreibt es die Realität. Eine Geschichte erscheint in unterschiedlichem Licht, je nachdem, wo man beginnt sie zu erzählen. Und wir sind vergesslich. Das iranische Verhältnis zum Westen versteht nur, wer den von CIA und MI6 eingefädelten Sturz des demokratischen Ministerpräsidenten Mossadegh im Jahr 1953 berücksichtigt. Ohne den Irakkrieg von 2003 und die westliche Politik gegenüber Assad in Syrien lässt sich der Erfolg des „Islamischen Staates“ nicht begreifen. Wer wissen will, wie in der Region alles mit allem zusammenhängt, der greife zu diesem Schwarzbuch der westlichen Politik im Orient. («Wer den Wind sät» – Michael Lüders; C.H. Beck Verlag, ISBN 978 3 406 677 49 6)

Wer den Wind sät

Internet News

Internet News

Auf Lifestage erzählen User in kurzen Videos aus ihrem Leben. Sehen können das aber nur Personen unter 21 Jahren. Alle anderen müssen draussen bleiben.

Facebooks neuester Streich trägt den Namen Lifestage. Die iOS-App stellt den Nutzern unter anderem Fragen über ihre Interessen, Hobbys und Abneigungen, die diese ausschliesslich mit kurzen Clips beantworten können – eine Art Video-Biographie. Downloaden kann die App jeder, uneingeschränkt nutzen können sie jedoch nur Personen unter 21 Jahren.

Das Unternehmen begründet diese Einschränkung gegenüber Techcrunch.com damit, dass Lifestage – ähnlich wie Facebook zu Beginn – nur für Schüler gedacht sei. Mithilfe der App sollen sich Klassenkameraden besser kennenlernen.

Privatsphäre gibt es nicht

Wer sich anmeldet, sieht die Video-Profile von Mitschülern, die gerade in der Nähe sind. Das funktioniert aber erst, wenn sich mindestens 20 Leute der gleichen Schule registriert und ihr Netzwerk so freigeschaltet haben. Pikant: Alle geposteten Inhalte sind umgehend öffentlich, es gibt keine Möglichkeit für strengere Privatsphären-Einstellungen.

Entwickelt wurde die App vom 19-jährigen Michael Sayman, der sich bereits im Teenager-Alter mit selbstkreierten Anwendungen einen Namen machte und so sein Bankkonto füllte. Seit zwei Jahren arbeitet er für Mark Zuckerberg.

Lifestage ist seit Montag im amerikanischen App Store erhältlich und soll dem erfolgreichen Video-Dienst Snapchat Konkurrenz machen. Ob und wann die Anwendung in die Schweiz kommt, ist noch nicht bekannt.

Quelle: 20Minüten

23.8.2016

Sommerloch-News

Sommerloch-News

Heute treten rund 150 Schweizer Seniorinnen an die Öffentlichkeit. Ihr Anliegen: Stärkerer Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Ihr Mittel: Eine Klage gegen die Schweiz. Hierzulande ist dieser Weg juristisches Neuland. In den Niederlanden hingegen hat ein Regionalgericht eine ähnliche Klage gut­geheissen.

Neben alt SP-Präsidentin Christiane Brunner, weiteren alt Nationalrätinnen oder Musikerin Irene Schweizer wird die Klage auch von der Sozialarbeiterin und Schriftstellerin Judith Giovanelli-Blocher unterstützt. Die Schwester von alt Bundesrat Christoph Blocher erklärte BLICK, warum.

BLICK: Frau Giovanelli-Blocher, ­warum wollen Sie mit anderen Seniorinnen den Staat wegen des Klimawandels verklagen?

Judith Giovanelli: Auch ältere Menschen sollten Verantwortung übernehmen. Bis zu einem gewissen Grad bin ich auch persönlich betroffen: Ich habe eine Atemwegserkrankung, für die man keine Erklärung findet. Ausser, dass sie auf Umwelteinflüsse zurückgeht. Und auf dem Bielersee durften die Kursschiffe wegen Hochwassers mehrfach länger nicht fahren. Für mich steht fest: Die Auswirkungen des Klimawandels sind real.

Sie müssen gegen Doris Leuthard klagen, die das Klima ja auch schützen will und die Schweiz zu einschneidenden Massnahmen verpflichtet. Warum sind Sie nicht zufrieden?

Doris Leuthard ist ein Musterbeispiel einer Politikerin, die es gut meint, aber unter gewaltigem Druck steht. Die Mächtigen in der Schweiz bekämpfen einen wirksamen Klimaschutz. Die Schweiz tut in Sachen Klima immer noch zu wenig.

Die Klage wird damit begründet, dass Seniorinnen stärker unter dem Klimawandel leiden. Können Sie uns sagen, wie Sie das erleben?

Mir geht es nicht um meine Betroffenheit. Ich bin 84-jährig und weiss ja nicht, ob ich noch lebe, wenn es dann zu einem Gerichtsentscheid kommt. Ich kämpfe vor allem für die, die nach mir kommen. Aber es stimmt schon, dass lange Hitzeperioden gerade für uns Ältere schwierig sind. Die meisten freuen sich diese Woche über die warmen Tage. Für die über 80-Jährigen gilt das nicht. Wir überlegen uns, wohin wir uns zurückziehen könnten. Hohe Temperaturen verstärken die Gebrechen im Alter. Es ist erwiesen, dass in Hitzeperioden mehr alte Menschen sterben. Ich glaube, wir dürfen darauf aufmerksam machen, dass wir uns mehr Schutz vor den Umwelteinflüssen wünschen.

Politiker wie FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen monieren, dass Sie statt zu klagen besser gegen das CO2-Gesetz das Referendum ergriffen hätten.

Ich verstehe diese Argumenta­tion. Ich habe erst auch so reagiert. In der Schweiz ist das kein üblicher Weg – vor allem für Frauen nicht. Die vorläufig erfolgreiche Klage in den Niederlanden finde ich sehr interessant. Ob es in der Schweiz gleich funktioniert, weiss ich noch nicht. Aus meiner Zeit als Sozialarbeiterin kenne ich die Holländer und weiss, dass sie schneller vor Gericht ziehen. Mich hat überzeugt, dass es ein überraschendes Signal braucht, wenn die Klimapolitik blockiert ist.

Interview: Matthias Halbeis

Quelle: Bligg

23.8.2016

Doktor, ich brauche einen Analschrittmacher

Reif für die Psychoanalyse

Die Krankheit wird meist totgeschwiegen: Dabei trifft Inkontinenz alle Altersgruppen, darunter auch junge Sportler und Mütter. Gut zu wissen: Sie ist oft leicht heilbar.

Wenn es eine Erkrankung gibt, über die man weder sprechen noch nachdenken will, dann ist das Inkontinenz. Und doch betrifft sie rund 160'000 Schweizer. «Stuhlverlust an einem unpassenden Ort oder zu einer unpassenden Zeit», wird das Problem elegant umschrieben. Will heissen: Es geht etwas in die Hose, und man kann nichts dagegen tun, merkt es vielleicht anfangs gar nicht.

«Vielen ist unklar, dass Inkontinenz alle Altersgruppen betrifft und in vielen Fällen bereits eine halbstündige Operation helfen kann», sagt Chirurg und Darmspezialist PD Dr. Daniel Dindo (44) von der Hirslanden-Klinik Zürich. Es sind vor allem drei Irrtümer und die grosse Scham, die Betroffene jahrelang quälen – oft weiss nicht einmal der Partner oder Hausarzt von der Not.

• Irrtum 1: Inkontinenz ist eine typische Erkrankung alter Menschen. «Tatsächlich leiden bei den über 60-Jährigen bis zu 20 Prozent der Frauen und bis zu 10 Prozent der Männer unter Inkontinenz», sagt Dindo. «Aber Studien zeigen, dass auch 7 Prozent der 20- bis 30-Jährigen betroffen sind.» Darunter Mütter, denen bei der Geburt eines Kindes die Beckenboden- oder Schliessmuskulatur oder nahe Nerven geschädigt werden. Oder Bauarbeiter und Sportler (z.B. Wingsuit-Jumper), die abstürzen und sich das Gesäss verletzen.

• Irrtum 2: Ich muss einfach damit leben. «Kann jemand in einem Meeting oder bei körperlichen Anstrengungen seinen Stuhldrang nicht mehr beherrschen, ist das eine enorme psychische Belastung», sagt Facharzt Dindo. Manche verstecken ihre verschmutzte Wäsche jahrelang vor dem Partner, andere schämen sich seit Kindheit für ihre vermeintliche Unsauberkeit. Oder sie glauben, das sei im Alter eben normal. Dindo: «Spezialisten können heute aber fast immer helfen.»

• Irrtum 3: Nur ein künstlicher Darmausgang hilft. Ärzte haben je nach Ursache vielfältige Therapiemöglichkeiten. Oft genügt es, die Ernährung umzustellen (mit viel pflanzlichen Ballaststoffen) oder den Beckenboden mit Computerhilfe zu trainieren. Ist der Schliessmuskel beschädigt, kann ihn der Arzt rekonstruieren. Dindo: «Das Anlegen eines künstlichen Darmausgangs ist extrem selten und dann eine Option, wenn alle andere Möglichkeiten nicht geholfen haben.»

Inkontinenz gibt es in verschiedenen Ausprägungen: Bei manchen führen bereits Blähungen zum Malheur. Andere spüren den Stuhldrang, ihnen bleiben aber maximal zwei Minuten bis zur Toilette. Dindo: «Empfehlenswert ist, früh zum Arzt zu gehen, nicht ewig still für sich zu leiden. Oft ist nicht einmal eine Operation notwendig.»

Mögliche Ursachen: Diabetes, Multiple Sklerose, Milchzuckerallergie, Operationen

Gelegentlich ist die Inkontinenz auch Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, etwa von Diabetes, Multipler Sklerose oder Milchzuckerallergie. Auch manche Patienten, die Medikamente gegen psychische Erkrankungen nehmen, leiden darunter. Hier genügt oft schon ein Wechsel der Medikamente, führen diese zu Durchfall oder sehr flüssigem Stuhl. Eine weitere Ursache können frühere Operationen im Enddarm sein, etwa wegen Krebs oder Hämorrhoiden, die unbemerkte Schäden an Nerven oder Muskeln hinterlassen haben. Dindo: «Das betrifft vor allem Eingriffe vor langer Zeit, als man darauf noch nicht so geachtet hat.»Hier kann in vielen Fällen eine weitere Operation helfen.

Häufiger Grund für unnötige Heimeinweisung

Die körperlichen Folgen lesen sich im Vergleich zum seelischen Leiden minimal: Hautreizungen, Jucken oder Blutungen im Intimbereich. Doch viele Betroffene leiden auch unter einer belasteten Sexualität, weil sie aus Scham oder Angst körperliche Nähe meiden.

Dazu ist Inkontinenz bei älteren Menschen einer der häufigsten Gründe für eine Einweisung ins Pflegeheim – oft vermeidbar bei richtiger Therapie. «Wann genau eine Behandlung sinnvoll ist, lässt sich nicht festlegen», sagt Dindo. «Der Leidensdruck ist individuell.» Entscheidend: «Es ist ein verbreitetes Problem, Betroffene sind nicht allein, und man kann etwas dagegen tun.»

Heilung mit Strom Impulsgeber im Rücken

Eine Methode, Inkontinenz zu beseitigen, ist die sogenannte Neurostimulation: Dabei setzt der Arzt Betroffenen einen elektrischen Impulsgeber im Bereich des Gesässes ein. Dieser ist etwa so gross wie ein Fünffränkler und gibt über einen feinen Draht eine Spannung von 0,1 bis 2 Volt in den Beckenbereich ab, aktiviert dadurch die Muskulatur.

Vor dem Eingriff testet der Arzt ein bis drei Wochen lang mit einem externen Stromgeber, ob die Methode überhaupt wirkt. Verbessert sich die Inkontinenz eines Patienten deutlich oder verschwindet ganz, setzt er den Impulsgeber dauerhaft ein.

Die Operation unter lokaler Betäubung dauert eine halbe Stunde. Die Batterie des Impulsgebers hält sechs Jahre, dieser ist unter der Haut nicht fühlbar.

Quelle: Bligg

23.8.2016

Analschrittmacher

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Darmspezialist PD Dr. Daniel Dildo – der Name ist Programm – spricht logischerweise für die Klinik und deren Umsatz. Neue Märkte müssen erschlossen werden. Dabei ist gegen einen kontrollierten oder unkontrollierten Hosenschiss strafrechtlich rein gar nichts einzuwenden, solang es sich um Ihre eigene Hose handelt.

Bauernregel zum 23. August

«Zu Toni Brunners Geburtstag eitel Sonnenschein, so muss Sommer sein.»

Video zum Tag: Hello George – Der geheime Clooney-Spot, der Nespresso geschockt hat

Video zum Tag

So richtig geschockt war Nestlé keineswegs und auch die Gerüchte, wonach der Schweizer Riesenkonzern das Video verbieten lassen wollte, entsprechen mehr dem Wunschdenken der Macher des Videos als der Realität. Gut gemacht ist es aber allemal.

17.8.2016

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

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