Mama, s'LUZART komposchtiert

Sound oder nicht Sound, das ist hier die Frage (frei nach William Shakespeare). Sie entscheiden über das Controlpanel.

Monday, 26. September 2016

Olivia Newton-John, britische-australische Sängerin und Schauspielerin, feiert heute ihren 68. Geburtstag.

Unser heutiges Geburtstagskind

Olivia Newton-John wurde am 26. September 1948 in Cambridge in England geboren. Ihr Vater stammte aus Wales und arbeitete als Deutschlehrer in Cambridge und Melbourne. Ihre deutsche Mutter Irene ist die Tochter des Nobelpreisträgers und Mitbegründers der Quantenphysik Max Born. Als Newton-John fünf Jahre war, zog die Familie nach Australien. Sie zeigte schon als Kind eine grosse Begeisterung für das Singen. Mit zwölf Jahren gewann sie einen Wettbewerb, in dem es darum ging, möglichst so auszusehen wie der Kinder-Star Hayley Mills. In der Schule gründete sie eine Girlgroup namens «Sol Four». Mit 17 Jahren hatte sie einen Auftritt in dem Film «Funny Things Happen Down Under» mit dem Lied «Christmas Time Down Under». Kurze Zeit später nahm sie an einer Talent-Show teil und gewann als ersten Preis eine Reise nach England. Dort erhielt sie einen Plattenvertrag bei Decca und veröffentlichte 1966 ihre erste Single «Till You Say You’ll Be Mine». Mit dem Song und auch in der folgenden Zusammenarbeit im Duo mit der Australierin Pat Carroll konnte Newton-John allerdings noch keine nennenswerten Erfolge verbuchen.

In ihrer Liebesbeziehung mit Bruce Welch von den «Shadows» und durch ihre Mitwirkung in der Band «Toomorrow» – eine britische Antwort auf die «Monkees» – und einem gleichnamigen Film, sowie die Zusammenarbeit mit Cliff Richard schien die Karriere von Newton-John ab 1970 voranzubringen. Sie pflegte weiterhin den Kontakt zu Pat Carroll, deren Mann John Farrar der Gitarrist der «Shadows» und über Jahre als ihr Produzent massgeblich am Erfolg von Olivia Newton-John beteiligt war. 1971 produzierte Farrar mit Bruce Welch für Olivia Newton-John die Single und Bob-Dylan-Komposition «If Not for You», die auf Anhieb ein Top-Ten-Hit in den englischen Charts wurde. Auch in den USA stieg der Song bis in die Top 20. Musikalisch bot Olivia Newton-John in dieser Zeit eine Mischung aus Folk und typischem 70er-Jahre-Pop, mit einer deutlichen Hinwendung zu Balladen. Das alte Country-Traditional «Banks of the Ohio» war noch im selben Jahr auch ihr erster Hit in Deutschland (Platz 13) und belegte Platz eins in ihrer Heimat Australien. Zeitnah erschien auch ihre nahezu akzentfrei gesungene deutsche Version unter dem Titel «Unten am Fluss, der Ohio heisst». Erfolgreiche Coverversionen von George Harrison (What Is Life, 1972) und John Denver (Take Me Home, Country Roads, 1973) liessen die Erfolgskurve weiter ansteigen.

Mehr über Olivia Newton-John erfahren Sie hier ...

26.9.2016

Video zum Geburtstag: Olivia Newton-John – «Grease» - You're the one that I want (mit John Travolta)

Monday News

Monday News

Nach dem Nein zur AHV-plus-Initiative sagt Sozialminister Alain Berset: «Wir müssen einen Mittelweg finden.» Im Nationalrat ist ein hartes Ringen vorprogrammiert.

Sozialminister Alain Berset kann aufatmen. Das Stimmvolk stellt ihm bei der laufenden Reform der Altersvorsorge kein Bein – es lehnt die AHV-plus-Initiative mit 59,4 Prozent Nein ab. Eine re­lativ starke Minderheit und fünf lateinische Kantone sagen Ja.

Extreme Lösungen seien nicht mehrheitsfähig, interpretiert Berset das Resultat mit Blick auf die Reform. «Wir müssen einen Mittelweg finden.» Ein Appell auch an den Nationalrat, der heute seine tagelange Mammut-Debatte zur Altersvorsorge-Reform startet.

Ein hartes Ringen ist vorprogrammiert, denn beide Seiten werden das Abstimmungsresultat zu ihren Gunsten interpretieren. BLICK zeigt, worum es diese Woche geht und wo die Stolpersteine liegen.

Frauenrentenalter-Erhöhung

Dass das Frauenrentenalter von 64 auf 65 Jahre erhöht wird, ist im Parlament weitgehend akzeptiert. Selbst das links-grüne Lager ist sich der Notwendigkeit der Erhöhung im Grunde bewusst. Es wird sich vorerst noch dagegen wehren – vergeblich.

Rentenalter 67

Die Rechtsbürgerlichen sprechen von einer «Stabilisierungsregel», doch im Ergebnis geht es um eine schrittweise Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre für alle. Im Bürgerblock herrscht Einigkeit, dass es diese braucht – die Frage ist nur wann. SVP, FDP und GLP möchten sie in die jetzige Reform drücken, CVP und BDP aufschieben. Doch auch in der SVP macht sich Angst breit, wie das Störmanöver von Thomas Aeschi (ZG) zeigt, der eine Aufsplittung der Vorlage fordert. Dank Abweichlern könnte das Rentenalter 67 schon diese Woche vom Tisch sein.

70-Franken-Zustupf

Der Ständerat möchte die AHV-Einzelrenten für Neurentner um 70 Franken und die Ehepaarrenten um maximal 226 Franken erhöhen – als Kompensa­tion zu den Ausfällen in der Pensionskasse. Die Mehrheit aus SVP, FDP und GLP im Nationalrat dürfte den Mini-AHV-Ausbau erst einmal aus der Vorlage kippen. Der 70-Franken-Deal wird trotzdem ein zentraler Knackpunkt des Geschäfts bleiben.

Witwen- und Kinderrenten

Der Ständerat will die Witwen-, Waisen- und Kinderrenten nicht anfassen. Die Nationalratskommission aber will die Witwenrente senken und für kinderlose Witwen ganz streichen. Auch Kinderrenten für Eltern im Pensionsalter sollen fallen. Die Vorschläge haben im Nationalrat durchaus Chancen.

Mehrwertsteuer-Prozent

Der Bundesrat fordert bis zu 1,5 Prozent zusätzliche Mehrwertsteuer für die AHV, der Ständerat maximal 1,0 Prozent. Die Nationalratskommission will es bei 0,6 Prozent belassen – dem dürfte der Rat folgen.

BVG-Umwandlungssatz

Der Mindestumwandlungssatz in der beruflichen Vorsorge soll von 6,8 auf 6,0 Prozent sinken. Im bürgerlichen Lager ist diese Massnahme unbestritten und kommt daher klar durch.

Kompensation

Ein Gerangel gibt es darum, wie die Ausfälle durch die Umwandlungssatzsenkung aufgefangen werden sollen. Die Vorschläge der Kommission führen insbesondere bei den heute 40- bis 50-Jäh­rigen zu Rentenverlusten. FDP und GLP bringen nun kurzfristig ein neues Modell ins Spiel. Unter anderem soll es bei den BVG-Beiträgen nur noch zwei Stufen geben – mit 9,0 Prozent bis 45 Jahre und 13,5 Prozent danach. Der Ausgang ist offen.

Quelle: Bligg

26.9.2016

Breaking News

Breaking News

Trailer zu «SNOWDEN»

Warum Oliver Stone sich Sorgen macht, dass Hillary Clinton Präsidentin wird. Und was er an Edward Snowden so bewundert.

Sie haben mit Edward Snowden etwas gemeinsam, der Hauptfigur Ihres neuen Films: Sie beide glauben an die amerikanische Verfassung.

Wie die meisten Amerikaner kannte ich sie bloss von der Schule her. Aber als all die unheimlichen Sachen über unseren Nachrichtendienst bekannt wurden, las ich sie nach. Edward Snowden ist ein Pfadfindertyp, im Gegensatz zu mir, und er kannte die Verfassung sehr wohl. Er kommt übrigens aus einer Soldatenfamilie. Sowieso sind wir beide sehr unterschiedlich. Er ist nicht der Typ, mit dem ich herumhängen würde. Doch ich war beeindruckt von seiner Offenheit und seinen Überzeugungen. Er sieht Amerika bedroht von der Willkür seiner Regierung. Und er hält auch die Redefreiheit für gefährdet, weil ein solcher Überwachungsstaat in die Tyrannei führt. Das Einzige, das dann noch in der Verfassung bleibt, ist das Recht auf Waffenbesitz. (lacht)

Nachdem Laura Poitras einen Dokumentarfilm über Edward Snowden und seine Enthüllungen gedreht hatte: Warum brauchte er noch einen Spielfilm?

Er brauchte ihn nicht, und ich hatte auch kein besonderes Interesse daran. Aber er nahm mich wunder, also traf ich mich mit ihm. Und je länger ich mit ihm redete, desto mehr erzählte er mir, wie sehr sich der amerikanische Nachrichtendienst hin zu einer totalen Überwachung entwickelt hat – inklusive der Überwachung unserer Bündnispartner. Das fand ich beängstigend.

Snowden ist introvertiert und scheu, keine typische Figur für Sie. War das eine Herausforderung?

Nein, denn ich bin an der Geschichte interessiert, nicht an einem Charakter. He’s a pure kid, er ist unverfälscht. In gewisser Weise erinnert er mich an Ron Kovic, dessen Buch «Born on the 4th of July» ich verfilmt habe. Er war ahnungslos, als er nach Vietnam ging, ein Candide.

Sehen Sie etwas von sich selber in Edward Snowden?

Auch ich war gutgläubig, als ich nach Vietnam ging, ich wusste nicht, was die amerikanische Regierung plante, das wurde mir alles viel später bewusst. Richtig klar wurde es mir während der Reagan-Jahre, durch seine Politik in Mittelamerika. El Salvador, Nicaragua, Honduras.

In Ihrem Film schmuggelt Snowden die Daten in einem Rubik-Würfel aus dem Hochsicherheitsgebäude. Stimmt das Detail?

Edward wollte nicht sagen, wie er es getan hatte, um seine Kollegen zu schützen. Ich habe gehört, dass die NSA 17 Leute entlassen hat, nur weil sie Snowden gekannt haben. Er ist das moralische Gewissen einer ausgesprochen amoralischen Organisation.

Was geschieht mit Amerika, wenn Donald Trump Präsident wird?

(lacht) Ihr Europäer fragt immer nach Donald Trump. Und überseht dabei die wirkliche Story. Erstens wird Trump nicht gewählt, zweitens sollte Hillary Clinton euch weit mehr beschäftigen. Sie befürwortet Machtwechsel in allen Ländern, die den USA nicht passen. Sie hat schon die Contras in Nicaragua unterstützt und hat wiederholt Bombardierungen von Ländern gutgeheissen. Sie hat Putin mit Hitler verglichen. Sie will noch mehr Waffengeld nach Israel schicken. Und sie hat nie für irgendetwas die Verantwortung übernommen. Trump ist ein gefährlicher Irrer, aber Hillary Clinton könnte zu einer echten Gefahr werden. Passt auf, Europäer.

Welcher amerikanische Präsident wollte je den Frieden ausser vielleicht Jimmy Carter.

Ich behaupte, dass John F. Kennedy sich in diese Richtung hin entwickelte. Er wollte kein stärkeres Engagement in Vietnam, er nahm die atomare Abrüstung ernst. Carter versuchte es immerhin, da haben Sie recht.

Barack Obama wird Edward Snowden nicht begnadigen, sowieso hat er sich immer scharf gegen Whistleblower ausgesprochen. Was denken Sie, warum er so denkt?

Er versprach ja eine transparente Regierung und redete davon, dass es keine illegale Abhöraktionen geben dürfe. Präsidenten lügen, Regierungen lügen. Nur so können sie ihre Absichten umsetzen.

Wie sehen Sie Edward Snowdens Zukunft?

Düster. Armer Kerl. Obwohl er von sich sagt, er sei befriedigt. Denn er kam viel weiter, als er je gedacht hatte. Ed hatte befürchtet, der «Guardian» würde die Geschichte gar nicht erst bringen können. Er sagte auch voraus, dass die Amerikaner über die Vorgänge beim Nachrichtendienst informiert sein würden, aber nichts dagegen unternähmen. Er hatte recht. Die Amerikaner tauschen bereitwillig Freiheiten gegen das Versprechen von Sicherheit ein. Das hatte schon Adolf Hitler den Deutschen versprochen.

Aldous Huxley hat geschrieben, der Kapitalismus funktioniere auch deshalb so gut, weil er die Leute für ihre Apathie belohne.

Er hatte recht, das amerikanische Fernsehen ist das beste Beispiel dafür. Im französischen Fernsehen zum Beispiel wird der Krieg in Syrien drastisch gezeigt, bei uns wird alles herausgefiltert. Ich registriere eine Disneyisierung unserer Kultur. Auch bei den Zeitungen stelle ich fest, dass der Recherchejournalismus immer weniger gefördert wird.

Welche Rolle spielen die sozialen Medien? Vulgarisieren sie nicht die Demokratie?

Nein, im Gegenteil: Man bekommt über diese Kanäle viel mehr mit. Ich weiss nicht, wie es um die Fakten bestellt ist, aber ich bekomme sehr viele andere Meinungen zu lesen dank der Artikel, welche die Leute mir über Facebook zuschicken.

Kein amerikanisches Studio war bereit, Ihren Film zu finanzieren. Wovor hatten die Angst?

Sie sagen es einem natürlich nicht, also erfährt man den wahren Grund nie. Dabei waren die ersten Reaktionen gut. Man mochte das Drehbuch, die Besetzung, fand das Budget vernünftig. Aber als unsere Anfrage die Etagen erreichte, wurden die Anwälte zugeschaltet. Immerhin hat sich noch Open Road engagiert, eine kleine, aber gute Firma. Sie hat den Film «Spotlight» mitfinanziert.

Sie scheinen sehr an amerikanischen Niederlagen interessiert zu sein. Davon jedenfalls handeln viele Ihrer Filme. Warum?

Weil es halt so ist. Vietnam war ein Desaster, ein Gemetzel mit dreieinhalb Millionen toten Vietnamesen. Dazu kamen Laos und Kambodscha. Ich frohlocke nicht über ein Amerika, das verliert, ich wünsche mir ein sicheres Land, das gegen Terroristen vorgeht, anderen Ländern beim Aufbau hilft und der eigenen Bevölkerung ein gutes Gesundheitswesen bietet, eine gute Erziehung. Denn die ist ja zum Verzweifeln.

Wie wird man wohl in zwanzig Jahren über Barack Obama urteilen?

Schlecht. Er hat die globale Überwachung ausgeweitet. Und er war kein friedliebender Präsident. Allerdings wird Hillary Clinton noch schlimmer sein.

Quelle: Tages-Anzeiger

26.9.2016

Gekommen-um-zu-bleiben News

Gekommen-um-zu-bleiben-News

Rund 65 Millionen Menschen befinden sich weltweit auf der Flucht, etwa 19 Millionen von ihnen stammen allein aus Afrika. Dass uns Europäern die nächste grosse Flüchtlingswelle bevorsteht, darin waren sich die meisten Experten in der ARD-Sendung "Hart aber fair" am vergangenen Montagabend einig. Unterstützt wurden ihre Sorgen durch eine Videozuspielung eines afrikanischen Flüchtlings aus Sierra Leone, der sagte: "Alle meine Freunde stellen sich Europa als ein Paradies vor, als einen Ort, an dem alles leicht ist."

"Wir träumen davon, dass in Europa alles besser wäre, man anständiges Essen bekommt, schöne Kleider und grosse Autos. So sehen wir Europa", so Bilal Kamara. Den Einwand des ARD-Interviewers, dass Europa von vielen als etwas ganz anderes als das Paradies gesehen werde, liess er nicht gelten: "Europa kann nicht schwerer sein als Afrika."

Ungarischer Botschafter: "Aus Europa eine Festung machen"

Peter Györkös, ungarischer Botschafter in Deutschland, nahm diese Aussagen zum Anlass und sprach sich klar für eine europaweite Abschottungspolitik aus. "Aus meiner Sicht gibt es gar keine Alternative dazu, aus Europa eine Festung zu machen. Nur so lässt sich die Bevölkerung des Kontinents überhaupt noch schützen", sagte er. Dass er mit dieser Position aneckt, sei ihm bewusst: "Harte Worte sind gefährlich. Aber Europa wird nicht in der Lage sein, alle Probleme Afrikas zu lösen." Er sagte aber auch, dass "Zäune Hilfe nicht ausschliessen".

Dem widersprach in der Sendung der deutsche Fussballprofi Neven Subotic, der in den 1990er-Jahren selbst als Flüchtling von Bosnien nach Deutschland gekommen war: "Wir fördern den Extremismus, indem wir Zäune aufstellen." Subotic zeigte Verständnis für die jungen Männer aus Afrika, die die gefährliche Flucht nach Europa wagen wollen: "Für meine Familie würde ich nichts anderes tun", sagte er - vor allem, weil sich mittlerweile herumgesprochen habe, dass es funktioniere. "Die Männer gehen nach Europa, finden Arbeit, können Geld an ihre Familien überweisen, die sich dadurch ein Überleben in der Heimat sichern können."

Auch ARD-Afrika-Korrespondentin Shafagh Laghai sieht eine massive Flüchtlingswelle aus Afrika auf Europa zurollen. "Wir hatten in der Vergangenheit Schwierigkeiten, bei den Menschen Interesse für Afrika zu wecken. Das ändert sich langsam, denn die Afrikaner sind die nächsten, die kommen werden." Allerdings schränkte die ARD-Frau ein: "Viele können sich eine Flucht nicht leisten."

ARD-Korrespondentin: "Afrika braucht einen Wirtschaftsboom"

Die afrikanischen Staaten bräuchten dringend einen Wirtschaftsboom, um der wachsenden Bevölkerung eine lebenswerte Zukunft bieten zu können, so Laghai. Sie stellte sich daher auch gegen ein geplantes Freihandelsabkommen zwischen Europa und dem afrikanischen Kontinent. Solche Abkommen würden dafür sorgen, dass viele Produkte aus Europa schon bald zollfrei nach Afrika exportiert werden könnten. Das jedoch setze die dortigen Märkte weiter unter Druck, zerstöre Arbeitsplätze. "Wenn Billigprodukte aus Europa den afrikanischen Markt überschwemmen, dann verhindert das dort einen ökonomischen Aufstieg und schafft so wiederum neue Fluchtursachen." Worauf es vor allem ankomme, seien fairere Handelsbeziehungen zwischen den westlichen und den afrikanischen Staaten.

Laghai appellierte an die Moral der Europäer und forderte sie auf, mehr Verantwortung zu übernehmen. "Unser besseres Leben in Europa hat auch etwas mit dem schlechten Leben in Afrika zu tun, mit der Schokolade, die unsere Kinder essen, mit dem Handy, das wir benutzen", so die ARD-Korrespondentin. Den ungarischen Botschafter konnte sie damit nicht beeindrucken: "Es gibt kein Grundrecht auf ein besseres Leben", sagte Györkös.

Quelle: Kronen Zeitung

26.9.2016

So verstecken sich Flüchtlinge bei der Einreise

Innert 4 Stunden wollen 26 Migranten in die Schweiz

Eritreer kommt im Handgepäck

Bad News

Nicolas Blancho

Nicolas Blancho

Bad News

Nach dem klaren Ja zum neuen Nachrichtendienstgesetz lernen radikale Muslime in einem IT-Seminar, mit welchen Tricks sie einer Überwachung vorbeugen können.

Das Gesetz tritt zwar frühestens Mitte nächsten Jahres in Kraft. Dann wird der Nachrichtendienst in begründeten Fällen Handys und Internet überwachen oder auch Privaträume abhören können. Dem umstrittenen Islamischen Zentralrat der Schweiz (IZRS) passt das gar nicht – er hat schon im Abstimmungskampf gegen das Gesetz Stimmung gemacht und vor der Verwanzung von Gotteshäusern gewarnt. Nach dem Ja von Sonntag verschickte der Verein ein Communiqué. Der Tenor: Im Vordergrund der «Massenüberwachung» stünden Muslime und Moscheen.

Nun bietet er am 15. Oktober in Zürich ein IT-Sicherheitsseminar an. Die Teilnehmer lernen, wer mitliest und mithört. Zudem gibt ein Fachmann Tipps, wie «die persönliche Kommunikations-sicherheit bereits mit geringem Aufwand verbessert werden kann», heisst es in einem Flyer. Auch können die IZRS-Mitglieder ihre IT-Geräte vor Ort unter fachlicher Anleitung «härten lassen».

Politiker sind misstrauisch

Corina Eichenberger, FDP-Nationalrätin und Präsidentin der Sicherheitspolitischen Kommission, beobachtet das Seminar mit Argwohn: «Das Angebot ist verdächtig. Es legt nahe, dass die Zweifel am gesetzlichen Verhalten des Vereins berechtigt sind.» Der Verein nütze die Freiheiten eines liberalen Staates aus.

«Es ist ohnehin klar, dass es zu einem Wettlauf zwischen Verdächtigen und den Nachrichtendiensten kommen wird», sagt Eichenberger. Mit dem neuen Gesetz seien die Möglichkeiten des Staates aber klar gestiegen – womit auch die Chance, Anschläge zu vereiteln, zunehme.

Gar ein Verbot des IZRS fordert SVP-Nationalrat Lukas Reimann, da es in dessen Umfeld immer wieder zu Radikalisierungen komme. «Die Möglichkeiten der Überwachung sind leider begrenzt. Die Gegenseite ist ja nicht blöd. Das zeigt auch das Seminar.» Wichtig sei darum, dass Sympathisanten von Terrororganisationen wie dem IS härter bestraft würden – insbesondere Jihad-Reisende.

«Nichts zu verbergen»

Beim IZRS beteuert man, man habe «nichts zu verstecken». «Wir werden wohl schon heute abgehört», sagt Generalsekretärin Ferah Ulucay. Es gehe ums Prinzip: «Wir wollen nicht, dass Dritte intime Gespräche oder Schriftwechsel mithören oder mitlesen.»

Ob der Verein auch Massnahmen gegen eine Verwanzung von Moscheen treffen werde, kann Ulucay nicht sagen: Man werde bis zur Inkraftsetzung des Gesetzes über Massnahmen beraten. Radikalisierung finde nicht in Moscheen statt, sondern im Internet.

Kürzlich wurde bekannt, dass gegen IZRS-Mitglied K.C.* ein Strafverfahren läuft. Er wird verdächtigt, gegen wegen das Bundesgesetz über das Verbot der Gruppierungen al-Qaida und Islamischer Staat verstossen zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung wurde unter anderem rotes Phosphor sichergestellt, das dem Bau einer Bombe dienen könnte. Der IZRS suspendierte C. daraufhin.

*Name der Redaktion bekannt

Quelle: 20Minüten

26.9.2016

Ni Hao News

Ni-Hao News

Hillary Clinton ist schon lange unbeliebt, sie gilt als ideologisch. An Donald Trump aber rühmen die Chinesen seinen Pragmatismus. Gleichzeitig ist seine Kandidatur exzellenter Stoff für Propaganda.

Die chinesische Regierung hält sich bei Wahlen im Ausland mit Kommentaren in der Regel zurück – mit dem Verweis, es handle sich um innere Angelegenheiten des jeweiligen Landes. Im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf hat Finanzminister Lou Jiwei die Mauer des Schweigens jedoch schon länger durchbrochen. Im April hatte er im «Wall Street Journal» Donald Trump als «irrationalen Typen» bezeichnet, der mit seinen protektionistischen Anwandlungen die globale Vormachtstellung der USA aufs Spiel setze. Richtig diskutiert wird in China über den amerikanischen Wahlkampf in den sozialen Medien. Und dort hat man den Sieger vom 8. November bereits ausgemacht: Die Mehrzahl der chinesischen Netizens rechnet mit einem Triumph Trumps.

Faible für «starke» Politiker

So irrational Trump ist, so vernunftwidrig ist der Umgang des chinesischen Internets mit dessen Aussagen. Der Kandidat der Republikaner hat in den vergangenen Monaten bei wirtschaftspolitischen Themen kein gutes Haar an Peking gelassen. China sei der grösste Währungs-Manipulant in der Geschichte der Menschheit, sagt Trump. Er wirft den Chinesen auch vor, sie hätten Millionen Jobs in den USA gestohlen, was er durch Neuverhandlungen aller Handelsabkommen ändern wolle. Seinem Ansehen im chinesischen Internet schaden solch wirre Thesen nicht. Vielmehr wird er als starker Mann gefeiert, der es als Unternehmer zu etwas gebracht habe. In China hat Trump den Spitznamen «Grossmaul», was keineswegs abschätzig gemeint ist. Chinesen haben ein Faible für Politiker solchen Schlags. Auch Russlands Präsident Wladimir Putin geniesst wegen seines vermeintlich starken und betont männlichen Auftretens grosses Ansehen.

Die heftige Kritik Trumps an der Wirtschaftspolitik ihres Landes lässt die Chinesen offenbar kalt. Vielmehr verweisen sie darauf, dass es sich beim amerikanischen Wahlkampf um eine Show handle. Wenn diese vorüber sei, werde man sich in Gesprächen mit Trump auf einen für alle Beteiligten vorteilhaften Kurs verständigen. Bei den Verhandlungen käme China noch eine weitere Eigenschaft des Bauunternehmers zugute, ist im Internet zu lesen. Trump sei kein Ideologe und habe als Geschäftsmann bewiesen, flexibel und pragmatisch zu sein. Solche Eigenschaften sagen den Chinesen zu: Sie entsprechen ihrer eigenen Lebensphilosophie.

Nicht nur wirtschaftspolitisch sehen viele Chinesen in einem Präsidenten namens Trump Vorteile. Zu aussenpolitischen Fragen hat er sich zwar bisher kaum geäussert. Sein Kommentar über Japan und Südkorea, wonach die beiden Länder punkto Sicherheitspolitik Trittbrettfahrer Amerikas seien, wurde in China jedoch wohlwollend zur Kenntnis genommen. Sie nährt die Hoffnung, dass sich die USA unter einem Präsidenten Trump aus der Region verabschieden werden – und Pekings Machthaber ihr hegemoniales Machtstreben ungestört ausleben könnten. In diese Richtung wird auch Trumps Slogan «America First» interpretiert, den viele Netizens als Weg der USA in den Isolationismus deuten. Allerdings wissen die Chinesen auch, dass Trump im amerikanischen System nicht ungestört würde schalten und walten können.

Clinton als Feindbild

Im Gegensatz zum Kandidaten der Republikaner verfügt Hillary Clinton in China über keinen guten Leumund. Im Internet hat man die Demokratin wegen ihres jüngsten Schwächeanfalls bereits abgeschrieben. «Ist so jemand überhaupt in der Lage, Präsidentin zu werden?», stellen viele die rhetorisch gemeinte Frage. Die Diskussionen werden schnell frauenfeindlich. Man fragt sich in Anspielung auf ihren untreuen Ehemann, wie Hillary die USA zufriedenstellen könne, wenn sie es nicht einmal bei Bill geschafft habe. Auch das Alter der demokratischen Kandidatin ist für viele Chinesen ein Grund zur Skepsis. Sie solle sich besser um ihr Enkelkind kümmern, lautet der Rat der Internetgemeinde.

Jenseits solch chauvinistischer Sprüche wird in den staatlichen Medien die politische Figur Clintons seit Jahren mit Argusaugen verfolgt. Bereits als First Lady hatte sie sich den Unmut der Regierung in Peking zugezogen. Ihre bei der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking getätigte Aussage, «Menschenrechte sind Frauenrechte, und Frauenrechte sind Menschenrechte», wurde als Kritik Clintons an den Verhältnissen in China interpretiert.

Auch während ihrer Amtszeit als Aussenministerin zwischen 2009 und 2013 machte sie sich wenig Freunde in dem asiatischen Land. Sie warb für Freiheit im Internet und betonte, die zwischen Peking und Tokio umstrittenen Diaoyu-Inseln (japanisch: Senkaku-Inseln) gehörten unter japanische Verwaltung. Schliesslich gilt sie als Vordenkerin der Doktrin «Pivot to Asia», wodurch die Amerikaner die Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum stärken wollen. Dieses Ansinnen steht dem Machtanspruch Pekings diametral entgegen. China will den Einfluss der USA in der der Region so gut wie möglich eindämmen. Clinton wird denn auch in China als Anti-Trump wahrgenommen. Man befürchtet, dass eine Präsidentin Clinton wegen ihrer Haltung zu Demokratie und Menschenrechten weit weniger flexibel und pragmatisch agieren würde als ihr Konkurrent.

Demokratie am Ende

Unabhängig vom Ausgang der Wahl haben die vergangenen Monate für China bereits die Schwächen der westlichen Demokratie demonstriert. Unter der Hand fragt man sich in Peking, wie ein Wirrkopf wie Trump es überhaupt schaffen konnte, für das höchste Amt der Vereinigten Staaten zu kandidieren. Offiziell wird dessen Erfolg mit seinen nationalistischen und populistischen Sprüchen als Beleg dafür gewertet, dass westliche Demokratien an ihre Grenzen gestossen seien. Trump spricht aus Sicht Pekings Wähler an, die sich durch das amerikanische System nicht länger vertreten fühlen. Dieser Befund steht aus Sicht der Kommunistischen Partei für die Überlegenheit des chinesischen Einparteistaats, der sich um alle Bürger kümmert.

«Trump öffnet in den USA die Büchse der Pandora», überschrieb die nationalistische «Global Times» im vergangenen März einen Kommentar. Man könnte es weniger prosaisch formulieren. Die vermeintliche Botschaft des amerikanischen Wahlkampfs – und des Brexit-Referendums – an das chinesische Volk lautet: «Seht her, was ihr von einer Demokratie habt.»

Quelle: NZZ

26.9.2016

Nature News

Auf den ersten Blick

Auf den ersten Blick

zeigt dieses Bild eine ganz normale Szene auf dem Land. Aber diese Tiere sind rund um die Uhr Radioaktivität ausgesetzt, die 15-mal höher ist als die als sicher geltenden Werte

Nature News

Nach der AKW-Katastrophe von Fukushima sollten die Bauern ihr Vieh töten. Aber nicht alle taten das. Die überlebenden Tiere grasen nun für die Wissenschaft.

In einem verlassenen japanischen Dorf grasen Kühe auf einer saftigen Weide. Als sie das Geräusch eines Kleinlasters hören, beginnen sie sich zu versammeln. Sie kennen die Prozedur.

Ärzte und Helfer in Schutzkleidung treiben die Kühe und Rinder in ein Gehege aus Aluminiumrohren. Jeweils fünf bis sechs Tiere auf einmal werden mit einem Seil festgebunden, damit sie sich nicht bewegen können, wenn mit einer Nadel Blut aus ihrem Nacken entnommen wird.

Die Tiere leben in der Nähe von Fukushima, wo die Radioaktivität 15-mal höher ist als die als sicher geltenden Maximalwerte. Forscher untersuchen sie regelmässig, um herauszufinden, was die Strahlung mit ihnen macht.

Grasen für die Forschung

Einst war das Gebiet ein Paradies für Landwirte. Mehr als 3500 Rinder und Kühe wurden hier nebst anderem Vieh gehalten. Nach der Atomkatastrophe im Kraftwerk Fukushima Daiichi im Jahr 2011 ordnete die japanische Regierung an, den gesamten Tierbestand auf den Höfen in der verseuchten Zone zu töten.

Doch nicht alle Bauern folgten dem Befehl: Rund 200 Kühe und Rinder gibt es jetzt noch hier, und sie haben eine Aufgabe: Sie leben für die Wissenschaft. Die Forschung erlaubt es den Bauern, ihre geliebten Tiere am Leben zu erhalten – in der Hoffnung, dass die Zucht in dieser Gegend eines Tages wieder sicher sein wird.

Alles muss schnell gehen

Die Forscher kommen alle drei Monate ins Gebiet in einem Umkreis von 20 Kilometern vom Unglückskraftwerk, um das Vieh zu untersuchen. Es ist die erste Studie über die Auswirkungen niedriger Langzeitverstrahlung auf grosse Säugetiere.

Die Ärzte arbeiten schnell. Neben Blut- nehmen sie auch Urinproben und prüfen, ob die Tiere geschwollene Lymphknoten oder sonst Ungewöhnliches aufweisen. Das Ganze dauert maximal fünf Minuten pro Tier.

Ergebnis komplett offen

Namie liegt elf Kilometer vom Kraftwerk entfernt, wo es in drei Reaktoren zu einer Kernschmelze kam. Der Ort ist eine Geisterstadt, die auf Jahre hinaus unbewohnbar bleiben wird. Aber Fumikazu Watanabe kommt jeden Tag, um 30 bis 40 Kühe und Rinder zu füttern.

«Was macht das für einen Sinn, sie zu töten?», fragt Watanabe in einem Stall, in dem einst gesunde Kühe ihre Kälber versorgten. Der Boden draussen ist mit Knochen von verendeten Tieren übersät. «Die Kühe für Forschungszwecke am Leben zu erhalten, gibt uns die Möglichkeit, unser Wissen an die nächste Generation weiterzugeben.»

Die Studie könnte zu Erkenntnissen darüber beitragen, ob Bauern eines Tages wieder in den betroffenen Gebieten arbeiten könnten, sagt Keiji Okada, Veterinärmediziner und Agrarwirtschaftler an der Iwate-Universität. Solche Forschungen habe es bisher nicht gegeben: «Und wir haben keine Ahnung, welche Ergebnisse wir erhalten werden. Genau deshalb brauchen wir die Studien.»

Viele Tiere sterben – aber woran?

Bisher haben die Untersuchungen laut Okada keine besonderen Abnormitäten an den internen Organen und bei den Fortpflanzungsfunktionen gezeigt, die sich auf Verstrahlung zurückführen liessen. Aber es sei zu früh, Rückschlüsse bezüglich Schilddrüsenkrebs und Leukämie zu ziehen.

Viele Tiere sind seit Beginn der Studie gestorben. Auch Futtermangel spielte dabei eine Rolle – was es den Experten umso schwerer macht, genaue Ursachen festzustellen. Die Kadaver werden zerlegt, und die Forscher messen die Radioaktivität in den Organen. Sie gehen damit noch einer anderen Frage nach: Töten die Strahlen die Tiere oder machen sie diese krank? Eine Schlussfolgerung soll bis März 2017 stehen.

Sie gehen der Sache nach

Das Forscherteam mit Tierärzten und Experten für radioaktive Strahlung aus drei japanischen Universitäten wurde ein Jahr nach den Kernschmelzen zusammengestellt. Sie bildeten eine gemeinnützige Organisation, die sich – ungefähr übersetzt – Gesellschaft für Tierumwelt nach nuklearen Desastern nennt.

Quelle: 20Minüten

2526.9.2016

Good News

Good News

Rauchen ist ungesund. Aber ein Inhaltsstoff von Zigaretten schützt das Gehirn laut neusten Erkenntnissen vor Alzheimer.

Wer raucht, tut seiner Gesundheit nichts Gutes. Die im Tabak enthaltenen Stoffe schaden der Lunge, erhöhen das Risiko für mehrere Krebsarten und steigern die Gefahr, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu entwickeln. Ausserdem sorgen sie dafür, dass Raucher früher ihre Zähne verlieren. Besonders Frauen leiden an den Folgen.

Einer der Inhaltsstoffe hat allerdings auch eine positive Wirkung, wie Forscher um Ursula Winzer-Serhan von der Texas A&M University im «Open Access Journal of Toxicology» (Studie hier als PDF herunterladbar) berichten.

Wunderwaffe Nikotin?

Demnach schützt Nikotin das Gehirn vor Alterungsprozessen und könnte sogar helfen, Alzheimer-Symptome abzumildern – allerdings nur, wenn es isoliert und nicht zusammen mit Tabak verabreicht wird, wie die Hochschule mitteilt. Das zeigen Experimente mit Mäusen, in denen die Tiere unterschiedlich Portionen Nikotin verabreicht bekamen. Die Dosierung orientierte sich dabei an den Mengen Nikotin, die Gelegenheitsraucher, mässige und starke Raucher inhalieren.

Trotz des positiven Effekts auf das Gehirn warnt Winzer-Serhan Menschen davor, nun häufiger zur Zigarette zu greifen. Es brauche noch mehrere klinische Studien, bevor man jemanden raten könne, sein Verhalten zu ändern. «Wir wissen noch nicht, ob isoliert verabreichtes Nikotin sicher ist», so die Expertin. Zudem könne der Schutz vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer die massiven, durchs Rauchen hervorgerufenen Gesundheitsschäden nicht aufwiegen.

Frühere Studie

Es ist nicht das erste Mal, dass Forscher dem Nikotin eine positive Wirkung bescheinigen: 2007 berichteten Forscher vom Pariser Hôpital Henri Mondor, dass der Stoff helfe, die motorischen Defizite von Parkinson-Patienten zu verbessern. 2011 meldete ein Team des Institut du Cerveau et de la Moelle Épinière, dass Nikotin das Gehirn vor Parkinson schützt.

Quelle: 20Minüten

26.9.2016

Ziegen News

Ziegen News

Nach dem gescheiterten Putsch eskaliert die Menschenrechtslage. Ein Interview mit Andrew Gardner, Türkeiexperte von Amnesty International, über willkürliche Festnahmen und Folter.

Die Nacht vom 15. auf den 16. Juli hat die Türkei verändert. Teile des Militärs hatten versucht, die Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan zu stürzen. Der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen, in vielen Städten kam es zu Jagdszenen auf den Strassen. Insgesamt starben 290 Menschen, mehr als 2000 wurden teils schwer verletzt.

Erdogan nahm den gescheiterten Coup zum Anlass, um mit äusserster Härte gegen die Hintermänner und in sogenannten Säuberungen auch gegen vermeintliche Unterstützer vorzugehen. Dazu wurden Gesetze ausgehebelt, Zehntausende Menschen verloren ihren Job oder landeten sogar in Haft. Als Hauptdrahtzieher beschuldigt die Regierung den im Exil lebenden Prediger Fethulah Gülen.

Menschenrechtsorganisation kritisieren das Vorgehen der Staatsführung scharf, so auch Amnesty International. "Wir haben festgestellt, dass in den Gefängnissen tatsächlich gefoltert wird", erklärt der Türkeiexperte der Organisation, Andrew Gardner im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

SPIEGEL ONLINE: Herr Gardner, der gescheiterte Putschversuch in der Türkei hat die politische Stimmung im Land verändert. Mehr Menschen denn je stehen hinter Präsident Erdogan, den sie als Beschützer vor einer neuen Militärdiktatur sehen. Wie beurteilen Sie die Lage?

Gardner: Mit Blick auf die Menschenrechte, bei denen es in der Türkei ja schon lange vor dem Putschversuch große Probleme gab, stellen wir in allen Bereichen eine massive Verschlechterung fest. Wir hatten schon vorher eine angespannte Lage im Südosten, wo de facto ein Ausnahmezustand herrscht: Das türkische Militär setzt dort in Wohngebieten schwere Waffen im Kampf gegen die PKK ein, es gelten Ausgangssperren rund um die Uhr für die Zivilbevölkerung. Was Presse- und Meinungsfreiheit angeht, ist die Lage in der Türkei schon seit Langem schlecht. Aber seit dem Umsturzversuch gilt ein landesweiter Ausnahmezustand, in dem die Regierung per Dekret regieren kann. All die Menschenrechtsverletzungen finden seither in viel grösserem Ausmass statt, und zwar in allen Bereichen.

Zum Beispiel?

Nehmen wir die Pressefreiheit. Schon seit Jahren werden Journalisten und Medienhäuser unter Druck gesetzt, wenn sie kritisch berichten. Seit Mitte Juli sind hier die Zahlen dramatisch in die Höhe geschossen. Mehr als hundert Medien wurden per Dekret verboten, inzwischen sind mehr als hundert Journalisten im Gefängnis. Reporter werden nach den Anti-Terror-Gesetzen verurteilt, obwohl es keine Beweise dafür gibt, dass sie in irgendwelche kriminellen Aktivitäten, geschweige denn Terror verwickelt sind. Sie haben lediglich ihre Ansichten in Artikeln zum Ausdruck gebracht.

Menschenrechtler bemängeln, nicht nur Journalisten, sondern sämtliche Kritiker der Regierung würden unter Druck gesetzt. Woran machen Sie das fest?

Den Festgenommen wird selten irgendetwas im Zusammenhang mit dem Putsch vorgeworfen. Man verhört sie nicht einmal in diese Richtung. Vielmehr werden sie gefragt: In welche Schule geht ihr Kind? Bei welcher Bank haben Sie Ihr Konto? Und so weiter.

Warum fragen die Behörden nach solchen Dingen?

Man versucht, ihnen Sympathien mit der Gülen-Bewegung nachzuweisen, die ja Schulen betreibt und von der man weiss, dass bestimmte Unternehmen ihr nahestehen. Die Gülen-Bewegung gilt nun als Terrororganisation, die hinter dem Putsch steht. Auf diese Weise versucht man, Menschen in die Nähe von Terroristen zu rücken. Alleine die Zahlen sind Besorgnis erregend. Inzwischen haben 80.000 Menschen ihre Jobs verloren, ohne dass es dafür eine Rechtfertigung gibt. Mehr als 40.000 Menschen wurden festgenommen.

Es kursieren Gerüchte über Folter in Gefängnissen. Gibt es Belege dafür?

Schon in der ersten Woche nach dem gescheiterten Putsch kamen uns Berichte zu Ohren, dass es an den Orten, an denen Menschen festgehalten werden, zu Gewalt kommt. Wir sind dem nachgegangen und haben festgestellt, dass in den Gefängnissen tatsächlich gefoltert wird. Das bestätigen die Anwälte der Gefangenen, ebenso Ärzte, die diese Menschen behandelt haben.

Gilt das nur im Zusammenhang mit dem Coup?

Nein, auch Berichte über Folter im Südosten, bei den bewaffneten Zusammenstössen in den kurdisch besiedelten Gebieten, haben zugenommen. Dabei wurde Folter in der Türkei in den vergangenen Jahren zwar nicht komplett gestoppt, aber doch stark reduziert. Jetzt stellen wir einen generellen Rückfall in die Praxis des Folterns fest. Die Gefahr heute ist, dass mühsame Verbesserungen der Menschenrechtslage über Nacht für lange Zeit auf den Kopf gestellt werden.

Die Regierung spricht von einem kurzzeitigen Ausnahmezustand, bis die Lage sich wieder stabilisiert hat.

Man sieht, dass das nicht stimmt. Mehr als ein Fünftel aller Richter und Staatsanwälte wurden suspendiert oder selbst ins Gefängnis gebracht. Das hat langfristige Folgen. Die Justiz ist damit nicht funktionsfähig. Wie soll so in Zukunft Rechtsstaatlichkeit gewährleistet werden?

Die türkische Regierung hält entgegen, der Westen und Organisationen wie Amnesty International könnten nicht ermessen, welche Gefahr der Türkei durch die Putschisten gedroht habe. Daher würden Sie die jetzigen Ereignisse falsch bewerten und westliche Propaganda betreiben. Was sagen Sie dazu?

Ich glaube nicht, dass es ein Widerspruch ist, einerseits im Fall des Putsches Ermittlungen zu führen, Beweise zu sammeln und den Verantwortlichen den Prozess zu machen, und andererseits die Menschenrechte zu respektieren und Rechtsstaatlichkeit zu garantieren. Wer hinter dem Coup steckt, soll sich dafür verantworten. Aber wenn Menschen ohne Beweise festgenommen und gefoltert werden, macht das nicht den Eindruck, als wolle man überhaupt herausfinden, wer die wirklich Verantwortlichen sind.

Die Türkei ist Partner der EU in der Flüchtlingsfrage. Wie sehen Sie das aus Menschenrechtssicht?

Die Politik der EU basiert darauf, dass die Türkei ein sicheres Land ist, in das man Flüchtlinge zurückschicken kann. Das ist eine grobe Fehleinschätzung. Die Türkei hat kein funktionierendes Asylsystem, und die meisten Flüchtlinge leben unter sehr schwierigen Bedingungen. Es gibt etwa drei Millionen Flüchtlinge im Land, viele Kinder haben keinen Zugang zu Bildung, viele Menschen keinen zum Gesundheitssystem. Die Wohnbedingungen sind oft schlecht. Das war schon vor Mitte Juli so. Aber seither sind Tausende von Lehrern entlassen worden, so dass der Druck im Bildungssystem noch grösser geworden ist. Viele Ärzte wurden suspendiert, medizinische Zentren geschlossen. Das hat alles Auswirkungen auf die Lage der Flüchtlinge.

Die EU hofft, dass das Flüchtlingsabkommen auf lange Sicht trotzdem funktionieren wird.

Es hat ja bis jetzt schon nicht funktioniert. Die tatsächlichen Probleme, die Menschen dazu bringt, über das Meer nach Europa zu flüchten, sind ja darin in keiner Weise sinnvoll thematisiert worden.

Quelle: DER SPIEGEL

26.9.2016

Exzellent News

Exzellent News

Strassenumfrage zur Rente: «Mit 4000 Franken Rente kommt man durch»

Beispiele von Firmen zeigen, wie deren Pensionskassen Rentner aus ihrem System weghaben wollen und sie mit dem Geld in den Lebensabend entlassen.

Die extrem tiefen Zinsen und steigenden Kosten für die Vorsorgeeinrichtungen infolge höherer Lebenserwartung haben Folgen: Gegenüber der Situation vor 10 oder 15 Jahren liegen die Rentenumwandlungssätze schon heute tiefer und haben sinkende Altersrenten zur Folge. Aktuell gilt für Löhne bis 84'600 Franken, die im Rahmen des Bundesgesetzes über die berufliche Vorsorge (BVG) obligatorisch versichert sind, ein Renten­umwandlungssatz von 6,8 Prozent. Vieles spricht dafür, dass dieser Satz weiter fällt. Im überobligatorischen Bereich ist der Leistungsabbau noch einschneidender, weil dort die gesetzlichen Mindestvorgaben nicht gelten (siehe Box).

Wenn die Vorsorgeeinrichtungen fürchten, die Leistungen seien längerfristig nicht finanzierbar, geraten sie unter Zugzwang. «Jede Kasse ist froh, wenn sich Versicherte im Alter 65 entscheiden, sich ihr Kapital auszahlen zu lassen, anstatt eine lebenslang garantierte Altersrente zu beziehen», erklärt Florian Schubiger von der Vermögenspartner AG.

Seit der ersten BVG-Revision von 2004 haben Versicherte die Wahl: Ein Viertel des gesparten Altersguthabens kann als Kapital bezogen werden. Viele Kassen gestatten heute sogar den Bezug der Hälfte oder gar des ganzen Alters­kapitals. Kapitalbezüge sind zudem ­administrativ erleichtert worden, etwa mit stark verkürzten Anmeldefristen. Der Bundesrat verfolgt all dies mit Sorge: Die Regierung will Kapitalbezüge aus dem Obligatorium sogar verbieten, weil die Gefahr besteht, dass das Geld rascher als geplant dahinschmilzt (TA vom 17. 9.). Dann muss die Allgemeinheit über Ergänzungsleistungen in die Bresche springen.

Beispiele Novartis, IBM, CS

Fast überall, wo es keine Leitplanken gibt, wollen die Vorsorgeeinrichtungen die Rentner aus ihrem System weghaben und sie mit dem Geld oder zumindest einem Teil davon in den Lebensabend entlassen. Zum Beispiel bei den über­obligatorischen Löhnen: Die Pensionskassen von Novartis und IBM verpflichten ihre Mitglieder schon heute, bei höheren Lohnteilen das Kapital zu beziehen (ab 150'000 bzw. 84'600 Franken). Die Credit Suisse will dieses System ab 2017 einführen, und zwar für Lohn­bestandteile über 126'900 Franken.

Der Zwang, Kapital statt Rente zu wählen, hängt meist mit neuen Anlagemodellen zusammen, den sogenannten 1e-Plänen: Hier kann der Versicherte selber eine Auswahl aus verschiedenen Anlagestrategien treffen, zum Beispiel mit mehr oder weniger hohem Aktienanteil. Kombiniert nun eine Kasse eine solche 1e-Lösung mit einem vorgeschriebenen Kapitalbezug, kann sie sich unter zwei Aspekten Luft verschaffen respektive Risiken auslagern: Zum einen tragen die Versicherten selbst die Risiken bei der Kapitalanlage. Zum anderen entlasten die Kapitalauszahlungen die Bilanz des Unternehmens von längerfristigen Rentenverpflichtungen, die aus heutiger Sicht schwer abschätzbar sind. Dies kommt vor allem grösseren Unternehmen gelegen, die nach internationalen Rechnungsstandards bilanzieren.

Die 1e-Pläne gibt es seit 2006, und sie heissen so, weil sie aufgrund einer entsprechenden Verordnungsbestimmung (Artikel 1e BVV2) erst möglich gemacht wurden. «Damit wollte man Wahlmöglichkeiten schaffen», sagt Colette Nova, Vizedirektorin beim Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV). Gemäss der Verordnung sind 1e-Pläne für Löhne von mehr als 126'900 Franken erlaubt (das 1,5-Fache des maximalen BVG-Lohns). Die 1e-Pläne standen bisher aber noch im Widerspruch mit gewissen Garantien des Freizügigkeitsgesetzes. Das Parlament hat im Dezember 2015 jedoch eine Gesetzesänderung angenommen. Demnach tragen die Versicherten auch Verlustrisiken und erhalten beim Austritt einfach den effektiven Wert ihres Gut­habens ausbezahlt. Vorsicht ist also geboten, denn wer als Versicherter Risiken mit Aktien eingeht, hat dann nicht einmal mehr den Nominalwert seines Guthabens garantiert.

«Eine neue Ära bricht an»

«Sobald diese Gesetzesänderung in Kraft tritt, bricht eine neue Ära an», prophezeit Stefan Thurnherr vom VZ Vermögenszentrum. Er rechnet damit, dass vor allem grössere börsenkotierte Unternehmen für die überobligatorischen Leistungen den Kapitalbezug vorschreiben werden. Schliesslich ist der Druck gross, die Bilanzen der Arbeitgeber von Rentenverpflichtungen zu entlasten. Wann genau die Bestimmung in Kraft tritt, ist noch offen. Colette Nova vom BSV nennt den 1. Januar 2017 als frühesten Termin. Möglicherweise trete die Gesetzesänderung auch erst einige Monate später in Kraft. Dies hängt vom Stand der Arbeiten an der Ausführungsregelung und letztlich vom Bundesrat ab, der das Geschäft verabschieden und den Zeitpunkt des Inkrafttretens fest­legen muss.

Was bei Kapitalbezügen generell zu bedenken ist, ist das schwierige Zins­umfeld. Wer sein Altersgeld sicherheitsorientiert anlegt, tappt in die Falle mit negativen Zinsen. Wer stattdessen auf dem Kapital- oder Aktienmarkt mehr wagt, muss mit grossen Schwankungen rechnen. Bleibt noch die Möglichkeit sogenannter Leibrenten als Altersvorsorge: Damit bekommt man heute auf dem freien Markt eine Altersrente, die weit unter den BVG-Leistungen liegt. Rein rechnerisch entsprechen die Leibrenten aktuell einem Umwandlungssatz von 3 oder 3,5 Prozent, je nach Versicherung. «Kommt noch hinzu, dass das Geld der Versicherten so zweimal besteuert wird – zuerst als Kapitalbezug, dann als Einkommen in Form einer Leibrente», warnt Stefan Thurnherr.

60-jährig und arbeitslos

Nicht gerade rosig sind die Renten­aussichten für Personen, die im Alter 60+ oder 55+ ihre Stelle verlieren: Landet ihr Altersguthaben zum Beispiel auf einem Freizügigkeitskonto einer Bank, wird dort lediglich das Kapital parkiert und zu einem bescheidenen Ertrag verzinst. Einen Anspruch auf eine Altersrente hat dieser Personenkreis nicht. Kommt es nicht mehr zu einer Neu­anstellung, muss bei der Pensionierung das Kapital bezogen werden. Das ist ­bitter: das Leben lang gearbeitet und keine sichere Altersrente. Als Ausweg kann man beantragen, die Vorsorge über die BVG-Auffangeinrichtung fort­zuführen. Das tun aber die wenigsten, weil man dann die vollen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge zahlen muss, was sich viele nicht leisten können.

Diese Lücke in der Vorsorge ist politisch längst erkannt und kommt nun auf die Agenda für das Reformpaket Altersvorsorge 2020. Die Reform soll eine Besserstellung bringen, indem Betroffene ihr Altersguthaben künftig in die BVG-Auffangeinrichtung einbringen können, die ihnen damit eine Rente ausrichtet.

Ob das ganze Alterskapital nun freiwillig oder unfreiwillig auf dem eigenen Konto landet oder nicht: Mit grösseren Beträgen haushälterisch umzugehen, ist nicht jedermanns Sache. Wichtig ist laut Colette Nova vor allem die Einsicht: «Je tiefer die spätere Altersrente ausfällt, umso mehr sind die Menschen darauf angewiesen, dass sie eine sichere und regelmässige Rente erhalten.»

Quelle: Tages-Anzeiger

25.9.2016

IT News

IT News

Der Detailhändler Coop setzt auf elektronische Preise. Das entlastet die Mitarbeiter und spart Geld. Sind die neuen Schilder der Start für dynamische Preise?

Sie sahen einst aus wie das Display eines schlechten Taschenrechners: elektronische Preisanschriften im Detailhandel. Als vor Jahren im Ausland die ersten derartigen Preisschilder auftauchten, waren die Zahlen je nach Licht und Betrachtungswinkel kaum zu entziffern. Mit der aktuellen Technologie hat sich das geändert: Die Displays sind ähnlich wie bei einem E-Reader gestochen scharf und lassen für Aktionen sowohl farbige Anschriften als auch die Darstellung von Preisentwicklungen zu.

Mit derartigen Preisschildern experimentiert derzeit Coop. In der Filiale Gundeli in Basel findet seit Mitte August ein Test mit 13'500 digitalen Anschriften statt, wie Coop-Sprecher Urs Meier zu 20 Minuten sagt. Bis auf die Tiefkühlprodukte sind alle Artikel mit den elektronischen Etiketten ausgestattet. Die Leute seien positiv überrascht, mehr zu den Testergebnissen will Coop aber noch nicht bekanntgeben. Der Versuch in läuft voraussichtlich bis Ende Jahr. Dem Vernehmen nach wird der Detailhändler diesen Herbst noch eine weitere Basler Verkaufsstelle mit den digitalen Preisschildern ausstatten.

«Das Personal wird entlastet»

Der Vorteil der modernen Preisschilder: Das Ausdrucken und zeitaufwendige manuelle Anbringen der Papieretiketten entfällt. Ein Aktionspreis eines Artikels wird vom zentralen Rechner an die elektronischen Labels aller Filialen als auch an die Kassensysteme gesendet. «Das Personal in den Verkaufsstellen wird entlastet», sagt Meier. Anders gesagt: Wird dereinst in allen 850 Coop-Filialen aufs Etikettieren verzichtet, spart das eine Menge Arbeitsstunden und in der Folge Personalkosten. Das dürfte die hohen Beschaffungskosten fürs System über die Zeit wettmachen. Eine mittlere Filiale hat rund 15'000 Preisschilder.

Konsumentenschützer betrachten den Trend zu digitalen Preisschildern skeptisch: «Wir haben Bedenken, dass das System den Anreiz schafft, die Preise ständig nach oben und unten anzupassen, ohne dies der Kundschaft aktiv mitzuteilen», liess die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) verlauten, als Media-Markt digitale Preisschilder lancierte. Von dynamischen, je nach Tageszeit unterschiedlichen Preisen will man bei Coop nichts wissen. «Ein solches Preissystem ist nicht vorgesehen», sagt Sprecher Meier. Bei Coop sollten alle Kunden den ganzen Tag von Aktionen profitieren können.

Media-Markt: Keine Preisstrategie in Tankstellen-Manier

Sinnvoll sind elektronische Preisschilder insbesondere bei Waren, deren Preise oft wechseln. Das ist bei Früchten und Gemüse der Fall, die je nach Erntesituation unterschiedlich viel kosten. Noch will sich Coop nicht dazu äussern, ob die neuartigen Preisschilder bald in der ganzen Schweiz eingeführt werden. Sprecher Meier sagt lediglich: «So schnell wird das nicht gehen. Elektronische Preisschilder werden in der Schweiz aber mehr und mehr zum Thema. Wir wollen vorbereitet sein, wenn es so weit ist.»

Digitale Etiketten sind seit Anfang Jahr in allen Schweizer Media-Märkten in Betrieb. «Sie sind der effizienteste Weg, bei einer grossen Anzahl Waren Preisanpassungen vorzunehmen», sagt Sprecherin Séverine de Rougemont. Media-Markt will mit der neuen Technologie besser auf Preisentwicklungen reagieren können. «Hier geht es nicht um eine Preisstrategie in Tankstellen-Manier, sondern darum, Preise elektronisch zu steuern», so de Rougemont. Die Mitarbeiter, die bisher von Hand täglich die Schilder ausgewechselt hatten, sollten sich auf die Beratung konzentrieren können.

Die Migros hat die digitalen Preisschilder im Zuge der Umstellung auf die Beschriftung der Preise an den Regalen statt auf den Produkten geprüft, aber für zu teuer befunden. «Die Papiervariante funktioniert gut, daher ist eine grosse Umstellung nicht notwendig», sagte eine Sprecherin zur «Schweiz am Sonntag».

Zurückhaltung wegen negativer Wahrnehmung dynamischer Preise?

«Die digitalen Preisschilder sind ein logischer Schritt. Die Händler können schneller reagieren und sparen Kosten», sagt Detailhandelsexperte Gotthard F. Wangler zu 20 Minuten. Er vermutet, dass die grossen Schweizer Anbieter bis Ende 2019 auf diesen Trend aufspringen. Den Grund für die aktuelle Zurückhaltung sieht Wangler in der negativen Wahrnehmung dynamischer Preise durch die Konsumenten. Darum ist es zentral, wie der Detailhändler kommuniziert. Dynamische Preise funktionieren in beide Richtungen.

Quelle: 20Minüten

26.9.2016

Sommerloch-News – Mitten im Altweibersommer

Sommerloch-News – Mitten im Altweibersommer

Die Scheidung von Brad Pitt und Angelina Jolie schlägt weiterhin hohe Wellen. Die Gerüchteküche brodelt, der Streit um die gemeinsamen Kinder zieht sich in die Länge. So will Pitt nicht hinnehmen, dass Jolie das alleinige Sorgerecht bekommt. Die Gerüchte um seine Alkohol- und Drogenexzesse dürften das allerdings nicht gerade leichter machen ...

Eines der wildesten Gerüchte rund um die Scheidung des Jahres ist wohl die Behauptung, Pitts Schauspielkollegin Marion Cotillard soll von ihm schwanger sein bzw. zumindest eine Affäre mit ihm gehabt haben. Beides dementierte die Französin allerdings.

Misshandelte Pitt seinen Adoptivsohn?

Einer der Trennungsgründe soll zudem Pitts Vorliebe für Alkohol und Marihuana sein. Ausserdem sei der "Inglorious Bastards"-Star regelmässig ausgerastet und habe angeblich sogar seinen Sohn Maddox (15) geschlagen. Womit wir beim nächsten Gerücht wären ...

So soll Pitt während eines Fluges am 14. September betrunken gewesen sein und seine Kinder angeschrien haben. Der "New York Post" zufolge soll er diesbezüglich bereits vom Jugendamt befragt worden sein. Eine dem Schauspieler nahestehende Quelle berichtete, dass sich Pitt kooperativ verhalten und Fehler zugegeben habe. Jedoch habe er darauf bestanden, seine Kinder nicht physisch angegriffen zu haben. Das FBI prüft, ob Ermittlungen wegen Kindesmisshandlung aufgenommen werden müssen.

Übrigens soll die Scheidung, so ein weiteres Gerücht, Jolies alleinige Entscheidung gewesen sein. Pitt soll davon erst 24 Stunden vorher erfahren und die Tatsache alles andere als lustig gefunden haben: Er sei "wutentbrannt" und "stinksauer" gewesen, sagte ein Insider gegenüber "TMZ". Pitt wolle die Scheidung "wie Erwachsene" handhaben und intime Details aus ihrem Familienleben gar nicht erst an die Öffentlichkeit bringen. Doch dann habe Angelina bei ihm "verbrannte Erde" hinterlassen, weil sie das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder haben möchte.

Jolie wollte angeblich nicht heiraten

Um die Ehe der beiden Stars hatte es bereits kurz nach der Hochzeit Spekulationen gegeben. So soll Jolie eigentlich gar nicht begeistert von der Idee einer Eheschliessung gewesen sein. Wegen der Kinder habe sie dann aber doch eingewilligt, mit Pitt vor den Traualtar zu treten.

Apropos Kinder: Die sollen ja angesichts der mangelnden bis nicht vorhandenen Erziehung völlig ausser Kontrolle sein. Wie eine Ex-Nanny gegenüber dem Magazin "InTouch" berichtete, herrsche im Hause Jolie-Pitt das Chaos. Maddox habe bereits im Alter von neun Jahren Wein getrunken und mit einem Auto über eines der Anwesen der Familie fahren dürfen. Ausserdem hätten die Kinder die Regeln über die Zeit des Zubettgehens ignoriert. "Sie haben keine Kontrolle über die Kinder", so die Nanny über Jolie und Pitt.

Liebes-Comeback mit Jennifer Aniston?

Der hatte ja, wie wir wissen, 2005 Jennifer Aniston verlassen, um mit Jolie zusammen zu sein. Jetzt soll er sich, so die Gerüchteküche weiter, bei seiner Ex ausweinen. Zumal es auch in Jennifers Ehe mit Justin Theroux kriseln soll, weil dieser zu engen Kontakt mit seiner Ex-Freundin haben soll.

Sprecher der Schauspielerin dementierten nun gegenüber der "Daily Mail" allerdings, dass Jennifer sich von Justin getrennt habe. Die Geschichte sei demnach "komplett fabriziert". Doch auch bei Brangelina wollte man es ja zunächst nicht so recht glauben ...

Quelle: Kronen Zeitung

26.9.2016

Die Tyrannei des Kindischen – TIPP vom Doktor

Zu diesem typischen Sommerlochthema empfehle ich Ihnen folgendes Buch:

«Die kindliche Gesellschaft» von Robert Bly

Ihr Dr. Luzart

Doktor, s'Kim Jong Un makes the Bömb statt Internet

Wer solch ein Fernglas hat, sieht auch ohne Internet alles.

Wer solch ein Fernglas hat, sieht auch ohne Internet alles.

Reif für die Psychoanalyse

Nordkorea ist ein Land, das weitgehend offline ist. Nur einige wenige kommen in den Genuss des Internets. Viel gibt es aber nicht zu sehen.

Wegen einer falschen Konfiguration von Servern konnten Aktivisten das nordkoreanische Internet auslesen. Dabei bemerkten sie, dass der nordkoreanische Teil des Internets nicht allzu umfangreich ist. Ganze 28 Websites tauchten unter der Endung .kp auf, wie Cnet.com berichtete.

Es sind unter anderem Seiten, um Flüge zu buchen, Nachrichten zu lesen und solche mit propagandistischen Inhalten zu finden. Auf Cooks.org.kp gibt es verschiedene Rezepte zu nordkoreanischen Spezialitäten wie Reiskuchensuppe oder klebrigen Reiskuchen. Ebenfalls gibt es Seiten zum Internationalen Filmfestival in Pyöngyang und von Nordkorea Tourismus.

Weniger Freiheit als in einem Computerspiel

Wie wenig Internet es in der stalinistischen Diktatur gibt, verdeutlicht ein Forumeintrag. Ein Reddit-User legte dar, dass alleine im Spiel «Grand Theft Auto V» auf 83 (fiktive) Websites zugegriffen werden könne. Dies sind etwa dreimal so viel wie das ganze nordkoreanische Internet beinhaltet.

Das globale Internet ist in Nordkorea nur sehr wenigen Menschen zugänglich. Gemäss Vox.com können nur privilegierte Menschen darauf zugreifen, nach Schätzungen einige tausend Personen, die meisten davon Kaderleute der Regierung.

Quelle: 20Minüten

22.9.2016

Die Psychoanalyse von Dr. Luzart

Möglicherweise profitiert die Bevölkerung Nordkoreas vom beschissenen Internet-Angebot. Maybe. Who knows? Immerhin sind sie nicht gezwungen, schon von Kindesbeinen an verstöpselt mit dem Smartphone und den Blick stur aufs Display gerichtet durch Nordkoreas Landschaften zu torkeln, wie hierzulande üblich.

Bauernregel zum 26. September – Tag von Sankt Kosmas und Sankt Damian

«An Sankt Kosmas und Sankt Damian fängt das Laub zu färben an.»

Video zum Tag: Willkommen auf einer Welt, wo man deine Artgenossen ausrottet

Video zum Tag

Nashorndame Nane brachte ihr fünftes Jungtier zur Welt

Das circa 30 Kilogramm schwere Spitzmaul-Nashorn-Baby wagt seine ersten Schritte im Freien vom Krefelder Zoo und sucht sogleich die Nähe zu seiner Mutter. Die 25 Jahre alte Mutter Nane führt die Kleine behutsam durch das neue Zuhause.

6.9.2016

Unser täglich Bild gib uns o Herr Luzart, der du bist the sexiest Man alive from Lucerne South. Amen

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