Daily Headline

  • 17.4.2019 - Unselige Biografien

    Sexueller Missbrauch: Klubverantwortliche weisen Köbi Kuhns Vorwürfe zurück

    Fussballlegende Köbi Kuhn packt in seiner Autobiografie aus und erzählt, dass er als Junge von einem älteren Kollegen sexuell missbraucht wurde. Der sei noch immer in der Jugendarbeit des FC Wiedikon engagiert. Der Verein widerspricht. Köbi Kuhn berichtet in seiner morgen erscheinenden Autobiografie, er sei in seiner Jugend sexuell missbraucht worden, von einem älteren Kollegen während seiner Zeit bei seinem ersten Verein. Lange habe er geschwiegen, auch aus Scham. Doch als er die Vereinsleitung damit konfrontierte, nachdem 2016 Missbrauchsdiskussionen durch die Medien gingen, sei ihm mitgeteilt worden, dass der Mann noch immer in der Jugendarbeit im Klub engagiert sei. So schildert es die Zürcher Fussballlegende Kuhn in einem Vorabdruck seines Buchs, der gestern im «Blick» erschien. So steht's geschrieben in der AZ.

    Wir wollen Köbi Kuhn nicht zu nahe treten, aber irgendwie hat die Geschichte ein Gschmäckle, wie man im grossen Kanton zu sagen pflegt. Es fällt auf, dass alle Prominenten, die das Verfallsdatum etwas überschritten haben, dem unseligen Trieb nach einer eigenen Biografie nicht widerstehen können. Um die Verkäufe anzukurbeln, muss irgend etwas Skandalöses zur Plakatierung ins Buch rein und an die Medien raus. Das war beim Sternekoch Mosimann so, der plötzlich, genau wie Köbi Kuhn, im BLICK und den nachlaufenden Durchlauferhitzer-Medien von Ringier unbedingt davon berichten musste, dass er als Junge auf einer Lambretta von einem Mann sexuell missbraucht worden war. Das hatte dank der Lambretta immerhin noch eine etwas komische Komponente, Köbi Kuhns Lebensbeichte hingegen wirkt nur noch peinlich. Kuhn war prominent genug, die Klubverantwortlichen mit seinen Vorwürfen zeitgerecht konfrontieren zu können. Er hätte vermutlich als Nationaltrainer der Schweizer Fussballmannschaft sehr viel bewirken können, um Missstände ein für allemal auszuschalten.

  • 15.4.2019 Auf der Suche nach Investoren

    Neuer Super-Akku für E-Autos? Basler Firma verspricht «grossen Sprung»

    «Verhilft die Superbatterie dem E-Auto zum Durchbruch?», fragt die Zeitung «Die «Welt» in grossen Lettern. Das Nachrichtenmagazin «Focus» schreibt: «Neuer Super-Akku ermöglicht angeblich 1000 Kilometer Reichweite». Mit einer Meldung, weltweit gestreut, hat die in Basel angesiedelte Firma Innolith eine Flut von Medienberichten ausgelöst. Sie verkündet darin, an der Entwicklung der ersten wiederaufladbaren Batterie zu arbeiten, deren «innovative Akkutechnologie» die neuen Höchstleistungen ermögliche. «It’s a big jump», unterstreicht CEO Alan Greenshields gegenüber dem US-Technikmagazin «The Verge» die Bedeutung der Ankündigung. Die Entwicklung und Vermarktung der Innolith Energy Battery werde voraussichtlich noch drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Frühestens 2022, so Greenshields, werde das Produkt auf den Markt kommen. Schreibt die AZ.

    Wer's glaubt wird selig. Und vermutlich ärmer. Bis 2022 werden die Chinesen längst ein adäquates Produkt auf dem Markt haben. Alan Greenshields sucht Investoren. So einfach ist das.

  • 14.4.2018

    Swisscom will Whatsapp Konkurrenz machen

    Noch dieses Jahr will der Schweizer Telekom-Anbieter Rich Communication Services auf den Markt bringen. SMS, Short Message Service, war gestern. Telekom-Anbieter überall auf der Welt ersetzen den Dienst nach und nach mit RCS, Rich Communication Services. Auch die Swisscom, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. So steht's geschrieben auf dem Portal der «Pendlerzeitung» 20Minuten.

    Es ist noch gar nicht so lange her, da wollten Swisscom und COOP mit dem Onlineshop «Siroop» Jeff Bezos «Amazon» herausfordern. Die teure Aktion der beiden grossen Player aus der Schweiz ging furchtbar in die Hosen und endete als Lachnummer mit riesigen Verlusten im zweistelligen Millionenbereich.

  • 13.4.2019

    Diskriminierung: «Ich bekomme keinen Job, weil ich zu schön bin»

    Die Italienerin Alice Soldi bewirbt sich seit Jahren als Rettungsschwimmerin, doch jedes Mal bekommt sie eine Absage. Hat das mit ihrem Aussehen zu tun? Die 26-jährige Alice Soldi aus Fano an der Adriaküste ist frustriert. Seit drei Jahren schickt sie ihre Bewerbung als Rettungsschwimmerin für Fano oder den naheliegenden Badeort Pesaro - doch jeden Sommer bekommt sie dieselbe Antwort: Nein, danke. Soldi glaubt zu wissen, wo das Problem liegt: Sie ist eine Frau. Dazu noch eine sehr attraktive Frau. So steht's geschrieben in der Pendlerzeitung 20Minuten.

    Soldi glaubt zu wissen, wo das Problem liegt: Alice ist eine Frau... Aber hallo! Geht uns, den schönen Männern, genau so wie Alice.

  • 11.4.2019

    Amazon-Mitarbeiter hören sich Privatgespräche mit Alexa an

    Um die virtuelle Amazon-Assistentin zu verbessern, transkribieren und analysieren Mitarbeiter jeden Tag Tausende von aufgezeichneten Gesprächen. Wird es zu privat, sollen sie offenbar aufhören. Die Kunden wissen nichts davon. Schreibt SPIEGEL online.

    Wow! Das ist doch mal ein Schocker. Gespräche mit Alexa abhören geht gar nicht. Wer verdient da mehr Mitleid? Die Unbedarften, die ihren daily Bullshit mit Alexa besprechen oder diejenigen, die im Auftrag von Jeff Bezos den Schwachsinn abhören müssen?

  • 10.4.2019

    93 Prozent der Bio-Felder sind mit Giftrückständen verseucht

    Ein Grossteil der Felder von Biobauern ist mit Pflanzengiften von benachbarten Äckern belastet. Dies zeigt eine Studie der Universität Neuenburg. Die Felder der meisten Bio-Betriebe im Mittelland sind mit Pestiziden kontaminiert. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf eine Studie der Universität Neuenburg. Den jüngst im «Journal of Applied Ecology» publizierten Angaben zufolge sind 93 Prozent der Bio-Äcker mit Pflanzengiften belastet. Schreibt 20Minuten.

    «Oh my God», werden wohl einige jetzt seufzen. Als ob dies nicht schon immer klar und eindeutig gewesen wäre. Auch ohne Studie.

  • 9.4.2019 - Der arme Sternekoch

    Beiz ruiniert, Dutzende Geschädigte, darunter sogar ein Sternekoch: Gastro-Betrüger zieht in Zermatt alle über den Tisch

    Ein skrupelloser Betrüger hat in Zermatt Dutzende Geschäfte und Privatpersonen abgezockt – teils um Beträge in Millionenhöhe. Mit Folgen: Jetzt musste ein renommiertes Restaurant wegen ihm sogar schliessen. Auch der bekannte Sternekoch Frédy Girardet (82) hat gemäss der Zeitung Strafanzeige erstattet. Der Vorwurf: Als sein Vermögensverwalter soll B. irreführende Schätzungen gemacht haben. Schreibt unser aller BLIGG.

    Das Mitleid mit dem 82-jährigen «Sternekoch» hält sich in Grenzen. Auch wenn diese Köche von den Sternen kommen, sind sie in der Regel dennoch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.

  • 5.4.2019

    Tusk bietet «Flextension» an - May bittet um Aufschub bis Juni

    Im Tauziehen um einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse schlägt EU-Ratschef Donald Tusk eine Flextension vor. Die britische Premierministerin Theresay May bittet um eine Verlängerung des EU-Austritts bis zum 30. Juni. Das bedeutet, dass Großbritannien an der Europawahl im Mai teilnehmen müsste.

    Das ist das Schöne an der EU: Jeder darf etwas sagen. Böse Zungen nennen sowas Kakophonie mit Unterhaltungswert. Haben sich Elmar Brok und Günther Oettinger (in seinem geschliffenem Oxford-English) schon gemeldet?

  • 3.4.2019 – Neues von der Muppet-Show aus London

    Kurz gegen Verlängerung – «Das Chaos hat sich doch nicht verändert»

    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht derzeit keinen Grund für eine weitere Verschiebung des Brexit-Termins. «Aus derzeitiger Sicht gibt es überhaupt keinen Grund für eine Frist-Erstreckung, denn das Chaos in Grossbritannien hat sich nicht verändert», sagte Kurz. «Es gibt keinen klaren Weg, der mehrheitsfähig ist im britischen Unterhaus.» Gedanken über eine mögliche Fristverlängerung seien daher derzeit «pure Spekulation».

    Altmaier warnt vor «grossem Crash» bei No-Deal-Brexit

    Ein mögliches Risiko höherer Preise in deutschen Supermärkten sieht der deutsche Bundeswirtschaftsminister bei Produkten, «die aus Grossbritannien importiert werden», etwa Whisky oder Autoteile. «Deshalb wäre es wichtig, dass Grossbritannien in der EU-Zollunion bleibt», sagte Altmaier. Schreibt die WELT online.

    Es mag ja viele Gründe geben, die zum vielbeschworenen Crash bei einem No-Deal-Brexit führen könnten. Whisky ist definitiv keiner.

  • 2.4.2019

    Bundespräsident Ueli Maurer zur Krise der Volkspartei: «Die SVP darf nicht auf den Klima-Hype aufspringen»

    Wahlen gewinne die SVP nur mit bewährten Themen wie EU, Ausländern oder Steuern, meint ihr früherer Präsident Ueli Maurer. Der Bundespräsident erklärt ausserdem, warum der Mittelstand die Zeche bezahlt, wenn das Volk Steuerreform und AHV-Finanzierung ablehnt. Sagt Bundesrat Ueli Maurer im Interview mit BLIGG.

    Bundesrat Ueli Maurer ist ein kluger Kopf und ein erfahrener Wahlkämpfer. Trotzdem greift seine Analyse über die SVP-Wahlthemen zu kurz. Um die inzwischen in die Jahre gekommen Hardliner der SVP bei der Stange zu halten, mögen Themen wie EU, Ausländer und Steuern an der Wahlurne ihre Wirksamkeit nicht verfehlen. Doch schon das Thema Steuern wird in harter Konkurrenz zur SVP auch von der FDP klug, wirtschafts- und unternehmensfreundlich «bewirtschaftet». Um aber neue Wählerinnen und Wähler aus der jüngeren Generation für eine Partei zu holen, die ihren Zenit vermutlich überschritten hat, kommt die SVP wohl kaum umhin, sich auch um Themen zu kümmern, die dieser Generation am Herzen liegen.

  • 1.4.2019

    Grüne Welle erfasst auch Luzern und Baselbiet

    Zugpferd dieser grünen Welle: Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch (34). Die Fraktionschefin der Grünen schaffte mit ihrem Wahlresultat für die Luzerner Exekutive eine Sensation. Denn Bärtsch überholte – notabene als einzige Frau – den bisherigen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (54, parteilos) um 3446 Stimmen. So steht's geschrieben in unser aller BLIGG.

    Schwerzmann hat ja während seiner Amtszeit auch wirklich alles dafür getan, dass er nicht mehr wählbar ist und sogar von einem Besenstiel als Gegenkandidat überholt würde.

  • 30.3.2019

    Unglückliche Ehen machen krank!

    Sie haben richtig gelesen, liebe Leserinnen und Leser. Unglückliche Ehen machen krank. Dies ist eine Erkenntnis, die ich in den letzten Jahren in meiner Arbeit feststellen konnte. Es kommt bei Paaren, die meine Dienste in Anspruch nehmen, immer wieder vor, dass der/die eine krank ist. Sagt der «Scheidungsplaner» Manfred Schneeberger in einem PR-Artikel der Luzerner Rundschau.

    Wow! Sind das aber tiefenpsychologische Erkenntnisse des Scheidungsberators. Darauf muss man erst mal kommen.

  • 29.3.2019

    Kanton Luzern spart zwei Klassen ein – 40 Kantischüler nun mit längerem Schulweg

    Damit im Kanton Luzern nicht zusätzlich zwei Klassen eröffnet werden müssen, werden angehende Kantischüler umgeteilt. So müssen Jugendliche aus Emmenbrücke etwa ans Gymnasium im Seetal. Das ärgert vor allem die Eltern – wegen der Mehrkosten. Schreibt die Luzerner Zeitung.

    So sad! Ich habe geweint, als ich diese Hiobsbotschaft las. Da können sich die armen Scheisserchen von der Kanti ja nicht mal mehr einen Joint leisten, geschweige denn ihr täglich Red Bull.

  • 28.3.2019 Die Zuger Woche - Immer der Zeit voraus

    Herausforderung in der Baubranche

    An der Generalversammlung (GV) des Baumeisterverbands Zug (BVZ) vom 14. April wurde ein neuer Präsident gewählt. Es tat sich etwas bei der GV des Baumeisterverbands Zug vom Donnerstag, 14. April: Nach zehn Jahren im Vorstand, davon die letzten sechs Jahre als Präsident, wurde Peter Rust von Franz Aebli (Landis Bau AG Zug) abgelöst, der nun den Aufgaben des Verbandspräsidenten übernimmt. Schreibt Christoph Blochers Zuger Woche.

    «Immer der Zeit voraus» war eigentlich ein Claim von Dr. LUZART. Nun hat ihn die Zuger Woche übernommen. Zu Recht: Denn wer am 24.3.2019 bereits die Wahl von Franz Aebli als neuen Verbandspräsidenten vom Zuger Baumeisterverband, die angeblich am 14. April stattgefunden hat, in der Vergangenheitsform publizieren kann, muss hellseherische Fähigkeiten oder mindestens ein Abo bei Mike Shiva nutzen. Allerdings leicht geirrt haben sich die Zuger Zeitungsmacher denn doch etwas: Der 14. April 2019 ist nämlich kein Donnerstag sondern ein Sonntag. Da darf man sich ja bereits darauf freuen, wenn die Zuger Woche die SVP-Resultate der kommenden Nationalratswahlen vom Oktober bereits im Juni veröffentlicht.