Daily Headline

  • 17.7.2019

    Lobbyisten wollen heraus aus der Schmuddelecke – doch das Parlament lässt sie nicht

    Mehr Transparenz bei den Interessenvertretern im Bundeshaus ist eine alte Forderung. Inzwischen unterstützen sie sogar die Lobbyisten selbst. Doch die Parlamentarier fürchten um ihre Macht. Das Versteckspiel mutet aus heutiger Sicht absurd an. Wer wen ins Bundeshaus lässt, war bis 2011 eine gut gehütete Information. Jeder National- oder Ständerat kann zwei sogenannte Badges verteilen – an den persönlichen Mitarbeiter, ein Familienmitglied oder aber an einen Lobbyisten. Doch an wen diese Zutrittsberechtigungen gingen, sollte möglichst niemand erfahren. Schreibt die NZZ.

    Lobbyismus ist ja per se keine kriminelle Angelegenheit. Nur Intransparenz bringt die durchaus notwendige Lobbyarbeit in die Schmuddelecke.

  • 16.6.2019 - Wort zum Sonntag

    Swisscom installierte bereits über hundert 5G-Antennen

    Der Telekomanbieter Swisscom ist trotz Widerständen in der Politik beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes vorangekommen. Laut Konzernchef Urs Schaeppi installierte das Unternehmen bereits über hundert entsprechende Antennen in 58 Ortschaften. Schreibt die NZZ.

    Egal, wie man gegenüber den 5G-Antennen eingestellt ist: Fortschritt lässt sich nicht aufhalten. Oder wie Alexander von Humboldt trefflich bemerkte: «Alles hängt mit allem zusammen.» Sieht man, mit welch unsäglichem Gewürge der Netzausbau bei unserem Nachbarn im grossen Kanton ennet dem Rhein vor sich hin plätschert, dürfen wir für einmal (mehr) sogar ein bisschen stolz sein auf die Schweiz.

  • 15.6.2019

    Die stählerne Seidenstrasse - Güterzugverkehr aus China wächst rasant

    Im 19. Jahrhundert zwangen die europäischen Grossmächte das verschlossene chinesische Kaiserreich gewaltsam zur Öffnung der Handelswege in den Westen. Nun sind es die Chinesen, die Europa an ihre Sphäre anbinden - mit Geld statt Waffen. Schreibt die NZZ.

    Zitieren wir für einmal Konfuzius: «Der Weg ist das Ziel».

  • 14.6.2019 - Gute Kunde für Huawei-Kunden

    Huawei macht vorwärts mit einem Android-Ersatz

    Der unter US-Sanktionen leidende chinesische Telekomkonzern Huawei steht vor der Einführung eines eigenen Betriebssystems für Smartphones – als Alternative zu Android. Damit wollen die Chinesen einem US-Embargo zuvorkommen. Schreibt die NZZ.

    Super gemacht von Huawei. Schliesslich möchten wir Konsumentinnen und Konsumenten selbst entscheiden, ob wir von den USA oder von China ausspioniert werden. Wobei noch anzufügen wäre, dass die Huaweis, die im Westen verkauft wurden, mit amerikanischen Apps (Google & Co.) bestückt sind, die ihrer Datensammelwut ununterbrochen nachgehen, ohne dass die UserInnen viel dagegen unternehmen können.

    Bei dieser Gelegenheit: Schauen Sie sich mal die neuste Datenschutzerklärung von WORD (Office - Microsoft) an. Da wird ja auch einiges an (meines Erachtens wirklich sensiblen) Daten abgefangen, ohne dass jemand reklamiert. Wie gesagt: Nur so nebenbei. Immerhin gibt uns Microsoft die Chance, die Datenschutzerklärung abzulehnen. Leider funktioniert dann die (bezahlte) Software nicht mehr. Ein Schelm, wer jetzt Böses denkt.

  • 13.6.2019

    Studie zu Afrikas Zukunft: Geburtenrückgang für eine bessere Entwicklung nötig

    Nirgendwo sonst auf der Welt wächst die Bevölkerung so schnell wie in Afrika – bis 2050 wird sie sich voraussichtlich fast verdoppeln. Während eine grosse Menge Erwerbsfähiger einerseits wirtschaftliche Chancen bietet, stellt das starke Bevölkerungswachstum afrikanische Staaten auch vor grosse Herausforderungen. Eine neue Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt, wie afrikanische Vorreiter mit dem Thema umgehen – und wie entscheidend der demographische Wandel für die Entwicklung Afrikas ist. So steht's geschrieben in der FAZ.

    Was bisher nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wurde, wird endlich thematisiert. Dafür sollten die "Gretas" dieser Welt auf die Strasse gehen.

  • 12.6.2019

    Die chinesischen Beschäftigten der Ostschweizer Industriegruppe SFS arbeiten fast zu fleissig

    Wie in vielen Fabriken im Reich der Mitte sind die Arbeitstage bei SFS lang. Doch viele Beschäftigte leisten bereitwillig Überstunden, um ein höheres Einkommen anzusparen. Im nigelnagelneuen chinesischen Werk der Firma sollen die Angestellten aber auch Sport treiben. Schreibt die NZZ.

    Wenn das die Schweizer Gewerkschaften wüssten!

  • 11.6.2019

    1217 Stellen pro Tag gestrichen – 1331 neu geschaffen: So funktioniert der Strukturwandel

    Betriebsschliessungen und Stellenabbau beherrschen die Schlagzeilen. Doch volkswirtschaftlich gesehen ist wichtiger, ob genügend attraktive neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Eine neue Analyse zeigt, wie das in der Schweiz gelingt. Geht uns bald die Arbeit aus? Sofern bis ins Jahr 2030 auch nur rund die Hälfte aller Möglichkeiten ausgeschöpft wird, bisher manuell erledigte Tätigkeiten zu automatisieren, dürften in der Schweiz zwischen 1,0 und 1,2 Mio. Arbeitsplätze wegfallen, prognostiziert eine Studie des Mc Kinsey Global Institute. Kein Wunder, fühlen sich viele verunsichert und fürchten sich, ihre Stelle zu verlieren. Im Jahr 2012 gaben 11% der vom Bundesamt für Statistik (BfS) Befragten an, sie hätten ziemliche oder sehr grosse Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Fünf Jahre später waren es 15%. Interessanterweise fürchten sich Frauen etwas stärker als Männer. Schreibt die NZZ.

    Ein empfehlenswerter Artikel, der für einmal nicht das Negative in den Vordergrund stellt, sondern das Positive.

  • 10.6.2019 - Pfingstmontag

    Globalisierung: Trumps Strafzoll-Strategie enthält einen fatalen Denkfehler

    Daheim lässt sich Donald Trump für seine Wirtschaftspolitik feiern. Doch wie sehr die ins Leere greift, macht eine Studie klar: Der Anteil der Handelswaren an der globalen Wirtschaftsleistung nimmt ab - und damit der Effekt, den Zölle haben können. Auf 455 Milliarden Dollar, umgerechnet 403 Milliarden Euro, beziffert der Internationale Währungsfonds (IWF) den drohenden Schaden für die Weltwirtschaft durch den sich aufschaukelnden Handelskrieg zwischen den USA und China. Das ist etwas mehr als die Wirtschaftsleistung Österreichs. Schreibt die WELT online.

    Dem grössten "stable Genius" aller Zeiten auch nur einen einzigen "Denkfehler" zu unterstellen, grenzt beinahe an Blasphemie.

  • 9.6.2019 Pfingsten

    Kampf gegen Hunger: Satte zehn Milliarden

    Die Weltgemeinschaft steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Bis 2050 muss sie fast doppelt so viel Nahrung produzieren wie heute - ohne zusätzliche Ressourcen. Drei Forscher erklären, wie das gelingen könnte. Müsste man den Fortschritt der vergangenen 60 Jahre in nur vier Zahlen abbilden, wären es diese: Im Jahr 1960 hat die Landwirtschaft für jeden Bewohner der Erde im Schnitt 200 Kilogramm Getreide produziert, bis heute ist der Wert auf 400 Kilogramm gestiegen. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Menschen von drei auf sieben Milliarden. Schreibt SPIEGEL online.

    Laut WHO sterben weltweit mehr Menschen an Übergewicht und Fettleibigkeit als an Unterernährung. Dies obwohl in armen Ländern jährlich zwei Millionen Menschen an Unterehrnährung sterben. Vielleicht sollten wir das Übel an einer ganz anderen Wurzel anpacken. Who knows ...

  • 8.6.2019

    Prickelnde Erfrischung: Melonen-Bowle mit Riesling und Minze

    Bowle hat bei vielen den Ruf einer zuckrigen Brühe, die schnell betrunken und am Folgetag einen dicken Kopf macht. Zu Unrecht: Diese hier ist leicht, spritzig und dank drei Sorten Melone und frischer Minze auch noch hübsch anzuschauen. Schreibt die WELT online.

    Wer macht denn heutzutage noch eine Bowle? Auch wenn genau diese prickelnde Erfrischung für die Pfingsttage genau das Richtige wäre.

  • 7.6.2019

    Ein Linksrutsch wie seit 16 Jahren nicht mehr

    Rund vier Monate vor den eidgenössischen Wahlen bestätigt das SRG-Wahlbarometer den angekündigten Linkstrend. Die Grünen und die Sozialdemokraten machen – verglichen mit den Wahlen 2015 – zusammen 3.3 Prozentpunkte gut. Die SVP bleibt wählerstärkste Partei, büsst aber fast drei Prozentpunkte ein. Schreibt SRF.

    Liebe SVP: Nehmt das nicht so tragisch. SRF lag mit seinen Prognosen in der Vergangenheit öfters ziemlich daneben. Und by the way: Was um alles in der Welt soll bei der SP und den Grünen und den Grünliberalen «links» sein?

  • 6.6.2019

    Martullo-Blocher sagt nicht «Nein» zum Abkommen mit der EU – und verblüfft damit alle

    Die SVP-Nationalrätin überrascht und sagt im Vorstand nicht «Nein» zum Abkommen mit der EU. Sie enthielt sich der Stimme in einem Geschäft, das für die SVP zu den absoluten Kerndossiers zählt. Ihr Vater ist das Master-Mind der Nein-Kampagne zum Rahmenabkommen mit der EU. Seit Jahren wartet SVP-Doyen Christoph Blocher auf den grossen Kampf, für den er das Komitee gegen den schleichenden EU-Beitritt (EU-No) gegründet hat. Ihm gehören 133 Organisationen und 7500 Einzelmitglieder an. Blocher ist noch immer Vizepräsident. Schreibt die AZ.

    Tja, manchmal, aber wirklich nur manchmal, fällt halt der Apfel doch etwas weiter weg vom Stamm als gedacht. Oder um es mit Bill Clintons Worten zu sagen: «It's just the Economy, Stupid!»

  • 5.6.2019

    Seeheimer Kreis der SPD auf Spargelfahrt: Wo Kevin Kühnert allenfalls als Klabautermann taugt

    Der Seeheimer Kreis der SPD-Fraktion lädt zu Spargel auf den Wannsee ein. Andrea Nahles hat es nur noch im Programmheft mit an Bord geschafft. Die Stimmung ist zumindest besser als die Situation der Partei. Es hatte etwas von Schulausflug – aber zur allgemeinen Bekümmernis nach der Nachricht, dass der gesamte Jahrgang nicht versetzt worden sei. Der konservative Flügel der SPD-Bundestagsfraktion hatte zur „58. Seeheimer Spargelfahrt“ eingeladen. Und das am Abend jenes Dienstages, an dem Andrea Nahles sich aus dem Fraktionsvorstand verabschiedet hatte und ihr bisheriger Vize Rolf Mützenich kommissarisch ihren Platz übernommen hatte. Schreibt Welt online.

    Wenn man sich die Bilder der tanzenden SPD-Granden auf dem Spargelschiff ansieht, das dank den Passagieren sehr stark an Fellinis «E la Nave va» erinnert, fällt einem unwillkürlich Titanic-Captain Smith ein: «Now it's every man for himself». Oder Lohengrin aus der gleichnamigen Oper von Richard Wagner: «Dem Ende zu sie streben».

  • 4.6.2019

    Umweltverschmutzung in Indien: Müllkippe bei Neu-Delhi bald so hoch wie der Taj Mahal

    Ghazipur bei Neu-Delhi soll der höchste Müllberg in Indien sein. Pro Jahr wächst er um zehn Meter. Mediziner warnen vor den verheerenden gesundheitlichen Folgen für die lokale Bevölkerung. Schreibt Spiegel online.

    Wo bleibt da Greta? Umweltverschmutzung und Klimaveränderung hängen zusammen. Wie so vieles auf dieser Welt.

  • 3.6.2019

    Trump ermuntert London zu hartem Brexit: «Ich würde nicht zahlen»

    Zunächst empfiehlt der US-Präsident den Briten, Ex-Aussenminister Johnson zum Premier zu machen. Jetzt äussert Trump seine Vorstellungen zum EU-Austritt. London sollte sich weigern, die mit dem Brexit fälligen Finanzforderungen zu zahlen, riet Trump. "Ich würde nicht zahlen, das ist eine gewaltige Summe", sagte er. Dem aktuellen Brexit-Abkommen zufolge müsste Grossbritannien eine Austrittsrechnung begleichen, die auf rund 45 Milliarden Euro geschätzt wird. Schreibt Der Tagesspiegel.

    Trumps ganz persönliches Geschäftsmodell. Nicht bezahlen und mehrere Pleiten hinlegen. Damit wurde er immerhin US-Präsident.

  • 2.6.2019

    Wegen SPD-Steuerplänen: Steigenberger-Kette fürchtet 12 Prozent höhere Übernachtungspreise

    Finanzminister Olaf Scholz will den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Hotelübernachtungen abschaffen. Wenn es so kommt, sagt der Chef der Steigenberger-Gruppe, müssten Gäste bis zu 12 Prozent mehr zahlen. Schreibt Welt online.

    Ob 12 Prozent mehr oder weniger hält keinen einzigen Kunden davon ab, bei der Steigenberger-Kette ein Hotelzimmer zu buchen. In dieser Preisklasse zählen ganz andere Argumente.

  • 1.6.2019 - Blond ist Tump(f)

    USA werben für Brexit: «Die Präferenz der USA ist, dass Grossbritannien die EU verlässt»

    US-Präsident Trump wird zum Staatsbesuch in Grossbritannien erwartet. Zuletzt hatte er die beiden Brexit-Hardliner Johnson und Farage in höchsten Tönen gelobt. Sein Sicherheitsberater John Bolton will den Briten den Brexit schmackhaft machen. Donald Trump hat eine Empfehlung für den britischen Ex-Aussenminister Boris Johnson als künftigen Premierminister abgegeben. «Ich glaube, Boris würde sehr gute Arbeit machen. Ich glaube, er würde hervorragend sein», sagte Trump der britischen Boulevardzeitung «The Sun». Schreibt WELT online.

    Die zwei blonden Apologeten der Weltpolitik machen den Blondinenwitzen alle Ehre.

  • 31.5.2019

    Bilderberg-Konferenz in der Schweiz

    Die diesjährige Bilderberg-Konferenz wichtiger Politiker und Entscheider findet vom 30. Mai bis 2. Juni in Montreux in der Schweiz statt. Wie die Organisatoren am Dienstag berichteten, werden rund 120 Gäste aus 23 Ländern anreisen. Auf der Gästeliste stehen die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer, FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg, Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner, Ex-Daimler-Chef Dieter Zetsche, der Schwiegersohn des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Themen der informellen Diskussionen seien unter anderem die Zukunft des Kapitalismus und Social Media als Waffe. Schreibt die NZZ.

    Um kaum eine Veranstaltung ranken sich mehr Verschwörungstheorien als über die Bilderberg-Konferenz. Das Netz, besonders Youtube, ist voll davon. Sinistre Thesen machen die Runde. Doch ein Blick auf frühere Teilnehmerlisten deckt schnell auf, dass alles halb so wild ist. So war beispielsweise Christa Markwalder von der FDP – «Kasachstan Christa» genannt – schon mal Teilnehmerin der illustren Gesellschaft. Jetzt mal Hand aufs Herz: Da kann's ja mit Weltverschwörung nicht weit her sein. Die Bilderberg-Konferenz ist nicht mehr als ein Netzwerk der Mächtigen und Möchtegern-Mächtigen. Die zweite Kategorie ringt einem höchstens ein müdes Lächeln ab.

  • 29.5.2019

    Österreichs ex-Vize-Kanzler Strache: «Leider hat Kurz sein Versprechen nicht gehalten»

    Österreichs gestürzter Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache im ersten grossen Interview über das Ibiza-Video, dessen Hintergründe, seine Enttäuschung über Kanzler Kurz und seine persönliche Zukunft. Schreibt DIE WELTWOCHE.

    Langsam wird's etwas gruselig um Roger Köppel und seiner Manie, sich als intellektueller Spin Doctor der rechtsradikalen Szene zu etablieren. Erst hechelt er Steve Bannon wie der kleine Lehrling hinterher und jetzt interviewt er wie der Wurmfortsatz von his Masters Voice den gefallenen Engel HC Strache von der rechtsradikalen FPÖ. Nicht eine einzige kritische Frage stellt er dem Clown von Ibiza. So als ob die absonderlichen Vorstellungen des österreichischen ex-Kanzlers Peanuts wären, ganz egal, ob das Video legal oder illegal aufgenommen worden ist oder Köppels Busenfreund besoffen oder bekokst war. Wie sagt der Volksmund, der von der SVP ja gerne und oft zitiert wird, so schön: «Kinder und Besoffene sagen die Wahrheit.» By the way: Laut Medienberichten und entsprechenden Rechtsexperten soll die Videoaufnahme in Ibiza laut spanischem Recht strafrechtlich nicht relevant sein.

  • 28.5.2019

    Der beste Gin der Welt kommt aus Langenthal und nicht aus Finnland

    Werbung für starken Alkohol ist in Finnland in jeder Form verboten. Darüber wacht gestrengen Auges die Behörde für Wohlfahrt und Gesundheit. Deshalb ist der beste Gin der Welt, eben gekürt an einer massgeblichen Messe in San Francisco, vielleicht bald nicht mehr finnisch, sondern estnisch. Schreibt die NZZ.

    Die Gin-Jury von San Francisco hat scheinbar noch nie etwas vom Schweizer Gin «1616» der Firma Langatun aus Langenthal gehört, sonst wäre die Goldmedaille definitiv im Emmental gelandet, wo der beste Gin der Welt von den Göttern der Destillierkunst für die Götter des Genusses produziert wird.

  • 27.5.2019

    Ösi-Star Hannes Reichelt unter Doping-Verdacht

    Österreichs Ski-Star Hannes Reichelt (38) steht unter Doping-Verdacht. Der Super-G-Weltmeister von 2015 wurde deshalb am letzten Freitag stundenlang verhört. Schreibt BLICK.

    Nach Ibizagate nun auch noch ein Hannesgate? Schlucken die eigentlich alle Drogen? Was ist nur los mit Österreich?

  • 26.5.2019 - Tag der Europa-Wahlen

    Europa: Verloren im Streit der grossen Mächte

    Wir verlassen uns darauf, dass die Globalisierung weitergeht wie bislang. Eine gefährliche Illusion - und ein Auftrag an die kommenden Europa-Politiker in Brüssel. Grosse Umbrüche haben häufig eine ausgedehnte Vorgeschichte. Über lange Zeit vollziehen sich Veränderungen so langsam, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Die Kontinentalplatten der Erde beispielsweise verschieben nur um wenige Zentimeter pro Jahr - unsichtbar mit blossem Auge, aber irgendwann entladen sich die untergründigen Spannungen in schweren Beben. Schreibt SPIEGEL online.

    Auf den Punkt gebracht.

  • 25.5.2019

    Tamy Glauser tut Veganerblut-Satz leid

    Die Nationalratskandidatin sorgte mit ihrer Aussage, dass Veganer besser vor Krebs geschützt seien, für Aufruhr. Nun distanziert sie sich davon. Schreibt 20Minuten.

    Das Problem der Twitter-Gesellschaft: Zuerst wird geschrieben und erst nachträglich das Hirn eingeschaltet. Tamy Glauser ist da in bester Gesellschaft.

  • 24.5.2019

    Kurzkrise, keine Staatskrise

    Der Kehraus der Freiheitlichen ist zu begrüßen, dafür aber von vornherein eine parlamentarische Selbstentmündigung aus angeblich patriotischer Verantwortung einzufordern ist nicht im Sinne einer funktionierenden Demokratie. Schreibt Standard Österreich.

    Besser kann man das Hohelied auf die Demokratie kaum singen. Pardon. Schreiben.

  • 23.5.2019

    SVP-Präsident wettert gegen linke Schulden-Wirtschaft

    SVP-Chef Albert Rösti hat ein Horror-Abstimmungswochenende hinter sich. National und kantonal musste seine Partei Niederlagen einstecken. Im BLICK-Interview geht er nun in die Offensive.

    Alarmismus auf höchster Ebene. Albert Rösti im Wahlkampfmodus. Ein rhetorisches Warmup für die kommenden Nationalratswahlen. Da wird von allen Seiten viel Unbedachtes erzählt. Doch eine Frage drängt sich auf: Hat Albert Rösti möglicherweise vergessen, dass SVP-Bundesrat Ueli Maurer das Finanzdepartement führt?

  • 22.5.2019

    Ein Volk von Abwesenden: 94 Prozent scherten sich um ihr politisches Recht

    An den Fricktaler Gemeindeversammlungen nehmen im Schnitt nur 6 Prozent teil – Betroffenheitspolitik macht die Runde. Kuck mal, wer da schweigt: Nur gerade 6,01 Prozent der Stimmberechtigten nahmen im letzten November an einer der 32 Gemeindeversammlungen im Fricktal teil. Dies zeigt eine Berechnung der AZ. Anders formuliert: 94 Prozent scherten sich um ihr politisches Recht. Bei der nächsten Gemeindeversammlungs-Runde, die übernächste Woche losgeht, wird es nicht viel anders sein. Schreibt die AZ.

    Die Amerikaner haben für diese Situation einen Kalauer seit vielen Jahrzehnten: «40 Prozent der Wahlberechtigten wählen den Präsidenten der USA. 60 Prozent regen sich nach der Wahl auf, welch' ein Arschloch zum Präsidenten gewählt worden ist.»

  • 21.5.2019

    Strache: «Ich werde meine Unschuld beweisen!»

    Am Freitag tauchte das skandalöse Ibiza-Video auf, in dem sich Heinz-Christian um Kopf und Kragen redete, am Samstag musste er als Vizekanzler zurücktreten und am Montag soll auch noch seine Ehefrau Philippa samt gemeinsamen Sohn zu ihren Eltern gezogen sein. Am Dienstag hat sich der tief gefallene Ex-FPÖ-Chef allerdings via Facebook mit einer Kampfansage zurückgemeldet. Darin wähnt er sich als Opfer und kündigt an, seine Unschuld beweisen zu wollen. „Dafür kämpfe ich“, so Strache. Schreibt die Kronen-Zeitung, die ein russischer Fake-Investor für Straches Partei-Interessen zu Gunsten der FPÖ übernehmen sollte.

    Welche Unschuld will er denn beweisen? Die Chuzpe, mit der Strache die Täterrolle in eine Opferrolle umwandelt, sucht ihresgleichen.

  • 19.5.2019 Red Bull für alle

    HC Strache: I'm the Red Bull brother from Austria.

    Der "Spiegel" und die "Süddeutsche Zeitung" haben am Samstag das Video, das Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und Klubchef Johann Gudenus vor der Nationalratswahl 2017 bei einem Gespräch auf Ibiza mit einer vermeintlichen Nichte eines russischen Oligarchen zeigt, in ihren Printausgaben aufgearbeitet. Nun haben die Medien weitere Zitate aus dem Video veröffentlicht. Schreibt Salzburg 24.

    Ob Red Bull mit dieser Werbung glücklich ist?

  • 18.5.2019

    Schweizer Präsident bei Trump: «I can nothing say»

    Wie der Besuch des Schweizer Bundespräsidenten bei Donald Trump zu einer peinlichen Lachnummer geriet. Ueli Maurers Verhältnis zur Presse darf man getrost als angespannt bezeichnen. Dass der amtierende Bundespräsident der Schweiz nicht gerne Interviews gibt, ist spätestens seit dem 9. Dezember 2015 bekannt. Damals wurde der altgediente Politiker der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) vom Parlament in Bern abermals in die Regierung des Landes gewählt, wo dieser die nicht ganz unwichtige Position des Finanzministers bekleidet. Unmittelbar nach seiner Wiederwahl wollte ihn ein Reporter des Schweizer Fernsehens im Berner Bundeshaus für ein kurzes Gespräch vor die Kamera locken. Doch Maurer verschränkte die Arme, schüttelte den Kopf und sagte: „Kä Luscht.“. So steht's in der hochangesehenen FAZ.

    Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Hätte Ueli Maurer diesmal «Kä Luscht» gehabt, wäre ihm das alles erspart geblieben. Was lernen wir daraus? Man sollte seinen Prinzipien treu bleiben.

  • 17.5.2019

    Ueli Maurer trifft Donald Trump: Nach 45 Minuten war es schon vorbei

    Ueli Maurer hat am Donnerstag als erster Schweizer Bundespräsident das Weisse Haus besucht. Und mit dem US-Präsidenten ein gutes Gespräch geführt. Die Schweiz mag ein friedensliebender Kleinstaat sein. Dem Secret Service ist dies aber herzlich egal. Vorschriften sind Vorschriften. Also räumten die Agenten der Polizeibehörde, die unter anderem für den Schutz des amerikanischen Präsidenten verantwortlich ist, am Donnerstag den Park vor dem Weissen Haus – um Platz für den Autokonvoi zu machen, der Bundespräsident Ueli Maurer direkt ins Zentrum der amerikanischen Macht transportierte. Schreibt die AZ.

    In der Kürze liegt die Würze. Laut dpa soll Ueli Maurer The Donald in seinem geschliffenen Oxford-Englisch mit folgenden Worten begrüsst haben: «Hi Donald. You can say you to me.»

  • 16.5.2018 Bannon Days

    Steve Bannon: «Nach der Wahl wird jeder Tag in Brüssel Stalingrad sein»

    Steve Bannon, der frühere Chefstratege von Donald Trump, arbeitet seit Monaten daran, Europas Rechtspopulisten zu stärken und miteinander zu vernetzen. Die etablierten Parteien stünden kurz vor dem Nervenzusammenbruch, sagt er. Ein Interview über die Rückkehr des Nationalismus, russische Panzer, chinesische Aggressionen und ein Leben ohne Hierarchien. Schreibt die NZZ.

    Harte Kost, was da vom Wolf im Schafspelz serviert wird, auch wenn einiges davon richtig ist. Eine destruktive Energie kann man dem ehemaligen Trumpflüsterer jedenfalls nicht absprechen. Nebenbei: Roger Köppel von der SVP pflegt intensiven Umgang mit Bannon on the Road.

  • 15.5.2019

    Nachbarn ziehen wegen Bubenstreich vor Gericht – Richterin ist genervt

    Es ist ein Streich, den jeder Erwachsene als Kind selbst einmal gespielt hat: An einer fremden Klingel läuten und möglichst schnell davonrennen. Die anderen Kinder warten hinter der nächsten Ecke und kichern umso lauter, wenn der Hausbewohner wütend wird. Ein harmloser Streich, wenn der Klingelattacke nicht ein jahrelanger Nachbarschaftsstreit zuvorgeht. So im Fall von Sascha (Name geändert). Der Bub klingelte am Neujahrsabend 2017 bei seinem Nachbarn René, der in der Terrassensiedlung in Birrwil über ihm und seiner Familie wohnte. Sascha klingelte insgesamt sieben Mal, wie er später der Kantonspolizei während zweier Videobefragungen sagen wird. Schreibt die AZ.

    Und dies ausgerechnet im Lande von Wilhelm Tell. Wie sagt Fredrich Schiller in «Wilhelm Tell» / IV,3: «Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt.»

    Kleiner Tipp: Kosten, beginnend mit der Anzeige, ad hoc verrechnen und das Problem löst sich von selbst.

  • 14.5.2019

    Bei Schawinski: «Der neue Mörgeli» verteidigt Franziska Roth – und stichelt gegen Aargauer SVP-Präsident

    Überraschende Unterstützung für Franziska Roth: In der Sendung „Schawinski“ wurde Christoph Mörgeli auf den Parteiaustritt der Regierungsrätin angesprochen. Die Antwort dürfte die Aargauer SVP-Chefs wenig freuen. Während Franziska Roth der SVP den Rücken gekehrt hat, ist der vor vier Jahren abgewählte Ex-Nationalrat Christoph Mörgeli zurück mitten in der Partei. Er kandidiert wieder für ein Amt in Bundesbern und soll die Zürcher SVP nach deren herben Niederlage bei den Kantonsratswahlen wieder auf Erfolgskurs bringen. Schreibt die AZ.

    Schawinski und Mörgeli: Zwei Clowns unter sich.

  • 13.5.2019

    Loredana-Clan: So viele Personen erhielten Geld vom Opfer

    In den Fall Loredana sind noch weitere Familienmitglieder involviert. Etwa ein Bruder, der als «Escobar von Emmenbrücke» galt und Mozziks Bruder. Die Rapperin Loredana wird beschuldigt, Petra Z.* (52) und ihrem Mann Hans* (53) mit einer miesen Nummer 700’000 Franken abgeknöpft zu haben. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Schreibt das Pendlermagazin 20Minuten.

    It takes two to tango. Für wen die Unschuldsvermutung gilt, ob für die Rapperin Loredana oder für Petra Z., lässt der Text (vermutlich ungewollt) offen. Das ist auch richtig so. Denn wer 700'000 Franken Bares für Rares so mir nichts dir nichts überweist, muss erst gefunden werden.

  • 12.5.2019 - Muttertag

    Heidi Klum zeigt sich zum Muttertag beim Stillen

    Das ging aber schnell. Gerade noch rankten sich die Baby-Gerüchte um Model-Mama Heidi Klum, da zieht sie schon oben rum auf Instagram blank – mit Neugeborenem an der Brust. Doch ganz so neu ist weder Baby noch Video. Schreibt WELT online.

    Baby stillen vor laufender Kamera. OK, geht in Ordnung. Aber Jogginghose? Die gute Heidi schreckt wirklich vor nichts zurück.

  • 10.5.2019 - Tag der wundersamen Brotvermehrung

    Aus Zweifamilienhaus mach Zwölfzimmerhaus – Bundesgericht stoppt besonderes Geschäftsmodell

    Das Bundesgericht setzt einem besonderen Geschäftsmodell in Niederwil ein Ende: Die Besitzerin einer Liegenschaft wollte aus einem Zweifamilienhaus ein Zwölfzimmerhaus machen – bewilligt war dieser Umbau nicht. Schreibt die AZ.

    Erinnert an die «wundersame Brotvermehrung» am See Genezareth.

  • 9.5.2019 - Tag der Online-Partnersuche

    Dating-Sites drohen Kunden mit Betreibung

    Die Partnersuche kann teuer werden: Viele Dating-Sites erkennen das Schweizer Kündigungsrecht nicht an – und drohen mit Betreibung. Die Firmen jagen dem Geld regelrecht hinterher: 900 Franken verlangt Parship von Leser Simon H.*, obwohl er sein 24-Monate-Abo bereits nach weniger als zwei Wochen gekündigt hat. Jetzt droht ihm Parship mit Betreibung. Schreibt die Pendlerzeitung 20Minuten.

    Tja, wem die Fähigkeit abhanden gekommen ist, auf der freien «Wildbahn» einen Partner / eine Partnerin für sich gewinnen zu können, muss halt für die Onlinedienste bezahlen. Wir leben schliesslich immer noch in einer freien Marktwirtschaft.

  • 8.5.2019 (im chinesischen Jahr des Erd-Schweins)

    Chinesen fluten die Stadt Luzern: «Eine solche Reisegruppe sah die Schweiz noch nie»

    Jeden Tag besuchen Tausende Touristen die Stadt Luzern. Nächste Woche kommen nochmals 12'000 dazu. Sie reisen in 95 Cars an. Es gibt eine Extra-Beschriftung bei der Autobahnausfahrt nach Luzern, zusätzliche WC-Anlagen werden in der Stadt aufgestellt, Extra-Shuttle-Busse der örtlichen Verkehrsbetriebe fahren und einer der wichtigsten Anhalteplätze für Cars wird komplett für eine China-Delegation gesperrt: Dies alles für die Kosmetikfirma Jeunesse Global aus Florida, die ihre erfolgreichsten chinesischen Verkäufer zu einer Reise einlädt, die unter anderem nach Luzern führt. Schreibt 20Minuten.

    Und das alles nur wegen diesem einen Selfie, das in China über die Social Medias verbeitet wurde und millionenfach viral ging. Und nun wollen sie alle Robert de Niro aus Lucerne South sehen. Live & wahrhaftig.

    Ein Selfie geht in China viral
  • 7.5.2019 Tag der Kernkraft

    Linde-Aufsichtsratschef: Wolfgang Reitzle fordert Rückkehr zur Atomkraft

    Linde-Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle wirft der großen Koalition vor, mit falschen Weichenstellungen den Wohlstand des Landes zu riskieren. Er fordert die Rückkehr zur Atomkraft und die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Schreibt WELT online.

    Ob sich Herr Reitzle mit seiner Partnerin Nina Ruge bereits ein Luxusappartement als Alterssitz im Holiday Inn von Tschernobyl gekauft hat?

  • 6.5.2019 Monday Monday

    Diese Aargauer Familie liefert jede Woche knackfrisches Gemüse

    Mit der Saisonbox bringt die Familie Ruch aus Kirchleerau eine neue Idee und viel frisches Gemüse in die Haushalte von Aarau bis Sursee und der Region Zofingen. Es wäre doch schön, wenn man ohne grossen Aufwand jeden Tag frisches Gemüse zu Hause hätte. Kein Problem. Alexandra und Fabian Ruch sind im vergangenen Jahr auf den Zug mit dem Namen Saisonbox aufgesprungen. Dabei geht es darum, die private Kundschaft jede Woche mit knackfrischem Saisongemüse zu beliefern. Die Idee der Saisonbox wurde in der Ostschweiz geboren. Der Agrotechniker Markus Bernhardsgrütter gründete im Jahr 2012 mit Matthias Ruoss zusammen die Firma saisonBox GmbH mit dem Ziel, online bestelltes Gemüse ohne Umwege direkt an die Privathaushalte zu liefern. Mittlerweile bieten die Ostschweizer ihre Online-Plattform Landwirtschaftsbetrieben in der ganzen Schweiz an. Schreibt die AZ.

    Super Idee! Kostet allerdings etwas mehr als bei MIGROS oder ALDI. Aber wäre das nicht die Gelegenheit, endlich Farbe zu bekennen, statt nur grüne Ideologien zu predigen, die ohnehin nicht umsetzbar sind? Frei nach Nike: Just do it!

  • 5.5.2019 Wort zum Sonntag von Philippe Pfister

    Philippe Pfister: Zuckerberg und wir

    Stirnrunzeln diese Woche beim Blick nach Übersee: Da steht Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in Jeans und Pulli auf einer Bühne im kalifornischen San José und spricht einen Satz, dem man nicht so recht Glauben schenken mag. «Wir wollen ein auf Datenschutz fokussiertes soziales Netzwerk bauen.» Ausgerechnet.

    Seinen Chat-Dienst Whatsapp will Facebook um eine mobile Bezahlmöglichkeit erweitern, Instagram soll sich Richtung Shopping-Plattform entwickeln. Facebook wird so noch tiefer in die Privatsphäre seiner Nutzerinnen und Nutzer eindringen. Was damit geschieht, bleibt schleierhaft.

    Aber Facebook ist nicht nur eine gigantische Geldmaschine. Es ist auch ein mächtiges Instrument zur Verbreitung von Ideen, besonders politischen. Facebook hat damit angefangen, rechte Extremisten und Verschwörungstheoretiker auszusperren. Gut, denkt man, Hass und Hetze zu verbannen – das ist ja nichts Schlechtes. Nur: Wo hört der Hass und die Hetze auf, und wo fängt das Mundtotmachen missliebiger Querdenker an? Wo das enden kann, liegt auf der Hand: Facebook als weltweiter Motor also dafür, welcher Meinungskorridor als zulässig gilt und welcher nicht – und das Silicon Valley als Brutstätte eines digitalen Autoritarismus.

    PS. Wer denkt, Facebook und San José seien ziemlich weit weg vom Schweizer Mittelland und seinen Sorgen, den muss ich an einen simplen Fakt erinnern: Ein Grossteil des Schweizer Online-Werbeumsatzes – im Jahr 2018 schätzungsweise 1600 Millionen Franken – fliesst an Tech-Giganten wie Facebook, Instagram und Google.Schreibt Philippe Pfister in seiner Kolumne «Zum Wochenende» im ZT.

    Alles richtig, was Philippe Pfister schreibt. Doch zwei Fakten klammert er aus. Erstens: Sämtliche Medien, auch das Zofinger Tagblatt, nutzen nur allzu gerne die Hyperlinks von Facebook in ihren Artikeln und wirken dadurch als Durchlauferhitzer für die kalifornische Krake. Zweitens: Zuckerberg zwingt niemanden mit vorgehaltener Pistole, sich ein Facebook-Profil anzulegen. Er zwingt auch nicht die traditionellen Medien, jeden Facebook-Bullshit zu verlinken und zu übernehmen. Zuckerbergs Geschäftsmodell basiert einzig und allein auf Freiwilligkeit und der Gier nach Klicks. Und darauf kann er sich jederzeit verlassen.

  • 4.5.2019

    In Muotathal öffnet der schweizweit erste Sexpuppen-Showroom

    In Muotathal gibt es den ersten Sexpuppen-Showroom der Schweiz. Anonymität sei dabei wichtig. Normalerweise wird dieses Produkt vor allem im Internet eingekauft. Doch im Ried eingangs vom Muotatal gibt es den ersten Sexpuppen-Showroom des Landes. Dort können Kunden ihre personalisierte Puppe zusammenstellen und sich diskret beraten lassen, erklärt die Betreiberin, im Hauptberuf Unternehmensberaterin, die anonym bleiben möchte, gegenüber der Luzerner Zeitung.

    Das ist doch mal eine Meldung, die es in sich hat. Hut ab vor der Luzerner Zeitung. Die Frage, die uns alle aber bewegt: Werden die Girls vom Luzerner Nizza nun arbeitslos?

  • 3.5.2019

    Unbekannte greifen die Familie von «Weltwoche»-Journalist Alex Baur an

    Der bekannte Zürcher Reporter Alex Baur und seine Familie sind am 1. Mai-Fest in Zürich von Unbekannten bedroht worden. Ein Stand, an dem die Familie Baur Empanadas verkauft, ist demoliert worden. So steht's geschrieben in der NZZ.

    Tja, ist halt so im Leben: Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.

  • 2.5.2019 - The Day after

    Google ermöglicht automatisches Löschen von Web- und Ortsdaten

    Google gibt seinen Nutzern die Möglichkeit, bei dem Internet-Konzern gespeicherte Daten zu besuchten Websites und Orten in regelmässigen Abständen automatisch löschen zu lassen. Der Zeitraum kann auf drei oder 18 Monate eingestellt werden, wie Google in einem Blogeintrag am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Alternativ können Nutzer die Informationen auch wie bisher unbefristet in ihrem Profil lassen und manuell löschen – oder der Datensammlung ganz widersprechen. Google betont allerdings, dass die Auswertung dieser Daten Dienste des Konzerns wie die Websuche durch Personalisierung nützlicher mache. Schreibt die NZZ in einer dpa-Meldung.

    Toll. Aber was nützt eine Löschung, wenn die Daten vorher von Google durch den Algorithmen-Wolf gedreht werden? Placebo fürs Internet-Volk.

  • 1. Mai 2019 - Tag der Arbeit

    So viel verdienen die Banker in der Schweiz

    Ein Banker im Investmentbereich kann schnell über 200'000 Franken verdienen. Hinzu kommen hohe Boni. Eine Übersicht der Bankerlöhne. Schreibt unser aller Pendlerzeitung 20Minuten.

    Bankerbashing in Ehren, wird aber langsam langweilig. Warum soll ein Investmentbanker nicht 200'000 Franken im Jahr verdienen, wenn Luzerner Stadträte und Krienser Gemeinderäte (seit 1.1.2019 ebenfalls Stadträte) pro Jahr 250'000 Franken zuzüglich üppigen Zulagen verdienen? Oder Gemeinderäte, die sich in einer der mit Höchststeuern gesegneten Gemeinde des Kantons Luzern mit sage und schreibe 140'000 Franken pro Jahr bedienen?

  • Tag der Empörung

    Aktivisten empört, weil Tierärzte Säuli grillieren

    Jedes Jahr organisieren Tiermedizinstudenten auf dem Zürcher Tierspital-Areal das Säulifest. Dabei wird ein Spanferkel verzehrt. Tierrechtsaktivisten sind empört. Schreibt das Pendlerportal 20Minuten.

    Im wuchernden Garten der Empörungskultur wachsen seltsame Pflanzen der Übertreibung.

  • 29.4.2018

    Vor dem Tag der Arbeit: Hört die Signale!

    Es waren gute Jahre, für die deutsche Wirtschaft und für die Gewerkschaften. Nun wird die Lage aber schwieriger. Denn Digitalisierung und Demografie werfen ganz neue Fragen auf. Rote Fahnen, Grosskundgebungen, kämpferische Reden - kommenden Mittwoch, am 1. Mai, pflegen die Gewerkschaften ihre Rituale. Gerechtigkeit wird gefordert und Solidarität beschworen, in Deutschland und in Europa. So steht's geschrieben bei SPIEGEL online.

    Der Popanz "Demografie"

    Ohne Verweis auf die "katastrophalen" Auswirkungen der Demografie findet kein Blick in die Zukunft statt. Wie eine Monstranz tragen wir diesen Begriff vor uns her. Träumen vom unendlichen Kindersegen, der uns die Probleme aller Verbindlichkeiten löst, die wir quasi in einem Gesellschaftsvertrag mit den Seniorinnen und Senioren eingegangen sind. "Die Kinder werden es schon richten!" Nein, werden sie nicht. Denn die Gesellschaften in Demokratien wie Deutschland, Schweden, Dänemark, Norwegen, Schweiz u.v.a. haben ohne Druck entschieden, dem Kinderreichtum zu entsagen. Selbst China wird es erleben, dass die Bevölkerungszahl schrumpft, was allerdings durch diktatorischen Druck erzielt wurde. Warum sehen wir in den schrumpfenden Bevölkerungszahlen nicht eine Chance, die langfristig viele Probleme lösen würde? Selbst Greta könnte Freitags wieder in die Schule gehen. Kommende Generationen werden nicht umhin kommen, sich dieser Frage zu stellen. Warum starten wir die Diskussion nicht jetzt? Bevor der ewige Schrei nach Wachstum die Menschheit endgültig auslöscht. Die Industrie 4.0 gibt uns bereits gewisse Antworten. Doch ziehen wir leider noch immer die falschen Schlüsse für die Zukunft daraus. Schrieb "lspring" in einem Leserkommentar zum Artikel. Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.

  • Sonntag, 28.4.2017

    Gesamtvermögen in Deutschland bei Über-80-Jährigen am stärksten gewachsen

    Die Vermögen der Deutschen sind in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Doch keine Gruppe konnte sich über solch große Zuwächse freuen wie die Generation der Über-80-Jährigen. Das hat zwei wesentliche Gründe. Schreibt Welt online.

    Und das ist gut so. Viagra, neue Herzklappen und Hüftgelenkte kosten schliesslich viel Geld.

  • 25.4.2019

    Der Schweizer KaDeWe-Chef André Maeder: «Wir verkaufen Illusionen, Träume und Wünsche – nichts, was man unbedingt braucht.»

    Der Berner André Maeder verpasst dem grössten Konsumtempel Europas, dem Berliner Kaufhaus des Westens (KaDeWe), ein neues Innenleben. Der Chef der KaDeWe Group stemmt sich gegen den Besucherschwund im stationären Handel. Zuvor hatte Maeder versucht, den Schweizer Händler Charles Vögele zu sanieren. Schreibt die NZZ.

    Da spricht doch tatsächlich einer mal das aus, was wir alle beim Durchlesen von Immobilieninseraten schon immer geahnt haben: «We sell Illusions!»

  • 24.4.2019

    Instagram-Betrüger machen die Runde

    Über kopierte Instagram-Profile versuchen Kriminelle, an Handynummern zu gelangen und andere User abzuzocken. Die Polizei rät, Anzeige zu erstatten. Schreibt die «Pendlerzeitung» Twenty Minutes.

    Statt Anzeige bei der Polizei zu erstatten, gäbe es eine viel einfachere Lösung des Problems: Instagram-Account löschen oder gar nicht erst eröffnen. Niemand braucht diesen schwachsinnigen Durchlauferhitzer für die eigenen Fotos aus der heimischen Küche. Es sei denn, man heisst Dieter Bohlen. Oder Irina Beller.

  • 23.4.2019

    Franziska Roth lädt «in eigener Sache» zu Medienkonferenz – SVP-Präsident Burgherr weiss von nichts

    Gesundheits- und Sozialdirektorin Franziska Roth (SVP) hat am Montagabend eine Einladung an die Medien verschickt – zu einer Medienkonferenz «in eigener Sache». Die Medienkonferenz findet am Dienstag, 11 Uhr, in Aarau statt. Roth, die vor zweieinhalb Jahren für ihre Partei einen zweiten Regierungssitz erobert hat, steht wegen ihrer Performance als Regierungsrätin unter Druck. Erst recht seit einer sehr kritischen Fraktionserklärung von drei Parteien im Grossen Rat. Und noch mehr, seit ihre eigene Partei ihr im März öffentlich ein Ultimatum gestellt hat. Schreibt die AZ.

    Frei nach Fred Zinnemanns Klassiker «High Noon» (Zwölf Uhr Mittags) aus dem Jahr 1952. High Noon in Aarau. Diesmal mit Franziska Roth in der Hauptrolle. Und nicht Grace Kelly. Tut sie es oder tut sie es nicht? Um 12.00 Uhr wissen wir mehr.

  • Ostermontag

    Die Ukraine wählt die Ungewissheit

    Der Komiker Wolodimir Selenski hat es geschickt verstanden, die Wut der Ukrainer über die herrschende Politiker-Klasse umzumünzen. Doch mit der Wahl dieser politisch schwachen und unerfahrenen Figur lässt sich das Land auf ein riskantes Experiment ein. Schreibt Andreas Rüesch in der NZZ.

    Nun denn: Auch Italien wählte letztes Jahr eine Partei mit einem Komiker an der Spitze zur stärksten Partei. Noch ist Italien nicht im Mittelmeer versunken. Doch die Befürchtung, dass wir irgendwann und irgendwo sogar einen Besenstiel als Präsidenten wählen könnten, wird immer wahrscheinlicher.

  • Ostern 2019

    «Ich kann im Bett furzen, wann ich will!»

    Furzen und flirten, wie man will: 10 Gründe, warum die freien Ostertage für Singles nicht einsam, sondern der Hammer sind. Ja, die Suche nach der grossen Liebe ist schwierig. Je intensiver man es versucht, desto schlechter läufts. Warum also nicht einfach mal wieder dem Single-Dasein frönen? Es gibt nämlich genug Gründe, gerade die paar freien Ostertage als Single maximal auszukosten. So steht's im «Pendler»-Portal 20Minuten.

    Oh heilige Maria Mutter Gottes! Wer hätte das gedacht? Das ist doch mal Qualitätsjournalismus vom Feinsten aus dem Hause Tamedia. Frohe Ostern! Und sollte es beim Eiertütschen unangenehmen riechen: es war ein Single und nicht das Osterei! Frei nach William Shakespeares Nachtigall.

  • 17.4.2019 - Unselige Biografien

    Sexueller Missbrauch: Klubverantwortliche weisen Köbi Kuhns Vorwürfe zurück

    Fussballlegende Köbi Kuhn packt in seiner Autobiografie aus und erzählt, dass er als Junge von einem älteren Kollegen sexuell missbraucht wurde. Der sei noch immer in der Jugendarbeit des FC Wiedikon engagiert. Der Verein widerspricht. Köbi Kuhn berichtet in seiner morgen erscheinenden Autobiografie, er sei in seiner Jugend sexuell missbraucht worden, von einem älteren Kollegen während seiner Zeit bei seinem ersten Verein. Lange habe er geschwiegen, auch aus Scham. Doch als er die Vereinsleitung damit konfrontierte, nachdem 2016 Missbrauchsdiskussionen durch die Medien gingen, sei ihm mitgeteilt worden, dass der Mann noch immer in der Jugendarbeit im Klub engagiert sei. So schildert es die Zürcher Fussballlegende Kuhn in einem Vorabdruck seines Buchs, der gestern im «Blick» erschien. So steht's geschrieben in der AZ.

    Wir wollen Köbi Kuhn nicht zu nahe treten, aber irgendwie hat die Geschichte ein Gschmäckle, wie man im grossen Kanton zu sagen pflegt. Es fällt auf, dass alle Prominenten, die das Verfallsdatum etwas überschritten haben, dem unseligen Trieb nach einer eigenen Biografie nicht widerstehen können. Um die Verkäufe anzukurbeln, muss irgend etwas Skandalöses zur Plakatierung ins Buch rein und an die Medien raus. Das war beim Sternekoch Mosimann so, der plötzlich, genau wie Köbi Kuhn, im BLICK und den nachlaufenden Durchlauferhitzer-Medien von Ringier unbedingt davon berichten musste, dass er als Junge auf einer Lambretta von einem Mann sexuell missbraucht worden war. Das hatte dank der Lambretta immerhin noch eine etwas komische Komponente, Köbi Kuhns Lebensbeichte hingegen wirkt nur noch peinlich. Kuhn war prominent genug, die Klubverantwortlichen mit seinen Vorwürfen zeitgerecht konfrontieren zu können. Er hätte vermutlich als Nationaltrainer der Schweizer Fussballmannschaft sehr viel bewirken können, um Missstände ein für allemal auszuschalten.

  • 15.4.2019 Auf der Suche nach Investoren

    Neuer Super-Akku für E-Autos? Basler Firma verspricht «grossen Sprung»

    «Verhilft die Superbatterie dem E-Auto zum Durchbruch?», fragt die Zeitung «Die «Welt» in grossen Lettern. Das Nachrichtenmagazin «Focus» schreibt: «Neuer Super-Akku ermöglicht angeblich 1000 Kilometer Reichweite». Mit einer Meldung, weltweit gestreut, hat die in Basel angesiedelte Firma Innolith eine Flut von Medienberichten ausgelöst. Sie verkündet darin, an der Entwicklung der ersten wiederaufladbaren Batterie zu arbeiten, deren «innovative Akkutechnologie» die neuen Höchstleistungen ermögliche. «It’s a big jump», unterstreicht CEO Alan Greenshields gegenüber dem US-Technikmagazin «The Verge» die Bedeutung der Ankündigung. Die Entwicklung und Vermarktung der Innolith Energy Battery werde voraussichtlich noch drei bis fünf Jahre in Anspruch nehmen. Frühestens 2022, so Greenshields, werde das Produkt auf den Markt kommen. Schreibt die AZ.

    Wer's glaubt wird selig. Und vermutlich ärmer. Bis 2022 werden die Chinesen längst ein adäquates Produkt auf dem Markt haben. Alan Greenshields sucht Investoren. So einfach ist das.

  • 14.4.2018

    Swisscom will Whatsapp Konkurrenz machen

    Noch dieses Jahr will der Schweizer Telekom-Anbieter Rich Communication Services auf den Markt bringen. SMS, Short Message Service, war gestern. Telekom-Anbieter überall auf der Welt ersetzen den Dienst nach und nach mit RCS, Rich Communication Services. Auch die Swisscom, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet. So steht's geschrieben auf dem Portal der «Pendlerzeitung» 20Minuten.

    Es ist noch gar nicht so lange her, da wollten Swisscom und COOP mit dem Onlineshop «Siroop» Jeff Bezos «Amazon» herausfordern. Die teure Aktion der beiden grossen Player aus der Schweiz ging furchtbar in die Hosen und endete als Lachnummer mit riesigen Verlusten im zweistelligen Millionenbereich.

  • 13.4.2019

    Diskriminierung: «Ich bekomme keinen Job, weil ich zu schön bin»

    Die Italienerin Alice Soldi bewirbt sich seit Jahren als Rettungsschwimmerin, doch jedes Mal bekommt sie eine Absage. Hat das mit ihrem Aussehen zu tun? Die 26-jährige Alice Soldi aus Fano an der Adriaküste ist frustriert. Seit drei Jahren schickt sie ihre Bewerbung als Rettungsschwimmerin für Fano oder den naheliegenden Badeort Pesaro - doch jeden Sommer bekommt sie dieselbe Antwort: Nein, danke. Soldi glaubt zu wissen, wo das Problem liegt: Sie ist eine Frau. Dazu noch eine sehr attraktive Frau. So steht's geschrieben in der Pendlerzeitung 20Minuten.

    Soldi glaubt zu wissen, wo das Problem liegt: Alice ist eine Frau... Aber hallo! Geht uns, den schönen Männern, genau so wie Alice.

  • 11.4.2019

    Amazon-Mitarbeiter hören sich Privatgespräche mit Alexa an

    Um die virtuelle Amazon-Assistentin zu verbessern, transkribieren und analysieren Mitarbeiter jeden Tag Tausende von aufgezeichneten Gesprächen. Wird es zu privat, sollen sie offenbar aufhören. Die Kunden wissen nichts davon. Schreibt SPIEGEL online.

    Wow! Das ist doch mal ein Schocker. Gespräche mit Alexa abhören geht gar nicht. Wer verdient da mehr Mitleid? Die Unbedarften, die ihren daily Bullshit mit Alexa besprechen oder diejenigen, die im Auftrag von Jeff Bezos den Schwachsinn abhören müssen?

  • 10.4.2019

    93 Prozent der Bio-Felder sind mit Giftrückständen verseucht

    Ein Grossteil der Felder von Biobauern ist mit Pflanzengiften von benachbarten Äckern belastet. Dies zeigt eine Studie der Universität Neuenburg. Die Felder der meisten Bio-Betriebe im Mittelland sind mit Pestiziden kontaminiert. Das berichtet die «NZZ am Sonntag» unter Berufung auf eine Studie der Universität Neuenburg. Den jüngst im «Journal of Applied Ecology» publizierten Angaben zufolge sind 93 Prozent der Bio-Äcker mit Pflanzengiften belastet. Schreibt 20Minuten.

    «Oh my God», werden wohl einige jetzt seufzen. Als ob dies nicht schon immer klar und eindeutig gewesen wäre. Auch ohne Studie.

  • 9.4.2019 - Der arme Sternekoch

    Beiz ruiniert, Dutzende Geschädigte, darunter sogar ein Sternekoch: Gastro-Betrüger zieht in Zermatt alle über den Tisch

    Ein skrupelloser Betrüger hat in Zermatt Dutzende Geschäfte und Privatpersonen abgezockt – teils um Beträge in Millionenhöhe. Mit Folgen: Jetzt musste ein renommiertes Restaurant wegen ihm sogar schliessen. Auch der bekannte Sternekoch Frédy Girardet (82) hat gemäss der Zeitung Strafanzeige erstattet. Der Vorwurf: Als sein Vermögensverwalter soll B. irreführende Schätzungen gemacht haben. Schreibt unser aller BLIGG.

    Das Mitleid mit dem 82-jährigen «Sternekoch» hält sich in Grenzen. Auch wenn diese Köche von den Sternen kommen, sind sie in der Regel dennoch nicht die hellsten Kerzen auf der Torte.

  • 5.4.2019

    Tusk bietet «Flextension» an - May bittet um Aufschub bis Juni

    Im Tauziehen um einen Ausweg aus der Brexit-Sackgasse schlägt EU-Ratschef Donald Tusk eine Flextension vor. Die britische Premierministerin Theresay May bittet um eine Verlängerung des EU-Austritts bis zum 30. Juni. Das bedeutet, dass Großbritannien an der Europawahl im Mai teilnehmen müsste.

    Das ist das Schöne an der EU: Jeder darf etwas sagen. Böse Zungen nennen sowas Kakophonie mit Unterhaltungswert. Haben sich Elmar Brok und Günther Oettinger (in seinem geschliffenem Oxford-English) schon gemeldet?

  • 3.4.2019 – Neues von der Muppet-Show aus London

    Kurz gegen Verlängerung – «Das Chaos hat sich doch nicht verändert»

    Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sieht derzeit keinen Grund für eine weitere Verschiebung des Brexit-Termins. «Aus derzeitiger Sicht gibt es überhaupt keinen Grund für eine Frist-Erstreckung, denn das Chaos in Grossbritannien hat sich nicht verändert», sagte Kurz. «Es gibt keinen klaren Weg, der mehrheitsfähig ist im britischen Unterhaus.» Gedanken über eine mögliche Fristverlängerung seien daher derzeit «pure Spekulation».

    Altmaier warnt vor «grossem Crash» bei No-Deal-Brexit

    Ein mögliches Risiko höherer Preise in deutschen Supermärkten sieht der deutsche Bundeswirtschaftsminister bei Produkten, «die aus Grossbritannien importiert werden», etwa Whisky oder Autoteile. «Deshalb wäre es wichtig, dass Grossbritannien in der EU-Zollunion bleibt», sagte Altmaier. Schreibt die WELT online.

    Es mag ja viele Gründe geben, die zum vielbeschworenen Crash bei einem No-Deal-Brexit führen könnten. Whisky ist definitiv keiner.

  • 2.4.2019

    Bundespräsident Ueli Maurer zur Krise der Volkspartei: «Die SVP darf nicht auf den Klima-Hype aufspringen»

    Wahlen gewinne die SVP nur mit bewährten Themen wie EU, Ausländern oder Steuern, meint ihr früherer Präsident Ueli Maurer. Der Bundespräsident erklärt ausserdem, warum der Mittelstand die Zeche bezahlt, wenn das Volk Steuerreform und AHV-Finanzierung ablehnt. Sagt Bundesrat Ueli Maurer im Interview mit BLIGG.

    Bundesrat Ueli Maurer ist ein kluger Kopf und ein erfahrener Wahlkämpfer. Trotzdem greift seine Analyse über die SVP-Wahlthemen zu kurz. Um die inzwischen in die Jahre gekommen Hardliner der SVP bei der Stange zu halten, mögen Themen wie EU, Ausländer und Steuern an der Wahlurne ihre Wirksamkeit nicht verfehlen. Doch schon das Thema Steuern wird in harter Konkurrenz zur SVP auch von der FDP klug, wirtschafts- und unternehmensfreundlich «bewirtschaftet». Um aber neue Wählerinnen und Wähler aus der jüngeren Generation für eine Partei zu holen, die ihren Zenit vermutlich überschritten hat, kommt die SVP wohl kaum umhin, sich auch um Themen zu kümmern, die dieser Generation am Herzen liegen.

  • 1.4.2019

    Grüne Welle erfasst auch Luzern und Baselbiet

    Zugpferd dieser grünen Welle: Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch (34). Die Fraktionschefin der Grünen schaffte mit ihrem Wahlresultat für die Luzerner Exekutive eine Sensation. Denn Bärtsch überholte – notabene als einzige Frau – den bisherigen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (54, parteilos) um 3446 Stimmen. So steht's geschrieben in unser aller BLIGG.

    Schwerzmann hat ja während seiner Amtszeit auch wirklich alles dafür getan, dass er nicht mehr wählbar ist und sogar von einem Besenstiel als Gegenkandidat überholt würde.

  • 30.3.2019

    Unglückliche Ehen machen krank!

    Sie haben richtig gelesen, liebe Leserinnen und Leser. Unglückliche Ehen machen krank. Dies ist eine Erkenntnis, die ich in den letzten Jahren in meiner Arbeit feststellen konnte. Es kommt bei Paaren, die meine Dienste in Anspruch nehmen, immer wieder vor, dass der/die eine krank ist. Sagt der «Scheidungsplaner» Manfred Schneeberger in einem PR-Artikel der Luzerner Rundschau.

    Wow! Sind das aber tiefenpsychologische Erkenntnisse des Scheidungsberators. Darauf muss man erst mal kommen.

  • 29.3.2019

    Kanton Luzern spart zwei Klassen ein – 40 Kantischüler nun mit längerem Schulweg

    Damit im Kanton Luzern nicht zusätzlich zwei Klassen eröffnet werden müssen, werden angehende Kantischüler umgeteilt. So müssen Jugendliche aus Emmenbrücke etwa ans Gymnasium im Seetal. Das ärgert vor allem die Eltern – wegen der Mehrkosten. Schreibt die Luzerner Zeitung.

    So sad! Ich habe geweint, als ich diese Hiobsbotschaft las. Da können sich die armen Scheisserchen von der Kanti ja nicht mal mehr einen Joint leisten, geschweige denn ihr täglich Red Bull.

  • 28.3.2019 Die Zuger Woche - Immer der Zeit voraus

    Herausforderung in der Baubranche

    An der Generalversammlung (GV) des Baumeisterverbands Zug (BVZ) vom 14. April wurde ein neuer Präsident gewählt. Es tat sich etwas bei der GV des Baumeisterverbands Zug vom Donnerstag, 14. April: Nach zehn Jahren im Vorstand, davon die letzten sechs Jahre als Präsident, wurde Peter Rust von Franz Aebli (Landis Bau AG Zug) abgelöst, der nun den Aufgaben des Verbandspräsidenten übernimmt. Schreibt Christoph Blochers Zuger Woche.

    «Immer der Zeit voraus» war eigentlich ein Claim von Dr. LUZART. Nun hat ihn die Zuger Woche übernommen. Zu Recht: Denn wer am 24.3.2019 bereits die Wahl von Franz Aebli als neuen Verbandspräsidenten vom Zuger Baumeisterverband, die angeblich am 14. April stattgefunden hat, in der Vergangenheitsform publizieren kann, muss hellseherische Fähigkeiten oder mindestens ein Abo bei Mike Shiva nutzen. Allerdings leicht geirrt haben sich die Zuger Zeitungsmacher denn doch etwas: Der 14. April 2019 ist nämlich kein Donnerstag sondern ein Sonntag. Da darf man sich ja bereits darauf freuen, wenn die Zuger Woche die SVP-Resultate der kommenden Nationalratswahlen vom Oktober bereits im Juni veröffentlicht.