Daily Headline

  • 27.1.2020

    «Olga» vermietet auf Airbnb Ferienchalet in Zermatt VS – dabei gehört es ihr gar nicht: Das ist ja der Gipfel!

    Silvia J.* (55) wurde Opfer einer fiesen Betrugsmasche. Eine Person namens «Olga» hat auf Airbnb ein Chalet in Zermatt VS zur Vermietung angeboten, das gar nicht ihr gehört. Der richtige Vermieter kann es nicht fassen: «So etwas habe ich noch nie erlebt.» Nicht nur am WEF in Davos GR gibt es Puff um nicht bezahlte Zimmer – oder Doppelbuchungen in Hotels. Auch in Zermatt VS spielte ein Betrügerin ein böses Spiel. Silvia J.* (55) aus Cham ZG suchte Mitte Januar im Internet eine Unterkunft. Ihr Plan: Weihnachten und Neujahr mit der Familie im Wallis. Auf der Plattform Airbnb stösst sie auf ein Angebot: Das Viersternechalet Schwalbennest mit direktem Blick aufs Matterhorn. Kosten: 4446 Franken für zwei Wochen. «Ich war schon mehrmals in Zermatt und kenne mich mit den Preisen aus. Als ich dieses Angebot sah, dachte ich: Wow, das ist sehr günstig. Deshalb habe ich sofort gebucht und mit meiner Kreditkarte bezahlt», sagt sie. Schreibt BLICK.

    Tja, liebe Schnäppchenjägerinnen und Schnäppchenjäger. So läuft das nun mal in der schönen neuen Welt von Airnb im Internet. Da lohnt es sich, vor dem Zücken der Kreditkarte die innere Gier zu besiegen und das Hirn einzuschalten. Vor allem, wenn sich die Anbieterin des Schnäppchens «Olga» nennt. Auf der Lauchernalp wäre Silvia das nicht passiert. Dort heisst der Anbieter ja auch Beat und nicht Olga.

    Bitschhorn im Lötschental - Foto www.ferien-lauchernalp.ch
  • 26.1.2020 - Tag der grenzenlosen Gier des Damian Müllers

    Damian Müller sichert sich Lobby-Mandate: Freisinniger Pöstchen-Jäger

    Damian Müller sitzt erst seit Kurzem in der Gesundheitskommission. Jetzt hat er bereits drei neue Lobby-Mandate aus dem Gesundheitssektor. Ihm kann es nicht schnell genug gehen. Erst seit Dezember sitzt FDP-Ständerat Damian Müller (35) in der einflussreichen Gesundheitskommission des Ständerates. Nun hat sich der Luzerner bereits drei neue Lobby-Mandate im Gesundheitssektor gesichert. Wie der «Tagesanzeiger» berichtet, sitzt Müller neu in der «Groupe de réfléxion» der Krankenkasse Groupe Mutuel, im «Sounding Board» des Ärzteverbandes FMH und im Beirat des Krankenkassenvergleichsdienstes Comparis. Die Mandate sind auch im Register der Interessenbindungen aufgeführt, das die Parlamentsdienste diese Woche publiziert haben. Von der Groupe Mutuel erhält der Gesundheitspolitiker 4000 Franken pro Jahr – für durchschnittlich vier Sitzungen. Auf bis zu 8000 Franken kommt der Freisinnige bei Comparis. Die halbtägigen Sitzungen werden gemäss dem Tagesanzeiger mit je 2000 Franken entschädigt. Und auch bei der FMH dürften ihm etwa 10'000 Franken winken. Insgesamt fliessen also rund 20'000 Franken in Müllers Portemonnaie. Schreibt BLICK.

    Damian «ich bin nicht schwul» Müller war sich nicht zu schade, im vergangenen Wahlkampf vom Herbst 2019 mit jedem, aber auch wirklich jedem Journalisten über seine etwas komplizierte oder – je nach Sichtweise – eigenartige Sexualität zu reden. Ungefragt, wohlverstanden! Man glaubt es kaum. In Müllers Verständnis scheinen nicht die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger an erster Stelle zu sein, sondern die eigenen Befindlichkeiten des Herrn Ständerats. In den Redaktionsstuben herrschte darüber ziemliche Verwirrung. Doch statt mit der pro aktiven Schadenbegrenzungsleier «ich bin nicht schwul» den Gerüchten über seine Schwulität vorzubeugen, hätte der ebenso wendige wie nimmersatte Gierhals und «Gesundheitspolitiker» der Luzerner FDP zum Thema Gesundheitspolitik, das im Klima-Wahlkampf so ganz nebenbei als Randnotiz immerhin auch noch stattfand, zum Beispiel ein Statement wie «ich bin nicht käuflich» abgeben können. Was auch nicht unbedingt der Wahrheit entsprochen, aber immerhin einen gewissen Unterhaltungswert geboten hätte. Und da wundern wir uns über Wahlverdrossenheit? Genau solch schmierige Politikertypen sind die Sargnägel unserer Demokratie und fördern mit ihrer fast schon kleptomanen Unverschämtheit die Erstarkung der Populisten. Trump, Strache, Orban, Salvini und wie sie alle heissen, sind nicht vom Himmel gefallen. «Die FDP ist der Krebs der Schweiz» schreibt Albert Meier aus Flums als Kommentar zum Blick-Artikel. Wie wahr! Und der Krebserreger für die einst staatstragende und für die Schweiz so wichtige Partei hat einen Namen: Unverhohlener, schäbiger und grenzenloser Lobbyismus, gepaart mit übelstem Opportunismus.

    Die von BLICK genannten Zahlen der Beiträge, die Müller in seinen Sack stecken darf, entlarven das Wahlkampf-Statement der Aargauer CVP-Politkerin Ruth Humbel «Man verdient sich keine goldene Nase mit Mandaten im Gesundheitsbereich» nicht nur als unverschämte Unwahrheit, sondern als pure Wählertäuschung. Es sei denn, CVP-Frau Humbel, die Müller in Sachen fragwürdigem Lobbyismus nur wenig nachsteht, ist dermassen abgehoben, dass sie längst nicht mehr weiss, wie lange ein normaler «Büezer» in der Schweiz für 20'000 Franken arbeiten muss, wofür Damian «ich bin nicht schwul» Müller ein paar wenige Stunden – wenn überhaupt – Lobbyismus betreibt.

    Einige Kommentare der BLICK-Leser zum Artikel:

    Tritt er in die Fussstapfen von Philipp Müller PFEFFERSCHARF? Alles versprechen und nichts halten. Das Wandern ist des Müllers Lust und für den Bürger nur Verlust? (Steiner Norbert, Eschikon)

    Ein weiterer Politiker als sog. Saubermann. Sie schauen nur auf IHRE Geldsäcke und nennen sich immer wieder Volksvertreter. (Hansruedi Mathys, Herrliberg)

    Viele (Politiker, Anm.) wissen sehr schnell nicht mehr, dass sie vom Volk und nicht von der Pharma- oder Gesundheitsindustrie gewählt wurden. Kurz vor den nächsten Wahlen tauchen die dann wieder aus den Sümpfen auf um wiedergewählt zu werden. Und die dummen Lemminge wählen solche Leute ja immer wieder, erbärmlich! Der Lobbyismus gehört verboten, basta! (Heiri Meier, Kloten)

    Die FDP ist der Krebs der Schweiz. Man braucht diese Partei genau so wenig wie eine grosse Warze auf der Nase. (Albert Meier, Flums)

  • 25.1.2020 - Tag der freien Marktwirtschaft

    Kongos Delegation prellt am WEF die Zeche in Arosa – abgezockte Hoteliers stinksauer: «Fette Klunker, aber kein Geld»

    Anlässlich des WEF in Davos hat ein Teil der kongolesischen Delegation in Arosa logiert – und in gleich zwei Hotels die Zeche geprellt. Insgesamt 10'000 Franken sind ausstehend. Im BLICK packen die beiden Bündner Hotelbetreiber jetzt aus. Die Mächtigen aus Wirtschaft und Politik waren dieser Tage am Weltwirtschaftsforum in Davos GR anzutreffen. Unter ihnen auch der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Félix Tshisekedi (56). Begleitet wurde er von einer Heerschar an Delegierten. Doch weil der Platz knapp war und die Preise während des WEF in Davos exorbitant sind, mussten rund 20 kongolesische Delegierte auf Arosa GR ausweichen. Dort haben sie im Hotel Chamanna Bed & Breakfast des Bündner Hoteliers Marco Bühler (34) logiert. «Sie sind mit Limousinen vorgefahren, trugen Rolex-Uhren, Diamanten und Louis-Vuitton-Taschen», sagt Bühler zu BLICK. Sie buchten 20 Zimmer für 20 Personen während zwei Nächten. Kostenpunkt: 6868 Franken. Scheinbar zu viel für die kongolesische Delegation. Sie prellte die Zeche! «Fette Klunker tragen, aber kein Geld haben», prangert Bühler an. BLICK liegen entsprechende Dokumente vor. Und Recherchen zeigen: Bühler ist nicht der Einzige, dem es so erging. Auch im Hotel Bellevue in Arosa wurden Zimmer für die Entourage des kongolesischen Präsidenten gebucht, aber nicht bezahlt. Konkret: Zehn Zimmer für fünf Nächte. Der Preis: 7300 Franken. Schreibt BLICK.

    Na ja, das Desaster hält sich ja noch in Grenzen. So funktioniert nun mal die freie Marktwirtschaft, die bekannterweise alles regelt. Nicht nur bei der FDP Schweiz, sondern auch in Afrika. Es gibt Gewinner und es gibt Verlierer. Stellt Euch vor, die ganze Delegation hätte Asyl in der Schweiz beantragt. Was das erst kosten würde! Ganz abgesehen davon, welche Traumvorlage das für die SVP wäre. Gehen wir doch mit einem Smile ins Wochenende. Oder wie die Amis zu sagen pflegen: Think positive. So great. Amazing.

  • 24.1.2020 - Tag der Facebook-Viren

    Vorsicht, Facebook-Virus! Claude Longchamp (62) heimtückisch gehackt

    Ein Klick und der Computer ist infiziert. Politologe Claude Longchamp wurde Opfer von Internet-Kriminellen – und leitete den Virus gleich an die Politiker weiter. «Uii, da wurde mein Konto offensichtlich aus dem Umfeld des Schweizer Parlaments wohl unbeabsichtigt gehackt», warnt Politologe Claude Longchamp (62) seine 3325 Facebook-Freunde. «Und ich habe ganz offensichtlich solche von ParlamentarierInnen gehackt, ebenso unbeabsichtigt.» Über die App «Messenger» hat Longchamp ein Video erhalten, das ihn betreffe. Von einem Ständerat. Den Namen nennt er nicht. «Fälschlicherweise habe ich das angeklickt, dann aber nicht angesehen, weil ich skeptisch wurde», sagt Longchamp zu BLICK. «Offenbar habe ich dabei aber schon zu viel gemacht und das Video weitergeleitet.» Er sei erst seit einem halben Jahr auf Facebook «und habe den Fall noch nicht erlebt». Schreibt BLICK.

    Ein Hauch von Jeff Bozos schwebt über dem Fliegenmann. Irgendwie - und ich stehe dazu - herrscht eine klammheimliche Freude. Wie kann man nur so dämlich sein? Diese Frage richtet sich an alle Social Media-Apologeten. Sie sind einfach zu weltfremd, zu abgehoben, um sich mit den Risiken ihrer geliebten Durchlauferhitzer wie Facebook, Instagram, Twitter und Messenger auseinanderzusetzen, geschweige denn sie zu verstehen.

  • 23.1.2020 - Tag der Klimaflüchtlinge

    «Historischer» Uno-Entscheid gibt zu reden: Bleiberecht für Klimaflüchtlinge

    Die Rede ist von einem «wegweisenden Urteil»: Der Uno-Menschenrechtsausschuss in Genf hat erstmals festgehalten, dass auch Klimaflüchtlinge ein Recht auf Schutz haben. Was bedeutet dieser Entscheid für die Schweiz? Ioane Teitiota hat verloren. Endgültig. Durch sämtliche Instanzen hat sich der dreifache Familienvater aus dem Pazifik-Inselstaat Kiribati gekämpft – bis nach Genf. Doch auch vor dem Uno-Menschenrechtsausschuss, der in der Schweiz seinen Hauptsitz hat, ist Teitiota abgeblitzt. Für Menschenrechtsorganisationen ist das Urteil des Uno-Gremiums, das jetzt bekannt geworden ist, trotzdem ein Erfolg – und was für einer! Von einem «historischen Fall» ist die Rede. Von einem «wegweisenden Urteil». Denn im Entscheid heisst es, dass Klimaflüchtlinge ein Recht auf Schutz haben. Das bedeutet, dass sie nicht in ihre Heimat zurückgeschickt werden dürfen, wenn ihr Leben dort wegen des Klimawandels in Gefahr ist. Es ist das erste Mal, dass ein internationales Organ den Schutz festhält. Schreibt BLICK.

    Wenn eine Lawine rollt, ist sie nicht mehr aufzuhalten. Da kommen ja gute Zeiten auf die SVP zu, die laut Bundesrat Ueli Maurer die Wahlen mit den Themen EU und Asylanten gewinnt. Wie gut sie für die Bürgerinnen und Bürger werden, wenn dieses Fass ohne Boden, die Büchse der Pandora, erst aufgemacht ist, wird die Zukunft zeigen. Warum fällt mir jetzt ausgerechnet folgendes Zitat vom grossartigen Peter Scholl-Latour (1924 - 2014) ein? «Wer halb Kalkutta aufnimmt hilft nicht etwa Kalkutta, sondern wird selbst zu Kalkutta!»

  • 22.1.2020 - Tag der FuhrhalterInnen

    SVP-Präsident Glarner: «Wir haben die Themen AHV und Krankenversicherung verschlafen»

    Als neuer Präsident der SVP Aargau will Andreas Glarner die Volkspartei wieder auf «Blocher-Kurs» bringen. Spaltet er damit die SVP noch mehr oder bringt er sie tatsächlich zurück auf die Erfolgsspur? Der umstrittene Asylchef der SVP Schweiz und neue Präsident der SVP Aargau Andreas Glarner ist Gast im TalkTäglich. «Die klassischen SVP-Themen sind im Moment bei den Leuten einfach nicht zuoberst», konstatiert Cavalli. Glarner gibt sich selbstkritisch: «Wir haben ein paar Themen verschlafen, zum Beispiel die AHV oder die Krankenversicherung.» Beim Thema Lobbyismus geht Glarner mit seinen Parteigenossen hart ins Gericht: «Wir waren hier keinen Dreck besser als andere Parteien. Auch wir hatten 'Fuhrhalter', die plötzlich bei Krankenkassen im Vorstand sassen», teilt er gegen Ulrich Giezendanner aus - bekanntermassen sind die beiden keine dicken Freunde. Lobbyisten müssten aus der Gesundheitskommission ausgeschlossen werden, fordert Glarner. Er habe sich bereits früher mit diesem Anliegen an die Parteileitung gewandt. Schreibt die AZ.

    Das sind ja schon mal gute Ansätze und klare Analysen von Glarner. Die Luzerner SVP-Nationalrätin Yvette Estermann hat beispielsweise ihren Wahlkampf im Herbst 2019 für den Einzug in den Nationalrat genau mit den von Glarner beschriebenen Themen geführt und gewonnen. Ohne Facebook-, Twitter- und Instagram-Account notabene. Für seine «Mission Impossible» beim Kampf gegen die «Fuhrhalter» (Anmerkung: ... und «Fuhrhalterinnen», denn im Bereich Krankenkassen-Lobbyismus stimmt für einmal die Frauenquote) kann man ihm nur Glück und Durchhaltevermögen wünschen, sofern er seine Ansagen wirklich ernst meint. Die Hoffnung stirbt ja bekannterweise zuletzt. Und so wie Saulus zu Paulus mutierte, könnte auch aus einem «Dummschwätzer» ein veritabler Politiker werden. Wenn sich Glarner jetzt noch das «System Blocher» verinnerlicht, könnte aus ihm ein herausragender Aargauer SVP-Präsident werden, was im Rückblick auf die Vergangenheit des Aargauer Präsidiums nicht unbedingt schwierig ist. Seine Vorgänger glänzten ja nicht wirklich mit brillanten Ideen und Durchsetzungskraft im Aargauer Hühnerstall. Blocher mag ein Hardliner und Polterer gewesen sein, aber der gewiefte Politiker vom Herrliberg wusste stets, dass seine Partei mehrheitlich von den «kleinen Leuten» gewählt und getragen wird und wie weit er mit seinen Angriffen auf die klassischen Sozialwerke gehen konnte. Das war eines der Erfolgsgeheimnisse Blochers. Hoffentlich ist sich Glarner dessen bewusst, wenn er den «Blocher-Kurs» beschwört.

  • 21.1.2020 - Tag des Puderzuckers

    «Cassis ist der Bundesrat von Glencore und Nestle» – Regula Rytz im Interview

    Die Klima- und Verkehrswende müsse sozialverträglich über die Bühne gehen, sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz. Sie will deshalb Familien mit Kindern und Jugendlichen gezielt entlasten – beim öffentlichen Verkehr. Und äussert sich zu Bundesrat Cassis: «Er ist der Bundesrat der Konzerne wie Glencore oder Nestle. Er will die Einwicklungszusammenarbeit zu einem Hilfsdienst für private Wirtschaftsinteressen umbauen. Und er hat die Europapolitik mit dem Angriff auf den Lohnschutz in die Sackgasse geführt. Scheitert das Rahmenabkommen, dann ist auch Cassis auf der ganzen Linie gescheitert. Das muss Konsequenzen haben.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Dass sich Bundesrat Cassis vor allem als Wurmfortsatz von Glencore und Nestle auszeichnet, ist eigentlich eine altbekannte Tatsache und die logische Konsequenz im Verhalten eines Politikers dieser furchtbaren Neolippen-Partei - genannt FDP. Wer etwas anderes erwartet und ihn trotzdem gewählt hat, muss irgendwas geraucht, gesnifft oder geschluckt haben, was die Sinne total betäubt. Soll in diesen Kreisen ja öfters vorkommen, wie hinter vorgehaltener Hand gemunkelt wird. Was - im Umkehrschluss - die manchmal etwas arg blasssen Nasen gewisser ParlamentarierInnen erklären würde. Als Quelle aller buddhistischen Weisheiten von Konfuzius über Mao und Mama Lee bis zu Xi Jinping weist LUZART, die zärtlichste Versuchung seit es Schokolade gibt, darauf hin, dass für alle ParlamentarierInnen die Unschuldsvermutung gilt. Bei den weissen Nasen könnte es sich schlicht und einfach auch um Puderzucker handeln. Wie schnell steckt Mann/Frau seine Nase zu tief ins gepuderte Törtchen! Um all diesen boshaften Gerüchten ein Ende zu setzen, wäre es vielleicht wirklich sinnvoll, die Abwasser der Klos im Hohen Haus von und zu Bern auf verdächtige Rückstände zu untersuchen. Laut European Monitoring Centre for Drugs and Drugs Addiction liegt ja die Stadt Bern in Sachen Drogenrückständen gemäss Abwasser-Proben in den Top Ten der Europäischen Städte. Da könnte es doch durchaus sein, dass... Aber lassen wir das.

  • 20.1.2020 - Tag des Weitblicks

    «Der Flyer ist ein unsägliches Lügenpamphlet»: Gegner der Miet-Initiative hausieren mit alten Zahlen

    777 Millionen Franken habe der Bund schon mit der Förderung von günstigem Wohnraum verloren, behaupten die Gegner der Miet-Initiative. «Lüge», sagt Mit-Initiantin Jacqueline Badran. Drei Millionen Flyer landeten in den vergangenen Tagen in den Schweizer Haushalten. Darin warnen die vom Hauseigentümer-Verband angeführten Gegner der Miet-Initiative eindringlich vor einer «Verstaatlichung des Wohnungsmarkts». Als knackigstes Nein-Argument führen sie dabei «777 Millionen Franken Verluste des Bundes seit den 90er-Jahren mit Wohnbaudarlehen» an. Ein Argument, bei welchem SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (58, ZH) an die Decke geht! «Der Flyer ist ein unsägliches Lügenpamphlet», wettert sie. «Die 777 Millionen haben mit dem heutigen Wohnraumförderungs-Gesetz und mit der Initiative null und nichts zu tun. Damit wird das Stimmvolk in die Irre geführt!» Auch Grünen-Nationalrat Michael Töngi (52, LU) ärgert sich: «Mit uralten Zahlen zu hausieren, ist reine Polemik», so das Vorstandsmitglied des Mieterverbands. HEV-Präsident Hans Egloff (60) wehrt sich gegen den Vorwurf der Irreführung: «Man weiss ja nie, was noch kommt. Bei den Bürgschaften für die Hochseeschifffahrt haben auch alle behauptet, das sei ein Supergeschäft. Jetzt zahlen wir Hunderte von Millionen.» Er räumt zwar ein, dass sich die 777 Millionen auf das alte Gesetz beziehen. Trotzdem sei deren Verwendung im aktuellen Abstimmungskampf gerechtfertigt. «Wir wollen damit zeigen, dass der Bund mit seinem Engagement in der Wohnbaupolitik schon einmal viel Geld verlocht hat», so der frühere SVP-Nationalrat. «Der Bund soll die Wohnbauförderung den Kantonen und Gemeinden überlassen. Die wissen besser, wo Bedarf besteht.» Auch für GLP-Nationalrat Martin Bäumle (55, ZH) ist klar: «Faktisch steht da nichts Falsches und die Quelle ist sauber deklariert», so der Co-Präsident des Nein-Komitees. Und: «Plakative Zuspitzungen gehören zu Abstimmungen.» Schreibt BLICK.

    Es war wie von LUZART, der zärtlichsten Versuchung seit es Schokolade gibt, in einer früheren «Daily Headline» vorausgesagt anzunehmen, dass die üblichen Verdächtigen aus dem Sumpf der Immobilienspekulanten vor der Abstimmung mit den ganz grossen Kanonen auffahren. Was erwarten wir denn anderes von Leuten wie HEV-Präsident Hans Egloff und dem notorischen Faktenverdreher GLP-Nationalrat Martin Bäumle, der in seiner Funktion als Green-Cross Präsident Schweiz mit dem Verschweigen von Fakten für einen unappetitlichen Skandal sorgte? Fake News gehören in der Immobilienbranche wie bei Politikern seit jeher zum Business as usual. Man schaue sich nur einmal die Prospekte der angebotenen Immobilien dieser Branche an. Da sich die Zunft der unseligen Beton-Hasardeure gegenseitig aus purer Dummheit (oder Unfähigkeit) auch noch die unsäglichen Claims abschreibt, preist sie ihre Objekte häufig mit der Superlative «Wohnen mit Weitsicht» an, obschon ein Blick vom Balkon der angebotenen Wohnung meistens das Gegenteil beweist, steht doch da in Zeiten des verdichteten Bauens nur 15 Meter entfernt (je nach gesetzlicher Auflage des Minimalabstandes) ausgerechnet der Nachbarsblock, der jegliche Weitsicht verhindert. Was von Bäumle vermutlich mit der Bemerkung gekontert würde, dass schliesslich auch 15 Meter Weitsicht sei. Womit der Green-Cross-Schweiz-Crasher nicht einmal ganz unrecht hat, kommt es doch einzig und allein auf den Blickwinkel an. Und der ist bei den Immobilienfritzen leicht verschoben.

    Le Sacala Büron
  • 19.1.2020 - Tag der Rentnerinnen

    Exklusive Rednerin: 9000 Franken für Doris Leuthard

    Doris Leuthard bleibt nach ihrem Rücktritt aus der Regierung eine gefragte Frau. Davon weiss sie zu profitieren. Wer die Ex-Magistratin für eine Rede buchen will, muss mit der Agentur Speakers verhandeln. «Die Höhe der Honorare ist Verhandlungssache und ist abhängig von der Art der Veranstaltung», sagt Speakers-Chefin Esther Girsberger auf Anfrage. Zu besagtem Honorar will sie sich nicht äussern. Doris Leuthard selbst argumentiert gegenüber SonntagsBlick, sie habe viele Anfragen und akzeptiere ein paar wenige pro Jahr, «teils pro bono, teils eben bezahlt». Es gebe viele spannende Themen, sie beschränke sich aber auf jene, mit denen sie sich auskenne. Schreibt SonntagsBlick.

    Von irgendwas muss ja die exklusive Rentnerin ihren Lebensunterhalt finanzieren, oder? Soll sie etwa auf dem Sozialamt vorsprechen? Mit der 220'000-Franken-Rente lässt sich ja nicht mal der Stromverbrauch Ihres Teslas finanzieren. Geschweige denn der Diesel für ihr BMW-Cabriolet. Augen-Makeup, Anti-Falten-Lotion und Designer-Klamotten für Seniorinnen sind auch nicht unbedingt billig. Also weg mit Euren Neidkeulen! Doris ist keine Hillary. Die nimmt nämlich 50'000 Dollares als Bares pro Auftritt. Und nicht lächerliche 9'000 Fränkli.

  • 18.12020 - Tag der Rebebllion

    Roger Hallam (53) ist der Anführer einer ultraradikalen Klimabewegung: «Wir wollen Millionen dazu bringen, Gesetze zu brechen»

    Er hat die radikalste Umweltschutzbewegung ins Leben gerufen. Nun will XR-Mitgründer Roger Hallam Millionen Menschen für seine Sache gewinnen – mit drastischen Mitteln. Das muss man erst mal schaffen: der eigenen radikalen Bewegung zu radikal zu sein. Der Klimaaktivist Roger Hallam (53) hat es geschafft. Nachdem der Mitgründer von Extinction Rebellion (dt. Rebellion gegen das Aussterben) in einem Interview mit der «Zeit» den Holocaust relativiert hatte, distanzierten sich die deutsche Ortsgruppe und Schweizer Aktivisten von dem Briten. Kritiker werfen ihm Panikmache vor. Auch am Worldwebforum in Zürich trat Hallam am Freitag wie ein Weltuntergangsprophet auf. Lob gibts nur für Greta Thunberg (17), die am selben Tag in Lausanne VD weilte. Dem Vielflieger-Publikum schleuderte er wütend entgegen: «Ihr werdet sterben!» Er will sie bekehren. «Ich mache hier gleich einen Workshop», erklärt er. Schreibt BLICK.

    Viel Lärm um stupide Schlagzeilen wie «ihr werdet sterben». Dass wir alle eines Tages sterben werden, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Das Weekend sollten wir uns von diesem etwas obskuren Bartli und seinen kruden Statements nicht verderben lassen.

  • 17.1.2020 - Tag der Auffälligkeiten

    «Unter Dauerverdacht»: Doping-Experte greift Nadal frontal an

    Doping-Wirbel vor den Australian Open. «Anabolika sind Klassiker im Tennis», sagt Professor Fritz Sörgel. Auch bei Weltstar Rafael Nadal? «Er zeigt Auffälligkeiten.» Professor Fritz Sörgel (70), ein Doping-Experte vom Institut für Biomedizinische und Pharmazeutische Forschung in Nürnberg (De), sieht das anders. In einem Interview mit sport1.de sagt er: «Tennis ist in den Top vier, wenns um Doping geht.» Hinter Wintersport, Leichtathletik und Rad. Anlass dieser Aussage ist der kürzlich aufgedeckte Doping-Skandal um Nicolas Jarry und Robert Farah, zwei Tennis-Profis, die auf anabole Substanzen positiv getestet wurden. Bei welchem grossen Tennis-Spieler er einen Doping-Verdacht hege, wird Sörgel gefragt. Der Experte: «Rafael Nadal hat einige Auffälligkeiten gezeigt. Da habe ich einen Dauerverdacht. Bezüglich Regeneration und seiner gesamten Athletik. Hinzu kommt, dass er auch noch aus Spanien kommt, einem Land, das nicht gerade dafür bekannt ist, seine Helden besonders genau zu verfolgen.» Schreibt BLICK.

    Die Gerüchte um den spanischen Tennis-Superstar zirkulieren seit es den spanischen Doktor Fuentes gibt. Man nennt Nadal ja nicht umsonst die «wandelnde Apotheke». Des Volkes Mund würde dazu wohl sagen: Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

  • 16.1.2020 - Tag der Leuchttürme

    Andreas Glarner ist neuer Parteipräsident: «Die SVP Aargau ist ein Sanierungsfall, sie soll ein Leuchtturm werden»

    Die Delegierten der SVP Aargau haben Andreas Glarner zum neuen Parteipräsidenten gewählt. Er überzeugte am Montagabend eine klare Mehrheit mit einer Brandrede. Er wird Nachfolger von Thomas Burgherr. Gegenkandidat Rolf Jäggi erreichte nur rund ein Drittel aller Stimmen. Im Vorfeld des gestrigen Parteitags in Lupfig galt parteiintern eher Rolf Jäggi als Favorit, weil Glarner als zu extrem galt, der eventuell SVP-Sympathisanten vertreiben könne. Doch es kam anders. Das zeichnete ab, je länger der Parteitag am Mittwochabend in Lupfig dauerte. Die Stimmung und die Voten im Saal kippten eindeutig zugunsten von Andreas Glarner. Andreas Glarner sprach nach Jäggi und versprach nicht zuviel mit seiner angekündigten «Brandrede». Glarner kam gleich zur Sache und mahnte seine Parteikollegen, dass es nicht so weiter gehen könne. «Die SVP ist ein Sanierungsfall», sagte Glarner. «Ja, wenn man jeden fünften Kunden verliert, also Wähler, ist man ein Sanierungsfall.» Glarner machte klar: Die nationalen Themen seien entscheidend, auch bei den Grossratswahlen. Es gebe kaum kantonale Themen, die im Sorgenbarometer der Schweizer wirklich wichtig seien. Glarner kritisierte Parteikollege Werner Laube, ohne dessen Namen zu nennen, der ihn in einem AZ-Artikel als «Imageproblem für die SVP» bezeichnet hatte. Glarner griff auch die Medien an: «Wir machen unseren Job nicht richtig, wenn die Medien uns plötzlich lieben würden.» Glarner nannte und kritisierte explizit auch die AZ. Im Gegensatz zu Jäggi nahm Glarner auf Vorbild Christoph Blocher Bezug. Nur dank ihm sei die SVP heute so stark. Glarner versprach, als Präsident die SVP Aargau zum «Leuchtturm für andere SVP-Sektionen in der Schweiz zu machen». Glarner Szenenapplaus. «Sie werden es keinen Tag bereuen, wenn Sie mir die Stimme geben.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Ein Parteipräsident, den man laut Gerichtsurteil ohne juristische Folgen einen «Dummschwätzer» nennen darf, frei übersetzt also sowas wie ein Leuchtturm der Dummheit*, ist tatsächlich ein Sanierungsfall. Da hat der grosse Social Media-Dummschwätzer recht. Jetzt muss Glarner nur noch den Hobel am richtigen Ort ansetzen, dann wird vielleicht doch noch was aus ihm. Nichts ist schon.

    *Da der «Dummschwätzer» vom Dienst gegen alles und jeden klagt, sei hier vorbeugend erwähnt, dass es sich bei dieser freien Übersetzung um reine Satire handelt.

    Andreas Glarner
  • 15.1.2020 - Tag der geschlossenen Hose

    Minnas G. (30) wurde bei den Lenzerheide Bergbahnen fristlos entlassen: «Ich habe doch nur Pornos geschaut!»

    Minnas G. (30) schaute im Pausenraum Pornos. Und wurde von der Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB) dafür rausgeschmissen. Das findet er übertrieben. Denn: «Meine Hose war immer zu!» Die LBB ergänzt ihr Reglement nun mit einem Porno-Passus. Er arbeitete hart als Saisonnier und Betriebsangestellter bei den Lenzerheide Bergbahnen AG (LBB). Bis vor wenigen Tagen reichte Minnas G.* (30) den Gästen am Skilift Valbella den Bügel. Doch letzte Woche erhielt er die fristlose Kündigung. Der Vorwurf: Er soll bei der Arbeit Pornos geschaut haben – vor anderen Mitarbeitern. Gegenüber BLICK gibt der Entlassene unverhohlen zu: «Ja, ich habe im Pausenraum Pornos geschaut. Die fristlose Kündigung finde ich aber übertrieben.» Er relativiert den Vorfall: «Meine Hose war ja immer zu!» Und: «Es war auf meinem privaten Tablet morgens, bevor der Betrieb losging.» Schreibt BLIGG.

    Mit geöffneter Hose wär' das dem guten Minnas nicht passiert. Von ex-Stadtpräsident Geri Müller lernen heisst siegen lernen.

  • 14.1.2020 - Tag des Greta Modells

    Im Tunnel wirds unangenehm wegen undichter Klimaanlagen: Durchzug im neuen Stadler-Zug

    Der kupferfarbene Traverso ist das neue Zugpferd der SOB-Flotte. In Sachen Komfort macht er etwas her. Doch im Tunnel weht den Fahrgästen ein rauer Wind um die Nase. Erste Mängel müssen behoben werden. Derzeit fröstelt es Passagiere auf der Voralpenroute der Südostbahn (SOB) von St. Gallen nach Luzern. Genauer: im Rickentunnel. Während der vierminütigen Durchfahrt weht im neuen Stadler-Zug ein spürbarer Wind – im Innenraum bei den Fahrgästen! Ein Konstruktionsproblem. Eine Kinderkrankheit. Der Traverso, das neue Zugpferd der SOB, rollt erst seit letztem Juni über die Gleise. Und die ersten Monate zeigen: Es gibt ein Problem bei den Klimaanlagen. Dabei schwärmte Toni Häne (56), Leiter des SBB-Personenverkehrs, bei der Präsentation vor wenigen Monaten: «Alles hochwertig, eindeutig!» Schreibt unser aller BLIGG.

    BLIGG irrt sich wieder mal gewaltig. STADLER ist wie immer der Zeit voraus. Der bemängelte Durchzug ist beabsichtig, denn damit fährt der «Traverso» als erste Zugskomposition der Welt absolut CO2-frei und klimaneutral durch die Landschaft. Wie Peter Spuhler von STADLER Rail auf Anfrage von LUZART, der zärtlichsten Versuchung seit es Schokolade gibt, mitteilt, wird der «Traverso» auf Empfehlung seines Freundes und Stadler-Aktionärs Friedrich Merz ab sofort nur noch als Modell «Greta» verkauft. Smörebröd.

    STADLERS Greta-Train
  • 13.1.2020 - Tag der Imageprobleme

    Showdown ums Aargauer SVP-Präsidium: Parteikollege schiesst scharf gegen Glarner, Jäggi geht als Favorit ins Rennen

    Am Mittwoch wählt die SVP Aargau einen neuen Parteipräsidenten. Kandidat Andreas Glarner hat einen schweren Stand. Der langjährige Wahlkampfleiter Werner Laube warnt: Glarner sei ein Imageproblem für die SVP. Gegenkandidat Rolf Jäggi geht als Favorit ins Rennen, auch bei ihm gibt es aber Fragezeichen. Nicht alle in der SVP waren erfreut, als vor Wochenfrist die Namen der zwei Nominierten für das Parteipräsidium bekannt wurden. Andreas Glarner zu extrem, Rolf Jäggi zu farblos, fanden einige SVP-Politiker. Ein ehemaliger Parlamentarier bat die Parteileitung sogar, nochmals über die Bücher zu gehen und die Wahl im Zweifelsfall zu Gunsten einer erweiterten Auswahl zu verschieben. Glarner versucht es nicht zum ersten Mal mit dem Sprung an die Parteispitze. Bereits 2005 trat er an, unterlag damals aber Thomas Lüpold. 2012 brachte sich Glarner wieder als Parteipräsident ins Spiel, verzichtete dann aber zu Gunsten von Thomas Burgherr auf eine Kandidatur. Jetzt versucht es Glarner nochmals. Trotz Aufstieg in den Nationalrat und landesweiter Bekanntheit hat Glarner bei seinen Aargauer Parteikollegen aber einen schweren Stand. Wer sich umhört, stösst immer wieder auf Bedenken gegenüber Glarner als möglichen Parteichef.

    «Andy Glarner ist ein Imageproblem für die SVP»

    Offen und ungeschminkt sagt dies Werner Laube, der langjährige Wahlkampfleiter der SVP Aargau. Laube traut Glarner zwar durchaus zu, «das Amt als Präsident der SVP Aargau problemlos bewältigen zu können» und attestiert ihm, «mutig für seine Überzeugung hinzustehen» und «im rechten Spektrum der Partei Wähler mobilisieren zu können». Aber für Laube überwiegen die Negativpunkte: «Seine provokative, manchmal unbedachte und oft auf die Person zielende Art wirkt auch für viele Wähler und Sympathisanten der SVP unsympathisch.» Vor allem Frauen und Junge, glaubt Laube, könnten sich nicht mit Glarner identifizieren. «Andy Glarner ist keine Identitätsfigur für die SVP Aargau; gemässigte Parteimitglieder und Sympathisanten könnten sich von der SVP abwenden.» Laubes Fazit: «Andy Glarner ist aus meiner Sicht ein Imageproblem für die SVP und keine Identifikationsfigur für die SVP Aargau.» Das sind harte Worte gegenüber einem Parteikollegen. Darauf angesprochen, kontert Glarner gewohnt angriffig: «Das sind keine echten SVPler», meint er zur Befürchtung, er würde gemässigte Mitglieder und Sympathisanten abschrecken. «Es geht hier nicht um die Ausrichtung», so Glarner, «Jäggi und ich sind inhaltlich nicht weit auseinander. Es geht mehr darum, wie wir unsere Politik verkaufen. Und da stehe ich für ein pointiertes Auftreten. Der Schmusekurs der letzten Jahre war nachweislich nicht erfolgreich.» Schreibt die AZ.

    Jäggi irrt sich. So hervorragend ist das Image der SVP nun auch wieder nicht, dass ausgerechnet Glarner für die Partei ein Imageproblem darstellen könnte. Da gäbe es genügend andere Kandidaten. Auch wenn unser aller Fastfinger Andy, der die «pointierten» Social Media-Posts meistens so schnell online stellt, dass seine Hirnfunktion zeitlich damit kaum Schritt halten kann, gemäss Gerichtsentscheid «Dummschwätzer» genannt werden darf. Das ist eigentlich nur die logische Konsequenz für einen, der ausschliesslich die Strategie «Angriff» beherrscht, in der Verteidigung jedoch jämmerlich versagt und sich dadurch immer wieder der öffentlichen Lächerlichkeit preisgibt. Er wird nie begreifen, dass seine kruden Social Media-Auftritte nichts anderes als Schreie in eine absolut bedeutungslose* Echokammer sind. Ähnlich einem Stammtisch, an dem nur Gleichgesinnte poltern. Zitieren wir Napoleon I. Bonaparte: «Die Kriegskunst besteht in der Berechnung einer grossen Anzahl Fälle, deren Eintritt auf dem Kriegsschauplatz als möglich angenommen werden muss.» Glarner darf zwar folgenlos «Dummschwätzer» genannt werden; dumm ist er deswegen trotzdem nicht. Im Gegenteil. Doch leider fehlen ihm für den Aargauer SVP-Präsidentensessel die strategischen Fähigkeiten der klugen Voraussicht, wie sie Napoleon beschreibt, die der Korse allerdings auch nicht immer befolgt hat. Und, wie die Geschichte beweist, letztendlich trotz seiner «pointierten» Reden immer wieder gescheitert ist. Es darf angenommen werden, dass auch die Aargauer SVP unter Glarner ihr Waterloo erleben würde.

    * Der deutsche Grünenchef Robert Habeck hat nach unliebsamen Erfahrungen mit Trolls and Prolls seine Social Media-Accounts wie Facebook und Twitter im Januar 2019 gelöscht. Und? Hat es ihm geschadet? Habeck ist mehr denn je einer der populärsten Politiker Deutschlands und seine schon damals gewaltige Medienpräsenz hat nach dem Social Media-Ausstieg nicht abgenommen, sondern – haltet Euch fest Ihr unverbesserlichen Facebook-Apologeten – sogar zugenommen! Es ist halt nicht jeder ein Trump, der die Welt via Twitter in Atem halten kann. Oder frei nach Highlander: «There can only be one!» (Es kann nur einen geben.) Habeck hat dies begriffen. Blocher übrigens auch.

  • 12.1.2020 - Tag der intellektuellen Ödnis

    Heisshunger auf Mietwohnungen: Diesen Firmen gehört die Schweiz

    Swisslife, UBS, Credit Suisse, ZKB und Migros gehören Zehntausende Mietobjekte. Insgesamt sind bereits 40 Prozent im Eigentum von Unternehmen. Privatbesitzer ziehen sich zunehmend zurück. Hunderte Menschen, alte und junge, zuversichtliche und erschöpfte, stehen in Zürich für eine preiswerte Wohnung an. Die Schlange reicht über mehrere Strassenzüge, geht sogar ums Eck. Solche Szenen wurden zum Sinnbild verfehlter Wohnungspolitik. Knapper und daher hoch begehrter Wohnraum hat vor allem in den Metropolen zu ständig steigenden Mietpreisen geführt. Jetzt macht der Notstand natio­nale Schlagzeilen: In einem Monat stimmt die Schweiz über die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab, die von Bund und Kantonen verlangt, preisgünstige Mietobjekte verstärkt zu fördern. Bei der Abstimmung geht es auch um eine Glaubensfrage: Welche Wohnungsbaupolitik die Wähler wollen. In den letzten Jahren haben Fonds, Versicherungen, Anlagestiftungen, Bankengruppen und Pensionskassen immer mehr Grundbesitz angehäuft und dort Gebäude hochgezogen. Warum sie einen solchen Heisshunger auf Häuser entwickeln, liegt auf der Hand: In Zeiten von Negativzinsen versprechen Immobilien attraktivere Renditen als andere Anlagen. Eine absurde Folge dieser Entwicklung: Weil auch Pensionskassen eine möglichst satte Rendite anstreben, um ihre Renten zu sichern, zahlen deren Mieter im Interesse der eigenen PK-Vorsorge eine höhere Miete. Schreibt SonntagsBlick.

    Die Immobilienfirmen haben zu viel Macht, schreibt SonntagsBlick-Chefredaktor Gieri Caveltyzu diesem Thema in seinem Editorial. Wie wahr! Und wer sichert sie ihnen dauerhaft? Frei nach Rolf Hochhuth: Die furchtbaren Lobbyisten des Parlaments. Beispiel gefällig? Der solariumgebräunte Luzerner FDP-Ständerat und Liebling aller Schwiegermütter Damian Müller ist einer dieser Spezies, der in sämtlichen Interviews vor der Herbstwahl 2019 nicht müde wurde, stets ungefragt – vermutlich proaktiv um gewissen Gerüchten entgegenzuwirken – und mit einem klaren Bekenntnis zu seiner intellektuellen Ödnis darüber zu palavern, dass er um Gotts Willen nicht schwul sei, anstatt detailliert über seinen Teilzeitjob bei Swisslife und seine Mandate bei Innerschweizer Immobilienklitschen (Architekturbüros etc.) zu reden*. Ein Schelm wer Böses denkt.

    * Der Fairness halber sei erwähnt, dass die Journalisten Müller nicht danach gefragt haben. Was ja auch nicht unbedingt für journalistische Qualität spricht. Und diejenigen, die es wagten, die Wohlfühlatmosphäre des grossen Staatsmannes (frei nach Franz Josef Strauss) und Bundesrates in spe zu durchkreuzen, wurden von ihm, der die meisten seiner Antworten von seinen Scripts abliest, abgekanzelt oder mit ellenlangen Mails der endlosen Besserwisserei (ebenfalls irgendwo abgeschrieben) bombardiert.

  • 11.1.2020 - Tag der Onlineshop-Medien

    Beizentauglich, machtbewusst und fleissig: So muss Röstis Nachfolger sein

    Dieses Wochenende stellt die SVP die Weichen für die Nachfolge von Albert Rösti. BLICK sagt, was der künftige SVP-Präsident können muss. Dieses Wochenende schafft die SVP-Spitze Klarheit. An ihrer jährlichen Kadertagung im Vier-Stern Hotel Bad Horn in Horn TG wird sie eingrenzen, wer Nachfolger von Parteipräsident Albert Rösti (52) werden soll. Am Freitag legte der neunköpfige Parteileitungsausschuss das Anforderungsprofil für die Kandidaten fest: Was muss der Neue können, was muss er leisten? Sechs Eigenschaften sind unerlässlich:

    1. Der Stil des netten Albert Röstis gehört der Vergangenheit an. Das Experiment «hart in der Sache, anständig im Ton» ist gescheitert. Röstis Nachfolger wird wieder mehr provozieren müssen – so wie seine Vorgänger Toni Brunner (45) und Ueli Maurer (69) das taten. Allerdings: Ein richtiger Scharfmacher fehlt bei den möglichen Nachfolgern.

    2. Auch wenn sich in der SVP-Elite vermehrt Akademiker tummeln: Der Präsident muss Beizentauglich sein. Dort ankommen, wo die SVP ihre Wähler hat – auf dem Land, in den kleineren Gemeinden, bei den Büezern, Bauern und Rentnern. Hier hätten sicher Malermeisterin Sollberger und Landwirt Dettling Vorteile.

    3. Der Neue muss begeistern können – bei den letzten Wahlen sind viele SVP-Sympathisanten den Urnen ferngeblieben. Auch mit Initiativen und Referenden tut sich die grösste Partei des Landes schwer. Die SVP muss ihre Leute wieder mobilisieren – sonst verpuffen die politischen Forderungen.

    4. Gleichzeitig braucht die SVP einen Strategen an der Spitze – einen, der mit anderen Parteien dealen und sie gleichzeitig vor sich hertreiben kann. Das ist Rösti zu wenig gelungen – im Bundeshaus gab mehr und mehr Fraktionschef Thomas Aeschi (40) den Ton an.

    5. Das heisst auch: Der neue Präsident muss Lust an der Macht haben. Nicht nur, um sich als Leitwolf durchzusetzen, sondern auch, um die Kantonalparteien auf Linie zu bringen.

    6. Französisch-Kenntnisse sind mehr als nur von Vorteil. Um die stockende Eroberung der Romandie voranzutreiben, ist der neue SVP-Chef am besten bilingue.

    Herrlich! Unser aller Onlineshop* mit angegliedertem Boulevardblättchen «diktiert» der SVP das Anforderungsprofil für den zukünftigen Parteipräsidenten. LUZART, die zärtlichste Versuchung seit es Schokolade gibt, liefert noch einen siebten Punkt: Unwählbar sind alle Kandidaten der SVP, die öffentlich «Dummschwätzer» genannt werden dürfen. Womit der Aargauer SVP-Nationalrat Andreas Glarner bereits aus dem Rennen ist. Mehr noch: Unter dieser Prämisse muss man sich fragen, ob da überhaupt noch jemand aus den Reihen der SVP in Frage kommt? Einige, auf die Punkt sieben nicht zutrifft, haben ja bedauerlicherweise längst abgesagt. Wie zum Beispiel der Luzerner SVP-Nationalrat Franz Grüter. Schade. Sehr schade sogar. Der Mann hätte alle Voraussetzungen, die SVP mit Anstand und der notwendigen Kompetenz in eine Zukunft zu führen, in der die Digitalisierung eine wesentliche Rolle spielen wird.

    * Sehen Sie sich unter dem «BLIGG-Impressum» (scrollen hilft Ihnen da weiter) mal die Onlineshop-Aktivitäten von Ringier an. Dann verstehen Sie auch, weshalb BLIGG bei jedem Aufruf über das Internet mit vollkommen lächerlichen Argumenten um Ihre Registrierung buhlt. Es geht nur um Ihre persönlichen Daten. Die sind für jeden Online-Händler bares Geld wert. Der Fairness halber sei erwähnt, dass alle dem Tod geweihten Printmedien diese Unart praktizieren. Teilweise wird sogar die Telefonnummer für die «Freischaltung» verlangt (SRF). Da wundert man sich, dass unser Datenschützer ruhig auf seinem gemütlichen Stuhl sitzen bleibt.

  • 10.1.2020 - Tag der asiatischen Gäste

    Touristen aus Indien sorgen für Besucherrekord in Baden – doch nicht allen ist zum Jubeln zumute

    Noch vor wenigen Jahren waren Gäste aus Indien in Baden eine Seltenheit. 1500 Mal übernachteten sie im Jahr 2015 in der Stadt, machten damit nur einen Bruchteil aller Logiernächte aus. An der Spitze der Herkunftsländer lagen damals (hinter der Schweiz) Deutschland und die Vereinigten Staaten. Inzwischen sind die Inderinnen und Inder die wichtigsten ausländischen Hotelgäste geworden: Die Zahl ihrer Übernachtungen in der Stadt ist um das Achtfache gestiegen, lag 2018 bei 12850 und in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bereits wieder bei über 11'000. Schreibt die AZ.

    Und so haben alle Schweizer Städte ihre ganz speziellen Gäste. Baden freut sich über etwas mehr als 10'000 Inder und Luzern ist inzwischen der unumstrittene Hotspot für Uhren, flotte Senioren und Chinesen. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass inzwischen knapp 300'000 Chinesen die schönste Stadt der Welt, also Luzern, pro Jahr (heim)suchen. Von solchen Zahlen ist Baden noch weit entfernt. Und etwas soll hier nicht unerwähnt bleiben: Die chinesischen Gäste haben auch so ihre ganz speziellen Eigenarten. Laut und ausgiebig Furzen am Esstisch im Luzerner China-Restaurant und auf der Rolltreppe im Manor-Kaufhaus ist nur eine davon. Aber die Gäste aus Indien sind noch etwas spezieller. Die verrichten gleich die Notdurft in einer Ecke auf Charly Buchers Touristenschiff und fackeln die Hotelsuite ab, weshalb sich vor zehn Jahren einige Luzerner Hotels weigerten, indische Gäste zu beherbergen. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall. Man nimmt ihnen an der Rezeption schon beim Einchecken die Gaskocher ab. Don't curry, be happy.

  • 9.1.2020 - Tag der Sonnenbräune

    CVP und BDP wälzen Zukunftspläne: Mit Fusion gegen den Untergang?

    Kommt's nun doch zum Zusammenschluss der CVP und BDP? Hinter den Kulissen loten die Parteichefs Varianten aus. Einige Kantone machen Dampf. Die Mitteparteien denken laut über ihre Zukunft nach – und wälzen im Geheimem mögliche Strategien. Einerseits die CVP. Parteichef Gerhard Pfister (57) lässt derzeit analysieren, ob das «C» aus dem Parteinamen verschwinden soll. «Ich hatte im Wahlkampf viele Reaktionen von Leuten, deren politische Positionen mit denjenigen der CVP übereinstimmen. Sie unterstützten unsere Politik, sagten aber, sie könnten keine katholische Partei wählen», sagte er im BLICK-Interview. «Darauf müssen wir als Partei, die durchaus christliche Werte wie Solidarität vertritt, deswegen aber nicht konfessionell ausgerichtet ist, eine Antwort finden.» Ein Entscheid soll bereits im Juni fallen. Schreibt BLICK.

    Eigenartig. Gilt doch in der Schweiz nebst dem Rütlischwur die geheiligte und unantastbare Doktrin, dass der Markt alles regelt. Der Markt hat an den Wahlurnen im vergangenen Herbst 2019 ein klares Urteil gesprochen: Die BDP braucht niemand mehr – ein paar Hardcore-Gläubige und die an den Futtertrögen des Staates mampfenden BDP-«Staatsbeamten» ausgenommen. Normalerweise schickt doch unser aller Markt gescheiterte Unternehmen in die Insolvenz oder schliesst sie. Wickelt sie ab. Doch die BDP will eine Fusion mit der CVP. Vermutlich als Infusion für die ansonsten arbeitslosen BDP-ParlamentarierInnen. Die können ja nicht alle auch noch bei den Schweizer Krankenkassen untergebracht werden. Diese Posten sind schliesslich längst von FDP, SVP, SP, Grüninnen und Grünen und der CVP besetzt. Irgendwen vergessen? Stimmt: Denis Kläfiger, der etwas arg sonnengebräunte Chef der BDP Luzern, arbeitet nicht in einem Solarium, sondern ebenfalls bei einer Krankenkassen-Versicherung.

    Warum fällt mir jetzt ausgerechnet Dieter Bohlen ein? Vor vielen vielen Jahren (ist nicht mal mehr auf Google zu finden) nannte ein deutsches Presseprodukt – ich glaube, es war das göttliche Satiremagain TITANIC – den grossartigsten Gitarrenspieler und Komponisten aller Zeit eine «sonnengebräunte Sanges-Schwuchtel». Bohlen klagte und bekam von den Richtern nicht nur recht, sondern auch ein erkleckliches Sümmchen als Wiedergutmachung für seine verunglimpfte Macho-Ehre. Ahhh. Jetzt fällt mir wieder ein, wieso mir diese uralte Schmonzette plötzlich in den Sinn kam. «Etwas arg sonnengebräunt» – darf man das schreiben? Vermutlich schon, oder? Hat ja nichts mit Gesang zu tun. Andererseits: Radio Sunshine hat mich mal wegen dem Begriff «Lockenwickler-Radio» angezeigt. Verbalinjurie. Aber diese Geschichte erzähle ich Ihnen später mal. Herzlichst. Ihr Doktor Luzart.

    Denis Kläfiger BDP Luzern
  • 8.1.2020 - Tag der Warmherzigen und Unbarmherzigen

    Weisse Pracht, schwarze Zahlen, rote Köpfe an den Festtagen: Alpiner Tourismus jubelt über starken Saisonstart – anders die Skifahrer

    Rekordandrang in höher gelegenen Wintersportgebieten: Der Boom über die Festtage freut die Bergbahnen und ärgert manchen Skifahrer. Zum Start der Wintersaison zog es die Menschen auf die Skipisten. Die Bergbahnen transportierten rund 17 Prozent mehr Gäste als in den letzten fünf ­Jahren, wie der Verband Seilbahnen Schweiz mitteilt. Einige Skigebiete erreichten neue Tagesrekorde. Die Kehrseite: Auf vielen Pisten wurde es eng. Die Wartezeiten vor den Liften waren teilweise hoch, doch oft war das nicht das Hauptproblem, weil in den grossen Skigebieten die Kapazitäten in den letzten Jahren ausgebaut wurden. Eben noch die Tourismuskrise, und nun ist es auch wieder recht: zu viele Leute in den Bergen, Dichtestress, Overtourism! Für die Overtourism-These gibt es reichlich anekdotische Evidenz. Buchungssysteme sind unter dem Andrang kollabiert, hochgelobte Apps ebenso. Tagestouristen steckten im Stau, mussten sich vor den Ticketschaltern gedulden. In Parkhäusern kommt es zu Staus und später zur Schlagzeile: «Die Leute im Parkhaus wurden aggressiv.» Schreibt die Aargauer Zeitung.

    Was sagt eigentlich Greta (Gössi, die klimabakterische Wendehalspäpstin) zu diesem Thema? Und was meint ihr warmherziger Ständerat Damian Müller aus dem Kanton Luzern, der sich im Wahlkampf vom letzten Herbst mit seinen lauwarmen* Statements so vehement für eine Flugticketabgabe einsetzte? Wäre da nicht eine klimatisch bedingte Skipistenticketsteuer fällig? Das wäre doch eigentlich nur die logische Konsequenz aus den Verlogenheitsparolen der Wendehalspartei der «Freien Demokraten».

    * Um allfälligen Klagen wegen «Verbalinjurien» vorzubeugen: Der Begriff «lauwarm» wird in keiner Art und Weise in Bezug auf sexuelle Präferenzen irgendeiner Person verwendet, sondern ausschliesslich, wirklich und wahrhaftig nur im Zusammenhang mit dem lauwarmen Klima in unseren winterlichen Breitengraden. Alle anderen Deutungen dieses Begriffes sind frei erfunden.

  • 7.1.2020 - Tag der Aargauer Nebelschwaden

    Das Mittelland ist die Badewanne des Nebels

    Kräftige Gewitter in den Sommermonaten und Schneefälle sowie heftige Stürme im Winter. Das ist es , was Meteorologen lieben – also Spannung und Abwechslung. Je nachdem, wie intensiv man sich mit dem Wetter beschäftigt, kommt es vor, dass man mehrmals täglich die Wettermodelle konsultiert, um sich über die neusten Berechnungen zu informieren. Als am zuverlässigsten gilt unter den meisten Schweizer Meteorologen das europäische Wettermodell des European Centre for Medium-Range Weather Forecast (ECMWF) in Grossbritannien, an welchem sich die Schweiz gemeinsam mit 21 weiteren europäischen Staaten beteiligt. Als Abgleich wird mit zweiter Priorität meist das US-amerikanische Global Forecast System (GFS) konsultiert, welches vier Mal täglich – und somit doppelt so oft wie das europäische Modell – die Prognosen neu berechnet. Schreibt das Zofinger Tagblatt.

    Liebe Aargauerinnen und Aargauer. Nebel ist für Euch nicht nur eine triste Angelegenheit, sondern auch ein sehr gefährlicher Zustand. Sieht man doch die weissen Socken nicht im Nebelmeer. Doch frei nach Hölderlin wächst in der Gefahr das Rettende auch. Wenn Euch die Nebelschwaden aufs Gemüt drücken, besuchen Sie doch ganz einfach die wunderschöne Stadt Luzern. Am Fusse des Pilatus scheint stets die Sonne und Regentage kennt man kaum. Ausserdem können Sie mit «learning by doing» den ersten Crash-Sprachkurs der chinesischen Sprache absolvieren, was für die Zukunft wohl bald wichtiger als englisch sein wird.

  • 6.1.2020 - Tag der Lauwarmen

    FDP-Präsidentin Gössi teilt im grossen Interview gegen links und rechts aus: «Die SVP politisiert an der Bevölkerung vorbei»

    Die Öko-Welle hat die FDP in Bedrängnis gebracht. Die Partei werde vermehrt Referenden ergreifen müssen, ist Petra Gössi überzeugt. Die FDP-Präsidentin spricht über den neuen Parteikurs, die Europa-Politik und das soziale Sprengpotenzial der Negativzinsen. FDP-Chefin Petra Gössi (43) führt ihre Partei seit vier Jahren. Als sie die FDP von ihrem Vorgänger Philipp Müller (67) übernommen hat, hatte dieser eine Trendumkehr geschafft. Mit der Partei ging es wieder aufwärts. Doch bei den Wahlen vom Oktober 2019 wählten nur noch 15,1 Prozent freisinnig. Gössi lässt sich davon aber nicht entmutigen, wie sie beim Treffen in ihrem Büro in Zürich bei Kaffee und Weihnachtsschoggi klarmacht. Schreibt BLIGG.

    Oh je, die bedauernswerte Frau Gössi mit ihrem warmseligen Personal teilt nach allen Seiten aus und wirft der SVP genau das vor, was sie mit ihrer eigenen Wählerschaft praktiziert hat. Peinlich! Vermutlich als Folge einer tiefen Frustration, resultierend aus ihrer unglaubwürdigen Wendehalspolitik in Sachen Klimapolitik bei den letzten Wahlen und dem desaströsen Wahlergebnis. Kommt hinzu, dass hinter jedem Wasserfall die Messer gegen Greta Gössi gewetzt werden.

  • 5.1.2020 - Tag der Positivity-Stars

    Hater attackieren Morena für Vergewaltigungs-Post

    Body-Positivity-Star Morena Diaz hat auf Instagram geschrieben, dass sie vergewaltigt wurde. Die Reaktionen darauf fallen teils heftig aus. «Ich wurde vergewaltigt und es tut immer noch weh.» Mit diesem Bekenntnis sorgte die bekannte Aargauer Primarschullehrerin Morena Diaz am vergangenen Donnerstag für Aufsehen. Der Vorfall hat sich laut ihres Posts drei Tage vor Heiligabend 2018 nach einem gemeinsamen Abendessen ereignet. Ihr Fall sei kein Einzelfall, schreibt sie im Post, und deshalb breche sie nun ihr Schweigen. Während viele diesen Schritt unterstützen und Diaz dafür loben, gibt es auch einige, die ihre Geschichte anzweifeln. «Sie sind eine feige Lügnerin», steht in einem Kommentar. «Sie sollten sich schämen», in einem weiteren. «Wen wundert's, bei jemandem, der sich so präsentieren muss», schreibt jemand – und dies öffentlich. Schreibt das Pendler-Magazin 20Minuten.

    Na ja, Body-Positivity-Star Morena Diaz hat vermutlich mit voller Absicht einen kalkulierten Post über ihre Vergewaltigung auf Instagram veröffentlicht. Wohlwissend, was auf sie zukommen wird. Wenn nicht, dürfte an Ihrer Intelligenz gezweifelt werden. In ihrem «Stardasein» und dem Buhlen um Aufmerksamkeit sind Klicks, Verlinkungen und Reaktionen bares Geld wert. Ohne diese Ingredienzen läuft auf diesen Plattformen rein gar nix. Man ist fast geneigt zu sagen «Gleich und Gleich gesellt sich gern». Denn ohne Dumpfbacken-Follower wäre Diaz kein Star, was immer auch ein «Body-Positivity-Star» sein soll. (Wertfrei!)

    Mögen die Reaktionen ihrer Follower auch noch so krude sein und sich jenseits von Gut und Böse bewegen: Ohne diese Klick- und Sprachvergewaltiger wäre Instagram völlig wertlos. Das einmal mehr inflationär verwendete Wort «Hater» wird dieser Shortnews hörigen Klientel nicht gerecht. Diese etwas unbedarften Menschen hassen nicht. Sie sondern nur das ab, was sie intellektuell zu leisten vermögen. Und das ist in der Regel halt nicht unbedingt Goethes Sprachschatz, sondern Aldi-Speech. Formerly known as Gossensprache.

    Dazu kommen noch die üblichen Durchlauferhitzer wie 20 Minuten, die über die «attackierte Morena» berichten und damit das Publikum jenseits von Instagram bedienen, denen der Instant-Müll und Morenas Befindlichkeiten normalerweise am Allerwertesten vorbeigehen. Was LUZART, die zärtlichste Versuchung seit es Schokolade gibt, jetzt auch gerade tut. So wir denn ehrlich sein wollen ... :)

  • 4.1.2020 - Tag der kleinen Yasna

    Zentralschweizer Neujahrsbaby: Pünktlicher hätte die kleine Yasna gar nicht auf die Welt kommen können

    Für die Familie Kabiri aus Erstfeld war die Silvesternacht kurz. Um 01:41 Uhr kam die kleine Yasna auf die Welt und ist somit das erste Baby in der Zentralschweiz, das im neuen Jahr geboren wurde. Für die Eltern geht ein grosser Wusch in Erfüllung. «Endlich! Ein Mädchen!» Die Freude bei Mutter Hasina Kabiri (23) und der ganzen Familie ist riesig. Kurz nach Mitternacht um 01:41 Uhr wurde die kleine Yasna geboren. Schon beim ersten Kind hatte das Paar, das aus Afghanistan stammt, ein Mädchen erwartet. Man habe rosa Kleider gekauft, doch dann kam ein Bub auf die Welt. Das war vor fünf Jahren, inzwischen lebt die Familie im Kanton Uri. Vor drei Jahren dann kam der zweite Sohn auf die Welt. Der Geburtstermin wurde damals auf den Neujahrstag errechnet. Doch das Baby kam ein paar Tage zu früh und wurde am 29. Dezember geboren. Sie habe schon schmunzeln müssen, als bei der dritten Schwangerschaft wieder der 1. Januar errechnet worden war, erzählt Hasina Kabiri. Diesmal stimmte der Termin, Yasna hätte also nicht pünktlicher auf die Welt kommen können. Schreibt die LZ.

    Das ist doch mal eine schöne Geschichte zum Jahresanfang in einer kriegerischen Welt. Drücken wir der kleinen Yasna sinnbildlich für alle ErdenbewohnerInnen die Daumen, dass alles gut wird.

  • 3.1.2020 - Tag der AMAG-Erbin

    Wohnen auf nur 45 Quadratmeter in Zollikerberg ZH: Amag-Erbin baut 40 Mikro-Häuser

    In Zollikerberg ZH entstehen 40 sogenannte Tiny Houses. Die Häuser mit maximal 60 Quadratmetern Wohnfläche sollen einem neuen Bedürfnis gerecht werden. Die Baueingabe erfolgt noch Anfang Jahr. Ein neuartiges Bauprojekt für das neue Jahr: Am Zollikerberg soll eine Überbauung mit insgesamt 40 Mietwohnungen in Form von Tiny Houses entstehen. Die Mikrohäuser an der Forchbahn-Haltestelle Waldburg in Zollikerberg ZH werden zwischen 45 bis 60 Quadratmeter gross sein. Jede Wohnung soll einen eigenen, ebenerdigen Hauseingang erhalten, was den Wohnungen die Qualität von kleinen Einfamilienhäusern gibt. Der Wohnraum erstreckt sich meist über zwei Geschosse und umfasst zwei bis drei Zimmer. Jedes Mikrohaus kommt zudem mit einem kleinen Garten von 20 bis 30 Quadratmetern daher. Das Ziel der Projektverantwortlichen der Immobilienfirma UTO Real Estate Management (UTO): Die Miete der Tiny Houses soll rund 2000 Franken pro Monat betragen. «In dieser Grösse gibt es in Zürich derzeit nichts Ähnliches zu mieten», sagt Niels Lehmann, Projektentwickler bei UTO REM. Lehmann sagt, die Tiny Houses würden einem neuen Bedürfnis der Menschen entsprechen: «Die Menschen wollen weniger Fläche verbrauchen und ihren Konsum einschränken.» Bei der Miete könne man viel sparen. Schreibt BLIGG.

    Endlich mal eine lobenswerte Erbin, die mit ihrem Erbe etwas Sinnvolles auf die Beine stellt: Wohnraum, der flächenmässig den Bedürfnissen vieler Menschen entspricht. Daran gibt es nichts auszusetzen. Ausser der Tatsache, dass die Immobilienfritzen den Trend längst kennen, ihn aber bewusst nicht umsetzen. Weniger Wohnfläche = weniger Gewinn. So die einfache Gleichung der Immobilienspekulanten. Dazu braucht es nicht mal einen Einstein, um diese Realitätsformel aufzustellen. Oder um es auf den Punkt zu bringen: Die Gier siegt über die Vernunft. Zweckmässige Bauten statt Geistersiedlungen des Dagmerseller Immobilienmoguls (um nur ein widerwärtiges Beispiel zu nennen), und wir könnten die Abstimmung über «bezahlbaren Wohnraum» vergessen.

    IGD Grüter AG - Überbauung Nüeltsche Wohlenschwil
  • 2.1.2020 - Tag der Wohnungsmieten

    BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen zur Miet-Initiative: Erbitterter Kampf um billigere Wohnungen

    Am 9. Februar 2020 stimmen wir über die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» ab. Gemäss Umfrage kommt sie im Volk gut an. Doch was will der Mieterverband genau? BLICK beantwortet die wichtigsten Fragen. Schreibt BLIGG.

    Liebe Immobilien-Spekulanten, Ihr dürft frohen Mutes auch im neuen Jahr weiter spekulieren und mit Geistersiedlungen hasardieren bis Eure Blase platzt. Fürchtet Euch nicht, Ihr Unseligen. Dass die von der SP halbherzig unterstützte Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» vom Volk abgelehnt wird, ist (fast) so sicher wie das Amen in der Kirche. Dafür werden die Stalinorgeln der Kommunikations- und Marketing-Strategen der vereinten Immobilienhaie schon sorgen. Die Kanonen und Panzerbrigaden der üblichen Verdächtigen aus den Lobbyisten-Parteien der FDP, CVP und – nicht zu vergessen die selbsternannte Mutter aller «kleinen» Leute, die am meisten unter den exorbitanten Mieten leiden, – unsere gute alte Tante SVP, werden aus allen Löchern schiessen und das ihrige zum Scheitern der Initiative beitragen. Schliesslich werden sie dafür bezahlt. Wessen Brot ich ess', dessen Lied ich sing'. So einfach ist das. Und das betroffene Wahlvolk? Wird wie immer bei solchen Abstimmungen an der Urne fehlen und einen neuen Minusrekord in Sachen «Wahlbeteiligung» aufstellen. Zu verantworten ausgerechnet von denjenigen, denen die hohen Schweizer Wohnungsmieten vermutlich am meisten weh tun. Die hadern in ihrer teuren Mietwohnung mit Verdichtungs-Gott Philipp Müller und der Welt, starren die Decke an und warten darauf, dass ihnen die gebratenen Tauben in Form von günstigen Mietzinsen ins Maul fliegen statt den Stimmzettel auszufüllen. «Ich kann ja eh nix ändern», so die dumme Ausrede. Dass Veränderungen in einer Demokratie nur an der Urne zu bewerkstelligen sind, werden diese Leute nie begreifen. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Darauf ist Verlass. Kommt hinzu, dass der Mieterverband nicht annähernd über die finanziellen Mobilisierungsmöglichkeiten der mächtigen Immobilien-Lobby verfügt. Das ist ein Kampf von David gegen Goliath. Dass David den riesigen Krieger Goliath aus den Reihen der Philister mit einer Steinschleuder besiegt haben soll tönt zwar gut, ist aber auch nicht mehr als eine Legende aus dem Alten Testament.

    PS: Bei einer Umfrage vom Handelsblatt über das Image von Berufen belegten die Immobilienhändler den zweitschlechtesten Platz, getoppt nur noch von den Versicherungsvertretern. Zum Glück für die Immobilien- und Versicherungsbranche fällt der Begriff «Kinderschänder» nicht unter die Berufsbezeichnungen. Wer weiss, wo die fleischgewordenen Zubetonierer und Verdichter in der Umfrage gelandet wären ...

  • 1.1.2020 - Tag der Veganerfürze

    «Bekam Wohnung nicht, weil ich Veganer bin»

    Grillpartys, Babystillen und Luxusprobleme: Zwei Veganer äussern sich in unserer Videoserie zu Klischees und Vorurteilen. Berichtet in Wort und Bild 20Minuten.

    Irgendwie verständlich, dass die Veganer keine Wohnung bekommen. Veganer-Fürze sollen ja fürchterlich stinken. Von all den exotischen Früchten aus fernen Kontinenten, die täglich extra für die Veganer eingeflogen werden. Und Veganerinnen und Veganer, ja selbst ihre Kinder, würden sogar auf Rolltreppen in Luzerner Kaufhäusern ab und zu einen fahren lassen. Nicht nur die chinesischen Gäste. Hört man jedenfalls. Ab und zu riecht man es sogar. Welche Mieter möchten mit solchen Leuten in einem Lift ins Penthouse fahren? Niemand! Nicht mal unsere chinesischen Gäste, die beim Pupsen in der Luzerner Öffentlichkeit wirklich nicht zimperlich sind. Nicht mal vor Buchelels Lolex-Tempel. Diese Unart sollte ihnen Präsident Xi unbedingt austreiben. Ein paar freie Betten in den Uiguren-Camps wird's ja wohl noch haben. Dann nehmen sich vielleicht auch unsere Veganerinnen und Veganer ein Beispiel an den Ni Haos und halten ihre furchtbaren Gemüseblähungen unter Kontrolle.

    Das ist doch mal ein Einstieg ins neue Jahr. Allerdings nicht ganz C02 frei.

    Bucherers Rolex-Tempel